So kann man sich täuschen! Otto Schily 1989: Wiedervereinigung Deutschlands ist anachronistisch
Montag, 27. Juli 2009

fall_der_mauer.jpgIn der letzten Zeit sahen sich einige Politiker immer wieder dazu genötigt, zu behaupten, dass die Wiedervereinigung Tirols sinnlos und nicht realistisch sei.  Wie falsch derartige Behauptungen sein können zeigt der folgende Filmausschnitt:


 

 

Am 23. Mai 1989 (!), sprach der ehemalige deutsche Innenminister Otto Schily in einer Fernsehsendung davon, dass die Wiedervereinigung nicht zu erreichen und in der heutigen Zeit anachronistisch sei.

Schily war damals noch Mitglied der Grünen und verglich die Wiedervereinigung Deutschlands mit einem Wiederauferstehen des Deutschen Reiches.
 
Wie falsch er mit seiner Einschätzung lag, zeigte sich schon wenige Monate später, als die Mauer in Berlin fiel und bald darauf Wirklichkeit wurde, was niemand für möglich erachtet hätte: Die Wiedervereinigung Deutschlands.
 
Dieser Film zeigt uns, dass in der Geschichte alles möglich ist, vor allem aber, dass politische Veränderungen nicht von der Einschätzung kurzsichtiger Politiker, sondern von der Bereitschaft des Volkes abhängig sind.


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Kommentare (4)
1. 30-07-2009 10:57
 
Die Freiheit der DDR
Quote:
Wenn die DDR freiheitlicher wird, gibt es keine DDR mehr.

 
 
Hier braucht man nur DDR durch Süd-Tirol ersetzen.
 
ff
2. 27-07-2009 20:01
 
Wortschatz
Man sollte an alle Menschen gerade jetzt nur eindringlich appellieren, denen die Selbstbestimmung ein Anliegen ist, sehr sorgfältig mit dem gewählten Wortschatz in ihren Kommentaren umzugehen. Dass es ganz plötzlich noch so viele restlos glückliche Südtiroler gibt, die Italien noch so sehr lieben würden, ist noch nicht wirklich neues. In den letzten Tagen sind aber in diversen Internet-Foren verschiedenster Art eine Reihe von Kommentaren von angeblichen Südtirolern erschienen, die zwar im Sinne der Befürwortung der Selbstbestimmung dem Anschein nach klingen oder dazu eine neutrale Haltung scheinbar einnehmen, aber sich offen eines Wortschatzes bedienen, der typisch für die politische Gesinnung des Rechtsradikalismus ist. Wer zum Beispiel in dieser Frage vom " gewünschten Anschluss" an Österreich schreibt, oder dass die Südtiroler wieder "eine Option" wollten, bzw. "Heim ins Reich zurückgeholt werden sollten", der weckt automatisch bei allen Assoziationen, die die ganze so wichtige Sache der Selbstbestimmung unscheinbar aber sicher in eine äußerst schiefe Optik bringen. Ich kann es schwer beurteilen, ob das von einer bestimmten Seite als eine Art propagandistische Nebelwand so geplant war, aber auch wenn das nicht beabsichtigt worden wäre, diese Wortwahl bringt automatisch die Selbstbestimmung in Verruf. Da sollte man sehr genau aufpassen, damit man nicht unfreiwillig womöglich bei diesem Spiel mitmacht.
 
Markus Anton
3. 27-07-2009 17:08
 
Wieviele?
Wenn viele Südtiroler für an Anschluß an Österreich sein, dann muaß es iahnen wirklich sauschlecht bei Italien giahn.
 
Jörg
4. 27-07-2009 14:26
 
Wieviele?
Vielleicht wäre es nicht schlecht eine ordentliche Umfrage zu starten wo so viel Südtiroler wie möglich befragt werden.
 
h

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