"Weg von diesem Staat, den Steger so mag"
Donnerstag, 9. Juli 2009

Broschuere_2007_500.jpgZiemlich wirr wirkt Hermine Reiterers Leserbrief vom 13. Juni. Nicht weil ihr Dieter Steger aus dem Herzen spricht, der, so wie sie, die Schützen („Nostalgiker“) nicht mag. Reiterer versteht auch etwas von Psychologie, wenn sie uns belehrt, erlittenes Unrecht nach der „Trauerphase“ nicht mit Neuem zu vergelten.

Dies würde uns bereichern und das friedliche Zusammenleben stärken – sagt eine alte Phrase im grünen  Kleid. Wer es nach 90 Jahren immer noch nicht lassen kann, in seinen Wunden zu stochern, der lasse zumindest die anderen in Frieden, schimpft Reiterer.

Die schweigende Mehrheit wolle sich das Erreichte nicht nehmen lassen. Auch glaubt sie nicht an einen Frieden im Lande, wenn es nur wieder ein Tirol gäbe. Und zur Frage, was mit den italienischen Südtirolern geschieht, meint sie verständnisvoll, das solle uns nicht hindern, dass wir gemeinsam mit ihnen weiterhin „fruchtbringende Visionen“ für die Zukunft pflegen.

Und die gibt es in Südtirol an jeder Straßenecke. Was Reiterer auch immer vorschweben mag, links, grün, oder rot, sie ist weit entfernt von unserem Tirol und dafür kann es nur eines geben: weg von diesem Staat, den Steger so mag.
 
Dr. Hans Bachmann, Bozen
9. 7. 09

 


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Kommentare (13)
1. 14-07-2009 20:41
 
Süd-Tirol ist nicht Italien
Hallo Herr Eisele, 
 
hier bei uns hängt ein Aufkleber mit dieser Aufschrift, an einem Fahrkartenautomat der DB. 
Die meisten Leute hier in unserer ländlich, konservativen Gegend wissen, worum es hier geht. 
Die 'Lefties' in den Großstädten halt leider nicht. 
Ich habe in Bozner Lokalen 'aufgeklärte, weltläufige' Landsleute belauscht, die "morgen nach Merano oder Lagundo" fahren wollten. 
Aufklärung tut also Not. 
Viele Grüße aus dem früheren Vorderösterreich.
 
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2. 14-07-2009 19:54
 
Freiheit in Süd-Tirol
@Leeroy 
Quote:
Genau. Würde mich auch mal interessieren, was mit den Italienern im Falle einer Wiederangliederung an Nord-und Osttirol passieren sollte.

 
 
Haben die Italiener in Deutschland alle einen Seelsorger? 
 
@Jörg 
Als erstes werden die faschistischen Symbol ihrer Bestimmung zugeführt.
 
ff
3. 11-07-2009 18:33
 
Bedürfnisse
„Also ab zu Österreich wo unser Land hingehört!“ 
 
Als nächschte Stufn in der Bedürfnispyramidn nach der Autonomie isch dös ganz verständlich. Aber was kummt nachher? Dös kannt ma sich a scho amol überlegn.
 
Jörg
4. 10-07-2009 15:35
 
Bedürfnisse
@Nick 
Die ganze südtiroler Wirtschaft die auf den ganzen XXX Italia`s basiert ist zB ein einziges Italianisierungsprogramm. Mit einigen Angestellten oder Besitzern dieverser Niederlassungen kann man ja schon gar nicht mehr in einer Sprache kommunizieren. Viele Firmen bieten schon gar nichts mehr in deutscher Sprache an weder Internetauftritt noch Verträge noch Beschreibungsmaterial. 
Also ab zu Österreich wo unser Land hingehört!
 
h
5. 10-07-2009 14:25
 
Italiener in Tirol
„Würde mich auch mal interessieren, was mit den Italienern im Falle einer Wiederangliederung an Nord-und Osttirol passieren sollte.“  
 
Was soll den scho mit eahnen passiern? Mir weardn sie gwiß nit fressn. A poor ziachn vielleicht nach Welschtirol, a poor andere gegn Mailand usw. Es gibt ja a schon Vorschläg und Konzepte für de, de do bleibn, so daß sie a weiterhin italienisch redn und so bleibn können, wia sie sein. Und no eppas: Wiederangliederung an Nord/Osttirol? Dös versteh i andersch. Südtirol isch koa Haxn von Nordtirol und a koa zwoats Tirol. Es gibt lei oa Tirol, die politische Trennung isch absurd! Deshalb: politische Wiedervereinigung Tirols!
 
Jörg
6. 10-07-2009 10:09
 
Steger und die Unabhängigkeit von Italie
Dann solte sich Frau Reiterer mal anschauen was Herr Steger VOR den Wahlen gesagt hat!!! 
http://www.youtube.com/watch?v=pYIgZfrHBgA
 
Tobias
7. 10-07-2009 08:24
 
Steger und die Unabhängigkeit von Italie
nennt mir ein Italianisierungsprogramm bein Namen, ein heutiges bitte.
 
Nick
8. 10-07-2009 07:55
 
Südtiroler
Genau. Würde mich auch mal interessieren, was mit den Italienern im Falle einer Wiederangliederung an Nord-und Osttirol passieren sollte.  
Was würdet ihr vorschlagen?
 
Leeroy
9. 09-07-2009 18:04
 
„fruchtbringende Visionen“
Was meint Fr. Reiterer damit? 
Noch ein Mussolini-Denkmal?Noch ein Tolomei? Noch ein Italienisierungsprogramm?Noch eine ital. Fahne am Brenner? 
Noch weniger Deutschunterricht? Noch weniger Demokratie? Noch weniger Völkerrecht? 
 
Mit Italien geht es schon lange abwärts und wir werden mitgezogen. 
Quelle Handelsblatt
 
ff
10. 09-07-2009 14:29
 
Tirol isch lei oans - a vergewaltigts La
Ohne Hau Ruck Aktion, wird sich für Euch in Südtirol keiner, weder in Österreich noch in Deutschen Landen, oder EU, einsetzen. Ich denke es bräuchte ein Team aus der Südtiroler Freiheit, das sich ausschgließlich um die Rückkehr des Hl. Landes Tirol aus den Klauen der Italianzky befasst. Geistig fähige Personen, Juristen, pensionierte Staatsanwälte usw. auch aus der Schweiz, Österreich, Deutschland usw.sollten die ganze Situation und somit auch taktische Vorgangsweise vorbereiten.  
Dass man dazu Persönlichkeiten bräuchte um auch in diversem Komissionsbereich, Unokonvention, Rechtschutz bei etwaigen Aktionen durch di StasI etc. reise und verhandlungsfähig zu sein, muss einkalkuliert werden. Für ein Los von Rom benötigt man andere Organisationskaliber und Staaten in der EU an der Seite der Unternehmer. Die ganze Diskutiererei der Volksmasse ist wichtig aber sie bleiben Mitläufer und können keine direkte Vorarbeit tätigen. Diskusionen in vielem Kleinkram, um die Wichtigkeit nicht abzuwerten, bringt garnichts und ist oft auf Seite der Italiener (Auch ein runder Tisch) nichts anderes als eine Verwässerung der Thematik um die es geht, nämlich endlich LOS VON ROM! Wenn ich ein Auto starten möchte, muss ich um hinein zu sitzen die Türe öffnen. Man kann sich vorstellen wenn lauter Leute auf einen einreden, hunderterlei Diskusionen, der Fahrer schafft es nicht einmal zur Türe, geschweige zu starten und in Richtung Heimat zu fahren. Natürlich kann es in Vielerlei Diskusionen auch zum Teil um Themen zur Autofahrt geben. Man denke nur, die Mutter, die dem Sohn eine Litarnei betet, auf was er achten sollvor Fahrtantritt usw. vor er in das Auto steigt, und ein Polizist der vieleicht eine Diskusion beginnt um Recht und Gesetz im Straßenverkehr usw. Das mag ja gut und recht sein aber es bringt mich im Sinne, endlich ein zu steigen und zu starten, dann los zu fahren, letzten Endes nicht weiter. Vieleicht merke ich dass ich zwar einen gültigen Füherschein aus Österreich besitze aber die StasI Behörde akzeptiert mein Rechtliches Dokument nicht. Dann wäre es natürlich wichtig, aber nicht vor dem Auto und überhaupt unter Tür und Angel und nicht mit Laien und Jedermann sondern mit einem spezivischen Team in ganz anderem Ambiente, gezielt die Autofahrt vorher vorzubereiten.
 
11. 09-07-2009 13:59
 
Mundart
A bliamal … 
 
Dö Mundart isch grenzländisch, grad no unterlandlerisch, so aus der Waidringer–Kössener Gegend oder gegn s Pinzgau hin. Grenztirolerisch, tat i sogn. „Hoid a z weng uichigheng hod a.” Aber immerhin guat gmoant.
 
Jörg
12. 09-07-2009 12:48
 
Tirol ich lei oans!
Ein Gedicht mit einem Zitat aus einem anderen bekannten Lied in regional tirol-österreichischer Dialektsprache von mir für alle Freunde eines wiedervereinten Landes Tirol verfasst. 
 
A BLIAMAL AF DE WOAD 
 
 
(zu Deutsch: Ein Blümlein af der Weide) 
 
 
A bliamal dös schian af de woad bliahn soi 
Isch mei liabs hoamatlond, isch mei Tirol! 
Dös hod ins dö Hergot oanst gebn, 
s´find nix bessres unt schianers im lebn. 
 
 
Wo d´Etsch aussirinnt, durt isch mei wöt, 
dös geb i nit her, um koa preis unt koa göd! 
Di berg sein mei hoam, a Edlweis mei troad, 
mei liab soi bliahn, wia dös bliamal af de woad! 
 
 
Unt isch oamoi im schne dös bliamal kronk, 
kunsch seltn kuriern, dös dauat niamols long. 
A Edlweis dös in sturm no so leicht zerbricht, 
muas gschwint verwelkn, eh man si versiecht. 
 
 
Drum mei heaschz dös imma schlogn soi, 
fia mei liabs londl, fia mei freis Tirol. 
Dös mias mas schatzn unt mit liab nährn, 
Unt dös londl Tirol muas wida oans wern! 
 
 
Tirol isch lei oans, a londl a kloans, 
isch a schians unt a feins, wia a londl isch koans. 
Mei liab isch Tirol, ich mei weh unt mei woi. 
Isch mei wiag unt mei grob, isch mei guat und mei hob. 
 
 
Tirol isch lei oans, wia dös londl isch koans, 
in der nah, in der fern, isch koans auf d´erdn! 
Isch mei bliamal dös schian bliahn soi, 
isch mei liabs hoamatlond, isch mei Tirol! 
 
 
Tirol isch lei oans, a londl a kloans, 
isch a schians unt a feins, wia a londl isch koans! 
Oba nua so long insre liab no nit verdort, 
Tirol isch lei oans - in Sid, Ost unt Nord! 
 
 
 
 
(Verfasser: Markus anton, 14.12.2007)
 
Markus Anton
13. 09-07-2009 12:32
 
Babylon
Von die Juden sein a viele in Babylon bliebn, weils iahnen dort so guat passt hat. Aber de, denen ihr Hoamat no eppas wert gwesn isch, de sein hoam zogn. Mir Tiroler sein zwor nit verschleppt wordn, aber mir sein erscht dann wieder dahoam, wenn Tirol wieder beinand isch. Inser Babylon isch Rom.
 
Jörg

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