Widmann Fahrt nach Rom und Fahrsicherheitszentrum
Dienstag, 30. Juni 2009
roland_lang_500_006.jpgAuch wenn Landesrat Thomas Widmann seine Rom-Fahrt als Erfolg verkaufen will, war sie die Fahrtkosten nicht wert: Das Gespräch mit Bartolomeo Giachino, Staatssekretär im Verkehrsministerium, endete mit den üblichen, den Italienern eigenen politischen Aussagen: Bei der Eintragung kleiner Unternehmer ins Berufsverzeichnis der Transportunternehmer wurde ihm versichert, man werde sich dafür verwenden ….

Aber der Landesrat fuhr wahrscheinlich wegen anderer Sorgen nach Rom, so Roland Lang von der SÜD-TIROLER FREIHEIT: Das Fahrsicherheitszentrum, das den Steuerzahler mehr als 20 Millionen Euro gekostet hat, schreibt immer noch rote Zahlen.

Verständlich, müssten doch täglich etwa 60 bis 70 Autos abgefertigt werden, um  im Safety Park endlich schwarze Zahlen zu schreiben. 

Hat der Landesrat, nachdem Schulprojekte, sowie verpflichtender Fahrsicherheitskurs aller Autobesitzer unter den Landesbediensteten, immer noch zu  wenig Geld einbrachten, eine weitere Möglichkeit in Rom bei seinem Treffen vorgebracht, um mit der Teilnahme an Fahrsicherheitskursen Führerscheinpunkte aufzuholen und damit das Defizit des Motorsportzentrums zu drücken?

Würde das bedeuten, dass ein Fahrer, der zu schnell durch ein Dorf gefahren ist und dort Punkte verloren hat, im Motorsportzentrum die Reifen richtig quietschen und den Motor aufheulen lässt, damit seine Punkte zurückerhält? 

Bekam der Landesrat auch hierzu die römische Antwort: Man werde sehen, man werde schauen …?

Damit, so die SÜD-TIROLER FREIHEIT, war die Reise nach Rom von Landesrat Widmann umsonst, denn Zusagen brachte er keine nach Hause, die Schulden des Fahrsicherheitszentrums sind geblieben.

Es bleibt weiterhin ein defizitäres Fahrsicherheitszentrum, an dem trotz Warnung von allen Seiten 20 Millionen Euro verpulvert wurden, und ein Beispiel von gebrochenen Versprechen unseres Landesrates: Dass die IVECO nicht Kriegsfahrzeuge in der Frizzi Au testen wird, dass keine Rennen stattfinden werden, sei es mit Autos oder Go-Karts usw.

Deshalb: Rom löst nicht unsere Probleme, aber unser größtes Problem bleibt trotzdem Rom!

Roland Lang
Leitungsmitglied der SÜD-TIROLER FREIHEIT

 


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Kommentare (2)
1. 03-07-2009 06:57
 
@Wolfgang
In meinen Augen geht es wenige um den Sinn oder Unsinn eines Fahrsicherheitszentrum. Denn ein Fahrsicherheitszentrum ist sicher eine gute Investition und prinzipiell richtig. 
 
Die Frage ist eher: 
brauchen wir ein Fahrsicherheitszentrum IN SÜDTIROL (oder könnte man nicht das in Innsbruck mitnutzen). 
Und wenn wir es brauchen, warum muss es wieder ein Prestigebaut werden, der für unser Land überdimensioniert ist? 
 
Flugplatz und Fahrsicherheitszentrum sind nur 2 von sehr vielen Dingen die in Südtirol keinen Sinn machen bzw. nicht unbedingt notwendig wären. Aber wir müssen ja immer alles selbst bauen, und noch viel besser und grösser als alle anderen... 
 
So viel zum tirolerischen und europäischen Gedanken unserer lieben SVP.
 
S
2. 01-07-2009 15:22
 
@Wolfgang
Bitte schimpft nicht immer über das Fahrsicherheitszentrum (es heisst nicht Motorsportzentrum!). 
Ja es ist wahrscheinlich zu groß geraten, und ja es wird wohl auch für andere Veranstaltungen genutzt. 
Aber vielleich wäre es besser ihr würdet die Leute zu einem Fahrkurs animieren und damit unsere Straßen sicherer machen. Ich habe einen Solchen Kurs vor Jahren besucht, damals in Saalfelden(A), und war begeistert. Ich kann es nur jedem empfehlen einen solche Kurs zu belegen, da er wirklich hilft seineigenes Fahrzeug erst mal zu verstehen und hoffentlich auch besser in der Hand zu haben.
 
Wolfgang

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