Österreichischer Staatsfeiertag: Süd-Tirol dankt dem Vaterland Österreich
Montag, 26. Oktober 2009
fahne_sterreich.jpgDie Bewegung SÜD-TIROLER FREIHEIT nimmt den heutigen österreichischen Staatsfeiertag zum Anlass, um dem Vaterland Österreich für seine Bemühungen um Süd-Tirol zu danken.
Ohne die jahrzehntelange politische Unterstützung Österreichs wäre Süd-Tirol der nationalistischen Politik Italiens schutzlos ausgeliefert gewesen.

Wann immer Italien sich feindlich gegenüber Süd-Tirol gezeigt hat, war und ist Österreich zur Stelle, um seine Schutzmachtfunktion auszuüben. Zwei Mal hat Österreich das Thema Süd-Tirol deswegen sogar schon bis vor die UNO gebracht.

Aber auch finanziell hat Österreich Süd-Tirol immer unterstützt und damit zum Wohlstand beigetragen, von dem heute alle profitieren. Gerade im Bereich der Bildung verdanken wir Österreich ungemein viel. Erinnert sei nur an die Ausstattung mit Schulbüchern, die Vergabe von Stipendien und die Ausbildung an den österreichischen Universitäten.

Der österreichische Staatsfeiertag ist daher auch für Süd-Tirol ein Freudentag, der Gelegenheit zum Dank, aber auch zur Besinnung auf die eigene Identität bietet.

Als österreichische Minderheit im fremdnationalen Staat Italien ist es für Süd-Tirol essentiell, den Kontakt zum Vaterland Österreich aufrechtzuerhalten und diesen nicht nur politisch, sondern auch im Bewusstsein der Menschen zu fördern.

Auf dem Weg zur Selbstbestimmung wird Süd-Tirol nämlich auch zukünftig auf die Unterstützung des Vaterlandes Österreich angewiesen sein.

L.-Abg. Sven Knoll
SÜD-TIROLER FREIHEIT

 


Aufgerufen: 1611 | Drucken

Kommentare (24)
1. 04-11-2009 00:17
 
Ich teile Ihre Sichtweise nicht, Markus
Sie tun so, als ob es Italiens Schuld wäre, daß die Regierung Südtirols die bereits angebotene Abstimmung abgeleht hat. Italien hat da deutlich mehr geleistet, als beispielsweise die DDR, die ja ihren Bewohnern auch nicht die Möglichkeit zur Abstimmung angeboten hatte. Ihre Vergleiche hinken also.  
 
Das Dilemma Süd Tirols ist die starke Führungsperson Luis Durnwalder. Ein Mann voller Verdienste um sein Land, aber nicht bereit, den Weg Süd Tirols weiterzutreiben, zu Ende zu denken. 
 
Nicht Tirol ist das Scharnier zwischen dem deutschsprachigen Raum Europas, und Italien: es ist Süd-Tirol. Mit seinen auch hier äußerst fleißigen udn fähigen Bewohnern, und seiner inzwischen aufgebauten Infrastruktur. 
 
Dazu die exponierte Lage an einer der hauptverkehrsadern der EU, dazu die Landschaft. Und: unter Süd-Tiroler Bewohner zähle ich auch jene italienisch-sprachige Bevölkerung, soweit diese bereit ist, Süd- Tirol an die erste Stelle ihrer Zugehörigkeitsgefühle zu stellen.  
 
In einem sich umbauenden Europa mit völlig neuen Strukturen - der Lissabon- Vertrag wird ab heute in Kraft treten, die nationalen INteressen treten damit in den Hintergrund - werden diejenigen Gebiete, die starke Einzelstellungsmerkmale besitzen oder herausgearbeitet haben, zu den Gewinnern zählen.  
 
Süd Tirol verfügt über eine ganze Reihe dieser Merkmale.  
 
Aber es positioniert sich nicht, diese geltend machen zu können.  
 
Es ist niemandem damit gedient, in diesem neuen Europa von Rom nach Wien wechseln zu wollen, dies als Ziel auszugeben. Europa wird ein Kontinent der Regionen.  
 
Süd-Tirol hat die Chance, für Gesamt-Tirol voranzugehen. Aber es nutzt diese Chance nicht. Da kann man reden, soviel man will, und Pseudo- Schuldige wie Italien aufzählen wollen, die dem entgegenstünden.  
 
Tatsächlich fehlt der politische Wille jener, die doch das Mandat wollten, udn erhalten hatten, um gestalten zu können. Damit ist immer Zukunft gemeint, besonders dann, wenn sich die Perspektiven in der zukunft ändern. Und das ist ohne jeden Zweifel in der EU der Fall  
 
Ich erkenne an, daß in der Süd-Tiroler Führungsschicht nicht erkennbar ist, wer die Nachfolge von Luis Durnwalder antreten könnte. Ein Nachfolge-Problem, das sich nicht nur in Süd-Tirol zeigt.  
 
Dennoch hätte Durnwalder die Kraft aufbringen müssen, Räume für neue Ideen und Entwicklungen aufzustoßen, dem Land Impulse zu geben, die das entstehende Europa nutzen.  
 
Ein paar Büros für eine Euro- Region, und ein Stromverbund, das ist enttäuschend zu wenig. Es ist eine Vergeudung der Möglichkeiten, die man sich im Interesse Süd Tirols hätte erkunden, erschließen, wenigstens die Türen dazu aufstoßen müssen. 
 
Davon ist nichts geschehen.  
 
E.Ekat
 
E.Ekat
2. 03-11-2009 15:04
 
@ E. Ekat
So lange nur die politischen Eliten des Landes Süd-Tirol sich den Kopf über die Landeseinheit in Tirol zwischen Salurn und Kufstein zerbrechen, solange die davon betroffene Bevölkerung nicht massenhaft in dieser Zeit, in der wir jetzt leben, deutliche Zeichen setzt, dass sie die Einheit des deutschsprachigen Landes Tirol will, solange wird es in Tirol zwischen Salurn und Kufstein nur bei der heutigen Politik der Ankündigungen von neuen Euregios beider Landesregierungen in Italien und in Österreich bleiben. Das ist meine persönliche Einschätzung. Man hat z.B. nach den zwei großartigen Schützendemos in Bozen und Bruneck plötzlich gesehen, dass sich endlich etwas in dieser Frage in Tirol und auf zwischenstaatlicher Ebene bewegt, also erst dann, wenn die Menschen auch für die Landeseinheit sichtbar und hörbar demonstrieren wollen und das auch tun. Das muss man aber dort tun, wo diese Einheit zuerst blockiert wird, nämlich in Italien. Erst dann wird man sich Gehör in dieser Frage verschaffen.  
 
Die Landesregierung in Bozen vor allem sieht ja (noch) keinen Handlungsbedarf, das gleiche für Süd-Tirol an Lösungen der Selbstbestimmungfrage zu fordern, was die Opposition schon seit langem fordert. Der LH von Südtirol hat sich öfters dazu geäußert, als er sinngemäß sagte, solange Rom die Autonomie respektiert, kann er mit der Landesregierung nur schwer die Selbstbestimmung für das Land fordern. Erst wenn Italien diese Autonomie ernsthaft in Frage stellen würde, wäre der Selbstbetimmung-Notfall gekommen. heute beschränkt man sich stattdessen auf den Ausbau der ideellen und institutionellen Landeseinheit in der Euregio Tirol, weil man hofft, auch auf diesem Wege sind Fortschritte für die Landeseinheit zu erreichen. Dennoch ist sogar das schon ein wagemutiger Schritt der Landesregierung der SVP, wenn man bedenkt, wie man noch über dieses Thema vor drei oder vier Jahren in der Brennerstrasse in Bozen debattiert hat, oder wie man den eigenen politischen Spielraum in Italien damals eingeschätzt hat. 
 
Ich persönlich kann mir natürlich was wünschen, das wird aber die Lage der Süd-Tiroler nicht ändern, wenn die Süd-Tiroler nicht selbst geschlossen auch das gleiche wollen werden, dazu bin ich auch kein Maßstab für die anderen. Ich würde mir wünschen, dass z.B. die wichtigste Frage des Landes, nämlich die Frage der Beantwortung der Selbstbestimmung einmal in einem Referendum eindrucksvoll und überzeugend geklärt wird, damit alle Menschen aller Sprachgruppen endlich gleichberechtigt ohne erzwungene Sprachgruppentrennung und Disagio in diesem Land zufrieden leben können. Man muss einen Staat nur bedauern, der derart große demokratiepolitische Defizite in dieser so wichtigen Frage heute noch im eigenen Machtbereich duldet, als ob sich rundherum in Europa vor allem seit den letzten 20 Jahren nicht verändert hätte. 
 
Wäre Italien so eine Demokratie wie z.B die von Dänemark oder Finnland, wäre Süd-Tirol nach einer Volksabstimmung nach 1946 zu Österreich in einem Bundesland Tirol zurückgekommen, bzw. es würde unverzüglich die volle Autonomie bekommen, mit der Möglichkeit ausgestattet, den bisherigen Staatsverband jede Zeit zu verlassen, so wie in Island, Färöer, Grönland und jetzt wieder auf den Färöer es der Fall war oder ist. Wäre Italien eine Demokratie wie die von Großbritannien, dann würde man so wie jetzt in Schottland über die direkte Ausübung der Selbstbestimmung mit einem fixen Fahrplan debattieren können, bzw. das Land Süd-Tirol würde schon lange unter einer doppelten Verwaltung von zwei Staaten stehen, wie dies das Beispiel von Nord-Irland zeigt, wo die Iren nicht einmal 50% der Bevölkerung stellen. Italien ist aber was es ist, das Schlusslicht Europas auch in dieser Frage, und eine von 103 Provinzen dieses Landes kann nicht diesen Staat dazu zwingen, wozu dieser Staat nicht bereit ist. Mögen die Forderungen der Süd-Tiroler nach Selbstbestimmung seit 90 Jahren bis heute noch so aus demokratiepolitischer Sicht berechtigt sein, der Stiefelstaat wird diesem Wunsch nur dann entgegentreten wollen, wenn er einen Vorteil für sich darin erkennt oder erst dann, wenn er als Staat nicht mehr in der Lage sein will, seine Autorität durchzusetzen, wie man das z.B. aus der EX-DDR kennt, als man national und international die Bürgerproteste und Demonstrationen für die Landeseinheit in diesem Land und in Europa nicht mehr ignorieren konnte. Italien hat aber auch nach 1945 bis 54 die eigenen nicht italienisch bevölkerten Gebiete an die jeweiligen Vaterländer geordnet abtreten müssen, so die Griechischen Dodekanes Inseln, Istrien, Teile Dalmatiens, Tenda-Tal im Westen.  
 
Davon ist das Land Süd-Tirol heute weit entfernt. Der relative Wohlstand lässt viele in dieser Frage träge werden. Daher solange nicht die Bürger selbst unter der Parole "Wir sind das Volk und wir fordern die Landeseinheit in einem wiedervereinten Bundeland Tirol in unserem ethnischen Vaterland Österreich", solange hat eigentlich die Landesregierung keine Wahl, als das in dieser Frage zu machen, was sie jetzt macht. Alles andere wäre politisches Abenteurertum und dafür gibt sich die SVP sicher nicht her, damit würde sie nachhaltig die Interessen des Landes schädigen. Eine schlecht vorbereitete Volksabstimmung zu Selbstbestimmung kann mehr der Idee der Landeseinheit mehr Schaden als Nutzen zufügen. Man stelle sich vor, die Süd-Tiroler stimmen einmal darüber ab, und nicht einmal ein Quorum von 40% wird erreicht, bzw. diese Frage findet keine oder keine überzeugende Mehrheit. In diesem Fall würde man etwas sehr wertvolles aus der Hand geben, dazu ohne jegliche Gegenleistung. Rom würde dann mit Berechtigung argumentieren, das Land ist jetzt endgültig in Alto Adige angekommen und braucht auch keine Autonomie mehr. Man muss sich auch dieser Risken bewusst werden. 
 
Den Weg in die Selbstbestimmung kann die SVP als Regierungspartei daher nur gemeinsam mit der Opposition bestreiten, wenn jede Seite das macht, was sie am besten machen kann, z.B. auf der Seite der Opposition die Menschen zu motivieren und zu mobilisieren und die SVP das politisch umsetzen, was an Wünschen und Forderungen aus der Bevölkerung in der Frage der Tiroler Landeseinheit kommen möge. Diese Aufgabe ist vom übergeordneten nationalen und politischen Interessen, daher kann sie nur gemeinsam mit Landesregierung und Opposition mit der Unterstützung von der Seite der eigenen Schutzmacht aus dem Vaterland Österreich bewältigt werden. Eine Volksabstimmung zu dieser Frage wäre natürlich so ein epochaler Schritt. Erst dann würde man schwarz auf weiß sehen, was die Sache ist und ob die Bürger auch wirklich die Landeseinheit mit dem Bundesland Tirol verwirklicht sehen wollen. Jetzt sind das nur unverbindliche Meinungsumfragen zu Selbstbestimmung, die die Orientierung der Menschen in dieser Frage aufzeigen, mehr nicht. Der amtierende LH von ST wollte sich schon sogar dafür verbürgen, dass die Mehrheit der Südtiroler bei entsprechender Vorbereitung und Information von zirka einem halben Jahr für die Landeseinheit in Tirol und für die Rückkehr des Landes zum eigenen sprachlichen, ethnischen und historischen Vaterland stimmen würden. Würde es einmal so weit sein und die Befürworterseite würde so eine Volksabstimmung auch wirklich gewinnen, dann würde man mit diesem politischen Mandat sicher eine glaubwürdige Politik der Selbstbestimmung im Namen er Autonomie machen können, vorausgesetzt die SVP und Opposition wären sich über sie Ziele und die Modalitäten so einer Abstimmung der Bevölkerung sehr einig. Wie Italien darauf reagieren würde, hängt vielleicht davon ab, ob es bereits in den Staaten der alten EU bereits vergleichbare Abstimmungen zu identen oder ähnlichen Fragen gegeben hat. Theoretisch im staatsrechtlichen Sinne nach dem Inkrafttreten des neuen Lissabonvertrages müsste überall im ganzen EU-Machtbereich das möglich sein, was in einem Teil der Union einmal möglich gewesen ist. Eine Volksabstimmung würde daher auch in Südtirol am ehesten die Selbstbestimmungfrage zu klären helfen.  
 
Das wäre auch für mich die direkteste und einfachste Lösung, aber der heutige Staat wird bekanntlich noch lange etwas dagegen haben. Daher gerade aus diesem Grund sollte man meiner Meinung nach über kreative Formen der Beantwortung der Selbstbestimmungfrage nachdenken, die das Land Süd-Tirol der Klärung dieser Frage näher bringen würden. Die reale politische Macht haben in Südtirol Italien und die Landesregierung der SVP, Österreich hat bekanntlich nur ein direktes international einklagbares Mitspracherecht. Ohne Druck aus der süd-tiroler Bevölkerung selbst wird man auf der Seite der Macht keinen dringenden Handlungsbedarf sehen können und die Opposition kann erst dann sich in dieser frage Gehör verschaffen, wenn sie mit der Zeit nach Wahlen an Stärke zunimmt, d.h. wenn die SVP irgendwann so stark sein wird, wie die Opposition in Südtirol.  
 
Eine zwischenstaatliche Souveränität in Südtirol kann so funktionieren, wie man das aus Andorra z.B. kennt, wo Spanien und Frankreich sich die völkerrechtliche Verantwortung für dieses Land teilen, das Land ist dazu weder von Spaniern oder Franzosen bewohnt, sondern von Katalanen. Die Autonome Provinz Bozen kann dorthin erst dann gelangen, wenn sie einmal die Vollautonomie von Italien bekommen würde, z.B. so, wie man das seit der Zeit nach 1946 aus der Finnischen Autonomie Aland-Inseln kennt. Das bedeutet, Verlegung der nationalen Militärgrenze außerhalb der Grenzen der Autonomie, eigene Exekutive und Polizei, eigene Gerichtsbarkeit, eigne Steuerhochheit und Verwaltung. Dem Staat bleibt ein symbolischer Recht der völkerrechtlichen Vertretung der Autonomie. Die Lage von Südtirol ist eine andere, daher verdient sie andere Lösungen, das fordert aber die Kreativität der Politiker. Sie werden natürlich erst dann handeln wollen, wenn das Volk selbst sich unüberhörbar Gehör in dieser Frage verschafft oder wenn die Opposition stark genug sein wird, um die Forderung nach Selbstbestimmung in der offiziellen Politik der Autonomie durchzusetzen. So lange es nicht der Fall ist, kann die das Land regierende SVP das machen, was sie für politisch gerade oportun und richtig hält. Heute ist das Euregio Tirol.  
 
In der Geschichte wird man bekanntlich aber überall und immer wieder mit neuen unerwarteten Entwicklungen konfrontiert, aus denen sich neue Chancen für die Selbstbestimmung automatisch ergeben werden. Das war so bei all den bis jetzt erfolgten Selbstbestimmung seit dem Fall der Berliner Mauer am 09.November 1989 und das wird auch in Zukunft so bleiben. Seit damals ist eine Fremdbestimmung nach der anderen wie Dominosteine umgefallen. Zuerst in Ost-Deutschland, dann in Ost-Europa, dann im Baltikum, dann am Balkan und jetzt scheint es auch im Westen Europas so weit zu sein, wenn nächstes Jahr eine Autonomie des UK nämlich Schottland im Herbst 2010 über die eigene Selbstbestimmung abstimmt. Das Land wird schon seit langem darauf propagandistisch von der eigenen Landesregierung vorbereitet. Was an Resultaten dann kommen wird, wird man erst sehen, wenn es so weit sein wird. Wird die Befürworterseite diese Abstimmung gewinnen, wird man die politischen Auswirkungen bis nach Südtirol mit Sicherheit deutlich spüren. Der Weg der Ausübung der Selbstbestimmung wird um vieles dann leichter sein. Ich hoffe damit Ihre Einwände erschöpfend beantwortet zu haben.
 
Markus Anton
3. 03-11-2009 10:02
 
Ein schwieriger Beitrag, Markus Anton
Wenn ich Sie richtig verstehe, dann sollte alles so bleiben wie es ist. Weil man z.B. - so sagen Sie - nicht Selbstbestimmung und Autonomie gleichzeitig haben könne. Ja, das leuchtete mir bereits ein, als der LH dies erstmalig verkündete. Allerdings ist dies eine Null-Aussage. Denn wer die Selbstständigkeit erlangt, der benötigt keine Autonomie.  
 
Nicht Italien kann das eigentliche Problem sein, nachdem bereits ein Cossiga einen Gesetzesentwurf über eine Volksabstimmung anbot. Und Südtirol dies ablehnte.  
 
Ihre Behauptung, Italien stünde im Wege, ist demnach falsch.  
 
Ihre Lösung, wenn ich Sie richtig verstehe: Oberhoheit über Südtirol bleibt bei Italien, darunter dann die Euro-Region, in der es ein Zusammenwachsen mit dem österreichischen Nord- und Osttirol geben wird. Das ist genau das, was der LH jetzt als Zielrichtung ausgegeben hat.  
 
Die nächste Feierlichkeit ist dann: 100 Jahre Alto Adige.  
 
Was Sie vorschlagen ist nicht, was unter "Freiheit für Südtirol" verstanden werden kann. 
 
Da sollte man die Fahne der Freiheit über Süd Tirol besser einrollen.  
 
Vielleicht wirft Italien Süd-Tirol irgendwann raus? Das scheint mir fast wahrscheinlicher, als daß Süd Tirol selber die Initiative ergreifen wird, um sein Schicksal in die eigenen Hände nehmen zu können.  
 
Irgendwann entsteht so der Eindruck, es ginge nur darum, über Quengelei etwas herausschlagen zu wollen. 
 
Schon Cossiga äußerte sich in dieser Weise. Auf jeden Fall ist dies jedoch ein Mißbrauch des Freiheitsgedankens. Und ein Mißbrauch, eine Irreführung derjenigen, die tatsächlich für die Freiheit Südtirols einstehen. 
 
Diesbezügliches Unbehagen kam ja auch vor Innsbruck bereits auf. 
 
Luis Durnwalder, sicherlich ein äußerst erfolgreicher Politiker für Süd Tirol, muß aufpassen, daß sein politisches Erbe nicht zusehends unter diesem Gesichtspunkt wahrgenommen wird.  
 
Es gibt im heutigen Europa absolut keinen Grund mehr, Süd Tirol nicht in die Freiheit führen zu können.  
 
Und kein Süd-Tiroler könnte geltend machen, eine Selbstständigkeit Süd-Tirols würde die Kluft zu Nord- und Ost-Tirol vergrößern, falls Italien dabei wegfiele. 
 
Das Gegenteil wäre der Fall.  
 
Süd- Tirol hat zu viele glückliche Sklaven.  
Bekanntlich sind glückliche Sklaven die erbittertsten Feinde der Freiheit. 
 
EEkat
 
EEkat
4. 02-11-2009 20:55
 
Tiroler Einheit
@ E.Ekat  
 
Wenn man die größte Partei des Landes Südtirol die SVP mit dem Landeshauptmann Luis Durnwalder und die anderen wichtigen Politikern dieser Partei aus dem Lager der Selbstbestimmungbefürworter wie Theiner, Zeller, Kasslatter Mur, Stocker usw. danach beurteilen wollte, welcher Lösung der Selbstbestimmungfrage sie für die Autonome Provinz Bozen den Vorzug geben würden, dann ist die Antwort ziemlich klar: sie würden diese Lösung in der Landeseinheit zwischen Nord-Ost-Süd Tirol mit gemeinsamen Institutionen und einem Landeshauptmann für das ganze Land in einem wiedervereinten deutschsprachigen Land Tirol im Vaterland der Österreicher sehen wollen. Da fährt die Brennereisenbahn drüber. Das hat auch der LH von Südtirol vor wenigen Monaten in einem TV-Gespräch mit dem ORF wiederholt betont, er würde bei einer theoretischen Volksabstimmung zu dieser Frage für die Rückkehr des Landes zu Österreich und damit gegen Italien stimmen wollen. Ferner sagte er damals, er gehe davon aus, dass das Vaterland Österreich bereit wäre, die eigenen Landsleute also die Süd-Tiroler mit ihrem Land in den eigenen Staatsverband wiederaufzunehmen, aber Italien würde nicht so ohne weiteres die Autonome Provinz Bozen und dazu ohne Gegenleistung aus dem eigenen Staatsverband entlassen wollen.  
 
Die Präferenz der SVP ist also klar erkennbar in dieser Frage. Würde man in die Nähe einer Abstimmung kommen, würde wahrscheinlich die SVP nur eine Wahlempfehlung geben wollen, nämlich für die Rückkehr des Landes zum eigenen ethnischen, sprachlichen und kulturellen Vaterland, von dem die Süd-Tiroler gegen ihren ausdrücklichen und wiederholt betonten Willen seinerzeit mit Gewalt und mit diplomatischen Verrat und Betrug seitens Italien getrennt worden sind.  
 
Dennoch misst diese Partei diesem Thema nur gelegentlich Bedeutung zu, falls es wieder in den Medien aus irgendeinem Grund breitgetreten wird, wie nach den politischen Ansagen des 3. Nationalratspräsidenten aus Österreich Graf einige Wochen zurück. Die SVP tut sich sehr schwer mit diesem Thema, weil sie sich um die reale Größe des vorhandenen politischen Spielraums in Italien bewusst ist, und zwar nach der Devise, sicher ein Spatz der Autonomie in der Hand als die Taube der Selbstbestimmung am Dach. Dieses Argument hat schon etwas für sich, man kann auch nicht gleichzeitig Autonomie und Selbstbestimmung für das Land haben wollen. Nach meinem Dafürhalten kann man aber doch auf einem friedlichen und demokratischen Wege die Beantwortung und Klärung der Selbstbestimmungfrage für Südtirol in heutigen sehr demokratischen und Menschenrechte freundlichen Zeiten im Namen des eigenen Volkes politisch anstreben und auch konkrete Schritte in diese Richtung wählen. Ob dann am Ende dieses Wege endlich die Tiroler Landeseinheit stehen würde oder eine andere Lösung, das ist eine andere Frage.  
 
Man muss aber geradezu in der Politik auf beiden Seiten der Brennergrenze gerade in dieser Frage immer und überall maximale Forderungen erheben, damit man wenigstens einmal ein Minimum an Lösungen erreichen kann, mit dem man in weiteren Generationen gut leben kann. Vorausgesetzt natürlich, diese maximale Forderungen sind nicht jenseits jeder politischen Möglichkeit auf Verwirklichung. Die alten Paradigmen der lokalen und internationalen Politik in der Frage der Fremdbestimmung in Süd-Tirol scheinen schon seit Jahren und Jahrzehnten immer mehr an Bedeutung zu verlieren und sie werden sogar langsam obsolet. Daher scheint auch die Forderung nach Landeseinheit in Tirol zwischen Salurn und Kufstein kein utopischer Wunsch mehr sein, da solche Fragen in ganz Europa in Ost aber auch langsam in West oder Süd langsam auf einem friedlichen und demokratischen Wege gelöst werden können. So äußerte sich dazu der heutige Parteiobmann der SVP Richard Theiner in einem Dolomiten-Interview vom 25.März 2009, nämlich sinngemäß, der Wunsch der Südtiroler nach Selbstbestimmung ist keine utopische Forderung mehr. 
 
Die deutschsprachige politische Opposition in ganz Tirol scheint genau zu wissen, was sie in dieser Frage der Tiroler Landeseinheit erreichen will. Man müsste noch die an der Macht in Innsbruck und Bozen befindlichen Politiker davon überzeugen, dass dies ein überparteilicher und nationaler Wunsch aller Tiroler und damit auch aller Österreicher ist.  
 
Das geringste Problem in dieser Hinsicht stellt die politische Verfassung des Bundeslandes Tirol dar. In Süd-Tirol in Bozen hingegen gibt es eine italienisch nationalistische faschistisch verbrämte politische Minderheit, die einen jeden Schritt in Richtung der Landeseinheit in Tirol immer bekämpfen wird. Das eigentliche Problem ist daher nicht einmal das Land Italien an sich, sondern die faschistisch-italienischen Nationalisten in Südtirol selbst. Gerade aus diesem Grund ist es notwendig, dass auf einer zwischenstaatlichen Ebene für Ruhe, bzw. für geordnete Verhältnisse gesorgt werden muss. Die Politik der Landeseinheit in Tirol können aber zuerst die beiden Landespolitiken anbahnen und für weitere Fortschritte auf diesem Weg sorgen. Die Euregio Tirol, die wieder einmal neue Gestalt bekommen sollte, ist wieder so ein versuch, hoffentlich nicht wieder ein vergeblicher. Sonst wäre es nur wieder schade um die verlorene Energie und Zeit, die man anderswo nutzen konnte.  
 
Nach meinem Dafürhalten ist die Tiroler Landeseinheit in einem sich gerade herauskristalisierenden neuen Europa nach dem Lissabonvertrag durchaus möglich, sogar in zwei verschiedenen EU-Staaten aber in einem Land Tirol zwischen Salurn und Kufstein, mit Südtirol als Übergang ins italienische Welsch-Tirol, diesmal aber wohl unter doppelter Souveränität von beiden Staaten Italien und Österreich und mit Doppelstaatsbürgerschaft. Der Kreativität in der Politik sind bekanntlich auch keine Grenzen gesetzt. 
 
Bei der Beantwortung dieser Frage wohl in Form eines Referendums kann es sich meiner Meinung nach nur um die Fragestellung "entweder oder" handeln, d.h. entweder neue Landeseinheit mit dem Bundesland Tirol oder Verbleib beim Modell der bisherigen Autonomie in Italien. Wird noch eine dritte Fragestellung dazu kommen, ist ein Zustandekommen des Ja aus der betroffenen Bevölkerung zu Landeseinheit in einer Volksabstimmung jenseits von 50% der Stimmen unmöglich. Der Weg in die Beantwortung der Selbstbestimmungfrage ist heute kein breiter, sondern ähnelt eher einem schmalen Bergsteg, wo man leicht ausrutschen kann, aber wo man schon jetzt am Horizont das Ziel nämlich die Landeseinheit des deutschsprachigen Landes Tirol sehen kann. Vorausgesetzt natürlich dieser friedliche und demokratische Kampf des patriotischen Lagers für die Wiederherstellung der Landeseinheit wird weiterhin so positiv wie bis jetzt mit aktiver Mithilfe aus der Bevölkerung selbst verlaufen. Allein in den letzten drei Jahren seit 2006, seit der Petition der Südtiroler Bürgermeister an Österreich hat es unglaubliche Fortschritte auf diesem Weg gegeben und weitere werden ganz sicher folgen!
 
Markus Anton
5. 02-11-2009 10:23
 
Freiheit über alles !!
Ob Bayern oder Deutschland, wenn man Österreich noch einmal an "das Reich " annektieren wollte würde ich mir in Südtirol eine Alm kaufen und eher akzeptieren wollen " sono italiana" zu sein. Und das heisst was wenn ich so etwas sage!! 
Ich glaube wenn der Leidensdruck zu groß wird, dann wird es eine Volksabstimmung in Südtirol geben, DIES können, und jetzt wiederhole ich mich, NUR die Südtiroler selbst tun. Ob sie unbedingt zu Österreich wollen? EIN Tirol als eigener Staat, .....nun aber da träume jetzt wohl ICH. Österreich will schon,vor allem die Vorteile das tüchtige Südtiroler Volk wieder nach Hause zu holen, aber es will sich nicht einmischen, sich nicht die Hände schmutzig machen,mit Italien nicht anecken, so wie in den Kommentaren zum Wienbesuch auf diesen Seiten zu lesen ist, nun, dás glaube ich leider auch zum Teil und momentan beschleicht mich das Gefühl, wenn man all diese Seite liest, dass eine gewisse Katerstimmung und Resignation sich breit machen. 
Die ganze europäische Zusammenarbeit bis zum Dreierlandtag, von Ecoregio 2020 ( erschienen im Studien Verlag), all dies ist auch möglich, ja erfolgversprechender wenn Südtirol frei ist. Und dies können nur die Betroffenen selbst inszenieren. Ich bin ein glühender Verfechter der Volksabstimmung, aber das ist ja bekannt.  
 
SÜDTIROL ist enorm stark und wird sich wehren, die Zeiten sind vorbei, in denen von oben befohlen wird und das Volk hat gekuscht.  
Ich frage mich wie sich manche Leute das vorstellen, EINEN LH für Nord und Südtirol und Osttirol zu haben? Ein Nordtiroler ist dann LH über/für ein Volk das Italien als Staatsbürgerschaft hat? Träumerei!
 
Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können
6. 02-11-2009 08:40
 
Ergänzung an Sissi.
Vielleicht noch was. Schaut Euch das mal an.  
 
http://landesverband.bayernpartei.de/ 
 
E.Ekat
 
E.Ekat
7. 02-11-2009 08:36
 
Markus Anton
es kann doch hier garnicht darum gehen, daß Süd-Tirol nicht zusammengehörig sei mit Nord- Tirol und Ost- Tirol. Daran kann es doch gar keinen Zweifel geben. 
 
Das ist nicht nur durch Sprache, sondern auch durch Kultur belegt, und es ist ein mehrheitliches Bekenntnis in der Süd-Tiroler Bevölkerung dazu erkennbar.  
 
Die Frage ist, was man daraus macht. 
Ob man diesen Tatsachen besser entsprechen kann dadurch, indem man den Gedanken einer Euro-Region wiederbelebt und dabei Zusammenschlüsse bereits als Erfolge ausgibt, die mittlerweile an allen Grenzen Europas längst üblich sind, die aber nichts mit der Weiterentwicklung Süd-Tirols zu tun haben.  
 
Diese Weiterentwicklung muß entweder lauten: Anschluß an Tirol, oder Selbstständigkeit. Oder 3.) Verbleib bei Italien.  
 
Darüber sollte es eine Volksabstimmung geben. Da jedoch liegt der Hund begraben: es gibt da nur eine gefühlte Mehrheit, keine sichere Mehrheit für eine der Lösungen. 
 
Inzwischen entwickelt sich Europa weiter. Das europäische Dach, darunter die Regionen, und dazwischen die bisherigen Staaten. Die sollten jedoch zunehmend in den Hintergrund treten, wir benötigen nicht eine dazwiwschenliegende Ebene. Europa der Regionen, der kurzen Wege! Süd- Tirol hat durch seine Autonomie zeigen können, daß dies ein erfolgreicher Ansatz ist. 
 
Wo liegt dann der Sinn, von Rom, wegzukommen, um zu Wien zu gelangen? 
 
Die Chancen Süd-Tirols werden dadurch nicht besser. 
 
Das Zusammenrücken mit Nord- und Ost- Tirol wäre einfacher, udn sinnvoller aus einem selbstständigen Süd-Tirol heraus. Alles, was die Euro-Region bieten kann ist aus einem eigenständigen Süd- Tirol ebenfalls erreichbar.  
 
Nur würde Süd-Tirol dann in der Euro- Region einem Tirol vorangehen in ein sich neu aufstellendes Europa der Regionen. 
 
Tirol gehört zusammen, daran kann es keinen Zweifel geben. Die Frage ist nur, ob die richtigen Konzepte verfolgt werden, dies auch umzusetzen. 
 
E.Ekat
 
E.Ekat
8. 31-10-2009 14:36
 
Zu Bayern
Sissi, Sie schreiben zu Deutschland, und besonders zu Bayern:  
 
"Deutschland und Österreich sind niemals eine Mentalität gewesen und werden es niemals sein. Außerdem darf ich daran erinnern, dass die Bayern, sie sind ja auch Deutsche, sich sehr oft und gerne mit den Franzosen verbündet und gegen Österreich gestellt haben." 
 
Das ist weniger als nur die halbe Wahrheit, Sissi.  
 
Bayern stand mit den Franzosen nicht nur gegen das, was Sie hier Österreich nennen sondern dabei auch gleichzeitig gegen Preußen. 
 
Eines der Gründe, warum Bayern sich nach 1949 Freistaat nannte und in seiner Verfassung eine Ausstiegsmöglichkeit aus der BRD verankerte, für den Fall einer Wiedervereinigung. Das wird heute unter den Teppich gekehrt, ganz besonders gerne von der CSU, die wiederum - oh Zufall - mit der SVP in enger Zusammenarbeit steht. Daher gibt es in Bayern eine Bayernpartei, die an einer in der Verfassung vorgesehenen Volksabstimmung über den Austritt Bayerns auf dem Programm hat, ( kommt Ihnen dies bekannt vor?) diesen Programmpunkt aber nicht allzu ernsthaft verfolgt. (Wer weiß schon genau, warum dies so sein könnte).  
 
Das katholische Bayern einerseits, und das protestantische Preußen andererseits, das sind kulturelle Gegensätze, von Ihnen unter "Deutschland" zusammengewürfelt, wie sie größer kaum sein könnten.  
 
Die Bayernpartei, die diesen Programmpunkt nicht ernsthaft verfolgt, hat deswegen zu Recht heutzutage jede Bedeutung verloren. Das preußische Deutschland wird, wegen der darin liegenden Gläubigkeit an die Planbarkeit ebenfalls an Bedeutung verlieren. Deutschland hat nicht nur eine Kanzlerin, die aus der DDR kommt, sondern damit auch deren Sozialisation übernommen. Planwirtschaft, 2. Versuch. Man könnte meinen, dass Deutschland die Auswirkungen schon spüren könnte, wenn es dies denn wollte. 
 
Es ist notwendig, sich um die Freiheit Südtirols zu bemühen. Dies ist nicht nur eine Herzensangelegenheit. 
 
E.Ekat
 
E.Ekat
9. 31-10-2009 14:13
 
P.S.
Zur Frage der ethnischer Identität eines Volkes, sowie zu seiner Sprache kann man sich bei Bedarf gut im Internet informieren.  
 
Zum Beispiel auf der Seite der englischen, italienischen deutschen WIKIPEDIA u.d. Stichwort: Austrians, Austriaci, Österreichische Identität. Auf der Deutschen Seite kann man sogar als Nachweis des Österreichertums in Süd-Tirol das Bild mit der rot-weiß-roten Tafel der STF am Brenner betrachten. 
 
Es existiert auch eine Seite, die sich aus einem wissenschaftlichen aber für jedermann/frau verständlichen Blickwinkel mit der Sprache in Österreich beschäftigt, wo man die real existierenden Unterschiede zwischen Hochdeutsch und der gesprochenen Dialektsprache in Österreich herausarbeitet. Es gibt bereits auch ein österreichisch-deutsches Wörterbuch auf dieser Seite, das sehr umfangreich ist und stets erweitert wird. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass diese Sprache immer noch streng wissenschaftlich genommen als eine Dialektsprache der bayrisch-österreichischen Sprachgruppe anzusehen ist. Mehr dazu unter: 
 
 
http://www.ostarrichi.org/
 
Markus Anton
10. 31-10-2009 13:45
 
Tiroler Landeseinheit
Das, was E. Ekat in seinem Kommentar schreibt ist wahr. Dennoch das Land Tirol kommt der Wiederherstellung seiner von Italien zerbrochenen und bis heute verhinderten Landeseinheit politisch immer näher. Es sind nicht die großen, sondern vielmehr die kleinen Fortschritte auf diesem Weg, die man erst mit genügend Zeitabstand merkt. Viele werden sich noch an die herabwürdigenden Grenzkontrollen mitten in Tirol am Brenner noch erinnern können. Diese sind Gott sei Dank schon längst Geschichte, wir sind auch bereits auf der Ebene der EU vereint. Das deutschsprachige und ladinische Land Tirol wächst merkbar seit Jahren wieder zu einer Einheit zusammen. Heute ist nicht mehr so sehr die Rede von den Südtirolern und den anderen Tirolern, sondern man befindet sich bereits in der Volksmeinung in einem Land Tirol, trotz der immer noch vorhandenen politischen Grenzen quer durch das Land am Alpenhauptkamm. Das hat man sehr deutlich am 20. September 2009 beim gesamt Tiroler Landesumzug in Innsbruck gesehen und gespürt. Ich bin auch ein Geschichtestudierter, daher würde ich meinen, ich weiß, wovon ich rede. Wann hat es das zum Letzten Mal in der ganzen Vergangenheit der letzten 90 Jahre der Teilung in Tirol gegeben, dass der Gedanke der Tiroler Landeseinheit so manifest und flächendeckend bei einer gesamt Tiroler Kundgebung zum Ausdruck gekommen ist? Da muss man schon sehr lange in der Vergangenheit danach suchen und man findet dafür auch entsprechende Beispiele. Das war auch schon einmal so im Mai 1946, als die Süd-Tiroler die so gut wie von allen Bürgern unterzeichnete Petition für die Rückkehr des Landes zum Vaterland Österreich dem damaligen Österreichischen Bundeskanzler Leopold Figl in Innsbruck feierlich übergeben haben. Damit hat man sicher zum Teil die seit 1939-45 zum damaligen Zeitpunkt international anhaltende propagandistisch für die Tiroler Landeseinheit verheerende Nachwirkung der von zwei Diktatoren erzwungenen "Option für das Dt. Reich" im besten patriotischen Geiste, diesmal für das wahre Vaterland Österreich wiedergutgemacht. Auch damals hat es in Innsbruck einen Umzug der Tiroler aus dem Raum zwischen Salurn und Kufstein gegeben und auch damals forderte man laut und deutlich sichtbar die ethnisch-politische Landeseinheit in Tirol.  
 
Was einige Monate später im September 1946 kam, das war die im Pariser Vertrag versprochene Autonomie. Das hat sich leider später nur als ein Bluff Italiens herausgestellt, und diese Autonomie musste erst gleichermaßen von der Süd-Tiroler Politik, von der Diplomatie des Vaterlandes Österreich und nicht zuletzt mit Beitrag des Widerstandes von diesem unbarmherzigen Staat der Fremdbestimmung vor und nach 1972 bis 92 sehr hart erkämpft werden.  
 
Die bis heute erreichte Autonomie in diesem oft genug unberechenbaren und unstabilen Staat Italien ist dennoch kein Ersatz für die Beantwortung der Selbstbestimmungfrage in Süd-Tirol, die es wohl nur in Form eines freien und demokratischen Referendums einmal geben kann. Das veränderte internationale Umfeld in Europa macht diese Beantwortung mit der Zeit immer mehr praktikabler, aber nur dann, wenn die größte Partei des Landes politischen Mut zur Veränderung des Status quo in Richtung der Ausübung der Selbstbestimmung einmal zeigt. Der alt-tiroler LH aus Innsbruck Wendelin Weingartner hat einmal von einem Zeitfenster der Selbstbestimmung gesprochen, das sich früher oder später für Süd-Tirol auftun wird. Als politischer Beobachter kennt man solche Zeitfenster aus anderen Ländern, wie Ost-Deutschland, Mitteleuropa, Baltikum, Slowenien, Balkan etc. Nach meinem Dafürhalten, ist diese sehnsüchtig erwartete Zeit in diesen Jahren ab 2009 auch für etliche Autonomien der alten EU gekommen, wenn vor allem ihre politischen Vertretungen sich dafür auch einsetzen werden wollen.  
 
Der Gedanke der teilweisen Verwirklichung der Landeseinheit in Tirol in Form der Eurregio Tirol ist sicherlich auf diesem Wege nützlich, dennoch sie geschieht über die Menschen hinweg, die weder ein Ja oder ein Nein dazu sagen dürfen. Eine von oben befohlene pseudo Landeseinheit ist eine möglichst schlechte Lösung der Frage der Tiroler Landeseinheit und sie wird wohl niemals gut funktionieren, da sie zuerst auf dem Wege dorthin zerredet und zerbröseln wird. Dennoch reagiert scheinbar auch hier die Tiroler Politik in Innsbruck, Bozen und Trient auf die veränderte Selbstbestimmung freundliche politische Lage in Europa mit Ansagen und Versprechen von neuen Schritten auf dem Wege der Politik der Verwirklichung der Landeseinheit. Vor einigen Wochen meinte sinngemäß sogar der Parteiobmann der SVP Richard Theiner bei der Konferenz der Landeshauptmänner aus allen drei Tiroler Landesteilen mit Welsch-Tirol in Innsbruck am 15.Oktober 2009, in Zukunft wird es wohl auch möglich sein, dass das Bundesland Tirol mit Süd-Tirol einen Landeshauptmann für alle deutschsprachigen und ladinischen Landesteile erhalte, und später eine gemeinsame Landesverwaltung bekommen werde. Es mögen nur Absichtserklärungen sein, aber wann hat es das zum letzten Mal in der Geschichte der Landesteilung gegeben, dass die Tiroler Landespolitiker offen von der Wiederherstellung der Landeseinheit nicht nur reden, sondern auch scheinbar danach auch handeln wollen? Bei all der oft berechtigten Kritik an die Adresse der Landesregierungen in Bozen und in Innsbruck darf man nicht vergessen, dass diese lokale Politik nicht über einen unbegrenzten politischen Spielraum verfügt. Die Politik ist dennoch die Kunst des Möglichen, wo man stets bestrebt sein sollte, die widerstrebenden Interessen kreativ zu überwinden versuchen. Eines ist aber dennoch überall gleich, wenn die Politik zu spät auf das veränderte politische Umfeld reagiert, in dem sie selbst als Gestalter aktiv ist, dann wacht sie einmal auf, als das Volk vor den Palästen der macht aufmarschiert und laut ruft, WIR SIND DAS VOLK! Dazu sagen die Menschen in Süd-Nord-Ost Tirol, wir sind alle Tiroler und auch wir wollen endlich aus unserem Menschenrecht auf ethnische Selbstbestimmung Gebrauch machen und die letzten Hindernisse auf dem Wege der Beseitigung der Landesteilung in Tirol überwunden wissen. Dass das eine weiterhin mehrheitsfähige Meinung der Bevölkerung in Tirol zwischen Salurn und Kufstein ist, das muss man nicht extra betonen. So gesehen ist optimistisch gesehen vielleicht dieses Glas nicht einmal halb voll, aber auch nicht ganz leer. Es liegt an weiteren demokratischen und friedlichen Bemühengen der Tiroler der Landeseinheit der näheren Heimat, dazu unbedingt mit der Unterstützung von der Seite der Schutzmacht der Süd-Tiroler schrittweise näher zu kommen, bis sie einmal vollendet ist. Das letzte mal hat es diese Chance nach dem Krieg 1945-46 gegeben. In heutigen Zeiten scheint diese Chance wieder real zu werden, wenn man sie nur erkennt und danach politisch zum Wohle der Landeseinheit in Tirol handeln will. Dass diese Chance für Ein Tirol auch voll genutzt wird, dafür sorgt schon die deutschsprachige politische Opposition im immer noch geteilten Land Tirol in seinem deutschsprachigen Teil. Die politische Bewegung der Süd-Tiroler Freiheit hat in dieser Frage bereits unglaubliches an Fortschritten geleistet und sie wird es weiterhin zum Wohle des wiedervereinten Landes weiterhin tun.
 
Markus Anton
11. 30-10-2009 20:58
 
Nicht national sondern PATRIOTISCH
Chris, Deutschland und Österreich sind niemals eine Mentalität gewesen und werden es niemals sein. 
Ausserdem darf ich daran erinnern, dass die Bayern, sie sind ja auch Deutsche, sich sehr oft und gerne mit den Franzosen verbündet und gegen österreich gestellt haben. Max Emanuel 1704, dann die Koalitionskriege und besonders 1809.....Und Österreich wurde ja nicht aus lauter Liebe von Hitler Deutschland inhaliert.Option usw, es gibt unzählige Beispiele, dass Südtirol immer ein besonderer Fall war und sein wird. Und auch die großen Dankesrreden an Österreich und Wien, nun gut, trotzdem nicht vergessen, Südtirol wurde immer im Stich gelassen, vom Kaiser 1809 und und und .... jeder kennt die Geschichte.Ich bin grundsätzlich gegen das  
Alle in einen Topf werfen,  
nur weil "Deutsch" unser gemeinsamer Sprachursprung ist. 
Bitte verzeiht aber ich muss es sagen, so wie Deutschland permanent über alle und alles drübergefahren ist,.....das sucht schon seinesgleichen.Und da ging es niemals um das Südtiroler Volk, sondern immer um peinhartes egoistisches Machtdenken. Benutzt und allein gelassen, ausgebeutet und für dumm verkauft. 
Momentan wird´szur Modeerscheinung FÜR Südtirol zu sein. 
Ich lehne für MICH persönlich auch jede Annäherung an Haider und vor allem ( Gott bewahre uns ) Strache usw ganz deutlich ab. Das Gedankengut dieser Leute geht über meinen Patriotismus sehr weit hinaus. Ich distanziere mich deutlich davon. 
Tirol isch lei oans !! Tirol und Südtirol in seiner Mentalität zu verstehen, ja das vermag nur ein echter Tiroler. Das kann auch ein Wiener nicht - und dies will ich nicht als WERTUNG verstanden wissen - die Geschichte und die Umgebung prägt einen Menschen ! 
Das was seit 1796 passiert ist, ist unauslöschlich und sollte endlich dazu führen, diese wertvollen und tüchtigen Menschen endlich so leben zu lassen wie sie es verdient haben: F R E I .
 
12. 30-10-2009 19:32
 
Welche Wiederherstellung?
Markus Anton,  
 
"...das Südtirol....langsam  
an die Wiederherstellung der alten von Italien zerbrochen Landeseinheit in Tirol in seinem deutschsprachigen Teil herangeht." 
 
Da muß ich wohl gerade was verpassen.  
 
Mit was belegen Sie ihre Beobachtungen?  
 
Wann wird es soweit ein? 
 
Ich habe eher den Eindruck, daß sich garnichts tut. Damit dies auch so bleibt, also weiterhin Ruhe herrscht, werden nachrangige Aktivitäten in den Vordergrund gestellt, ( gemeinsames Stromnetz u.d.m.) die heutzutage in Europa selbstverständlich sind, und keinen Beleg für ein besondere Anstrengung, gar zur Erreichung einer Landeseinheit darstellen können.  
 
Diese wird es mithin nicht geben, und sie wird es auch garnicht geben können. Weil sie politisch nicht angestrebt wird. Das niederschmetternde daran wiederum ist, daß die führenden Politiker Gesamt-Tirols genau dies auch offen so aussprechen.  
 
Das wird aber offenbar nicht alzu ernst genommen. 
 
Wer oder was also sollte diese Wiederherstellung vorantreiben?  
 
Es wird sich in der Südtirol-Frage nichts tun.  
 
Es sei denn, in Südtirol selber, in der Bevölkerung setzt man die Prioritäten anders, und stellt die Erreichung der Selbstständigkeit vor die Erreichung einer Landeseinheit mit Gesamt-Tirol. 
 
Dieses Ziel wäre unter einem EU-Dach sogar erreichbar, und es wäre auch konsequent, weil in Europa der Mittelbau zwischen Region und EU zunehmend wegfallen sollte.  
 
Das Europa der Regionen.  
 
Wozu sollte dann Rom ersetzt werden müssen durch Wien?  
 
Oder aber, 2. Möglichkeit:  
 
der italienische Staat zerbricht. Spaltung. Was weiß ich. 
 
oder aber: 
 
es taucht mal wieder eine charsimatische Persönlichkeit auf, die diese Frage auf seine Weise, wie immer diese dann aussehen würde, beantworten wird. 
 
Landeseinheit Tirol, an deren Wiederherstellung man, wie Sie behaupten, langsam herangeht: das sehe ich absolut nicht.  
 
 
E.Ekat
 
E.Ekat
13. 29-10-2009 20:15
 
@ ff
Das Land Süd-Tirol wird von einer Landesregierung regiert, die aus freien und demokratischen Wahlen hervorgegangen ist. Das ist eine unumstößliche und empirisch nachweisbare Tatsache. Dennoch wird das Land weiterhin von Rom von einem fremdnationalen Staat fremdbestimmt. Dass es in der Tat so ist, darauf weisen die Verankerungen der Selbstbestimmung in den Parteiprogrammen der meisten Parteien der Süd-Tiroler hin. So lange gerade diese Frage nicht durch das Süd-Tiroler Volk selbst demokratisch glaubwürdig am ehesten in einem Referendum beantwortet ist, solange ist das Land auch nur begrenzt frei. In meinem letzten Kommentar habe ich vom Großdeutschen Reich geschrieben, nicht vom Deutschen Reich, das waren nämlich im Zweiten Weltkrieg zwei verschiedene Paar Schuhe. Unter dem Begriff "Deutsches Reich" versteht man in der Geschichtsschreibung Deutschland in Grenzen vom 31.12.1937. Unter dem Großdeutschen Reich versteht man das damalige Nazi-Deutschland plus annektierte oder im Verlauf des Krieges besetzte Gebiete, wie Österreich, Sudetenland, Memelgebiet, Freie Stadt Danzig, Luxemburg, Protektorat Böhmen und Mähren, Generalgouvernement usw. Es würde jetzt zu weit führen, wenn man all diese Begriffe im Detail beschreiben wollte. Die Deutschen außerhalb des Deutschen Reiches in den Grenzen von 1937 befanden sich daher nach 1945 Aufgrund der Geschichte des verlorenen Krieges in einer anderen völkerrechtlichen Situation als die Deutschen im Altreich. Jede Vertreibung oder Sippenhaft ist natürlich zu verurteilen. Gerade die Südtirol-Politik des Großdeutschen Reiches mit der damit verbundenen verheerenden propagandistischen Wirkung der "Option für das Reich" zwischen 1939-43 hat nach dem Krieg die Rückkehr Süd-Tirols zum Vaterland Österreich mit ziemlicher Sicherheit verhindert. Diese Tatsache darf man niemals aus den Augen verlieren, dass eben das Land Südtirol damals nur denkbar knapp einer Katastrophe der Auslöschung durch Abwanderung entgangen ist. Es grenzt beinahe an ein Wunder, das Südtirol bis heute all die Irrungen der Geschichte heil überstanden hat und langsam an die Wiederherstellung der alten von Italien zerbrochen Landeseinheit in Tirol in seinem deutschsprachigen Teil herangeht. Darüber kann man nur sehr froh sein.
 
Markus Anton
14. 29-10-2009 18:46
 
@ ff
Markus Anton ich denke du siehst da etwas falsch erstens weise ich es von mir NS-Weltanschauungen zu vertreten. 
Zweitens wie du darlegst das Österreich schon zur Römerzeit eine eigene Provinz war muss man sagen heisst du dies etwa gut war es nicht so das Österreich von Rom fremdregiert wurde.  
Ist es nicht war das Österreich im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nationen über 1000 Jahre vereint mit dem gesamten Deutschen Volk war. Und ist es nicht so das durch Napoleon dieses Reich unterging und so die Deutschen Staaten wiederholt geteilt wurden. 
War es nicht so, dass nach dem ersten Weltkrieg das Deutsche Reich und Österreich einen Nationalstaat bilden wollten aber dies von den Alliierten verboten wurde. 
Und wiederholte sich nicht dieses Ereignis gut 30 Jahre später.  
Willst du wirklich sagen, dass es falsch ist ein Vereintes Deutsches Volk anzustreben um vereint in der Welt zu stehen. 
Wie du bereits gesagt hast wir haben die gleiche Sprache die gleiche Kultur also was soll daran schlecht sein würde es nicht beiden Staaten helfen. Wäre es nicht mit den Vereinten Bemühungen des Deutschen Volkes einfacher Südtirol vom Besatzer zu befreien. 
 
Und du willst Deutschland nur als ein Nachbarland wie Italien abstempeln.
 
Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können
15. 29-10-2009 10:43
 
Frei und demokratisch?
1. Es gibt bestimmt noch welche die dem Reich vor 1945 berechtigterweise nachtrauern. Das sind die Millionen willkürlich vertriebenen Deutschen aus Schlesien, Sudetenland usw. 
 
2. So frei und demokratisch ist die Südtiroler Landesregierung nicht entstanden. Die Provinz Südtirol ist durch ein Völkerrechtsverbrechen entstanden und hat mit dem ursprünglichen Tirol nichts zu tun, genau so sind es die Parteien und die Landesregierung. Auch die Landesregierung darf keine österr. Feiertag feiern. Ich sehe da kein freies Gebiet (Süd) Tirol.
 
ff
16. 28-10-2009 19:34
 
Nationalfeiertag neues Leben ein-...
…hauchen! Mittelfristig wird sich auch in der VP(sowohl SVP als auch ÖVP)- und SP-Spitze die Vernunft wieder durchsetzen. Dann wird man einsehen, dass es weder notwendig noch ratsam ist, so sehr nach der Pfeife von Berlusconi & Co zu tanzen. Dann kann es mit der Landeseinheit auf einmal recht schnell gehen. Und wir alle können den 26. Oktober oder noch besser den Tag der wieder erlangten Einheit als neuen Nationalfeiertag mit Aussagekraft gemeinsam feiern – so wie das auch die Deutschen seit knapp 20 Jahren mit Recht tun.
 
HE
17. 28-10-2009 19:20
 
Tag der Einheit
Seit dem 03.Oktober 1990 gibt es in Europa nur einen einzigen Deutschen Nationalstaat. Es gibt auch seit Menschengedenken auch einen Schweizer oder Österreichischen Staat, vom Keltenkönigreich Noreia in grauer Vorzeit, über die Römische Provinz Noricum, über Österreich=Ostarrichi der Babenberger und Habsburger, bis hin zur Ersten und Zweiten Republik bis heute. Zu diesem Land Österreich gehört auch das Bundesland Tirol seit mehr als 700 Jahren. Die Unterteilung in Germania- Deutschland, Raetia-Schweiz, Noricum-Österreich, gab es bereits im Römischen Reich vor zwei tausend Jahren und sie wurde nicht erst in der Neuzeit erfunden. 
 
Der Chris kann doch nicht ernsthaft andere Länder wie Österreich, Schweiz oder Luxemburg auch dazu zählen wollen, oder habe ich da vielleicht etwas falsch verstanden? Diese Frage der Deutschen Einheit ist ein für alle Male durch die Geschichte nach dem Mauerfall von 1989 entschieden worden und dem 1945 untergegangenen Großdeutschen Reich weint kaum jemand eine Träne nach, abgesehen vielleicht von Menschen mit NS-Weltanschauung, aber das war und ist eine verschwindend kleine Minderheit und sie ist weder für Süd-Tiroler noch für ihr Vaterland Österreich repräsentativ.  
 
Das Land Süd-Tirol wird auch nicht fremdregiert, sondern von Rom fremdbestimmt, da der Italienische Nationalstaat zu keinem Zeitpunkt der Geschichte seit 90 Jahren die Frage der Selbstbestimmung der Süd-Tiroler glaubwürdig genug vor dem Völkerrecht beantwortet hat. Italien ist heute ein demokratischer Rechtsstaat, auch wenn der gerade jetzt in der Ära Berlusconi auf eine sehr harte Probe gestellt wird. Die gestern wie heute amtierende Landesregierung in Südtirol ist aus völlig freien und demokratischen Wahlen hervorgegangen und ist daher als einzig legitime Vertretung der deutschsprachigen und ladinischen Tiroler südlich des Brenners zu betrachten, abgesehen vielleicht noch vom Landtag der Autonomen Provinz Bozen. Soviel als Entgegnung, damit niemand behaupten kann, auf der Seite der STF tummeln sich deutschnationale und pangermanische Meinungen, die unwidersprochen bleiben. Die Süd-Tiroler Freiheit strebt die Landeseinheit in Tirol in seinem deutschsprachigen und ladinischen Teil an, am ehesten im Vaterland der Tiroler in Österreich. Die Parole der Traditionsverbände in Süd-Tirol lautet: Unsere Heimat ist Tirol, unser Vaterland ist Österreich, wir sind gemeinsam ein Teil der Deutschen Kulturnation. Diese ist aber ganz sicher nicht mit Deutschland ident und dieses Land hat auch kein Vorrecht für andere deutschsprachige Länder als eine Art Klassensprecher zu reden. Die größte Partei des Landes die SVP sowie andere Parteien bezeichnen die Südtiroler als Österreichische Minderheit in Italien. Deutschland ist sicherlich ein sehr wichtiges, befreundetes und Aufgrund der sprachlichen und kulturellen Nähe ein besonderes Nachbarland der Tiroler, aber eben ein Nachbarland, genauso wie Italien auch.
 
Markus Anton
18. 28-10-2009 17:20
 
Tag der Einheit
Das gleiche ist es doch mit dem 3. Oktober in Deutschland "Der Tag der Deutschen Einheit" ich sehe das deutsche Volk nicht vereint ich sehe 2 Deutsche Staaten und ich sehe riesiges Land noch Fremdregiert. Wie kann man dann den Tag der Einheit feiern wenn diese noch gar nicht da ist.
 
Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können
19. 28-10-2009 07:45
 
..gefeiert??
Wie können wir enthemmt und ausgelassen diesen Tag im Zeichen der Freiheit und Unabhängigkeit feiern, wenn ein Teil unseres Volkes nach wie vor von einer ihm aufgezwungenen fremden Macht bestimmt ist? 
 
Der 26.10. ist und bleibt daher ein Tag der Mahnung und Besinnung bis an jenen Tag, an dem wir voller Freude und in Übermut ein VEREINTES VOLK UND VATERLAND besingen dürfen! 
 
PS: 
Wenns soweit ist, trink ich so viel Bier und Wein, dass ich mir 2 Wochen frei nehmen muss ;-) !!!
 
Bernhard Wieser, Salzburg
20. 27-10-2009 19:40
 
Zahlenspiele
In Kuriosem vorne weg! Am 25. Oktober 1800 starb der legendäre Vorarlberger Hauptmann Landammann Johann Josef Batlogg, Oberkommandant der Kompanien im Montafon und Abgeordneter im Landstand Vorarlberg. Am 26. Oktober 1813 starb Josef Sigmund Nachbauer in der Bayerngefangenschaft in Ingoldstadt, als Erhebungsfüher und Landesmajor. Am 27. Oktober 1776 wird Pater Haspinger geboren. Am 28. Oktober 1998 gründeten wir, nichts ahnend dieser Daten unsere ehemalige 1. Scharfschützenkompanie von Hauptmann Landammann Watzenegger im Vorderland und in Vorarlberg wieder. Die Russen haben uns das zruck geben was uns ghört hat, die Italiener bis Dato nicht. Der Krug.......
 
Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können
21. 27-10-2009 07:54
 
nicht alle
also ich hab nicht gefeiert, ich hab gearbeitet... :)
 
Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können
22. 26-10-2009 14:57
 
Nationalfeiertag
Auch wen die Grenzen nicht Zeigen dass wir zu Österreich unserm Vaterland angehören, werden wir doch den heutigen Tag mitfühlen und unsere Gedanken tauschen! 
 
Den in unseren Herzen gehören wir immer noch zum Vaterland Österreich - auch wir Junge! 
 
Freiheit für Süd-Tirol!
 
Benjamin
23. 26-10-2009 13:09
 
Der Nationalfeiertag
Heute am 26. Oktober gedenkt man in Österreich der Befreiung des Landes von Fremdbestimmung und der Ausrufung der Neutralität. Die Fremdbestimmung, die in diesem Land zwischen 1938 und 1955 in Form von verschiedenen Regimen gedauert hat, hat dem Land einen unermeßlichen Schaden zugefügt. Dieses Österreich ist dennoch aus den Ruinen des verbrecherischen Krieges auferstanden und musste über zehn Jahre mit der Alliierten Besetzung im Zeichen des Kalten Krieges leben. Dem Schicksal der Teilung wie in Deutschland ist dieses Land nur knapp entronnen. Wenn der russische Diktator, Marschall Stalin nur länger gelebt hätte. wäre diese Geschichte anders ausgegangen, er wollte bekanntlich Ost-Österreich niemals freigeben, und zwar nach dem Motto des Königreich Italien von 1919 in Süd-Tirol, bis dahin ist unsere Armee gekommen und dieses Land gehört jetzt als Kriegsbeute uns. Ab 1953 zeichnete sich international eine Chance für eine Lösung der Souveränitätfrage Österreichs auf allen vier Alliierten Seiten ab, und diese Chance hat Wien mit ganzer Kraft erfolgreich genutzt. Am 26. Oktober 1955 bei der Unterzeichnung des Staatsvertrages wurde dieses Land frei von der Fremdbestimmung. Das war sicher ein großartiger diplomatischer Sieg für ein kleines Land, aber auch indirekt für die freie Zukunft in ganz Europa. Den hinter dem Eisernen Vorhang eingesperrten Völkern konnte man so die Botschaft vermitteln, man kann die Freiheit der eigenen Selbstbestimmung auch auf einem geordneten friedlichen Weg der Verhandlungen auch unter schwierigsten geschichtlichen und außenpolitischen Bedingungen erlangen.  
 
Heute ist Österreich eines der erfolgreichsten und lebenswertesten Länder der gesamten EU und sogar der Welt, und das trotz der traumatischen Wirkung der beiden Weltkriege des 20. Jhdt. in allen Bereichen der zivilisatorischen Leistung eines Volkes, die dieses Land bis heute gezeichnet haben. Darauf weisen alle positiven Statistiken hin.  
 
Österreich hat also die Zeit seit 1955 gut zum eigenen Wohl genutzt, es hat aber sich stets auch für die Interessen der Süd-Tiroler als die im Völkerrecht verankerte Schutzmacht eingesetzt. Die Selbstbestimmungfrage der Alt-Österreicher in der Autonomen Provinz Bozen bleibt aber weiterhin unbeantwortet. Erst in unserer Zeit in einem neuen Europa der EU der freien und der selbstbestimmten Völker erscheint die Klärung dieser Frage nicht mehr utopisch, wenn alle Seiten das erkennen und entsprechend politisch handeln wollen würden. Die Freiheit der eigenen Selbstbestimmung haben im Jahre 1955 dem Land mit dem Beitrag aus Österreich selbst die Besatzungsmächte dennoch geschenkt, es war also eine Gnade der Geschichte. Österreich hat sich in der Vergangenheit dieser Tatsache mehr als würdig erwiesen. Auch dann, als es einen sogar sehr direkten Beitrag zum Fall des Eisernen Vorhang im Jahre 1989 geleistet hat, als es gemeinsam mit Ungarn die eigene Grenze für die DDR-Flüchtlinge geöffnet hat. Damit ist später als direkte politische Folge dieser Tatsache zuerst die Berliner Mauer aber auch die politische Teilung in Deutschland sowie die Europas in Ost und West gefallen. So gesehen hat dieses kleine Österreich, das Vaterland der Süd-Tiroler bewusst oder indirekt Weltpolitik gemacht, von der wir alle heute in Europa profitieren, wenn wir an all die inzwischen selbstverständlich gewordenen Freiheiten zwischen Lissabon und Tallin, zwischen Hamburg und Sofia denken. Diesen Beitrag kann man nicht genug würdigen, gerade bei so einer Gelegenheit wie der Nationalfeiertag. Der rot-weiß-rote patriotische Auftrag umfasst aber weiterhin die Verpflichtung, sich nach Kräften, nach bestem Wissen und Gewissen auch für die Klärung der Frage der Selbstbestimmung der Süd-Tiroler national und international einzusetzen. Diese wird sicher nicht über Nacht oder in wenigen Tagen geschehen aber sie ist möglich, wenn die Österreicher in den Grenzen der Republik und die Alt Österreicher in Südtirol es weiterhin daran geschlossen festhalten und an der Verwirklichung arbeiten werden wollen. Der Landeshauptmann aus Bozen hat bekanntlich immer wieder in dieser Frage für klare Österreich patriotische Worte gesorgt und damit sehr viel zur Identitätsfindung der Süd-Tiroler in unserer Zeit beigetragen. Wenn man seinen begrenzten politischen Spielraum und den seiner Partei bedenkt, war das dennoch eine beachtliche Leistung. Jetzt würde es an Österreich liegen dafür Sorge zu tragen, dass dieses noch so berechtigte Anliegen der Selbstbestimmung der eigenen Landsleute im südlichen deutschsprachigen und ladinischen Tirol nicht weiter ohne Unterlas ungeklärt bleibt. Das deutschsprachige und ladinische Land Süd-Tirol verdient auch heute noch eine Staatsvertraglösung, wie sie das Vaterland Österreich seinerzeit erhalten hat, falls das betroffenen Volk in Südtirol einmal Ja zu eigener Selbstbestimmung in einem Referendum sagen wollen oder überhaupt sagen können würde.
 
Markus Anton
24. 26-10-2009 11:14
 
Der Nationalfeiertag
Diesen Zeilen ist eigentlich nichts mehr hinzu zufügen!!! 
Gerade in diesen Tagen, wo auch in Österreich Südtirol wieder zum Thema wird, feiern wir den nationalen Feiertag vom Rhein bis zur Donau, vom Inn bis zur Etsch!!! 
 
Grüße aus Österreich 
Daniel
 
Daniel Weber

Kommentar schreiben
  • Bitte orientieren Sie Ihren Kommentar am Thema des Beitrages.
  • Die hier veröffentlichten Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Bewegung SüD-TIROLER FREIHEIT - Freies Bündnis für Tirol wieder.
  • Die Bewegung SüD-TIROLER FREIHEIT - Freies Bündnis für Tirol distanziert sich in jedem Fall von ehrverletzenden, jugendgefährdenden, rassistischen und extremistischen Inhalten.
  • Persönliche Angriffe und/oder Diffamierungen werden gelöscht.
  • Das Benutzen der Kommentarfunktion für Werbezwecke ist nicht gestattet. Entsprechende Kommentare werden gelöscht.
  • Bei Fehleingaben laden Sie diese Seite bitte neu damit ein neuer Sicherheitscode generiert werden kann. Erst dann klicken Sie bitte auf den 'Senden' Button.
  • Der vorgenannte Schritt ist nur erforderlich, wenn Sie einen falschen Sicherheitscode eingegeben haben.
Name:
E-mail:
Titel:
BBCode:Web AddressEmail AddressLoad Image from WebBold TextItalic TextUnderlined TextQuoteCodeOpen ListList ItemClose List
Kommentar:

Sicherheitscode:* Code
Ich möchte NICHT per e-Mail über weitere Kommentare zu diesem Artikel informiert werden.

Powered by AkoComment Tweaked Special Edition v.1.4.6
AkoComment © Copyright 2004 by Arthur Konze - www.mamboportal.com
All right reserved

 
< zurück   weiter >
Advertisement

Aktueller Hinweis

  • Aktuelle Aktion!

Kontakt

  SÜD-TIROLER FREIHEIT - Bewegung
St. Josef am See 74 | 39052 Kaltern
Mail: Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können
Tel. 338 33 448 39

   
  SÜD-TIROLER FREIHEIT - Landtag
Südtirolerstraße 13 | 39100 Bozen
Mail: Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können
Tel. 0471 98 10 64

 

Aktionen

 

youtubelogo.jpg

flickr_logo.jpg

facebook-logo-289-751.jpg

 

E-Mail - Verteiler

Pressemitteilungen
Wöchentliche Zusammenfassung



Seiten durchsuchen

PayPal Spenden

Ihre Online Spende für den
Werbekatalog der
SÜD-TIROLER FREIHEIT
Summe
Währung