"Es gibt nur eine Alternative, und das ist die Selbstbestimmung"
Montag, 27. Juli 2009
sepp_mitterhofer.jpgUnter der Überschrift „Rot-weiß-roter Fallschirm steht bereit“ haben die „Dolomiten“ einen Artikel veröffentlicht, in dem die Südtiroler aus erster Quelle schwarz auf weiß erfahren, wie es um unsere „vielgepriesene Autonomie“ wirklich steht. Zwar hat der österreichische Bundespräsident beim Staatsbesuch in Rom vor ca. zwei Monaten noch gesagt, wir haben die beste Autonomie der Welt, aber Fischer hinkt der Wirklichkeit eben um Jahre hinterher.

Die Parlamentarier Zeller und Brugger erklären ganz offen: „Werden Südtirols Finanzen weiter beschnitten, schränke das auch den Gestaltungsspielraum der Autonomie ein“.

Zeller fürchtet, dass im Zuge der Verfassungsreform Angriffe auf die Sonderautonomien gestartet werden. „Es ist das erklärte Ziel der Regierung, uns am Zeug zu flicken“, sagt Zeller. „Man fährt über uns drüber, ohne mit uns das Einvernehmen zu suchen.“

Auch Brugger fürchtet, dass die Autonomie weiter ausgehöhlt werde, indem man dem Land weitere Kompetenzen nimmt. Der Südtiroler Heimatbund fordert die SVP auf, die sich dauernd verschlechternde Situation der Autonomie endlich zu überdenken und die nötige Schlussfolgerung zu ziehen.

Es gibt nur eine Alternative, und das ist die Selbstbestimmung. Die Autonomie ist schon jahrelang rückläufig, darum soll sich die SVP endlich einen Ruck geben und einen neuen Weg, „nämlich den Weg der Selbstbestimmung“ beschreiten!

Sepp Mitterhofer
Obmann des Südtiroler Heimatbundes


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Kommentare (2)
1. 27-07-2009 11:28
 
Autonomie ist eine Kette
Die SVP kann uns versprechen was sie will. 
 
Tatsache ist: 
Diese Autonomie kettet uns an Italien. 
 
Wir sind das Volk. Los von Italien!
 
ff
2. 27-07-2009 10:52
 
Hoffnungsträger
Die Politiker der SVP Zeller, Brugger, Theiner, Stocker, Kasslatter Mur und auch zum Teil LH Durnwalder sind unter Umständen die Hoffnungträger in dieser Frage. Der LH ist zuerst Landeshauptmann und er gehört nicht einer ethnischen Gruppe allein, er muss im Einklang mit den Gesetzen dieses Staates politisch agieren, und sicherlich auch im Sinne des "Landeswohl". Was das ist, da gibt es verschiedene Meinungen, es gibt aber auch gerade in der SVP illustre Politikerreihe, die sich klar, politisch glaubwürdig und verständlich in die allgemeine Selbstbestimmungdebatte einbringen kann. Mit dem LH sollte man hingegen sehr viel Geduld haben, seine verfassungsmäßige Aufgabe ist nicht gerade die leichteste. Mit Hurra-Patriotismus war selten eine erfolgreiche Selbstbestimmung zu machen, da sollte man ehr auf die ergfahrenen Politiker mehr hören, aber auch umgekehrt, sie sollten der Opposition zuhören können.
 
Markus Anton

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