Weltnaturerbe: Nicht angeben, sondern schützen! Schamloses aus Sexten!
Samstag, 27. Juni 2009
eva_klotz_500_landtag.jpgDie Bewegung SÜD-TIROLER FREIHEIT begrüßt die Tatsache, dass die Dolomiten zum Weltnaturerbe erklärt worden sind und dass der für Naturschutz zuständige Landesrat Laimer die Südtiroler auffordert, dies zu verinnerlichen. Man kann aber nur das verinnerlichen, was man kennt und schätzt! Deshalb fordert die Bewegung SÜD-TIROLER FREIHEIT all jene, die jetzt mit diesen Naturschönheiten angeben, dazu auf, Gewissenserforschung zu betreiben: Verhalten sie sich selbst wirklich entsprechend den schönen Sprüchen, die sie jetzt von sich geben? Dann müssten sie als erstes all jene Projekte über Bord werfen, welche bisher unberührte Naturlandschaften in Südtirol zerstören würden! Sie sollen dies einmal verinnerlichen!

Die SÜD-TIROLER FREIHEIT bezeichnet es als schamlos, wenn der Bürgermeister von Sexten einerseits stolz darauf ist, dass diese Entscheidung gefallen ist, aber im gleichen Atemzug darauf besteht, dass eines der größten Zerstörungswerkes in seiner Gemeinde in Angriff genommen wird. Wenn der Hang gegenüber jenes Teiles der Dolomiten, der als „Sextner Sonnenuhr“ bekannt ist, planiert wird, dann ist das gesamte Landschaftsbild zerstört!

Lt. Abg. Dr. Eva Klotz
27. 6. 09


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Kommentare (3)
1. 02-07-2009 14:36
 
@waschtl 
 
Hallo Waschtl,  
ich schätze der Kaukasus ist noch wesentlich größer als das Olympiagelände. 
Ich möchte ja auch weiter nach Südtirol kommen. Mir ist absolut klar, dass auch bei guten Einnahmen aus dem Touristikgeschäft Südtirol nicht ohne Industrie und Gewerbe auskommen kann. Dies sollte im Rahmen einer vernünftigen Landschaftsplanung geschehen. Meine Beispiele bezogen sich aber auf den Bauwahn auf der Seiser Alm und die fragwürdigen Erweiterungen des Sextener Skigebietes. Für mich macht jede Investition in Wintersportanlagen unter 2000m keinen Sinn mehr. 
Langfristik ist der Schaden (auch für das Geschäft) größer.
 
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2. 29-06-2009 07:28
 
@turra
Dann viel Spaß im Kaukasus. Dort werden für Olympia Pisten in Naturschutzgebieten gebaut... 
Übrigens die Dolomiten sind in die Reihe der Unesco Weltkulturerbe eingetragen worden, das kommt nicht von ungefährt. Wirtschaft und Umweltschutz müssen Hand in Hand gehen. Läuft die die Wirtschaft nicht, kann man sich auch keinen Umweltschutz leisten, traurig aber leider Realität...
 
Waschtl
3. 28-06-2009 15:54
 
@turra
Wie bitte? Welches Zerstörungswerk? 
Was ist da los in Sexten? 
Ich bin schon mein ganzes Leben fast jedes Jahr dort. Letztes Jahr habe ich verwundert die Bauarbeiten zur Skigebietserweiterung registriert. Handelt es sich um dieses Projekt? Ich habe mich schon gefragt, warum man auf 1600m in Wintersportanlagen investiert. Hat die Gemeinde noch nichts von der Klimaerwärmung gehört? Der vergangene Winter war da eine Ausnahme! 
Ich habe als Gast aus Preußen ja nicht das große Mitspracherecht. Aber ich habe bereits wegen den massiven (und grottenhässlichen) Baumaßnahmen auf der Seiser Alm protestiert und versuche solche destruktiven Gemeinden möglichst zu meiden!  
Wann verstehen die Politiker und Geschäftsleute endlich, dass die Landschaft, die Natur und die Tiroler Kultur das Potenzial von Südtirol sind. Das schnelle Geld lockt wohl leider zu viele. Doch wenn bald in jedem Alpendorf Verhältnisse wie in Ischgl herrschen, müssen wir wohl in den Kaukasus ausweichen! 
 
Gruß, M.Turra
 
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