Rede von Dr. Eva Klotz bei der Gedenkfeier auf der Brunner Mahder
Montag, 7. September 2009
eva_klotz_500_2009_001.jpgBei der Gedenkfeier für den ermordeten Süd-Tiroler Freiheitskämpfer Luis Amplatz auf der Brunner-Mahder-Alm am vergangenen Sonntag hielt die Landtagsabgeordnete Dr. Eva Klotz eine Gedenkansprache. Die Rede kann nun online angesehen werden:


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Kommentare (5)
1. 09-09-2009 13:10
 
Volksabstimmung für ST
Im Sinne des patriotischen Vermächtnisses der Tiroler Freiheitskämpfer der 60er Jahre in Süd-Tirol kann man nur noch die Forderung unterstreichen, die unsere geliebte Mutter Courage von Tirol, Frau Dr. Eva Klotz in ihrer Rede bei der Gedenkfeier auf der Brunner Mahder aufgestellt hat, nämlich erst wenn ein jeder Süd-Tiroler oder Süd-Tirolerin in einer freien, gleichen geheimen Abstimmung ein Kreuz in der Wahlkabine bei einer Volksabstimmung zu Selbstbestimmung des Landes, entweder als Ja zu Tirol im Vaterland Österreich, oder zu Status quo als Autonome Provinz in Italien setzen wird können, erst dann hat sich der patriotische Kampf dieser heldenhaften Männer und Frauen des Freiheitskampfes der 60er Jahre auch wirklich gelohnt und den übergeordneten Sinn erfüllt.  
 
Die Freiheitskämpfer der 50er und 60er Jahre haben für die Freiheit der Selbstbestimmung in erster Linie und für Ein Land Tirol mit den von ihnen gewählten Mitteln gekämpft und haben indirekt wenigstens die Einführung der heute existierenden Autonomie zwischen 1972-92 ermöglicht, die Italien aber schon so hoch feierlich im Pariser Vertrag von 1946 versprochen hat, sonst es wäre sicher weiter bei der Scheinautonomie bis heute geblieben. Diese Autonomie war auch nach 1992 herzlos und lückenhaft bis heute mit Inhalten erfüllt, dazu denkt Rom heute nicht einmal daran, diese auszubauen oder ihre Bestimmungen auf Punkt und Komma einzuhalten. Ganz im Gegenteil, an den Finanzausgleich hält sich die italienische Seite schon lange nicht mehr. Die Autonomie Süd-Tirols hält aber noch, weil man auch in Italien ganz genau zu wissen scheint, heute und sicher auch morgen kann man nicht ohne sehr unangenehme internationale und völkerrechtliche Konsequenzen und Verwicklungen mit einer fremdbestimmten Ethnie so umgehen, wie das z.B. Serbien im Kosovo noch vor einigen Jahren der ganzen Welt vorexerziert hat. Von einer nachhaltigen Einsicht der Notwendigkeit der Klärung oder Beantwortung der Selbstbestimmungfrage in der AP Bozen oder geradezu Freundschaft für die Süd-Tiroler war von dieser Seite des Staates der Fremdbestimmung kaum jemals etwas zu spüren gewesen. Südtirol wird weiter ohne Zeitlimit so "behandelt", wie eine waschechte Kolonie mit wenigen hart umkämpften Rechten der eigenen Autonomie.  
 
Daher bleibt es noch einmal in diesem Zusammenhang an Worte von Frau Klotz zu erinnern, erst dann wenn die Bürger des Landes in einer freien Volksabstimmung sich endlich einmal zum ersten mal in der ganzen Geschichte der Fremdherrschaft in der eigenen näheren seit Menschengedenken angestammten Tiroler Heimat südlich des Brenners für ein Weg auch ohne Italien entscheiden werden können, erst dann ist die Zukunft dieses Landes Süd-Tirol ethnisch, kulturell, sprachlich und zivilisatorisch einigermaßen gesichert. Vorher sicher nicht, da dieser Staat bei jeder nur sich bietenden Gelegenheit deutlich bewiesen hat, dass er aus dieses Land das machen will, was dieses Land niemals im Laufe seiner Geschichte war und bis heute nicht ist, nämlich eine eintönige, wie jede andere in diesem Staat, italienische Provinz Alto Adige mit gerade noch geduldetem nicht italienischen Beiwerk. Die tolomeischen Konstrukte der Italianità in diesem Land bleiben daher für uns das was sie schon immer waren, ein Potemkinsches Konstrukt.  
 
Das Land Tirol südlich des Brenners bis nach Salurn und seine Menschen verdienen heute wie morgen in einem neuen Europa der gelebten Menschenrechte und der Demokratie eine echte Möglichkeit einer freien Abstimmung, da sie in der ganzen Geschichte seit 1919 immer wieder klar und deutlich dem italienischen Machtanspruch im eigenen Land geschlossen widersprochen haben, das letzte Mal in der Petition der 99% der Bürgermeister aus Südtirol an den Österreichischen Nationalrat in Wien.  
 
Die Definition der Südtiroler Schützen der ethnischen Identität der Menschen in diesem Land, die auf 3/4 der Menschen zutrifft, besagt nämlich; "Wir sind Süd-Tiroler und damit Tiroler, unser Vaterland ist Österreich und wir sind ein Teil einer größeren Deutschen Kulturnation in Europa". Damit diese unvergänglichen und universellen Werte der Süd-Tiroler auch langfristig gesichert werden können, dazu ist ein Referendum absolut notwendig, indem die Menschen in der AP Bozen, zum ersten Mal in der Geschichte überhaut, frei über ihre Zukunft entscheiden werden können. Die Politiker der Landesregierung meinten bei mehreren Anlässen sinngemäß dazu, für die Vorbereitung bräuchte man ein halbes Jahr Zeit und Italien würde dann wahrscheinlich uns alle möglichen Hindernisse dabei in den Weg legen wollen. Die Machtzentrale liegt aber heute immer mehr nicht mehr in Rom, sondern in den Europäischen Institutionen der EU. Das haben andere Autonomien in anderen Staaten der alten EU klar erkannt und haben sich für den Weg der eigenen Selbstbestimmung entschieden. Schon in einem Jahr im Herbst 2010 wird nicht so weit von Süd-Tirol nach Plan so ein Referendum in Schottland über die Bühne gehen können, andere Autonomien in den Ländern der alten EU werden diesem Beispiel mit ziemlicher Sicherheit folgen.  
 
Es bleibt nur noch die Frage, wo bleibt dann die Selbstbestimmung Südtirols in dieser neuen gesamt europäischen politischen Entwicklung stehen? Wird die AP Bozen in der Landespolitik weiterhin keinen Handlungbedarf erkennen, oder vielleicht wegen Druck aus Rom erkennen wollen, dann wird dieses Land eine einmalige geschichtliche Chance auf die Klärung der eigenen Selbstbestimmungfrage verpassen. Damit es nicht so bleiben sollte, dafür müsste man schon jetzt, dort wo es absolut notwendig ist, dafür die politischen Weichen stellen und da ist sicher die deutschsprachige Opposition in Südtirol sehr gefragt.  
 
Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben, sagt ein bekannter Spruch aus der Zeit einer anderen Teilung eines Beutelandes eines Weltkrieges, die bekanntlich fast vor 20 Jahren beendet werden konnte. Das deutschsprachige Land Tirol bleibt weiterhin aber immer noch geteilt, weil Italien es so ohne Zeitlimit wollte, vor allem deswegen, weil Rom in Süd-Tirol nur rein italienisches Alto Adige schon immer sehen wollte.  
 
Der Gedanke der Europäischen Einheit hat von oben aus Brüssel viele Mauern und Grenzen in Tirol ohne viel Zutun der nationalen Politiken bereits beseitigt, aber das Land Tirol ist immer noch in Süd-Nord-Ost geteilt. Eine Volksabstimmung zu Selbstbestimmung auch in Eigenregie der AP Bozen würde wahrscheinlich am ehesten dem endlich einmal ein Ende bereiten. Die Stoßrichtung der Selbstbestimmung in Süd-Tirol sollte daher in der Forderung nach Abhaltung dieser notwendigen und von Italien stets verhinderten Abstimmung münden.  
 
Erst in unserer Zeit scheint diese Volksabstimmung zum ersten Mal politisch realistisch genug geworden zu sein, und diese Chance gilt es für die Landesregierung und für die Parteien zu nutzen, und falls die Süd-Tiroler sich für die Landeseinheit in Tirol zwischen Süd-Ost-Nord entscheiden sollten, müsste dann die Landesregierung in Bozen damit so lange regional, national und international Politik machen, bis die Wiederherstellung der Tiroler Einheit zumindest in seinem deutschsprachigen und ladinischen Teil eine für alle Menschen greifbare Realität wird.  
 
Nur so kann man den patriotischen Auftrag der Süd-Tiroler Freiheitskämpfer von damals für die nachfolgenden Generationen in diesem Land verstehen. Wir können überhaupt zum ersten Mal in der Geschichte, wenn wir diese einmalige geschichtliche Chance zur Genüge nutzen, mit friedlichen und demokratischen Mitteln in einem neuen Europa das vollenden, womit die Freiheitskämpfer damals vor 40 oder 60 Jahren angefangen haben, nämlich die uneingeschränkte Wiederherstellung der Tiroler Landeseinheit zwischen Salurn und Kufstein in einem ungeteilten Bundesland Tirol.
 
Markus Anton
2. 09-09-2009 12:10
 
90 Jahre Kriegsbeute Süd-Tirol
Seit 90 Jahren wird Deutsch Süd-Tirol als Kriegsbeute annektiert. 
40.000 italienische Soldaten sind eine erneute Kriegserklärung an das historisch österreichische Süd-Tirol. 
 
Ich schließe daraus: 
Mit Genehmigung des italienischen Innenministeriums wurde Luis Amplatz als Kämpfer für seine Heimat hingerichtet. 
Jörg Klotz war nur entkommen.
 
ff
3. 09-09-2009 07:15
 
Wien ist weit weg....
... lieber Herr König, ja leider. Bei Interesse kann man in einem meiner Kommentare, weiter unten zu lesen, ein paar Literaturvorschläge bekommen. 
Besonders H.K.Peterlinis Buch " Südtiroler Bombenjahre" ist ein Pflichtwerk. 
 
Ich glaube nicht, dass SÜDTIROL sich irgendwo anbiedern müsste.  
Im Gegenteil, Österreich müsste es mit offenen Armen erwarten. 
Eine Tendenz zu Italien ist wohl nur bei jenen zu erkennen, die den Weg des geringsten Widerstandes gehen und die sich echt nur darum kümmern, dass es ihnen selber gut geht und alles Andere interessiert sie nicht. Das sind nicht so viele, und diese Scheuklappenmenschen gibt es überall. 
Was enorm wichtig wäre, und das sage ich nicht zum ersten Mal, wäre eine ausgedehnte Dokumentationssendung über das JETZIGE SÜDTIROL, und da ist der ORF gefordert. Wenn ich im Programm die verblödeten Serien und Sendungen sehe, frage ich mich wie tief dieser Sender schon gesunken ist und wohl auch jene die sich diese Sendungen auch noch ansehen 
Da könnten "Spiegel Geschichte"im Deutschen TV, der ja nur noch Hitler bringt, und ORF wirklich einmal etwas Sinnvolles auf die Beine stellen. 
Der Rest von Österreich braucht einfach DRINGENST eine Aufklärung über das HIER und JETZT in Südtirol, nur wer versteht und weiss kann sich ein Urteil bilden, von sich aus informiert sich niemand, der nicht irgendwo eine tiefere Beziehung zu dem wunderschönen und wertvollen Südtirol hat.  
 
Es müsste doch genügend (Fernseh)Journalisten, Historiker und Zeitgeschichtler geben, die zusammen mit der SF sich ein so dringend benötigtes Werk als Ziel nehmen. Was ist mit der "ff" ???
 
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4. 08-09-2009 22:22
 
Wien ist weit weg....
Liebe Frau Dr.Eva Klotz, liebe Süd-Tiroler ! 
 
An Eva Klotz: 
 
Einfach beeinduckend ! Ihr Wissen und Ihr Einsatz für Tirol ist beachtlich! 
 
Mit den besten Wünschen für das gute Gelingen der Selbstbestimmung für Süd-Tirol und somit ganz Tirol grüsst ein steirischer Freund, der in Wien lebt, Euch, liebe Süd-Tiroler, von ganzem Herzen ! 
 
An alle Süd-Tiroler: 
 
Mögen Eure Ansinnen, mögen Eure Visioen von einem geeinten Tirol Wirklichkeit werden ! 
 
Für politische Kompetenz ist es hier in Wien (für eine Einzelperson) wohl ein wenig zu weit weg, aber wir schliessen Euch alle in unser Herz. 
 
Liebe Süd-Tiroler! 
 
Wenn Ihr nach einer Abstimmung/Selbstbestimmung oder wie auch immer entscheidet, dass Ihr die Einheit mit Tirol/Österreich wollt, bis ich sicher, dass wir für Euch alle hier in der Republik Österreich Platz haben ! 
 
Wenn Ihr Euch jedoch für Italien entscheidet, dann bin ich dafür, dass Österreich die Schutzmachtfunktion für Süd-Tirol aufgibt und Ihr Euch als ganz 'normale' Provinz an Italien angliedert. 
 
Stimmen, die Eure 'Doppelanbiederung' an Wien und Rom bekritteln, gibt es zuhauf. 
 
Man sollte auch nicht unterschätzen, dass es mit der Tolerenzgrenze gegenüber unseren Süd-Tiroler Freunden - je mehr hier eine Tendenz zu Italien spürbar ist - bergab geht.  
 
Abseits aller Landes- und/oder Staats- und/oder EU-Politik grüsse ich Euch hiermit als Freund ganz Tirols und Österreichs. 
 
Mögen die Zeichen der Zeit ihren Weg gehen und dann wird das Land Tirol wieder befriedet sein.... 
 
Liebe Grüsse an alle Tiroler ! 
 
Ottokar König, Wien
 
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5. 08-09-2009 12:46
 
60-er Jahre
Podiumsdiskussion über die 60-er Jahre. 
Dienstag, 8. Sept. 2009, 20:30 Uhr 
 
Tristi quegli anni 
 
Bozen, Dalmatienstraße 30, Sala „Fronza“, 3. Stock. 
 
Die Italiener sehen ihre Verbrechen, die sie begangen haben natürlich ganz anders. 
Wer geht hin, mit einem "Südtirol ist nicht Italien"-Leibele?
 
ff

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