Im Carabinieri-Hauptsitz in Bozen findet sich kein Beamter, der eine deutsche Anzeige aufnehmen kann
Mittwoch, 5. September 2007

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Barbara Klotz, Gemeinderätin der Bewegung SÜD-TIROLER FREIHEIT, bezeichnet es als ungeheuerlich, dass im Carabinieri- Hauptsitz in Bozen in der Dantestraße zeitweise kein Beamter aufzutreiben ist, der eine deutsche Anzeige aufzunehmen imstande ist.
 

So geschehen am Montag, 2. September nachmittags, als Barbara Klotz bei den Carabinieri Sachbeschädigung und Diebstahl zur Anzeige bringen wollte. Ihr wurde nach ihrem vorgebrachten Wunsch, die Anzeige in deutscher Sprache zu machen, beschieden, sie solle doch am Dienstag, 3. September vormittags wiederkommen, da sei ein Beamter im Hause, der der deutschen Sprache mächtig sei. 

Im Eingangsbereich des Carabinieri- Hauptsitzes prangt zwar der Aushang mit dem Dekret des Präsidenten der Republik Nr. 574 vom 15.07.1988 betreffend die Gleichstellung der deutschen Sprache, die Inanspruchnahme dieses Gesetzes stößt bei den Carabinieri allerdings auf Unverständnis und Sprachlosigkeit. 

Der Bürgerin wird nach vorgebrachtem Hinweis, sie fühle sich  diskriminiert, mit Kaltschnäuzigkeit und Arroganz begegnet. Sie beharrt am Dienstagvormittag auf Protokollierung der unfreiwilligen Vertagung der Anzeige. 

Dieser Vorfall zeigt in aller Deutlichkeit, wie schlecht es um die deutsche Sprache bei den Carabinieri bestellt ist. Es nützen die besten Gesetze nichts, wenn sich die Hüter des Gesetzes nicht daran halten!

Barbara Klotz

Bozen, am 05.09.2007


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Kommentare (9)
1. 12-09-2007 22:29
 
Es ist nur eine Frage der Organisation
Bei der Einheit Tirols müsst Ihr die Leute von der Sinnhaftigkeit nicht überzeugen. 
Ihr müsst lediglich ihre Willensbekundungen entsprechend organisieren, bündeln, damit sie merken, dass sie eigentlich die Mehrheit sind. 
 
Der Wille zur Einheit ist da. Er muss nur aufgedeckt werden! 
 
Weiter alles Gute!
IP: 80.109.24.106
 
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2. 12-09-2007 11:41
 
Immer wieder Österreich !!!
@Kurt Corradini. Als Süd-Tirol vor cirka 90 Jahren noch ein Teil des k.u.k. Kronlandes Tirol war, haben die Menschen einen Heimatschein ausgestellt bekommen, bzw. einen Reisepass von Österreich bei Reisen ins italienische Ausland und anderswo, die sie unverwechselbar mit anderen Nationalitäten in der damaligen Welt gemacht hat. Es genügt daher, wenn man Heute als Bürger-In in Südtirol in diesem Heimatschein vor 1918, bzw. Taufschein der Grosseltern nachschaut, von welchen Tiroler Grosseltern man abstammt. Es hat auch eine kurze Zeit in diesem Land gegeben, wo der italienische Faschismus und damit der italienische Staat 1943 den direkten Machtzugriff in Südtirol bis Mai 1945 hier zur Gänze verloren hat und durch ein anderes totalitäres und verbrecherisches NS-Regime ersetzt worden ist. In den Jahren 1945 -46 befand sich das Land Südtirol in einem politischen Schwebezustand, wo diese Frage der endgültigen staatlichen Zugehörigkeit damals nicht eindeutig beantwortet werden konnte. Die Siegermächte opferten dann die Südtiroler Selbstbestimmung dem übergeordneten Ziel der von Italien erwünschten Kooperation mit der westlichen Welt. Diese normative Kraft des Faktischen und der Vergewaltigung des Menschenrechtes auf Selbstbestimmung einer ganzen Volksgruppe, in Südtirol unserer Tage immer noch 75% der Bevölkerung, prägt bis Heute die politischen Geschicke in der Autonomen Provinz Bozen, auch wenn es Heute keine Blockbindung in Europa mehr gibt und Italien nicht mehr bei Laune gehalten werden muss. Der momentane Status in Südtirol ist vergänglich, wie alles auf dieser Welt, was uns allen bleiben wird in dieser und in nächsten Generationen, das ist die einmalige Tiroler Heimat, die leider Heute immer noch keine administrative Einheit mit dem Bundesland Tirol im Vaterland Österreich bilden darf. Laut Völkerrecht ist jede Annexion als nichtig zu betrachten, solange sie nicht von der betroffenen Bevölkerung in einer freien Abstimmung mit einer qualifizieren Mehrheit bejaht worden ist. Die entsprechenden Akte dieses Völkerrechts hat Italien wiederholt unterzeichnet und ratifiziert, daher es ist ein gutes Recht der Südtiroler sich immer wieder darauf zu berufen, 1. dass das Land Tirol südlich des Brenners zwischen Salurn und Brenner, damals so gut wie ohne Italiener von Italien 1918 völkerrechtswidrig annektiert worden ist und 2. dass sie die italienische Staatszugehörigkeit nie aus freien Stücken gewählt haben. Wenn auch manche italienische Faschisten, auch in diesem Forum den Südtirolern raten, wenn es ihnen nicht passen würde Heute als italienische Staatsbürger in Alto Adige zu leben, dann könnten sie die Koffer packen und auswandern, dann möge man sie auf dieses unbestechliche Völkerrecht hinweisen, wo jedes Land zuerst diesen Menschen und ihrer Sprachgruppe gehört, die dort seit Generationen geboren und aufgewachsen sind und hier auch leben. Das Gastrecht in Südtirol stellt den Italienern niemand in Frage, sie müssen auch keine Koffer packen. Diese edle Einstellung der Südtiroler unterscheidet uns, wie so vieles von den unverbesserlichen italienischen Faschisten, die ihr Seelenheil bei den politischen Gespenstern des Duce-Faschismus suchen, gerade oder vor allem in Süd-Tirol in Italien. Jeder kann das für sich selbst beantworten, warum dieser den Menschen hier fremde Staat Italien niemals in der Geschichte seit 1918 nur im entferntesten an eine Volksabstimmung über diese Frage der Selbstbestimmung ernsthaft nachgedacht hat. Die Südtiroler mit ihrem Land werden meistens in Italien damals wie Heute als eine Art schöne Kriegsbeute betrachtet, die es sich zu behalten noch lohnt, völkerrechtliche Verpflichtungen hin oder her. Deswegen ist es meiner Meinung nach ausserordentlich wichtig, dass man diese erzwungene Staatsmacht Italiens hier daran ständig erinnert, dass Südtiroler und ihr Land sich nicht mit dem jetzigen status quo abfinden und auf eine gerechte Lösung dieser Frage in der Zukunf pochen, Heute genauso, wie seit dem Zeitpunkt der Annexion von der südtiroler Bevölkerung eben dieser Staatmacht Italien widerwillen bei entsprechenden Gelegenheiten manifestiert worden ist. Die Erfolge der Autonomie haben aus Südtirol seit 1972 das gemacht, was es eben in unseren Tagen ist, ein wohlhabendes Land, indem es sich trotz der Einschränkung der Selbstbestimmungsfrage gut leben lässt. Schon Heute sind aber die Südtiroler schon so gut wie die eigenen Herren im eigenen Haus. Das hat aber den Menschen hier niemals der Stiefelstaat aus freien Stücken geschenkt oder gewährt, sondern die wenigen mutigen Männer und Frauen im Südtiroler Widerstand gegen die Fortsetzung der unter Duce angefangenen Italianisierung des Landes der 50er und 60er Jahre haben wesentlich dazu beigetragen, dass Italien in dieser Frage vor allem dem Vaterland Österreich und Europa entgegengekommen ist und die Heute praktizierte Autonomie in Südtirol erlaubte. Die nichtauszudenkende Alternative dazu wäre damals eine Entwicklung, wie man sie aus Nord-Irland oder Baskenland kennt. Allein aus diesem Grund lohnt es sich für die Südtiroler an der Bindung an das Vaterland zu halten und diese weiterhin bis zur vollständigen Durchsetzung des Völkerrechtes auf Selbstbestimmung für die Südtiroler zu verfolgen. Östereich hat das Land Südtirol und seine Tiroler ausserhalb der Grenzen der Republik niemals verraten und verkauft, wie der "Führer des Grossdeutschen Reiches" seinerzeit, sondern hat zu jeder Zeit unermüdlich mit vorhandenen politischen Mitteln die Interessen der hoffentlich vorübergehend mit Gewalt, Verrat und Betrug damals nach dem Zerfall der Monarchie "entführten Familienmitglieder" international vertreten und dies auch weiterhin tut und tun wird, auch wenn Stockholmsyndrom in Südtirol manchmal anzutreffen ist, wo sich die Menschen mehr mit dem Stiefelstaat als mit ihrem angestammten Vaterland und der Tiroler Heimat identifizieren. Das ist noch eine Ausnahmeerscheinung und jede Volksgruppe müsste peinlichst darauf achten, dass sie unfreiwillig Zug um Zug ihre angestammte ethnische Identität nicht aufgibt. Aus diesem Grund bin ich der politischen Bewegung der Süd-Tiroler Freiheit ausserordentlich dankbar, dass sie diesen rot-weiss-roten Weg in Südtirol nicht verlässt und unbeirrt an eine Zukunft der Tiroler in einem wiedervereinten Land Tirol, bzw. unter anderen Vorzeichen der Tiroler Einheit glaubt und dieses Ziel auch glaubwürdig und komromisslos in Südtirol und international politisch vertritt. Den heutigen Status Südtirols würde ich gerne mit dem von Gibraltar, Schaffsinseln oder Kanalinseln vergleichen, nur im Gegensatz dazu, die meisten Menschen hier halten an der Bindung mit dem momentan vorgegebenen Staat nicht freiwillig fest, sondern mit ensprechenden Mitteln des Stiefelstaates dazu angehalten werden. Nach meinem dafürhalten liegt die Zukunft Südtirols in erster Linie in Europa, wo eskeine Staatsgrenzen mehr gibt, die die Menschen gleicher Nationalität voneinander trennen. Die Tiroler und damit auch alle Österreicher haben aber das gleiche Recht auf ein Leben in einer ungeteilten Gemeinschaft, wie auch dies für die Deutschen vor dem Mauerfall 1989 zugetroffen hat. Heute kann niemand noch behaupten, dass die Unrechtsgrenze am Brenner ihren trennenden Charakter schon völlig verloren hätte. Das Land Tirol ist immer noch ein geteiltes Land, daher es ist ausserordentlich wichtig für jeden von uns zu wissen, woher kommen wir, wo befinden wir uns Heute und wo möchten wir in der Zukunft leben, daher auch ich würde den Satz vorbehaltlos und gerne unterstreichen, IMMER WIEDER ÖSTERREICH !!!
IP: 195.3.113.168
 
Markus A.
3. 11-09-2007 16:51
 
Das alte Problem...
..mit den Ordnungskräften! Ok, die Carabinieri sind eine italienische (Militär)Polizei und sind grundsätzlich italienischsprachig. Ich versuche mir immer wieder vorzustellen, was man am Besten bei einer Polizeikontrolle machen könnte, wie man auf ein evt. Verweigern der deutschen Sprache reagieren könnte. Im Normalfall heißt es eh "Patente, libretto...grazie, arrivederci!" Wenn man nicht unbedingt Ärger sucht, dann macht man am Besten nicht gleich einen Aufstand wegen dieser 4 Wörter, man weiß ja ohnehin was sie bedeuten. 
Ich glaube, dass so viele deutschsprachigen Südtiroler denken und auch so bei einer Routinekontrolle handeln. Eigentlich schon einmal ein Pluspunkt für uns in Sachen Entgegenkommen und so. Mir ist es auch einmal passiert, dass dann ein italienischer Carabiniere mit mir etwas deutsch gesprochen hat und sogar etwas dabei gescherzt hat. Tja, es gibt halt leider solche und solche. 
Ich weiß auch nicht, wie hier das Patentrezept ausschauen könnte. Grundsätzlich ist es ja gesetzlich festgelegt, dass die Carabinieri einen zweisprachigen Dienst garantieren müssen. Es gäbe also rein theoretisch nichts daran zu rütteln, dass bei einer Verkehrskontrolle mindestens einer deutsch sprechen müsste. Noch schlimmer ist es dann, wenn man bei den Carabinieri anruft und wirklich dringend Hilfe braucht, aus welchen Gründen auch immer (Einbruch, Diebstahl, schwere Unfälle usw). Jeder weiß, dass man in Situationen wo man sehr aufgeregt ist, oft nichtmal mehr selber seine eigene Adresse zusammenbringt, geschweige denn in italienisch die Situation erklären kann. Also ich habe zwar 12 Jahre lang italienisch in der Schule gelernt, aber ich würde in so einer Situation trotzdem kläglich scheitern. 
 
Ich bewundere jede einzelne Person, welche in so einer Situation nicht den Weg des geringsten Widerstandes geht und auf ihr Recht beharrt, in der Muttersprache angesprochen zu werden. Ich hoffe, dass sich in dieser Richtung endlich mal was tut. Dieses blöde Hin- und Hergestreite wird wirklich langsam lästig. Traurig, dass auf ein klaren Gesetz immer wieder gepfiffen wird - und das von Leuten, welche es zum Beruf haben, anderen Leuten beizubringen, dass man Gesetze einhalten muss. Nicht nur traurig, sondern einfach lächerlich. Schade dass man in Zeiten von Terrorismus, Kinderpornographie, Armenausbeutung u.v.m. noch um solche Lappalien zankt, obwohl es eigentlich gar nichts zu zanken gäbe, weil es klar geregelt ist.  
 
 
Aber was auch alles noch passiert... ich bin glücklich und dankbar dass ich jederzeit stolz und erhobenen Hauptes behaupten kann, dass ich in meinem Herzen ein Tiroler bin und mein Heimatland Österreich ist (auch wenn auf meiner ID niemals Republik Österreich gestanden hat) 
Das Beste kommt noch: 
NIEMAND auf dieser Welt kann mir diese Freude nehmen. 
 
IMMER WIEDER ÖSTERREICH ! ! !
IP: 88.56.39.80
 
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4. 07-09-2007 11:38
 
Das alte Problem...
nein, ich sage... jeder soll über die sprache seines landes verfügen. wo kommen wir da hin wenn die eigenen leút nicht über die sprache der region verfügen. scahande für deutsch-sudtirol 
für dei beseitigung des aktiven unrechts. 
für die überfällige lostrennung von italien 
SOFORT
IP: 87.14.28.47
 
elli
5. 06-09-2007 14:07
 
Das alte Problem...
@Tirolensis 
Das ist alberne nationalistische Rhetorik. Von Besatzung zu reden ist weißgott übertrieben. 
Schon mal was von Autonomiepaket gehört? Oder lebst du noch in den 30er Jahre? 
Und by the way: Was ist mit den in Südtirol geborenen und aufgewachsenen Italiener? Ist es nicht auch ihr Land?
IP: 141.2.191.29
 
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6. 06-09-2007 12:59
 
Carabbinieri
Vielleicht sollte man sich darum bemühen, Beamte einzustellen, die am Ort geboren und aufgewachsen sind, und zwei oder alle drei Landessprachen beherrschen. 
 
Die Carabinieri sind, nunmal, eine staatliche Militärpolizei, und sehen es nicht ein, sich einer nationalen Minderheit anzupassen. 
Wer das nicht kapiert hat, der kennt die Carabinieri nicht. 
 
Man kann es aber auch mit Humor sehen: 
Un carabiniere, all'osteria del paese: "Ogni giorno mi rallegro sempre di più di non essere nato tedesco" "Perchè che hai contro i tedeschi?" risponde un amico. "Niente, è che proprio non capisco quella lingua."
IP: 141.2.191.29
 
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7. 06-09-2007 11:47
 
es ist nicht ihr land !!
liebe elli ! 
es ist nicht ihr !! (italiener) land , sondern sie besetzen es nur ........ 
und haben kein interesse minderheiten- rechte freiwillig anzuerkennen .
IP: 62.47.206.153
 
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8. 05-09-2007 20:41
 
Eigene Süd-Tiroler Polizei
Carabinieri und andere Sicherheitskräfte welche eigentlich für die Bürger dasein sollten blamieren die Südtiroler. Ich fordere deshalb: Italienische Ordnungskräfte abschaffen. Eigene Süd-Tiroler Polizei schaffen!
IP: 87.14.111.235
 
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9. 05-09-2007 18:28
 
ab in die deutschstunde. SOFORT : ))
..es ist einfach nur beschämend und traurig.. der zustand der itaiener im bezug auf deutsch ist erschreckend.. dabei ist es doch auch ihr land indem sie wohnen.
IP: 87.8.21.214
 
Elli

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