Brauchen wir in Südtirol mehrsprachigen Unterricht, um mit Europa Schritt halten zu können?
Sonntag, 21. Juni 2009
cristian_kollmann_2009_500.jpgZweifellos gewinnt Mehrsprachigkeit in Europa und in der Welt zunehmend an Bedeutung. Doch sollte mit diesem Begriff nicht übertrieben werden. Mehrsprachige Kompetenz kann sich nur dann gedeihlich entfalten, wenn der Sprecher sich mindestens in einer Sprache, das heißt in seiner Muttersprache, sicher bewegen kann. Und das ist bei den Südtirolern deutscher Muttersprache keine Selbstverständlichkeit, zumal sie zum einen eine ethnisch-sprachliche Minderheit sind und zum anderen von Haus aus Tiroler Dialekt sprechen. Neben der Pflege des Tiroler Dialekts gilt es daher, in erster Linie die deutsche Standardsprache zu erlernen.

Der Einsatz einer anderen Sprache als das Deutsche im Fachunterricht würde bedeuten, dass diese Stunden auf Kosten des Deutschen und somit des Einprägens von fachspezifischen Ausdrücken gehen würden. Dies würde zu einer Schwächung der muttersprachlichen Kompetenz insgesamt führen (ein regelrechter Zynismus wäre in diesem Zusammenhang der Geschichts- oder Geografieunterricht mit tolomeisch-faschistischen Begriffen, angefangen bei „Alto Adige“). Wenn nun das ladinische Modell hervorgehoben wird, dann ist aber auch zu erwähnen, dass das Ladinische immer noch im Ausbau begriffen ist und gerade in Bezug auf die Fachterminologie auch in Zukunft aus dem Deutschen oder Italienischen schöpfen wird. Außerdem ist das Verbreitungsgebiet des Ladinischen viel kleiner als jenes des Deutschen. Minderheiten in einem fremdnationalen Staat dürfen nicht riskieren, ihr muttersprachliches Gespür zu verlieren und langfristig im Staatsvolk aufzugehen. Durchaus sollen jedoch auch für deutsche Südtiroler Kenntnisse weiterer Sprachen vertiefend vermittelt werden, aber im Sprachunterricht, und hier möglichst sprachvergleichend, und durch Schüleraustausch, nicht im Fachunterricht.

Dr. Cristian Kollmann


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Kommentare (25)
1. 27-06-2009 09:24
 
Die Waffe der hohen Inteligenz in Diplom
Bei all diesen Meinungen der Sprache denke ich geht es nicht um die Sprache selbst, sondern um die Frage wie der Druck auf die Italiener in Punkto Los von Rom und Formung zum Hl. Land Tirol unter der Fahne der Hl. Mutter Gottes der Österreich als sehr liberales Land der Christlichen Vielvölker geweiht ist. Aber in Punkto Sprache sehe ich in der Beherrschung jeder Sprache Schutz und Macht einer jeden Persönlichkeit. Im Moment ist das Südliche Tirol durch die Italiener beherrscht. Also muss der Südtiroler Italienisch können, damit er nicht Zweiter ist. Leider ist es in Österreich mit den gesamtheitlichen Christlichen Deutschsprachigen Vielvölkern so, dass die in Masse eingewanderten Muslime aus der Türkei, und Ostländern uns Deutschsprachigen überlegen sind. Wir eigene Staatsbürger stehen oft da wie die dummen Heinzelmännchen, mann muss sich das mal vorstellen, im eigenen Vaterland und die Sozialistischen Antichristen fördern den Türkischen Moslem Sprachunterricht, für die Macht der Sozialisten gegen die Macht der Christen! 
Auch finde ich es zwar patriotisch wenn Jugendliche ihr Recht, den Itlopolenti aufzufordern Deutsch zu reden nachkommen, aber in Anbetracht der Frage wer den Kürzeren zieht, ohne dass sich in Südtirol was verändert, wäre es durch besonders Jugendtiroler wichtig, Geschick und Diplomatie walten zu lassen als sinnloses Märtyrertum. Die Frage der Möglichkeit um eine Organisation zur Rückkehr Südtirols ins Vaterland, muss in der ganzen EU zum Thema werden, auch in ganz Österreich, vieleicht auch bei der Menschenrechtskonvention der UNO usw. Wenn man sich im Kleinen gegen die Itlais bekennt, dann nur auf legalem Wege und immer aus größeren Organisationen heraus, nie alleine. Manchmal ist es besser sich vor diversen Hampelmännern zu verleugnen im Diplomatischen Sinne, im Wissen meine Kraft dagegen weiter verwenden zu können, als im Sinne Märtyrer seine Macht und Kraft sinnlos zu verheizen, es ändert sich nichts. Als Märtyrer in den Tod gingen, Achtung vor dieser Überwindung seiner Entscheidung. Es gab aber sogar Theologen, die passten sich dem System an, in die man sie zwang, sogar zur SS. Sie haben sich nicht gwehrt und hatten in der Uniform der SS die Macht, gegen die SS zu arbeiten und hunderte Juden vorzuwarnen, damit sie fliehen konnten etc...Hofer´s Anderl wäre sicher geflohen wenn er gewußt hätte dass man in lycht. Er war zu gutgläubig, besonders gegenüber seinem Franzl der ihn hängen ließ, im wahrsten Sinne des Wortes, zwar in einer bestimmten Form aber doch. Daher liebe Südtiroler, bleibt im Moment so lange der Römer Euch in den Klauen hat, diplomatisch und nutzt die Mächte und die Waffe des Gegners, auch ihre Sprache.
 
2. 26-06-2009 14:46
 
Ma non farmi ridere, Michael
Servus, Michael! 
Eigentlich habe ich Schwierigkeiten dmait gehabt, Dich ernstzunehmen, siehe Deine rassistischen Aufführungen (egal, ob sie jetzt von einem spanischstämmigen Chilenen stammen oder von wem auch immer). 
Ich wirbel' nicht mit den Händen rum, ich versuche wenigstens ernst zu bleiben. 
Deins ist ein klassischer antiitalienischer Wutausbruch, den ich aber teilweise nachvollziehen kann in Anbetracht eurer Geschichte. 
Ehrlich gesagt, weiss ich nicht, wo Italienisch auf dem Lehrplan steht und noch ehrlicher gesagt, interessiert es mich überhaupt nicht. 
Hier in Deutschland steht Englisch an erste Stelle, dann (je nach Bundesland) Französisch, Spanisch oder Russisch an zweiter Stelle. Es gibt auch viele Schulen, die Italienisch, Polnisch, Türkisch und Arabisch anbieten. 
Je mehr Sprachen man kann, desto besser ist es und es erhöht den Marktwert eines Bewerbers.
 
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3. 26-06-2009 13:48
 
Verwalschter Horizont
@ Johann D. 
 
für Dich muss ich mich wohl klarer ausdrücken: Südtiroler werden durch Italienisch benachteiligt, WEIL dadurch das Erlernen international (v.a. im wirtschaftlichem Sinn) wichtiger Sprachen zu kurz kommt.  
 
Und was Dein Dante / Galileo-Argument angeht: jedes Land hat grosse Köpfe hervorgebracht. Da macht Italien keinen Unterschied. Das ist aber kein Grund, Italienisch zu lernen.  
 
Gruss, Michael mit dem kleinen aber wenigsten nicht verwalschten Horizont (pfui Daifl)
 
Michael
4. 25-06-2009 21:43
 
..
@michael 
 
südtiroler werden benachteiligt weil sie italienisch lernen müssen? 
 
jede erlernte sprache ist ein reichtum. man sollte in zeiten der wirtschaftskrise nicht alles wirtschaftlich betrachten (sicherlich wäre es finanziell ertragreicher russisch als italienisch zu können, oder arabisch oder chinesisch, aber lieber michael, mach dir nichts vor, auch wenn du nicht italienisch gelernt hättest, hättest du sicher keine dieser sprachen erlernt). 
 
ganz abgesehen davon dass italienisch die sprache des nationalstaats ist, dessen teil südtirol nun mal eben ist, ist italienisch auch die sprache großer köpfe wie dante oder galileo, und von dem her sicherlich eine geisteswissenschaftliche bereicherung. 
 
so eine aussage wie du sie getroffen hast zeugt wirklich nicht von einem großen horizont..
 
johann d
5. 25-06-2009 13:32
 
non mi fa ridere matteo
@Matteo, 
 
Sorry, aber Deine emotionale huff&puff-Antwort macht es mir nicht leicht, Dich ernstzunehmen. Wirbelst bestimmt auch immer ordentlich mit Deinen Händen herum, wie bei Euch Italiani so üblich.  
 
Beantworte lieber meine Frage: wo ausser in Italien und im besetzten Südtirol steht denn Italienisch als Fremdsprache vor Englisch, Französisch, Spanisch oder sogar Deutsch auf dem Lehrplan?  
 
Südtiroler werden gezwungen, diese international eher unwichtige Sprache ihrer Besatzer zu erlernen, und sie werden dadurch benachteiligt!  
 
Uebrigens, dass Argentinien im Gegensatz zu seinen Nachbarn auf nichts erreicht, weils dort zu viele Italiener gibt, das ist das Zitat von chilenischen (spanisch stämmigen) Geschäftspartnern. Die sind davon überzeugt. 
 
Grüsse vom kleinen Rassisten da unten...
 
Michael
6. 24-06-2009 10:52
 
non mi fa ridere matteo
Lieber Achim aus Ba-Wü, 
Ich bin auch ein großer Verehrer des Alexander von Humboldt und der Humboldschen Lehre. 
Allerdings verstehe ich Ihre Antwort auf mein Posting nicht. 
Wie blöd müßte ich sein, um zu denken, daß Di Caprio oder De Niro oder Francis Ford Coppola Italienisch verstünden? 
Meine war eine Antwort an dem kleinen Rassisten da unten der einen unmöglichen Kommentar voller Plattitüden geschrieben hat. 
Mir ist auch klar, daß nicht alle deutschstämmige Südamerikaner ehemalige Kriegsverbrecher sind. 
Der Fazit aber ist: Deutsch und Italienisch sind beides keine Weltsprachen und außerhalb der Staaten, wo sie als Staatssprache gelten, spricht sie so gut wie niemand. 
Englisch, Spanisch oder Arabisch kann man, dagegen, schon als Weltsprachen bezeichnen und ohne Englisch kommt man eh' nicht weiter heutzutage. 
Übrigens, sind die Englischkenntnisse der Mehrheit der Deutschen in der BRD eher suboptimal, genauso wie in Italien. 
Heutzutage ist Fremdsprachenunterricht mehr als je angesagt. 
Ich fände es zum Beispiel sehr gut, wenn man endlich im Fernsehen die Filme in Originalsprache zeigen würde, mit Untertiteln, wie es in den Benelux- und Skandinavischen Ländern üblich ist.
 
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7. 24-06-2009 04:55
 
Nachbarländer
@ alle: die Sprache des unmittelbaren Nachbarlandes ist nun mal wegen des Handels usw. deutlich wichtiger als die "meistgesprochene" Sprache der Welt. Wenn ihr letztere sprechen wollt, dann besucht schon mal einen Chinesisch- oder vielleicht Arabischkurs. 
 
@FF: Daß du viele Stellenangebote lesen mußt glaub ich dir aufs Wort. *lach* Falls du es nicht kapiert hast, dein Posting war das größte Eigentor, das je geschossen wurde. Es sagt deutlich mehr, als du dir nur vorstellen könntest, hahahaha! Und ganz nebenbei, bist du auch zu den Bewerbungsgesprächen hingegangen, daß du weißt wie gut genau die Italienischkenntnisse sein sollen? Du bist mit deinem blinden Italienischhaß so lächerlich!
 
Freigeist
8. 23-06-2009 19:07
 
Namibia ?
Lieber Herr Corvaja, 
 
schicken Sie doch einmal einen auf Italienisch abgefassten Brief an den Schauspieler Leonardo DiCaprio oder an die Ex-Tennisspielerin Jennifer Capriati. Mal sehen, in welcher Sprache die Ihnen antworten (von der Möglichkeit,ein Übersetzungsbüro zu beauftragen einmal abgesehen !). 
In Brasilien, Argentinien und besonders Chile leben neben Italienern auch viele Deutsche und nicht alle sind, wie Sie sonst sicher eingewandt hätten, flüchtige Nazis. Die meisten trieb die Weltwirtschaftskrise nach Südamerika, andere wanderten schon im 19. Jahrhundert aus und gründeten zum Beispiel die Stadt Puerto Montt in Chile. Ich habe einen Großonkel in Brasilien, der beide Sprachen, Deutsch und Portugiesisch perfekt spricht. 
Und: jeder gebildete Südamerikaner verehrt unseren Alexander von Humboldt.
 
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9. 23-06-2009 16:22
 
Irrsinnig
@ff 
es gibt 60mio. Einwohner in Italien. 
Seltsame Diskussion hier, welche Sprache wichtiger ist und welche weniger. Wenns nach der Anzahl der Leute geht, müssten wir wohl alle Chinesisch lernen. Wenns nach der meist gesprochenen Sprache in der EU ginge, bräuchten wir nur Deutsch zu können und hier brauchen wird wohl italienisch als zweite Sprache am meisten. Also diese Diskussion sind völlig irrsinnig. Wir Südtiroler brauchen Italienisch und Englisch, das ist Fakt. 
Ich persönlich bin für die Beibehaltung des jetzigen Systems mit Ausbau der Englischen Sprache. In den höheren Klassen (Oberschule) können Unterrichtsstunden ruhig auch in Italienisch und Englisch abgehalten werden, vor allem in berufsspezifischen Fächern, damit man sich auch in technischen Dingen in Italienisch und Englisch verständigen kann. 
@Michael 
Ich meine mal gehört zu haben, dass in Kärnten auch Italienisch auf dem Lehrplan steht und ca. 20% dort auch Italienisch können. Aber bitte mich nicht darauf festnageln...
 
Puschtra
10. 23-06-2009 10:38
 
Irrsinnig
@Michael 
"Argentinien hat eine sehr hohe Einwandererzahl aus Italien, (deshalb wird aus dem Land ja auch nichts im Gegensatz zu Brasilien, Chile etc....)" 
Entpupt sich da selbst ein kleiner Rassist? Zu Deiner Info, in Brasilien leben sehr viele Italienischstämmiger. 
Wenn man so armselig argumentiert wie Du, dann könnte man auch sagen, wem nutzt die deutsche Sprache? Wo sonst spricht man Deutsch auf der Welt, außer Deutschland, Österreich und Schweiz (und ein paar Farmer in Namibia)? Im internationalen Vergleich, steht Deutsch auch nicht besser da. 
Nach Deiner Argumentation könnte man auch noch sagen, Deutsch reicht grad' mal aus, um sich Bier auf dem Oktoberfest zu bestellen oder wenn man (so masochistisch ist und sich freiwillig) Wagner hört.
 
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11. 23-06-2009 10:26
 
Zwei paar Schuhe
Wie schon gesagt: man muss unterscheiden zwischen Ausbildung und Zerstörung des Fundaments eine Minderheit. Das sind zwei verschiedene paar Schuhe.  
 
@ Hoppla, ein deutschsprachiger Italiener? Das gibt es nicht.  
Deutschland hat über 80 mio, Italien 45 mio. Einwohner (Sizilianer)! 
Slovenien und Tschechien sind wohl näher als Südamerika und Afrika. 
Spanisch hat in Europa eine größere Bedeutung als Italienisch. In Bozen merkt man das natürlich nicht. 
@Freigeist, ich habe schon hunderte oder tausende Stellenanzeigen gelesen. Da steht immer viel drin. Die Italienischkenntnisse, die hierfür nötig sind, bringt ein Südtiroler immer noch auf.
 
ff
12. 23-06-2009 10:05
 
Italienisch ist fuer die Katz
@Michael 
Kein problem Michael, es gibt immer ignoranten. Wenn du Spanisch wichtiger siehst, ist das ehrlich gesagt DEIN PROBLEM :) 
 
Wenn du in einem Ort wohnt wo italienisch nicht gebraucht wird, dann lass es einfach bleiben. Jetzt wäre natürlich interessant zu wissen ob du die Sprachen kannst die du aufgezählt hast.  
 
Wenn ja, dann nehme ich den Hut ab und sage Klasse ! Wenn du Spanisch kannst ist das Italienische auch nicht weit, warum also beim Spanisch aufhören. 
 
Wenn nein, dann sprech einfach dein Kauderwelsch weiter und bestell deine pizza in Maccaroni Deutsch. 
Auch die Pizzabäcker brauchen was zum Schmunzeln :)
 
Marco
13. 23-06-2009 08:16
 
Italienisch ist fuer die Katz
Ich kann hier Herrn Kollmann nur Recht geben, wenn er sagt, dass der mehrsprachige Unterricht auf Kosten des Einprägens der fachspezifischen Ausdrücke geht. Dasselbe Modell wird ja bereits an der Bozner Design-Uni angewandt (Unterricht in Deutsch, Italienisch und Englisch), was für mich der Grund war ein Design-Studium in Österreich zu machen. Denn schließlich wollte ich so viel wie möglich über Design lernen und nicht einen Englisch- oder Italienischkurs besuchen. 
 
Ich bin überzeugt, dass der mehrsprachige Unterricht meine Lernfortschritte stark aufgehalten hätte, und ich auch nicht diese gute Ausbildung hätte, die ich damals in Innsbruck erhalten habe. 
 
Natürlich will ich aber nicht bestreiten, dass jede Sprache die man spricht von sehr großem Vorteil für einen selbst ist.
 
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14. 23-06-2009 05:29
 
Italienisch ist fuer die Katz
@deutschsprachiger Italiener 
 
Ich bleibe dabei: Italienisch ist eine im europaeischen und wichtiger, internationalen Vergleich eine Sprache, die man in der Pfeife rauchen kann. 
 
In welchen Laendern ausserhalb Italiens und Suedtirols steht denn Italienisch auf dem Lehrplan? Viel Glueck, hier eines identifizieren zu koennen. Selbst in der Schweiz kommt trotz Ticino erst Franzoesisch und dann Englisch. 
 
Spanisch ist, das stimmt, in Europa nicht viel bedeutender als das Italienische, aber international zieht Spanisch mit Englisch mit. Selbst in den USA ist nun bereits in den Grocery stores oder den Aemtern meist alles zweisprachig. 
Argentinien hat eine sehr hohe Einwandererzahl aus Italien, (deshalb wird aus dem Land ja auch nichts im Gegensatz zu Brasilien, Chile etc....) Selbst dort spricht man nur Spanisch. 
 
Also: Italienisch = Zeitverschwendung. Hilft vielleicht beim Pizza bestellen und Oper anhoeren, ansonsten banane und fuer die Suedtiroler im Vergleich zu den Nachbarn aus CH, A und D etc. ein Nachteil.
 
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15. 22-06-2009 17:56
 
Deutsch
„deutschtümmeligen“ — ja wos moant denn der damit? Moant er Deutschdümmler oder Deutschtümler? Viellecht decht … tümler; wenn er nämlich moant, daß mir deutschdumm sein, wenn mir insere Muattersprach gern hob’n und pfleg’n, dann hat er dös Problem, daß mir eb’n no rechtschreib’n können.
 
H. J. Egger
16. 22-06-2009 15:50
 
@ff
Lies dir einfach in der TT die Anforderungen für die WIRKLICH GUTEN, gut bezahlten, Jobs raus. Dann siehst du wer von uns beiden in einer Scheinwelt lebt und wer nicht. Liebe Grüße
 
Freigeist
17. 22-06-2009 15:20
 
@ff
@michael 
Italienisch in der gleichen Liga wie slowenisch und ungarisch? Du solltest dich mal über die Wirtschaftsdaten und Bevölkerungszahlen der betreffenden länder/Sprachräume erkundigen bevor du hier so einen Schwachsinn verbreitest. Hier kommt ganz klar deine Abneigung gegenüber der italienischen Sprache zum Ausdruck. wir leben nun mal an der Grenze zum italienischen Sprachraum und deshalb sind italienisch und Englisch die Sprachen die am nützlichsten sind. Wieviele Südtiroler in Prozent ausgedrückt werden deiner Meinung nach längere Zeit in Südamerika oder in Afrika verbringen und dort von ihren Spanisch/Französisch Kenntnissen profitieren?...in Europa hat Spanisch wohl keine größere Bedeutung als Italienisch; Französisch spielt so wie du es ausdrücken würdest auf jeden Fall immer noch in der selben LIga.
 
deutschsprachiger Italiener
18. 22-06-2009 11:19
 
Der Punkt ist...
Der wichtigste und entscheidende Punkt bei einer Mehrsprachigkeit ist, dass in anderen Staaten, Ländern, und Gebieten die Volksgruppen ihren Schutz auf ihre Muttersprache nicht aufgeben oder vielmehr 100%ig gesichert ist. In Südtirol hingegen würde man mit einer Mehrsprachigkeit am Fundament einer Minderheit basteln und den Schutz der muttersprachlichen Bildung aufgeben. Damit würden wir als Tiroler Volksgruppe Gefahr laufen, langfristig – in der bereits existierenden schleichenden und sich verstärkenden Italienisierung aufzugehen.  
 
@Freigeist 
Deine Kommentar sind Meinungen aus dem Bierzelt. Diese Massen an Nordtirolern, die 3 Sprachen sprechen, existieren wohl nur in deiner Wunschvorstellenung. 
„...deutschtümmeligen Wahn in die Steinzeit zurückversetzen“. Das Jahr 1918 reicht schon, in dem uns das Deutsche ausgetrieben und das Italienische aufgezwungen wurde. 
Bildung zu politischen Zwecken zu missbrauchen, wurde in Südtirol bereits von den Faschisten angewandt.
 
ff
19. 22-06-2009 10:49
 
zweisprachig
@Marco 
daß es ein Vorteil ist mehrere Sprachen zu beherrschen bestreitet auch niemand, aber geschieht dies auch in den italienischen Schulen? Davon redet niemand, nur in den deutschen Schulen sollten Fächer in italienisch unterrichtet werden; also den meisten Italienern hier in Südtirol würde der Deutschunterricht sicher nicht schaden und dazu noch etwas Geschichtsunterricht in deutsch, vielleicht würden sie die Gschichte dann mal richtig lernen! Und wenn wir hier in Südtirol ein Defizit bei den Sprachen haben dann sicherlich nicht in italienisch, sondern in Englisch! Denn in Europa kommst du mit Englisch überall weiter, mit Italienisch aber nur unterhalb Salurn!
 
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20. 22-06-2009 10:09
 
Wer braucht schon italienisch ausserhalb
@Marco: 
 
Englisch, Spanisch!!!, Deutsch und Französisch. Das sind wohl wirschaftlich u. geographisch die Top-europäischen Sprachen.  
Aber italienisch? na servus, ist meiner Meinung nach in der gleichen Liga wie slowenisch oder ungarisch, bitteschön. Reine Zeitvergeudung und nachteilig, da den Südtirolern damit leider viel Lehrzeit gestohlen wird.
 
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21. 22-06-2009 07:39
 
...wie kann man nur...
Ich weiss´garnicht wie man darüber noch reden kann...?!?!?! Wir sind im Jahr 2009 und jede Sprache die man mehr weiss ist ein Ass im Ärmel. Für mich kann ich nur sagen, je weniger mehrsprachig sind, um so mehr kann ich überall arbeiten ( ich bin 4-Sprachig)... Für mich als Europäer müsste man Deutsch, Italienisch, Englisch und Französisch können... !
 
Marco
22. 22-06-2009 05:47
 
...wie kann man nur...
Du gehst nicht im geringsten auf meine Argumente ein, sondern predigst eure alten Ängste weiter. aber zumindest schindest diesmal nicht deine Tastatur zu Tode. Auch schon ein Fortschritt.
 
Freigeist
23. 21-06-2009 13:50
 
Freigeist
In einer anderen Autonomie in Italien, im ehemals französischsprachigen Aostatal, im Dreiländereck I/CH/F gab es vor langer Zeit zweisprachigen Unterricht, später dann Unterricht so gut wie nur in einer Sprache, und die war nicht Französisch, wie man glauben wollte, sondern einzig und allein Italienisch. Der zweisprachige Schulunterricht für die Minderheit musste immer mehr aus "natürlichen" Gründen nur dem einen weichen. Durch die italienische Schule haben die Aostatalbewohner den alten Bezug zur ihrer Sprache und Kultur erst in den letzten Jahrzehnten für immer verloren. Das versteht man in Italien unter Einsprachigkeit, nämlich dass eine Minderheitensprache immer mehr an Bedeutung verliert und verdrängt wird. Das Ladinische konnte sich bis jetzt sehr gut in Südtirol im Windschatten des Tirolertums noch halten, im Belluno oder im Trentino hingegen ist es entweder fast zur Gänze verschwunden oder es befindet sich auf dem Rückzug. Italienisch lernen die Süd-Tiroler sowieso, weil das dazu gehört, so lange man in diesem Staat leben muss, die nicht italienische Muttersprache kann man aber in diesem Land umso leichter verlieren.
 
Markus Anton
24. 21-06-2009 11:58
 
Freigeist
Wahnsinn! In Nordtirol erlebe ich, wie für jeden höher qualifizierte Beruf MINDESTENS Deutsch, Italienisch und Englisch, am besten sogar noch eine vierte Sprache verlangt wird. Und hier würde man am liebsten nur noch eine Sprache unterrichten. Wollt ihr Südtirol in euren deutschtümmeligen Wahn in die Steinzeit zurückversetzen??? Oder wollt ihr noch mehr zur Bierzelt - Proletenpartei verkommen???
 
Freigeist
25. 21-06-2009 00:21
 
Sprachlicher Unterricht - Idee
Ich bin der Meinung, dass wir es auf keine Fälle zulassen dürfen, dass Fachunterricht wie Geschichte, Rechtskunde, Biologie, etc. in Italienisch unterrichtet wird. 
 
Dies wird, wie schon Herr Dr. Kollmann verdeutlicht hat, verheerende Folgen für die Zukunft haben. Ein zunehmender Abbau der Kompetenz der deutschen Muttersprache kann zu sprachlichen und fachlichen Bildungsrückständen führen. 
Ich bin der Meinung, dass die italienische Sprache wegen der Südtiroler Geschichte weiterhin gelehrt werden muss und wird (Egal ob wir nun bei Italien, bei Österreich oder einen eigenen Staat haben). 
 
Da ich Student bin und deshalb ständig mit Fachliteratur konfrontiert werde, die zumeist in englischer Sprache verfasst ist; würde ich es als viel sinnvoller erachten, dass in Südtirol schon ab der 2. Volksschule zusätzlich Englisch gelehrt wird. 
Wir können alle so gut Italienisch, dass wir uns verständigen können. Wenn wir diese Sprache noch weiter ausbauen möchten, dann können wir es anderweitig machen: berufsbegleitend, auserschulische Kurse, Auslandssemester, Sprachreisen, etc.. Die Basis dafür haben wir ja schon. 
 
Diese Basis fehlt uns(mir) aber für Englisch. 
Also: Meiner Meinung nach, 2-3 Stunden von anderen Fächern, (Ausgenommen: Deutsch, Italienisch und Kernfächer der einzelnen Schulen) kürzen und besser Englisch lernen. 
 
Wir wollen doch nicht so schlecht Englisch können wie die Italiener :-) Wir möchten uns auch international verständigen können, da nützt und das Italienische überhaupt nichts!  
 
Was sagt ihr zu meiner Einsicht der Dinge?
 
Thomas

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