Schule: Wehret den Anfängen
Montag, 17. September 2007

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Die Landtagsabgeordnete der Bewegung SÜD-TIROLER FREIHEIT, Eva Klotz, beschwört die verantwortlichen Entscheidungsträger, vom muttersprachlichen Prinzip in der Schulpolitik nicht abzugehen. Die Unterrichtssprache für die Südtiroler muss Deutsch bleiben, weil sonst die Fachausdrücke der einzelnen Fachbereiche nicht mehr in ausreichendem Maße vermittelt werden, was in sehr kurzer Zeit zur Verarmung und Ausdünnung der Sprache führt.

Eva Klotz, erinnert an die vielen Opfer, welche für die Einführung und Absicherung der deutschen Schule in Südtirol gebracht worden sind, weshalb es keine Kompromisse geben und nichts von dem aufs Spiel gesetzt werden darf, was den Südtirolern erst nach hartem Ringen zugestanden worden war. 

Wenn die Südtiroler im Gegensatz zu den Aostanern ihre Muttersprache und Identität bis heute erhalten haben, so ist dies auch Schulmännern wie Dr. Josef Ferrari und Fritz Ebner zu verdanken. Im Aostatal ist die Muttersprache der bis vor wenigen Jahrzehnten dort noch bestehenden frankophonen Mehrheit in Folge des Immersions- Unterrichtes in die Bedeutungslosigkeit abgesunken. Mit dem Unterricht von immer mehr Fächern in der italienischen Sprache wurde das Französische fast gänzlich verdrängt. Heute wird es großteils nur noch als Fremdsprache betrachtet. Nur noch eine Minderheit ist des Französischen mächtig, und ein noch geringerer Teil der Bevölkerung bezeichnet sich als frankophon.

Mit der Schule steht und fällt nicht nur unsere Sprache, sondern auch unsere Identität. Wenn man verhindern will, dass Südtirol eine völlig italienische Provinz wird, darf man vom bisher Erreichten keine Handbreit abgehen!

Lt. Abg. Dr. Eva Klotz
17. 9. 07


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Kommentare (2)
1. 20-09-2007 13:25
 
Immersione
Man kann die Situation des Aostatals schlecht mit Südtirol vergleichen: Während Südtirol erst seit 1919 Teil des italienischen Staates geworden ist, gehörte das Aostatal schon immer einem italienschen Staat: Erst dem Königreich Piemont-Sardinien, dann dem Königreich und der Republik Italien. 
Die Italianisierungspolitik im Aostatal hat schon im 19. Jahrhundert begonnen. 
Außerdem, wird im Aostatal eine romanische Sprache gesprochen, und somit ist eine Assimilation viel leichter, da das Francoprovenzalische und das Italienische eng verwandt sind. 
Ich halte eine zweisprachige Schule ein sehr gutes Modell, um endlich Barrieren abzuschaffen, die noch zwischen den zwei großen Sprachgruppen in Südtirol bestehen. 
Wenn die Hälfte der Fächer auf deutsch, und die andere Hälfte auf italienisch unterrichtet wird, sehe ich persönlich keine Gefahr für keine der beiden Gruppen. 
Wenn einem die eigene Identität wirklich wichtig ist, dann wird er auch seine Muttersprache nicht verlieren. 
Die Ladiner lernen auch drei Sprachen von Anfang an, wenn es nach den Befürchtungen der Frau Klotz ging, müßten die schon längst ausgestorben sein. 
Ein getrenntes Schulsystem halte ich für vollkommen anachronistisch im heutigen Zeitalter.
IP: 141.2.191.26
 
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2. 19-09-2007 12:33
 
Ganz genau
Genau so ist es, ich stimme Frau Klotz voll und ganz zu.
IP: 89.190.168.217
 
A.T.

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