2.060.000 LKW, Transitlawine erreicht neue Dimensionen
Donnerstag, 6. September 2007
ampel_stop_2.jpgAls alarmierend und Beweis einer gescheiterten SVPschen Verkehrspolitik bezeichnet die Bezirksgruppe der SÜD-TIROLER FREIHEIT Unterland/ Überetsch die jüngsten Transitzahlen der Abteilung Verkehr der Tiroler Landesregierung. Demnach sei der Schwerverkehr im ersten Halbjahr 2007 um über 9% gegenüber dem Vergleichsraum des Vorjahres gestiegen. Bis zum Jahresende 2007 werden weit über 2.000.000 LKW über den Brenner gerollt sein.

Die Zahlen sind alarmierend: In nur einem Jahr ist der Schwerverkehr über dem Brenner um 9% gestiegen. Das waren rund 82.000 Sattel- und Lastzüge, berichtete die „Tiroler Tageszeitung" in ihrer Mittwochausgabe in Bezug auf einen Bericht der Abteilung Verkehr der Tiroler Landesregierung. 2006 wurden 1,9 Mio. Lkw auf der Brennerstrecke gezählt. 5.860 schwere Lkw fahren derzeit täglich auf der Brennerautobahn - um 450 mehr als 2006. Bis ende des Jahres werden erstmals rund 2.060.000 LKW den Brenner überqueren.

Die Zahlen sind für Süd-Tirol, und gerade fürs Unterland, eins zu eins zu übernehmen, da sich im Unterland auch noch der Schwerverkehr des Großraum Bozen hinzugesellt. Fakten, die die dramatische Transitsituation widerspiegeln und im Palais Widmann die Alarmglocken schrillen lassen sollten. Doch die Landesregierung übt sich trotz rollendem Offenbarungseid in Schweigen. Anstatt Sofortmaßnahmen zu ergreifen hält die Mehrheitspartei weiterhin kompromisslos am Strohalm Brennerbasistunnel fest. Die aktuelle Situation beweist jedoch einmal mehr, dass es jetzt und nicht erst in 20 Jahren Maßnahmen braucht.

Laut Bezirksgruppe Unterland/ Überetsch der SÜD-TIROLER FREIHEIT muss sofort ein LKW- Nachtfahrverbot, wie im Norden Tirols, umgesetzt werden. Außerdem ist der bestehende Güterverkehr effizienter auf die Schiene zu verlegen. Die „Rollende Landstraße" ist zu unattraktiv und bei den derart niedrigen Mautpreisen entlang der Brennerautobahn nicht konkurrenzfähig. Auch der Umfahrungsverkehr durch die höheren Mautgebühren in der Schweiz könnte somit effizienter abgewehrt werden. Lebensqualität und Gesundheit der Menschen entlang der Brennerlinie müssen endlich wieder Vorrang vor Lobbyismus und Profitgier erhalten. Die Transituhr hat fünf nach zwölf geschlagen.

Bezirksgruppe Unterland/ Überetsch der SÜD-TIROLER FREIHEIT
Stefan Zelger

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