21. Oktober 2009: Informationsabend der SÜD-TIROLER FREIHEIT in WIEN (Café Landtmann)
Mittwoch, 7. Oktober 2009
cafe_landtmann.jpgDie Bewegung SÜD-TIROLER FREIHEIT organisiert am Mittwoch, 21. Oktober 2009 um 20 Uhr im Café Landtmann – (Landtmannsaal) am Dr. Karl Lueger Ring 4 in 1010 Wien einen Informationsabend für alle Mitglieder, Süd-Tiroler Heimatferne in Wien und Interessierte. Dabei werden auch Werbeartikel der Bewegung (Leibchen, Aufkleber, Anhänger, Broschüren usw.) verteilt.

Themen des Abends:
- Bericht über die politische Lage in Süd-Tirol durch den Lt. Abg. Sven Knoll
- Kurze Vorstellung der Tätigkeit der Bewegung
- Diskussion und lockeres Beisammensein

Es würde uns besonders freuen, wenn möglichst viele unserer Einladung zum „Süd-Tirol Informationsabend“ folgen würden.

Mit freundlichem Gruß und Dank!

Sven Knoll
Landtagsabgeordneter

Werner Thaler
SÜD-TIROLER FREIHEIT - Freies Bündnis für Tirol

 

Orientierungshilfe:

 


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Kommentare (14)
1. 15-10-2009 08:33
 
Nur weiter so! 
Heute is Wien dran, morgen ganz Österreich! 
Nur eine aufgeklärte österreichische Bevölkerung lässt die Selbstbestimmung und somit die Wiedervereinigung wahr werden! 
Ich freue mich daher ganz besonders über diese Meldung und hoffe dass ihr auch bald in Salzburg aktiv werdet. 
 
Ganz Österreich wartet auf euch!
 
Salzburger
2. 14-10-2009 19:39
 
Tief gesunken!
Ja leider, Gerd, tief ist er gesunken, der ORF! Dass er sich nicht schämt, sich so zur Zensur herzugeben. Wenn er so weiter macht, wird's weiter bergab gehen mit dem ORF.
 
HE
3. 13-10-2009 11:07
 
@ reinhold aus kärnten
Zur Bericherstattung des ORF zum Tiroler Landesfestumzug muß man wissen, dass der ORF gar nicht wirklich live gesendet hat, sondern 5 Minuten Zeit versetzt. Das hat man so gemacht, damit man alle Italien-kritischen Transparente, die möglicherweise von einer Kamera eingefangen wurden, dann noch rausschneiden kann, bevor die Bilder ausgestrahlt werden. Es handelte sich hierbei um eine ungeheuerliche Zensur der Tiroler Seele!!! 
 
lg Gerd
 
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4. 12-10-2009 11:04
 
@ reinhold aus kärnten
@Reinhold 
Ich hoffe doch daß es keine 10 Jahre mehr braucht um zu Österreich zu kommen. Der Wille bei der Bevölkerung ist vorhanden, es braucht also nur noch genug Mut bei den Politikern!
 
h
5. 11-10-2009 20:32
 
Das Thema Selbstbestimmung in Österreich
Einfach ausgedrückt: Das Thema wird totgeschwiegen!! 
 
Wenn man dem Österreichischen Medien glaubt, dann gibt es das Thema gar nicht mehr!! 
 
Ich habe mir den Festumzug in Innsbruck im Fernsehen angesehen, und dort wurde einem vorgegaukelt, das es dieses Thema nicht gibt! Man sah zwar die Ladiner mit ihrem Transparent für Süd-Tirol, doch alles andere wurde ausgeblendet. 
 
In einem ORF Interview wurden 3 Süd-Tiroler gefragt was sie von einer Abstimmung halten. Ich glaube, wir wissen alle was sie sagten. (Vermutlich hat man die anderen 30 Leute, die dafür waren, heraus geschnitten). 
 
Darum finde ich es richtig, das ihr nach Österreich kommt. Die Leute müssen aufgeklärt und sensibilisiert werden!!! 
 
Allerdings glaube ich nicht, das es viel bringen wird wenn ihr euch in einem Café versteckt!! 
Der ORF wird das schon so drehen das ihr ein paar "Ewig Gestrige" seid. Und die anderen Medien werden auch schön ihren Mund halten. Hauptsache man hat mit niemandem in der EU ärger. Wir sind doch alle Freunde..... Und es gibt keine Probleme.... 
Raus auf die Straße müsst ihr! Direkt zum Volk! Am besten wehre der Nationalfeiertag! Nächstes Jahr in ALLEN Landeshauptstädten!!! 
 
Wenn ihr dafür Leute suchen würdet, ich wäre sofort dabei!!! 
 
Das unselige "100 Jahre Jubiläum der Annexion" wehre der perfekte Moment für eine Volksabstimmung. Zu diesem Jubiläum wird es bestimmt viele Berichte und Kommentare geben. Die Schützen werden Aufmarschieren, und in ganz Süd-Tirol müsste die Süd-Tiroler Freiheit zu Demos aufrufen.Da müsste das Volk aufschreien und den Politikern sagen:"100 Jahre sind genug!!!!" 
Die nächsten 10 Jahre müsste man nutzen, um die Stimmung dahingehend zu verändern. Das Thema ständig an der Oberfläche halten! Einmal weg vom Fenster, und es dauert sehr lange bis wir eine neue Chance bekommen würden! 
 
Außerdem (Denke ich) wird Italien sich bis dorthin selbst so großen Schaden zufügen, das es nicht mehr im Stande sein wird etwas dagegen zu unternehmen! Berlusconi wird das Land in den Abgrund fahren. Der Norden wird sich vom Süden abspalten, und dann wird Rom keine Politische Macht mehr haben um das zu verhindern....  
 
Natürlich wäre es mir lieber, wenn Süd-Tirol bereits in 5, oder noch besser, in 2 Jahren wider bei uns wäre! Doch dafür ist die Stimmung in der Politik zu Italien freundlich. Die Politiker werden es solange versuchen zu verhindern, wie es das Volk sie lässt! (Ich würde auch nicht auf einen gut bezahlten Job verzichten wollen!) 
 
2019... Das wird nach meiner Ansicht das Jahr der Wende.... 
 
Bis dorthin, wünsche ich euch alles Glück dieser Welt!! 
 
ÖSTERREICH HAT EUCH NICHT VERGESSEN!!!
 
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6. 10-10-2009 18:33
 
Österreich & Südtirol
Der Präsident der Nationalversammlung rief, er gebe dem Abgeordneten Reut- 
Nicolussi sein „heiliges Ehrenwort“, daß es niemals ein österreichisches Parlament 
und niemals eine österreichische Regierung geben werde, „der ein Opfer von Blut 
und Gut zu hoch sein wird, um die Südtiroler in ihrem Kampf um die Erhaltung ihrer 
Heimat zu unterstützen und die Unrechtsgrenze am Brenner wieder zu beseitigen.“ 
 
 
Diese Worte des damaligen Österreichischen Nationalratspräsidenten solten heute am 10.10, der 89. Wiederholung des Tages der Schande (offzielle Annektion S-Tirols von Italien) in jedes S-Tiroler Herz gebrannt werden. Und nach jenen Heuchlern und Bequemlichkeitspolitiker, welche derzeit das Wiener Parlament und das Alte Landhaus in Innsbruck mit ihren Aussagen zu Südtirol entehren, werden wenn sie so weitermachen und Prinzipienlos nurmehr dem Mammon des Geldes und der Karriere Dienen wird in ein paar Jahren kein Hahn mehr krähen. 
Diese Herren vertretten nicht das Österreichische Volk und dessen Meinung!  
 
Möge das 100 Jährige Annektionsjubiläum Italiens niemals stattfinden! 
 
Grüße aus Salzburg, und vielleich kommt ihr ja mal in die wunderschöne Mozartstadt.
 
Salzburger
7. 10-10-2009 14:01
 
@ HE
Ihr Wort in Gottes Ohr und im Stammbuch der politischen Parteien in Österreich und in der AP Bozen.  
 
Eine demokratisch glaubwürdige Beantwortung der Selbstbestimmungfrage der Süd-Tiroler kann es höchstwahrscheinlich in absehbarer Zeit nur mit einer sehr aktiven außenpolitischen Unterstützung des Vaterlandes Österreich geben. Ich erinnere daran, dass unlängst der Landeshauptmann von Südtirol zwei wichtige Aussagen zu diesem Themenkreis gemacht hat. Erstens war er sinngemäß der Meinung, würde Italien ein Referendum zur Frage der Selbstbestimmung in der AP Bozen möglich machen oder über sich ergehen lassen, dann würde er als LH von Südtirol für Österreich und gegen Italien abstimmen, und zweitens sagte er auch einmal sinngemäß, er würde sich dafür mit der SVP stark machen, wenn die EU selbst den Regionen eine Neuregelung ihres Status oder der staatlichen Zugehörigkeit freistellen würde. Für die überwiegende Mehrheit der Süd-Tiroler wollte sich der LH sogar bei anderen Gelegenheiten verbürgen, dass sie ebenfalls für eine Zukunft im eigenen Vaterland Österreich stimmen würden, wenn man die entsprechende Volksabstimmung über ein halbes Jahr solide vorbereiten würde. Ferner meinte er, er gehe davon aus, Österreich wäre bereit die eigenen Landsleute im südlichen deutschsprachigen und ladinischen Tirol mit der AP Bozen in den eigenen Staatsverband aufzunehmen aber Italien würde nicht so ohne weiteres das Land aus dem italienischen Staatsverband entlassen wollen. Dessen wäre ich mir persönlich nicht so sicher, wahrscheinlich kommt es in dieser Frage wie überall im Leben meistens nur auf den Preis an und auf den günstigen Augenblick der Zeitgeschichte, das war so zumindest bei der Deutschen Wiedervereinigung vor genau 20 Jahren.  
 
Die spürbare Bewegung in der Frage der Süd-Tiroler Selbstbestimmung kann in unserer Zeit nach meiner Einschätzung am ehesten nur eine konservative Regierung in Wien bewirken. So eine Abstimmung zu Selbstbestimmung einer Autonomie ist heutzutage in der EU nichts außergewöhnliches mehr. Bereits seit Jahren wird Schottland auf so eine Abstimmung wahrscheinlich im kommenden Herbst 2010 von der eigenen Schottischen Landesregierung in Edinburgh vorbereitet. Wird man dort ein Referendum zu dieser Frage gewinnen und die Resultate auch Zug um Zug umsetzen, mit welchen Argumenten will man in der übrigen EU anderen Autonomien dasgleiche verbieten wollen? Daher setzen sich schon jetzt alle möglichen Intrigantenstadel der Diplomatie vor allen aus romanischen Ländern in hektische Bewegung, damit gerade diese erste große und so wichtige Volksabstimmung in Schottland scheitert und ihre Beispielwirkung für andere Staaten der EU verfehlt. Wird aber diese aber Erfolg haben, wird sie ganz sicher andere Abstimmungen dieser Art in Europa der alten EU nach sich ziehen. Eine andere real existierende Autonomie der EU im Staate Dänemark hat bereits 2008 sich klar in einem Referendum für den Weg der Selbstbestimmung entschieden.  
 
Eine der Aufgaben der supranationalen EU liegt auch darin, derartige Konflikte zwischen dem Willen einer fremdbestimmten Ethnie nach eigener Selbstbestimmung und der Entschlossenheit eines Nationalstaates seine Grenze zu wahren, demokratisch glaubwürdig und friedlich zu überwinden helfen, gerade in solchen Staaten, die nicht von alleine dazu fähig sind. Die auch im demokratischen Sinne hochmodernen Länder im Norden und Westen Europas, wie DK, S, SF oder UK zeigen seit Urzeiten wie das geht und sie verdanken auch ihren zivilisatorischen Erfolg nicht zuletzt dieser Einstellung.  
 
 
Man darf auch in diesem Zusammenhang als eine Art Präzedenzfall an die Abstimmung zu Selbstbestimmung aus dem Jahre 2006 in Montenegro erinnern. Dieses Land wurde genauso wie Südtirol nach 1918 einem Staat der Fremdbestimmung gegen den ausdrücklichen Willen der betroffenen Bevölkerung zugeschlagen und konnte seine Selbstbestimmung erst vor drei Jahren wiedergewinnen. Die Montenegriner haben diese Selbstbestimmung von der demokratischen freien Welt und vor allem von der EU angemahnt und sie letztenenden auch bekommen. Die Modalitäten waren damals klar: friedlich, demokratisch, absolute Mehrheit der an Wahl Beteiligten, ein Minimum von 55% der Selbstbestimmungbefürworter. All das ist eingehalten worden und der alte Staat ist bereits dort blasse Erinnerung geworden. In der Nachbarschaft von Montenegro konnte sogar die Autonome Provinz Pristina Kosova später im Jahr 2008 die eigene Selbstbestimmung zum ersten mal in der Geschichte überhaupt mit Unterstützung der EU erringen. Man darf daran auch erinnern, dass zwei Signaturstaaten des Pariser Südtirol-Vertrages von 1946, Italien und Österreich diese Selbstbestimmung des Kosovo umgehend im Gegensatz z.B. zu Spanien anerkannt haben. 
 
Diese gelungenen Beispiele der Selbstbestimmung hat der amtierende LH von Südtirol bei mehreren Gelegenheiten als nicht zur Nachahmung im eigenen Land geeignet eingestuft. Er spricht bekanntlich in Namen der Süd-Tiroler, da er nicht nur dem Land vorsteht, sondern auch die das Land regierende SVP anführt. Wird er diese Frage Italien nicht stellen wollen, wird das in Südtirol niemand machen können, wenn man sich einen konkreten politischen Fahrplan dafür vorstellen will, da man bekanntlich dafür die Landesregierung und die Mehrheit der Parteien im Bozner Landtag braucht. Der Spielraum des LH in dieser Frage hängt natürlich auch von der Bereitschaft in Wien, so ein Ansinnen der Durchführung einer Volksabstimmung zu Selbstbestimmung in der AP Bozen vor allem außenpolitisch zu unterstützen. Danach schaut es heute aus bekannten Gründen nicht aus. Das kann sich vielleicht erst dann ändern, wenn es in der Bundeshauptstadt der Österreicher einmal eine andere Bundesregierung gibt, wo dies zu einem der Ziele der nationalen Politik gemacht wird. Dass dies die ÖVP von allein tun würde, ist eher kaum anzunehmen. Das war auch bei der Deutschen Einheit 1989/90 auch nicht anders bei der CDU/CSU. Erst der politische Druck aus der Bevölkerung im Osten hat die offizielle Politik zum Handeln im Sinne der Einheit endgültig bewogen.  
 
Eigentlich ziemlich alle Politiker in Österreich bezeichnen Südtirol als ein "Anliegen des Herzens", aber wenn es um konkrete Politik der Unterstützung der Selbstbestimmung für Südtirol geht, dann gibt es meistens nur Ausreden, warum das permanent nicht möglich sein sollte. Das gibt es auch in umgekehrter Richtung, nämlich man sagt so gerne und oft in der Brennerstrasse in Bozen bei der SVP, wenn sich Österreich nicht bewegt, dann können wir uns auch gerade bei dieser Frage nicht bewegen. So redet sich jeder Politiker an der Macht auf den anderen aus und es passiert in dieser Frage kaum etwas, abgesehen von der Rolle der deutschsprachigen Opposition in Sudtirol aber auch natürlich in Österreich selbst. Dennoch hat der LH von Südtirol neuerlich sinngemäß eine wichtige Bemerkung gemacht, wie ich sie verstanden habe: eine Selbstbestimmung der Südtiroler könnte Italien jede Zeit sofort unterbinden, wenn nur nicht unsere Schutzmacht wäre, nur davor hat man in Rom Angst, dass in so einem Fall Wien viel Wirbel in Europa in dieser Sache zum Schaden von Italien machen würde, mit uns Südtiroler könnten sie jede Zeit schnell fertig werden. Es sind wahrlich sehr mutige politische Ansagen, wenn man bedenkt, über welchen politischen Spielraum die SVP überhaupt in diesem Staat in der Realpolitik verfügt.  
 
Diese Frage kann dennoch nur im Namen des Landes und seiner Bevölkerung einmal offiziell nur die Landesregierung oder der Landtag in Bozen Italien stellen, und sollte es einmal so weit sein, dann wird das sicher nicht ohne grünes Licht aus Wien geschehen.  
 
Das Beuteland des Ersten Weltkrieges sieht dennoch erst in unserer Zeit einen Lichtstreifen der Hoffnung am politischen Horizont, dass man nach so vielen Jahren der Fremdbestimmung in absehbarer Zeit die eigene von Italien so lange verhinderte Frage der Selbstbestimmung am ehesten in einem Referendum beantworten werden kann. Man sollte die Chance dafür nutzen, so lange sie besteht und die Zeit dafür war in den letzten 90 Jahren noch nie so gut, wie gerade jetzt. Heute hat man den Eindruck, man wartet überall nur zu und hofft die Selbstbestimmung geschieht von alleine.  
 
Ein anderes Beuteland diesmal des Zweiten Weltkrieges, das seit fast 20 Jahren glücklich wiedervereintes Nachbarland der Österreicher und er Alt-Österreicher in Südtirol, feiert gerade um den 09. Oktober die Massendemos der Bürger um 09. Oktober in Leipzig, die schrittweise die demokratische Wende in der sozialistischen Ex-Musterautonomie herbeigeführt haben und um den 09. November den Fall der Berliner Mauer. Davon ist das geteilte deutschsprachige Land Tirol noch weit entfernt, dass man an die reale Möglichkeit einer Wiedervereinigung auch in der politischen Praxis herangehen kann, aber auch hier gab es in diesem Jahr ein Hauch einer sichtbar gewordenen Bewegung der Selbstbestimmung auch auf der Strasse, und zwar bei den großartigen Demos der Südtiroler Schützen in Bozen und in Bruneck am 08. November 2008 und später im Mai in Bruneck. Die Staatsmacht hat wahrscheinlich die erste Kundgebung in Bozen und ihre starke Wirkung auf die Süd-Tiroler unterschätzt, aber später ließ sie als eine Art klare Einschüchterung im allgemeinen, in Bruneck zehn mal so viele hochgerüstete Polizisten aus ganz Ober-Italien gegen friedliche und disziplinierte Demonstranten zusammenziehen, als Teilnehmer an dieser Kundgebung anwesend waren, eigentlich nicht viel anders, als in der allerbesten Kolchose des Sozialismus vor 20 Jahren. Gerade in Bruneck schallten bei der Demo durch die Stadt die lauten und unzähligen Bravo- und Jubelrufe der Bevölkerung für die Schützen und für die Sache der Selbstbestimmung. Dass die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung des südlichen Tirol in seinem deutschsprachigen und ladinischen Teil weiterhin die Notwendigkeit der Klärung dieser Frage bejaht, das zeigen auch alle unabhängig voneinander durchgeführten Meinungsumfragen, daraus müssten nur noch die Parteien an der Macht in Südtirol und in Italien die richtigen demokratiepolitischen Schlüsse ziehen, wie sich das nicht für ein zurückgebliebenes Land, sondern für eine moderne Gesellschaft im demokratiepolitischen Sinne in der EU von heute, der freien und der selbstbestimmten Völker gehört.  
 
Die Selbstbestimmung kann man sicher nicht Aufgrund der komplizierten geopolitischen Lage in kürzester zeit erreichen, sondern das geht wenn überhaupt, nur über längeren Zeitraum. Vielleicht so, wie man das am Beispiel des Landes Montenegro nach der Jahrtausendwende bis 2006 gesehen hat.  
 
Bei den altgedienten und im Amt befindlichen Politikern der SVP und ÖVP würde ich persönlich vorziehen, ihre gesamte Lebensleistung für das Land Tirol in Süd-Nord-Ost und für Österreich zu beurteilen. Ein jeder Mensch macht sicher Fehler. Die Niederlage ist meistens ein Waisenkind, nur der Erfolg hat unzählige Väter und Mütter. Ich erinnere daran, dass noch bis Ende August 1989 gerade in West-Deutschland manche Spitzenpolitiker von der SPD, CDU/CSU und FDP sich sehr kritisch zur Deutschen Einheit und zur Bürgerbewegung im Osten geäußert haben, dazu unter Umständen und bei solcher Wortwahl, die man heute, wenn man sie wieder hört oder liest, für nicht möglich halten würde. Z.B. auch die damaligen Ministerpräsidenten von Bayern und Baden Württemberg. Die Archive sind aber unbestechlich, wenn man einmal solche Zitate findet, nicht nur im Fall des Botschafter Steiner in Tirol. Heute ist das alles in West-Deutschland vergessen und alle tun gerade so, als ob sie schon immer begeisterte und glühende Anhänger der Wiedervereinigung gewesen wären. Man darf auch nicht außer Acht lassen, dass sogar der Landesvater Tirols Andreas Hofer mit allen seinen edlen Eigenschaften erst posthum und erst um das Jahr 1859, also beim ersten großen Jubiläum, in Tirol und in Österreich zu dem gemacht wurde, was er heute für alle Tiroler und Österreicher verkörpert. Um beim deutschen Beispiel zu bleiben, im Jahre 1989/90 hat man dort sehr viel Glück mit dem damaligen Verlauf der Geschichte gehabt, aber auch mit den damals an der Macht befindlichen handelnden Persönlichkeiten der Politik. Auf der west-deutschen Seite war das vor allem Helmut Kohl und Hans Dietrich Genscher, der zweite selbst aus der Ost-Zone stammend. So viel Glück würde man sich daher auch auf der Seite der Tiroler in den beiden Landesregierungen in Bozen und Innsbruck und in der Bundeshauptstadt Wien wünschen.  
 
Bei aller Kritik an der SVP darf man nicht vergessen, dass es gerade dort herausragende Persönlichkeiten gibt, die das Anliegen der Selbstbestimmung für Süd-Tirol niemals aus den Augen verlieren werden. Man würde sich vielleicht nur mehr politischen Mut von ihnen wünschen. Die demokratisch glaubwürdige Beantwortung der Frage der Selbstbestimmung in Südtirol kann es nur mit der aktiven Unterstützung der SVP geben, oder sie wird es niemals geben. Man darf aber dieser Partei nur solche Lasten auferlegen, die sie auch unter den heute vorgegebenen Bedingungen auch tragen kann. Dieser Verantwortung müsste sich diese um das Land so verdiente Partei gerade wieder einmal bewusst werden und aus der gesamteuropäischen Selbstbestimmung freundlichen allgemeinen politischen Entwicklung die richtigen Schlüsse für die Landespolitik ziehen. Der Frühling der selbstbestimmten Völker ist noch lange in Europa nicht Zuende. Seit 1989 bis heute sind Völker und Länder sonderzahl auf dem Wege der Selbstbestimmung frei geworden, dazu oft genug aus einer völlig aussichtslosen Position heraus, wenn man an die Ost-Deutschen oder Balten denkt. Diese Entwicklung scheint jetzt auch die west-europäischen Autonomien zu erfassen und es wird mit ziemlicher Sicherheit neue Selbstbestimmungen in den nächsten Jahren in den Ländern der alten EU geben. Es bleibt noch die Frage von der Politik zu beantworten, wo bleiben dann die Süd-Tiroler mit dem eigenen Anliegen der Selbstbestimmung in diesem größeren europäischen Zusammenhang? Ich traue mich zu sagen, wenn die offizielle Politik nicht dem Wunsch vor allem der Süd-Tiroler nach Landeseinheit demokratisch glaubwürdig Rechnung tragen wird, dass auch dann womöglich das Volk selbst sich sein Recht verschaffen wird. Vor allem dann, wenn man anderswo auch Im Westen der EU vorzeigbare Beispiele der Selbstbestimmung vorfinden wird können. Für mich persönlich sind nicht primär die angeblich so unsichtbaren Staatsgrenzen so wichtig, sondern allein die gelebte Landeseinheit über gemeinsame Institutionen mit eigenen Organen des Landes wie Landesregierung, Landtag, etc.  
 
Es sollte daher gerade jetzt noch stärker und nachhaltiger das zusammenwachsen, was auch in Tirol schon immer zusammengehört hat und weiterhin sprachlich, ethnisch und kulturell zusammengehört!
 
Markus Anton
8. 09-10-2009 16:08
 
Auf ins schöne Wien!
Es hat ja leider nicht jeder die Gelegenheit dazu. Aber klar ist, wenn wir Wien für unsere Selbstbestimmung gewinnen könnten, wäre wirklich viel in Österreich gewonnen! Die Diskussion hätte dann wieder eine ganz andere Qualität. Schon Kreisky hat viel mehr für Süd-Tirol übrig gehabt als so mancher andere, von dem das viel eher zu erwarten gewesen wäre. Das muss doch zu denken geben! Letztes trauriges Beispiel, das momentan diskutiert wird, ist ja der Nord-Tiroler Diplomat Steiner, von dem sich immer mehr herausstellt, dass er in Wahrheit gegen Süd-Tirol gearbeitet hat. So ist es jetzt nachzulesen. Er wäre auch nicht der einzige VP-Politiker, der Süd-Tirols Patrioten in den Rücken gefallen ist. Sogar ein LH Platter eifert ihm jetzt nach. Suchen wir darum nach unseren wirklichen Freunden im Lande und in ganz Österreich! Mit ihrer Hilfe und Unterstützung werden wir wieder ein Stück weiter kommen.
 
HE
9. 09-10-2009 10:57
 
sehr fein
sebm weri wö widramo af wien inifougn missn. :)
 
mi
10. 08-10-2009 09:35
 
sehr fein
Endlich auch mal ein Termin in Wien, das ist wirklich lässig. Und das auch noch im 8. Bezirk, im Zentrum unserer Bundeshauptstadt. 
Freue mich schon drauf und werde bestimmt einige andere Studenten mitnehmen!
 
Heimatfremder Südtiroler
11. 07-10-2009 22:32
 
sehr fein
Nachtrag zu o.a. Artikel: 
 
Nicht wir in Österreich  
entscheiden über Eure Zukunft, Ihr selbst entscheidet ! 
 
Soll Süd-Tirol wieder ein Teil Österreichs sein ? 
 
Was würdet Ihr Euch wünschen ? 
 
Nachdem Ihr schon seit 90 Jahren von Italien annektiert seid - wie fühlt Ihr Euch dabei ? 
 
Sicher gibt es auf dieser Welt womöglich Wichtigeres... 
 
Aber, um es auf den Punkt zu bringen: Es ist jetzt wirklich an der Zeit: Ihr seid Tirol, Ihr wollt endlich zusammen wachsen, Ihr seid Einheit ... 
 
Wann endlich ? 
 
Sven und Eva werden Euch den Weg weisen, da bin ich sicher ! 
 
P.S. Freue mich schon auf das Treffen im Landtmann, also bis bald !
 
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12. 07-10-2009 21:02
 
Nur zur Information
Nur zur Information: großartig diese Idee und deren Ausführung. Leider habe ich erst heute davon erfahren, sodass ich nicht kommen kann. Bin nämlich bereits seit einigen Tagen in Wien und natürlich u.a. für Südtirol tätig. Wien hat für Südtirol viel Verständnis und ist daher ein ausgezeichneter Ort zur Präsentation Eurer Vorstellungen
 
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13. 07-10-2009 19:35
 
Hinaus in die Welt !
Ganz grossartig !!! Auf die Strasse, zu den Menschen, eine Veranstaltung nach der anderen !! Nur so kann man die Menschen aufmerksam machen.
 
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14. 07-10-2009 19:23
 
Hinaus in die Welt !
Liebe Freunde der Süd-Tiroler Freiheit ! 
 
Freue mich sehr, dass Ihr endlich auch mal nach Wien kommt ! 
 
Ich bin da sicher dabei und freue mich schon auf diesen Abend ! Wenn auch die Eva Klotz (offensichtlich) nicht kommt, dann werden wir uns trotzdem mit dem Sven unterhalten. 
 
Weiter so, auch die Bundeshauptstadt muss mit Infos bzgl. Süd-Tirol versorgt werden ! 
 
Traut Euch, auch endlich nach Österreich, Euerm Heimatland, auszuschwirren... 
 
Beste Grüsse und bis bald !
 
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