Toponomastik: Bei Straßenbeschilderungen historisch gewachsene Namen bevorzugen
Mittwoch, 19. September 2007
topo_kalch_500.jpgGegen die Benachteiligung der historisch gewachsenen Orts- und Flurnamen auf vielen Orts- und Straßenschildern, spricht sich der Landesjugendsprecher der SÜD-TIROLER FREIHEIT, Sven Knoll aus. Es ist inakzeptabel, dass auf öffentlichen Schildern vielfach zuerst die erfundenen italienischen Namen angeführt, und die historisch gewachsenen deutschen Namen nur hintangestellt werden.

 

Durch diese Handhabung wird der Eindruck erweckt, als ob die erfundenen faschistischen Bezeichnungen die eigentlichen Namen wären und zudem eine flächendeckende italienische Besiedlung des Landes vorgegaukelt, die es in der Realität nicht gibt.

Insbesondere in jenen Ortschaften, in denen so gut wie gar keine Italiener leben, ist diese Form der Beschilderung eine Absurdität, der es entgegenzuwirken gilt.

Ebenso inakzeptabel ist die Tatsache, die deutschen Namen auf Straßenschildern immer wieder falsch geschrieben werden. Dieser schlampige Umgang mit dem historischen Namensgut unserer Heimat, stellt eine kulturelle Geringschätzung der angestammten Bevölkerung dar, die nicht länger tolerierbar ist.

Die vom Faschismus eingeführten pseudoitalienischen Falschnamen haben keinerlei Daseinsberechtigung und sollten daher nicht auch noch durch eine primäre Stellung in der Beschilderung aufgewertet werden, so Sven Knoll.

Bis zur endgültigen Abschaffung aller italienischen Falschnamen, sollte das Land daher dafür Sorge tragen, dass auf den Orts- und Straßenschildern zuerst die historisch gewachsenen deutschen und ladinischen Namen verwendet werden.

Sven Knoll,
Landesjugendsprecher der SÜD-TIROLER FREIHEIT und Gemeinderat in Schenna

Nachstehend einige Bilder der Ortsschilder von Kalch, Gossensaß und Pfitsch mit primärer italienischer Bezeichnung, sowie ein Straßenschild mit dem falsch geschriebenen Namen „Arntal".

 

topo_ahrntal_500.jpg

topo_gossensass_500.jpgtopo_kalch_500.jpgtopo_pfitsch_500.jpg


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Kommentare (11)
1. 21-02-2008 23:45
 
Die Kommentare finde ich sehr Witzig! 
 
Viele Grüsse aus der Schweiz
IP: 85.1.81.211
 
Yvan
2. 28-09-2007 22:11
 
Faschismus ist eine Diktatur
und kein Recht 
 
1) Warum es bis jetzt keine Volksabstimmung gegeben hat, ist weil die SVP auf ihren warmen Stühlen sitzt und viel viel Geld kassiert und noch viel viel mehr Stimmen von den Südtirolern, die glauben, es sei IHRE Partei. 
 
2. An alle Italiener: Ortsnamen sind Eigennamen und können nicht übersetzt werden. Man kann eine Kultur nicht übersetzen. Das wäre bzw. ist Kulturschändung und kulturell-ethnische Säuberung, meiner Meinung. 
Diesen Zweck hatten Tolomei und die Faschisten verfolgt. Deshalb sind diese Namenserfindungen und Übersetzungen inakzeptabel.
IP: 89.62.6.218
 
Gast
3. 21-09-2007 11:51
 
Toponomastica
@Titus 
Riva heißt auf deutsch Reif und Arco Hark, das sind die historischen deutscne Namen für diese beiden Ortschaften, so wie Deutschnofen Neva Todescia auf ladinisch und Nova Tedesca auf italienisch heißt, Nova Ponente ist eine tolomeische Konstruktion. 
Welschnofen heißt eigentlich Neva Ladina auf ladinisch und Nova Italiana auf italienisch, Nova Levante ist eine ebenfalls tolomeische Erfindung. 
 
Ich fände es im allgemeinen gut, wenn man di historisch gewachsenen Ortsnamen benutzen würde, genauso wie es im Aostatal der Fall ist.
IP: 141.2.191.14
 
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4. 19-09-2007 23:54
 
Ortsnamen
Mich stören diese zweisprachigen Scilder nicht wenn: A, An erster Stelle der ursrünglicher Name in deutscher Sprache steht und B, wenn man eine Grenze zu Zweisprachigkeitpflicht deffiniert, z.B. 10-15% Anteil nicht-deutscher Muttersprache in einer Gemeinde, und C, das gilt nur für die angestammten Menschen, sprich Südtiroler, Ladiner Italiener ( nach 90 Jahren Italiener hier darf man das schon so nennen), aber sicherlich nicht für andere Sprachen, wie Albanisch, Arabisch, Chinesisch, Hindu, Zulu, Suahili usw. Südtirol war und ist zwei, drei-sprachig, daran führt heute kein Weg vorbei und das ist gut so. In unserem gemeinsamen Interesse machen wir uns doch das Leben nicht schwer und jeder kann, oder darf zuerst bei sich selbst anfangen.
IP: 195.3.113.169
 
Markus A.
5. 19-09-2007 21:57
 
Bullshit
In Rom oder Mailand leben wahrscheinlich mehr "Deutschsprachige" als in Sterzing "Italiener". Warum sind denn die Schilder in Rom oder Mailand nicht auch zweisprachig? Davide, Südtirol war nie italienisch und wird nie italienisch sein. Warum lebst Du denn dort? Vater ein Carabiniere oder Grenzer? Dass Südtiroler einen Bananen-, äh ich meine italienischen Pass haben, ist leider ein Ergebnis von Kriegen etc., und nicht von freiem Willen.  
 
Einer Umfrage ... nach könnten sich ca. 85% aller Italiener vorstellen, in Deutschland, Oesterreich oder der Schweiz zu leben. Die übrigen 15% sind schon dort. Just kidding.  
 
Warum gibt es denn keine Volksabstimmung in Sachen Selbstbestimmung in Südtirol? Versteh ich nicht. Dass die Italiener nicht gerne freiwillig die beste Kuh im Stall hergeben ist klar, aber gottseidank sind wir im 21. Jahrhundert und die Italiener müssten sich internationalem Konsens und Support beugen, oder?  
 
Dass Südtirol italienisch ist und nicht etwa unabhängig oder österreichisch, macht absolut keinen Sinn. Basta.
IP: 194.177.117.202
 
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6. 19-09-2007 21:05
 
Ortsnamengebung
Auf der Seite der Südtiroler Schützen www.schuetzen.com/ findet man sehr interessante Infos zu diesem Thema. In der Rubrik "Lebendiger Faschismus in Südtirol" findet man einen Beitrag "Ortsnamengebung in Südtirol", der sich sehr sachlich, objektiv und informativ mit diesem Thema auseinandersetzt. Es ist allen zu empfehlen, die sich für dieses Thema der Geschichte und auch der Gegenwart Südtirols interessieren.
IP: 195.3.113.178
 
Markus A.
7. 19-09-2007 20:31
 
Tolomeiortsnamen Nein Danke!
Dann sollten auch ab sofort die Italiener die Städte Riva in Flussstätten am Gardersee und Arco in Bogenburg am Gebirge umbenennen, bzw. statt Venezia Venedig und statt Milano Mailand sagen und schreiben, diese zwei letzten Ortsnamen sind aber ganz sicher von keinem wahnsinnigen Faschisten erfunden, sondern historisch gewachsen, im Gegensatz zu fast 100% der Ortsnamen in Südirol!
IP: 195.3.113.164
 
Titus
8. 19-09-2007 18:00
 
Wiesen
He davide, lern doch bitte mal südtiroler Geschichte bevor du solche politische Kommentare abgibst... Ich erklärs dir aber gern: Die Italienische bezeichnung Prati wurde von Ettore Tolomei erfunden, und der war eben ein faschist, ein guter Freund Mussolinis und hatte den Auftrag von Mussolini erhalten, Südtirol zu italianisieren. der name prati hat für wiesen vor 1918 noch nie existiert und ist, wie du es sicher auch bemerkt hast, eine wortwörtliche Übersetzung. eine Übersetzung aus der Feder tolomeis. Daher ist es ein faschistischer Ortsname. Daher gehört diese Bezeichnung, wie alle anderen von Tolomei erfundenen, abgeschafft. Damit du die Geschichte Südtirols besser kennenlernst solltest du zb die bücherreihe "Das 20. Jahrhundert in südtirol" und das Buch "Tirols Geschichte in Wort und Bild" durchlesen. diese Bücher sind objektiv geschrieben.
IP: 87.8.18.206
 
mirko
9. 19-09-2007 16:24
 
Wiesen
das fragen wir uns alle,wann die endlich abgeschafft werden...
IP: 82.52.46.150
 
alex
10. 19-09-2007 14:09
 
Wiesen Prati
Was soll beim Namen Wiesen - Prati faschistisch sein?
IP: 87.4.105.98
 
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11. 19-09-2007 11:38
 
ortsnamen
hallo zusammen. wann kommen die mehrheitlich erfundenen italienischen namen eigendlich weg? 
bitte auf auntwort 
mfg
IP: 87.14.28.112
 
fla

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