Italienisches Militär in Afghanistan - Höchstverschuldeter Staat Europas als Besatzer?
Mittwoch, 28. Oktober 2009
italien_afghanistan.jpgItalien hält laut Oktober - Daten 2009 von Eurostat mit mehr als 1.875 Milliarden Euro den ersten Platz in der Staatsverschuldung Europas. Es ist für die SÜD-TIROLER FREIHEIT unglaublich, dass es sich der höchstverschuldete Staat Europas leisten kann, täglich (!) 3 Millionen Euro für eine  2.200 Mann starke Militärpräsenz in einem knapp 5000 Kilometer entfernten fremden Land zu zahlen, stellt Roland Lang fest!

Abgesehen davon sind auch die Methoden, die Italien für die Besetzung fremden Grundes und Bodens anwendet, fragwürdig: So soll laut der englischen Tageszeitung „The Times „ der italienische Geheimdienst mehrere zehntausend Dollar gezahlt haben, damit in der italienischen Zone keine Angriffe der Taliban stattfinden.

Es gibt für einen Staat wie Italien, der es im eigenen Land mit mit den Menschenrechten nicht genau nimmt, kein moralisches Recht, am Hindukusch fremden Völkern Nachhilfestunden in Demokratie und Menschenrechten zu erteilen. Afghanistan ist ein gutes Beispiel dafür, wie man ein Land durch Fremdeinmischung und Besatzung langfristig zugrunde richten kann. Angefangen von der sowjetischen Besatzung, bis zum heutigen Tag, hat die Einmischung von außen nur Elend und Not gebracht. Afghanistan hat wie Tirol eine große Geschichte und eine eigene Kultur!

Beide Völker ihren eigenen Weg ohne Einmischung von außen gehen zu lassen, das wäre  Ausdruck von Demokratie und Menschenrecht.

Deshalb keine italienischen Soldaten am Hindukusch und in Tirol!  

Roland Lang
Leitungsmitglied der SÜD-TIROLER FREIHEIT 


Anmerkung:
Den „Militäreinsatz“ der Italiener in Afghanistan hat Dr. Rupert Neudeck, bekannt geworden nach seiner Rettungsaktion von vietnamesischen „BOAT PEOPLE“ mit dem Schiff „CAP ANNAMUR“, beobachtet. Er ist Leiter der in Afghanistan tätigen Hilfsorganisation Grünhelme. In einem Brief an die FAZ vom 21.10.2009 schreibt er über die italienischen Soldaten in Afghanistan:

„… Wenn die 2.200 italienischen Isaf-Soldaten –von denen die Menschen in der Provinz Herat nichts hören und sehen, und von denen sie allenfalls wissen, dass sie in der Nähe des Flughafens in einer mit Pizzerien und sonstigen Unterhaltungsetablissements voll gestopften Riesenfestung von 2 Kilometern mal 1,8 Kilometern Umfang stationiert sind, ihre Zahl auf 4400 Isaf –Soldaten erhöhen, wird die Festung nur vergrößert.

Denn diese Soldaten haben nur eine Aufgabe: Den Selbstschutz. Andere Aufgaben haben sie noch nicht gehabt. (Das verlogene Abkürzungslabel PRT ist ja auch aus dem Verkehr geholt: Provincial Reconstruction Team).

Wenn ich in den Dörfern der Distrikte Karoq (Geburtsort des amtierenden Außenministers Spanta) und Golram herumfahre, frage ich beim Tee zum Spaß die Dorfältesten, ob sie schon einmal einen italienischen Soldaten gesehen haben. Über die Frage sind die Stammesführer überrascht, denn sie wussten nicht mal, dass da so viele in der Stadt Harat stationiert sein sollen. …“

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Kommentare (8)
1. 01-11-2009 19:11
 
@achim 
 
Sie sollten sich vielleicht etwas genauer mit den "Pariser Vorortverträgen" beschäftigen. Besonderes Augenmerk sollten Sie auf die Mitwirkung der USA bei diesem Vertragswerk legen.
 
Wolfgang
2. 31-10-2009 09:54
 
http://www.youtube.com/watch?v=Nkn0CmrNPIs 
 
 
ES LEBE DIE FREIHEIT !
 
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3. 29-10-2009 18:48
 
Freiheit ?
Auch mir sind die USA lieber als die Taliban, daran führt kein Weg vorbei. 
Aber: geht es nicht hier eher um den Zugang zum Öl als um die Freiheit ? 
 
Und schließlich und endlich zur Süd-Tirol-Frage: Wer  
zg denn Herrn Wilson über den Tisch - die taliban oder Tolomei ?- die Amis, wie blöd, heute wie damals !
 
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4. 29-10-2009 17:58
 
Wir bezahlen unsere Besatzer
Italienisches Militär und Polizei besetzen seit 90 Jahren unser Tirol und wir finanzieren noch unsere eigene Besatzung. 
 
@Tobias 
Das ist nur die halbe Wahrheit. In Afghanistan regieren "auch" die Taliban und unterhalten dort terroristische Ausbildungslager. 
Wenn man sie nicht dort bekämpft, dann hat man diese Terroristen in Zukunft in Europa. 
 
@Helli, 
wenn man für Freiheit kämpft will, darf man sich nicht verstecken (ital. Soldaten) und unsere Steuergelder verschwenden. Den Kommentar hat Dr. Rupert Neudeck geschrieben, nicht die STF.
 
ff
5. 29-10-2009 17:53
 
Mörderbande bringt Freiheit ?
Für Helli und andere Träumer  
 
http://alles-schallundrauch.blogspot.com/search/label/Afghanistan 
http://alles-schallundrauch.blogspot.com/search/label/9%2F11 
 
ES LEBE DIE FREIHEIT!
 
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6. 29-10-2009 14:19
 
Freiheitskampf?
Den Afghanistankrieg haben alleine die USA provoziert! Hierbei geht es nicht um die Anschläge vom 11/09 sondern darum ein freies Volk dem US-amerikanischen Imperialismus zu unterwerfen und ihm Kapitalismus und Multikuli aufzuzwingen! Und was macht die EU? Sie unterstützt die Amerikaner noch mit Geld und Soldaten anstatt ihre Besatzerarmee aus Europa hinauszuwerfen!
 
Tobias
7. 29-10-2009 11:37
 
Freiheitskampf?
Hier werden aber stark linke Töne angeschlagen. Gibts eine Fusion STF - PD?
 
Klaus
8. 29-10-2009 10:05
 
Freiheitskampf?
also so sehr ich jetzt auch Südtiroler Freiheit fan bin, diesen Artikel find ich jetzt übertrieben.  
 
Der Afganisthan einsatz ist eine reaktion auf die Anschläge des 9/11 und ihre Symbole( freie welt, usw....). ich steh voll hinter dem einsatz von allen Länder die sich daran beteiligen, denn die Freiheit ist doch das wichtisgte !!!!!!und im Afganistan ( viele mögen es vllt vergessen haben) wird um die Freiheit gekämpft.
 
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