Bozner Museum: Eine museumsreife Geschichte
Samstag, 8. August 2009
hinterhof_bz-_museum.jpgIm Jahre 2003 begann die Gemeinde Bozen mit Umbauarbeiten im Bozner Museum. Dabei wurde erklärt, dass die Arbeiten im Jahre 2005, also 100 Jahre nach  der Eröffnung, weitgehend abgeschlossen sein sollten! Einheimische  und Touristen stehen 2009 aber immer noch vor geschlossenen Museumstoren, so Roland Lang und Lorenz Puff. Die SÜD-TIROLER FREIHEIT fordert eine baldige Wiedereröffnung!

Immer noch geschlossen sind nicht nur die Schauräume, sondern auch die Bibliothek, zu der wertvolle Bücher aus dem 15. und 16. Jahrhundert gehören und die etwa 27.000 Bände umfasst sowie 77 abonnierte Fachzeitschriften, die nun seit sechs Jahren ungelesen blieben.

Das Bozner Stadtmuseum, bekannt ist auch der „Umbau“ der Faschisten, bei dem der "zu deutsche" Turm des Museums entfernt wurde, der 1993/94 wieder an seinem angestammten Platz kam, birgt viele Schätze: So stammt die heutige Tracht der Schützenkompanie Bozen von einem Gemälde im Stadtmuseum, das die Heimführung der Reliquien des seligen Heinrich von Bozen im Jahre 1759 zeigt.

Im Stadtmuseum befinden sich die reichsten kunst- und kulturgeschichtliche Sammlungen ihrer Art in Süd-Tirol: Kostbare Kunst vom Mittelalter bis ins 20. Jh., romanische Madonnen und Kruzifixe, gotische Flügelaltäre, aber auch eine berühmte Volkskunstabteilung mit gotischen Stuben und originalen Volkstrachten und Masken.

Und wer kann wissen, so Roland Lang, was noch alles in den Depots verborgen ist, das der schwarzen Diktatur nicht genehm war und dann dort blieb!

Im Stadtratsbeschluss vom 28.12.07 (!) wird nach 4 Jahren Umbaubeginn folgendes beschlossen: „Stadtmuseum: Auch wurde beschlossen, im Zuge des Ausbaues und der Renovierung des Stadtmuseums für die architektonische Beratung bis zur endgültigen Bauplanung einen Auftrag an Arch. Renato Rizzi zu vergeben. Kostenpunkt: 18.000 Euro.“

Die SÜD-TIROLER FREIHEIT fordert, dass endlich die Renovierungsarbeiten im Stadtmuseum begonnen bzw. weitergeführt bzw. abgeschlossen werden und dass es endlich wieder eröffnet werden kann.

Es kann doch nicht sein, dass Millionen für Fremdenverkehrswerbung durch die SMG verpulvert werden, aber dann Touristen und auch Einheimische vor verschlossenen Türen stehen, weil ein Gemeinderat nicht einmal imstande ist, ein Museum zu renovieren!

Die SÜD-TIROLER FREIHEIT beehrt sich, so Lorenz Puff, dem ersten Bürger von Bozen beiliegende Eintrittskarte für das Bozner Stadtmuseum zu übergeben mit der Bitte, Einheimischen und Touristen mitzuteilen, wenn er sie einlösen wird. Die Bilder vom Innenhof des Museums lassen jedenfalls auf keinerlei Bauaktivitäten schließen!

Roland Lang
Mitglied der Landesleitung der SÜD-TIROLER FREIHEIT

Lorenz Puff
Bezirkssprecher der SÜD-TIROLER FREIHEIT Bozen Stadt/Land

 hinterhof_bz-_museum.jpg

eintrittskarte_fr_brgermeister_von_der_sd-tiroler_freiheit.jpg


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Kommentare (6)
1. 10-08-2009 20:33
 
Schizophrene Politik
@Michael  
Ich stimme dir 100% zu. 
 
Durnwalder bekundet im ORF vollmundig er sei Österreicher und würde auch für Österreich stimmen. Gleichzeitig ist er aber für das Festhalten an der Autonomie, sprich Brennergrenze. 
Durnwalder ist schizophren oder ein notorischer Lügner. 
 
So führt die SVP seit 60 Jahren die Bevölkerung in Süd-Tirol und Österreich an der Nase herum.
 
ff
2. 09-08-2009 12:17
 
Südtiroler was wollt Ihr eigentlich???
Mein Eindruck von meinem Besuch in Bozen und im Unterland vor 1 Woche ist der, dass die "Autonomie" nichts anderes ist als ein verlangsamtes Weiterbetreiben der Italianisierung Südtirols. Bozen ist bereits derart untirolerisch, dass es mich wundert, dass der Grieser Platz noch nicht in Piazza Tolomei (samt Büste) umbenannt worden ist. Es ist klar erkennbar, dass Alles nicht-italienische in den Hintergrund treten soll, so auch das Bozner Museum. 
 
In Gesprächen mit Südtirolern wird klar, dass das gepriesene Miteinander eher ein Übereinander ist, und die Italiener, die "Sieger", sind oben. 
 
Aber meine Gespräche haben auch gezeigt, dass man sich an all das ja eigentlich schon gewöhnt hat. Ist doch wurscht ob Schreckbichl oder Colterenzio, Kaltern oder Caldaro. Uns gehts doch supergut.  
 
Durnwalder hat das, was einen Monarchen auszeichnet: er regiert fast auf Lebenszeit und er zeugt noch in hohem Alter munter Kinder. Das Viagra dazu war bestimmt ein Geschenk Berlusconis. Um die Interessen der Tiroler Landesmehrheit kümmert er sich aber nicht so, wie er eigentlich sollte, sondern er flipp-floppt hin und her, und tut am Ende eh nur, was Rom will. 
 
Italiener ist man zwar nicht wirklich, aber der italienische Reisepass verstört auch nicht. Und mit Österreich will man auch nichts zu tun haben, als Österreicher fühlt man sich genauso wenig.  
 
Quo vadis Südtirol?
 
Michael
3. 09-08-2009 08:39
 
Andreas Hofer - Bund für Tirol
Kein Wunder ist doch Bozen zu ca.75% italienisch mit einem italienischen Bürgermeiter und einer italienischen Mehrheit im Gemeinderat. Die alle sind an Kunstschätzen nicht interessiert die an die österrreichische Vergangenheit erinnern. 
 
Neulich war ich in Bozen ! 
 
Dumpfe, heiße Sommerschwüle 
Lager auf der Boznerstadt 
Mutlos geh ich durch´s Gewühle 
Traumverloren. traurig, matt. 
 
Schnell hab Bozen ich verlassen 
Oh, es war ein kurzer Mond,- 
Denn Museen, Plätze, Straßen 
Zeigten sich mir ungewohnt. 
 
Alles ist verändert worden 
Schnell schreitet diese Stadt in Südtirol 
Aus der österreichischen Väter Norden 
Hin zum welschen Kapitol. 
 
Zu Tiroler Freiheit sollt ihr streben 
Euer Tun ist uns nicht gleich. 
Deutsche Bozner ! Lasst die Freiheit leben. 
Denkt daran - eure Vaterland ist Österreich.
 
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4. 08-08-2009 18:22
 
Manipulationen
Es sind viele kleine Dinge in Südtirol, die gezielt im Sinne zur Italienischen Einheit manipuliert werden. Ob Südtiroler Identität geschlossen bleibt, oder pro Faschistische Schmierei erhalten, pro Südtiroler Parolen, peinlichst entfernt etc. etc. etc. Das alles wird unter dem Deckmantel "Ins geat es jo wunderboar guat" daruntergekehrt denn, weder Werte, noch Südtiroler Stolz will von Obrigkeiten gefördert werden. Halt ein geprüftes Land, von vielen im Geiste schon verlassen, armes Südtirol. Wenn Manche groß von besserer Finanz in Südtirol reden im Gegensatz zu Nordtirol, so kann ich das nicht stehen lassen. Vieles in Südtirol liegt optisch als Vorregion Italiens, Italienergeprägt leider im Argen und wäre in Nordtirol und Vbg. undenkbar. Undenkbar ist auch die nächsten 20 Jahre ein vereintes Tirol denn, wenn der Brennertunnel gebaut wird, würde uns der Italiener in Sachen Dirri, Darri was husten. Umgekehrt aber, hätte die EU Möglichkeiten mit Österreich, das ganze Finanziell zu sichern, wäre es für den Italiener verlockend, zu Gunsten einer Nichtbeteiligung an den Brennertunnelgeldern Südtirol in die Heimat zu entlassen?
 
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5. 08-08-2009 16:35
 
Manipulationen
Die Geschichte mit dem Museum ist wirklich eine Schande, aber hier in Bozen ticken die Uhren wirklich anders als im Rest Tirols.....Traurig, aber wahr.....
 
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6. 08-08-2009 13:33
 
Manipulationen
Bravo, Lorenz es ist schon ein Problem dass der Bozner Museum so lange geschlossen ist. Ausserdem ist die Lage des Meraner Museums nicht viel besser: die Raeume sind allzu klein.
 
fabivS

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