Durnwalder 92: "... dann garantiere ich, dass eine Mehrheit für eine Rückkehr nach Österreich .."
Montag, 27. Juli 2009

roland_lang_2009_1000.jpgBei den verschiedensten Arten der Demenz ist wohl die politische Demenz besonders stark in Tirol vertreten. Dazu ein Beispiel: Am 12. Juni 1992 hatte Durnwalder gegenüber dem ÖVP-Parteiorgan „Neues Volksblatt“ erklärt: „Wenn man den Südtirolern das Selbstbestimmungsrecht gewährte und sie abstimmen ließe, dann garantiere ich, dass eine Mehrheit für eine Rückkehr nach Österreich zustande kommen würde. Es ist das Natürlichste, dass zusammengehört, was in Jahrhunderten zusammengewachsen ist, und der Landeshauptmann von Südtirol sicherlich für Tirol stimmen würde.“

Am 26. Juli 2009, im Tiroler Gedenkjahr, erklärte Durnwalder (Quelle Stol.it): Mehrheit der Südtiroler für Verbleib bei Italien: Landeshauptmann Durnwalder zweifelt an den Erfolgschancen der vom Dritten Nationalratspräsidenten Martin Graf (FPÖ) ins Spiel gebrachten Volksabstimmung über eine Rückkehr Südtirols zu Österreich. Fände eine solche Abstimmung heute statt, wäre eine Mehrheit der Südtiroler für den derzeitigen Status, zitierte der ORF-Radiosender Ö3 in der Nacht auf Sonntag.

Oder kann man daraus den Schluss ziehen, dass der Freiheitswillen der Tiroler unter Durnwalder dermaßen gelitten hat?

Roland Lang, Terlan

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Kommentare (7)
1. 29-07-2009 09:55
 
Abstimmung sinnvoll!
In der ZiB2 am Montag hat das LH Durnwalder als Momentaufnahme relativiert. Bei einer entsprechenden Aufklärung bzw. einer Vorbereitungszeit von nur einem halben Jahr vor der Abstimmung würde die Mehrrheit für Österreich sein. Das deckt sich mit den Umfragewerten, wonachen die meisten weg wollen vom it. Staat. Wenn man sieht, wie sehr Rom schon gegen die Autonomie ist, sollte man die Abstimmung rasch angehen, bevor es zu spät und unsere Zuukunft futsch ist.
 
HE
2. 28-07-2009 23:54
 
Abstimmung sinnvoll!
@lisi: "...Müssten wir uns wieder entscheiden, wäre das zweifelsohne wieder eine Option und würde wieder viele Familien, Verwandte usw. auseinanderreißen." 
 
Ich verstehe nicht was sich da auseinanderreißen sollte? Die Grenzen sind ja frei passierbar. 
 
Eine Volksabstimmung ist immer eine Abstimmung von Gefühlen, dem Zugehörigkeitsgefühl eines Volkes. Wir sind, wie Durnwalder sagt: "eine österreichische Minderheit in Italien", durch die zwei anderen Sprachgruppen der Italiener und Ladiener hat sich eine enorme Vielfalt entwickelt. 
Dies wird sich auch bei einer Rückkehr nach Österreich nicht ändern. Südtirol wird nach wie vor dreisprachig, so vielfältig wie gegenwärtig, bleiben. Wir, als "österreichische Minderheit" werden endlich geschützt und das Zugehörigkeitsproblem von Süd-Tirol gelöst sein!
 
Thomas
3. 28-07-2009 21:09
 
1. Wer eine Schwäche/Demenz feststellt;
Den Schluss der "Demenz" sollte wohl jeder Wähler selbst ziehen. Dazu braucht es keinen anderen Volksvertreter. 
 
Zu bedenken ist, dass diese Art von Mehrheiterei/ Volksvertretung für jeden Deutschen / Deutschsprachigen neu ist. Durnwalder hat - wie jeder andere Deutsche - noch nie von einer anderen Regierung (Rom) die Selbstbestimmung als Recht gefordert. Es ist sein erstes Mal. Dass er hier zögerlich vorgeht, ist zu einem gewissen Grad sicher entschuldbar.
 
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4. 28-07-2009 20:53
 
Dem Amtsgaul aufs Maul gschaut
Laut Meinungsumfrage kann man sehr wohl in etwa danach gehen und zusätzlich kann ich garantieren, ab dem Punkt, wo die Südtiroler ihr Recht auf Entscheidungsfreiheit haben, was heist, ab dem Punkt wo die Entscheidung jedes Südtirolers legitimiert würde und die Italomacht gegen die EU wirkungslos wäre, ginge ein Ruck durch ganz Südtirol, wo sich die Masse für Ein Tirol entscheiden würden, im Sinne, Kickerikie, Her mit der Marie, jetzt oder nie! Gerade jene welche bist Dato eingeschüchtert und aus Angst still sind und schweigen. Dass die Herrn Pletturnis wieder umgeschwänkt sind, ist nur der Drohung der Italostasi zu verstehen die ihre Läufe längst schon wieder auf Südtirol und somit auf Österreich richten. ´Kitt´ lässt grüßen. Das zeigt aber von wenig Standhaftigkeit gegen Italooptionsdrohungen und Wiener Parteienausgrenzung gegen die Südtiroler zu deren Meinung zu konservativen Landes und mit der Angst, bei zu viel Gegengewicht gegen die Weanar. Der Kohl kommt mir vor, im Stiele Magnano, wie ein Gnom der ähnlich der Hauptleute in den Reihen der Schützen und Patrioten herumschleicht mit gscheiten Sprüch, in Frontabschreitungen sich sonnt und hinten nach genau das Gegenteil zieht, im Sinne einer Fahnenflucht. Den Italienern und den Wienern gehört ganz kräftig auf die Finger geklopft! Dem LHPT Platter ist nicht bewußt, dass er nicht nur LHPT von Tirol des Staates Österreich ist sondern auch Landespräsident des Freistaates von Tirol. Das gäbe ihm einige Kompetenzen, die er aber aus Angst nicht wahr nimmt. Und dazu aber groß im Landesfestumzug der Schützen neben dem größten Tirolverräter (nicht Persönlich gemeint, nur SPÖ Politisch) teil nimmt. Dass mit diesen Nordtiroler Landeshauptmann Tirols, eben von der Musi und nicht von den Schützen stammend, incl. den beiden Muppetsgrandpas dem Kohlköppke, unser Vorarlberger Landeshauptmann durch Landtagswahlen mit seiner Republiklandescrew bzw. Landesfreistaats Patriotengang verzichtet, dort gem. Plicht im Hofprotokoll an seine Nachbarn, am Podium Platz zu nehmen, bei so viel Schwäkertum, Hasenfüßigkeit, zeigt die Gradlinigkeit unseres Landeshauptmanns der den Weanern schon oft Republikanische Waderln gestutzt hat, als Freistaatsoberhaupt von Vorarlberg.
 
5. 28-07-2009 13:39
 
Dem Amtsgaul aufs Maul gschaut
Glaube nicht, dass die Mehrheit der Suedtiroler zurück nach Österreich will, im Gegenteil.Solche Meinungsumfragen sind immer mit Vorsicht zu genießen, da muss ich Durnwalder recht geben. Müssten wir uns wieder entscheiden, wäre das zweifelsohne wieder eine Option und würde wieder viele Familien, Verwandte usw. auseinanderreißen.
 
Lisi
6. 27-07-2009 20:14
 
-
Sven Knoll, und Dr. Eva Klotz, und die ganze Süd-Tiroler Freiheit. Sind die ehrlichsten Politiker von ganz Europa. 
Süd-Tirol ist nicht Italien Mein lieber Her Durnwaldner. Sicher wäre es beser wenn Tirol zu Österreich zurück dürfte. Doch dass aller geilste wäre doch Ein Tirol weg von Rom weg von Wien. Rom und wien moachen ins hi, dad i a soagn wann i a tiroler war, oba i bin a baya, und sog des a. Muss wirklich sagen tretet der Süd-Tiroler Freiheit bei. Monder es isch zeit.
 
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7. 27-07-2009 20:10
 
Die St. Schützen
Die Südtiroler Schützen haben meiner Meinung nach am treffendsten die aktuelle Debatte um die Forderung nach einer Volksabstimmung zur Landeseinheit in Tirol in seinem deutschsprachigen Teil zusammengefasst. Nachzulesen im Themenbeitrag "Die Unrechtsgrenze entfernen" auf folgender Seite: 
 
 
http://www.schuetzen.com/
 
Markus Anton

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