Carabinieri verprügeln Jugendliche: Sofortige Aufklärung gefordert
Mittwoch, 17. Juni 2009
carabinieri_pruegeln_jugendliche.jpgZu einem schwerwiegenden Zwischenfall ist es am vergangenen Wochenende im Rahmen des „Rock the Lahn-Konzertes in Obermais (Meran) gekommen, bei dem Jugendliche von Carabinieri-Beamten mit Schlagstöcken verprügelt und verhaftet wurden.
Bereits am Sonntag Abend wurden der SÜD-TIROLER FREIHEIT erste Augenzeugenberichte zugetragen, wonach die Carabinieri, im Rahmen von Personenkontrollen beim Konzert, das Recht auf Gebrauch der deutschen Muttersprache ausgeschlagen haben und in weiterer Folge mit unglaublicher Brutalität gegen Jugendliche vorgegangen sein sollen.

 

Nun sind Photos von diesem Vorfall aufgetaucht, sowie weitere Einzelheiten bekannt geworden, die ein Bild des Schrecken zeichnen:
 
Sachverhaltsdarstellung laut Augenzeugenberichten:

„Gegen 22:30 Uhr wurden von den Carabinieri Personenkontrollen am Rande des Konzertes durchgeführt, bei denen es zu ersten Auseinandersetzungen mit einigen Jugendlichen kam. Da es zu einem Handgemenge kam und von den Polizisten auch unbeteiligte Personen angegriffen wurden, heizte sich die Situation derart auf, dass sich die Carabinieri zurückzogen und Verstärkung anforderten. Diese traf kurze Zeit später ein und raste mit Sirenengeheul in die Menschenmassen, sodass einige Personen von den Polizeiautos angefahren wurden. Die herbeigerufenen Carabinieri fingen sofort damit an, gezielt Personen aus der Menge zu fischen. Als einige davon die Beamten dazu aufforderten deutsch zu sprechen, eskalierte die Situation vollends, da sie sich weigerten und Beschimpfungen von sich gaben. Dieses Verhalten erboste selbst die bisher unbeteiligten Zuseher derart, dass sie die Carabinieri lauthals ausbuhten und auspfiffen.

In der Folge stürzten sich die Carabinieri auf die Jugendlichen und schlugen wahllos mit Schlagstöcken auf diese ein. Einige wurden zu Boden gerissen, wo ihnen unter Schlägen auf den Kopf, das Gesicht in den Sand gedrückt wurde. Anderen hingegen wurde zwischen die Beine geschlagen, oder sie mit dem Gesicht voraus auf die Motorhaube geworfen, wo ihnen dann die Arme hinter dem Rücken verdreht und Handschellen angelegt wurden.

Der Großteil der verprügelten Jugendlichen hatte mit den vorausgegangenen Auseinandersetzungen überhaupt nichts zu tun. Die Jugendlichen die schließlich verhaftet wurden, sollen in der Kaserne noch weitere Prügel bezogen haben.“

 
Der Landtagsabgeordnete der SÜD-TIROLER FREIHEIT, Sven Knoll, zeigt sich vom Vorgehen der Carabinieri entsetzt und verlangt eine sofortige Aufklärung dieses Vorfalles.

Zu diesem Zwecke wird auch eine offizielle Anfrage im Landtag eingereicht.
 
Sollte sich bewahrheiten, dass die Carabinieri in völlig unangemessener Weise reagiert und auf die legitime Forderung nach Gebrauch der deutschen Muttersprache mit Prügel und Verhaftungen geantwortet haben, so ist dies mit der vollen Härte des Gesetzes zu ahnden und die verantwortlichen Polizisten zur Rechenschaft zu ziehen.
Auch wenn es im Vorfeld bereits zu handgreiflichen Auseinandersetzungen gekommen war, rechtfertigt dies in keinster Weise ein derart brachiales Vorgehen gegen völlig unbeteiligte Jugendliche. Auch die Polizei hat sich an Gesetze zu halten und kann nicht mit einer derartigen Brutalität gegen Jugendliche vorgehen.
Dieser inakzeptable Vorfall wird daher mit Sicherheit ein Nachspiel haben.

 

Aufruf:
Die SÜD-TIROLER FREIHEIT ruft weitere Zeugen des Vorfalles dazu auf, sich zu melden und einen Augenzeugenbericht, sowie Beweisphotos, oder Videos zur Verfügung zu stellen. Den Zeugen wird von Seiten der SÜD-TIROLER FREIHEIT dabei völlige Anonymität zugesichert.

Kontaktadresse:


Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können

oder

SÜD-TIROLER FREIHEIT - Landtagsfraktion
Süd-Tiroler Straße 13
39100 Bozen

 

Sven Knoll
Landtagsabgeordneter
und Landesjugendsprecher der
SÜD-TIROLER FREIHEIT

carabinieri_pruegeln_jugendliche.jpg

Bildquelle: http://antifameran.blogspot.com/2009/06/brutales-vorgehen-der-carabinieri-in.html


Aufgerufen: 2601 | Drucken

Kommentare (29)
1. 25-06-2009 09:14
 
Der Sprachunterschied war nicht ausschlaggebend für die Esskalation, sondern die Gewalt an sich. Ich war auf dem OpenAir und hab das alles gesehn. Einzellne Carabinieri sprachen uns auch auf deutsch an, jedoch dass jemand die Italienischsprachigen auforderte deutsch zu sprechen wäre mir nicht bekannt. 
 
Begonnen hat es damit dass die Carabinieri einen Jugendlichen kontrollierten, der sein Personalausweis nicht dabei hatte und diesen dann sehr gorb ins Carabinieriauto "schmissen". Die Kollegen dieses Jugendlichen verteidigten den Jugendlichen und sangen lautstark Lieder gegen die Staatgewalt. Die Carabinieri schlugen dann wahllos in die Menschenmenge und forderten Verstärkung an. 
Diese Schlugen herumstehende Jugendliche die sangen, und verhafteten diese. Ein Jugendlicher der Beweisfotos machte wurde von den Beamten aufgefordert diese zu löschen.
 
Anonym
2. 21-06-2009 12:11
 
Würde mir gern die Gegenseite anhören, denke aber, daß wie so oft die Ordnungshüter durchgebrannt sind... wie sie es allerdings in anderen Ländern tun. SO erlebt in Innsbruck oder Linz. Kleiner Wink mit dem Zaunpfahl, daß Südtirol nach einer Loslösung zum Land wird, in dem Milch und Honig fließen.
 
Freigeist
3. 19-06-2009 15:01
 
Per Italienerauto Jugendliche nicht nur
Also, eigenartige Sitten haben die Italiener. Wenn bei uns einer was anstellt, geht er in U - Haft oder in Haft, aber sicher nie in Hausarest. Aber die Bezeichnung Hausarest kennen wir zur Genüge als es 1964 gegen die Südtiroler ging. Auch würde unser Österreichbeamte einen Menschen nie in der Öffentlichkeit so einer großen Veranstaltung verhaften und abführen. Da stellt sich die Frage ob die Beamten bewußt zur Störung an jener Öffentlichen Veranstaltung diese Aktion getätigt hatten, mit Gefährdung der Öffentlichen Sicherheit oder waren sie im Gegensatz ihrer Qualität im Vergleich Österreichischer Beamte, nicht fähig in Beschattung eines späteren Zugriffs? Später in aller Stille ohne viel Tiroleros wäre das ganze vermutlich uninteressant gewesen. Dass der Hausarrestler einer von den Stasis sein könnte, im Beispiele versteckter Nudeln 1964 ist bei Denen nie wirklich auszuschließen. Dieser Beweis 1. Wer in Hausarest war und war es ein Italiener - wohl kaum wenn vieleicht ein Stasi, eher ein Deutschsprachiger Tiroler? 2. Warum in Hausarest wäre von den Uniformis zu begründen. 3. Die Vorwandspielchen dieser Uniformierten hochintelligenten Staatsgruppierungen gegen alles Tirolisch - Deutsche kennen wir schon Jahrzehnte. Früher versteckten sie Sprengmatereal als Vorwand um Unliebsame begründend zu denunzieren, bekämpfen und vernichten.Wenn man in eine Jugendansammlung hineinfährt und Jugendliche anfährt, hat das Ganze Drumherum von der Schwere her keine begründete Relevantsfrage mehr. Das ist Menschenrechtsverletzung, Gefährdung, Unfall und Mordgefahr durch diverse Bamte an Öffentlichkeit und Jugendlichen! Das ist kein Wunder wenn Jugendliche, diese Italiana Karetta in Italienischen originalmentalitären Zustand, so wie es im Aussehen diverser Dinge in Italien eben traditoionell gehört, auf Italienisch in Italienisch formen. Die Uniformen der Italiener sind störend,provozirend, im Gegenstz anderer Deutschsprachiger Länder wo man bei Veranstaltungen, Wallfahrten und Kirchfeiern im Hintergrund bleibt. Aber in Südtirol hat man das Gefühl, dass es kein Wunder ist, wenn der Italienerstaat verlumpt, wer kann sich heute schon teuere Beamte leisten, in Masse an der Zahl zum raufen und zuschauen.Hm, hm.Nur ein Witz, nicht böss sein um ein wenig Sarkasmus, gelt es Italiener (nicht den Italienischsprachigen Einwohner als Südtirolfreund der Deutschtiroler 
gemeint)
 
4. 19-06-2009 14:53
 
Per Italienerauto Jugendliche nicht nur
http://antifameran.blogspot.com/2009/06/polizeigewalt-die-warheit.html
 
Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können
5. 19-06-2009 13:35
 
Per Italienerauto Jugendliche nicht nur
Ich möchte die Vertreter der STF bitten zu klären, wieso dolche Vorfälle gerade bei ihnen gemeldet werden. 
 
Ich finde das stellt doch die Bewegung in ein Licht das gar nicht gewollt ist. 
 
Voralem sollte auf dieser Seite, die ja nicht eine gewöhnliche "Nachrichtenseite ist" Stellungnahmen gennommen werden und Randale und Vandalismus jeglicher Seite zu veruteilen. Es kann den Jugendlichen nicht weiss gemacht werden das wenn jemand sich weigert unsere Sprache zu sprechen dies Vandalismus und Randale genehmigt und entschuldigt. 
 
Das Gesetzt ist gleich für alle!!!
 
Kurt
6. 19-06-2009 12:55
 
@ Radio Südtirol
So einfach ist das nicht. Ein jeder Staat hat Gewaltmonopol auf seiner Seite, das heißt aber nicht z.B., dass die Jugendlichen ohne ersichtlichen vom Gesetz definierten Grund verprügelt werden können. Die Staatsgewalt kann durch Organe dieses Staates zur Anwendung kommen, wie z.B. die Polizei oder Carabinieri es sind. Sie kann aber, wie es in den meisten modernen Autonomien in West-Europa der EU der Fall ist, diese Staatsgewalt an die Autonomie delegieren, d.h. die Autonomie bekommt eigene Polizei, wie das mir aus Schottland, Nord-Irland, Wales, Färöer, Aland, Flandern, Wallonien, Gibraltar, Isle of Man, Katalonien oder sogar aus dem Baskenland bekannt ist, also aus allen Autonomien außer der AP Bozen.  
 
Nichts dergleichen findet man in dieser allerbesten Autonomie der Welt nördlich der Arabischen Liga vor. Da verfährt Italien in dieser Frage eher so, wie eine klassische im demokratischen Selbstverständnis stark zurückgebliebene Kolonialmacht in einer mit der Gewalt dieses Staates unterworfenen Kolonie. Die Landesregierung in Bozen kann nur gelegentlich nur gute Miene zu diesem Spiel machen, eine eigene Polizei kann sie mit Zustimmung aus Rom nicht erzwingen.  
 
Es werden aber fortlaufend alle Monopolen auf Staatsebene der Mitgliedsländer durch die EU konsequent abgeschafft, auch zum Teil Gewaltmonopol. Heute kann man im Einklang mit allen Gesetzen eine regionale Ordnungskraft überall in der EU gründen, egal ob das dem Staat gefällt oder nicht, wenn eine lokale Verwaltung es für richtig hält. Solche Kräfte heißen Ordnungskräfte, Ordnungämter einer Stadt oder einer Provinz, oder einfach nur Wächter und sind klar in äußerer Erscheinungsform von der Polizei des Staates zu unterscheiden. Sogar die Bürger haben das Recht eigene Bürgerwehren zu gründen, von denen es auch jetzt in Italien unzählige gibt. Warum ist das in der AP Bozen bis jetzt nicht so leicht möglich gewesen, eine regionale süd-tiroler Ordnungskraft der AP Bozen zu bilden? Ist in dieser Frage auch die allerbeste Autonomie auch anders als der Rest des Stiefelstaates und Rest der EU der gelebten Menschenrechte? Fragen über Fragen und nur ein betretenes Schweigen als Antwort.
 
Markus Anton
7. 19-06-2009 09:22
 
Menschenverletzung
1. Carabinieri wollten eine Person mitnehmen, die sich unerlaubt aus dem Hausarrest entfernte!  
Zu dieser Aussage muss festgehalten werden: 
Das ist noch lange kein Grund sich Menschenverachtend gegenüber dem Volk zu benehmen,auch nicht wenn einer den Hausarrest nicht einhält,denn dazu hat nur der Richter ein Anrecht eine anderslautende Verfügung gegenüber dieser Person auszustellen.Gewaltanwendung hat sicher keinen Erfolg auf einer Zivilisierung der Menschheit. 
Niemand hat das Recht,Gewalt anzuwenden,auch nicht die Sicherheitsorgane.Sicherheitsorgane dürfen nicht wie in Kommunistischen Staaten eingesetzt werden,oder ist der Stern im Italienischen Staatswappen ein verstecktes Ansinnen der Roten in Italien?
 
Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können
8. 19-06-2009 07:19
 
@Michael
Itz hosche wo nimma giwisst wos schreibn, odo?
 
Waschtl
9. 18-06-2009 18:24
 
Schlechtes Deutsch
Was mir immer wieder auffällt sind die teils haarsträubenden Rechtschreibfehler bei Beiträgen von Südtirolern, egal ob pro oder contra Freiheit und Selbstbestimmung.  
 
Es scheint die Italianisierung hat Erfolg, denn das Deutsch-Niveau geht wirklich den Bach runter. Wer kann da allen Ernstes behaupten, dass die Autonomie eine gute Lösung für Südtirol ist.
 
Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können
10. 18-06-2009 14:27
 
Schlechtes Deutsch
Also wer enk den Sochverholt wie er oben steht geschildert hot, hot enk an Bären aufgebunden!!!!...do wor sogor dr bericht in dr Dolomiten no besser 
 
Also: 
 
1. Carabinieri wollten eine Person mitnehmen, die sich unerlaubt aus dem Hausarrest entfernte! 
 
2. Die unter Haussarest stehende Person und einige angetrunkene Bekannte setzten sich zur Wehr, es kam zu einem Handgemenge, die Carabinieri versuchten jene die Handgreiflich gewordenen festzunehmen (was ja wohl normal ist...egal ob ital. Polizei oder Öst. Polizei) 
 
3 Immer mehr Jugendliche versammelten sich um den Vorfall, es bildete sich ein Kreis, immer mehr Jugendliche versuchten den Carabinieri di zu Recht festgehaltenen zu entreisen, aus dem Kreis flogen vermehrt Steine und Flaschen auf die Carabinieri und Veranstalter die Schlichten wollten. 
 
weiteres: Carabinieriauto atakkiert, und zusätzliches Handgemenge sobald die Verstärkung der Carabinieri eitraf.. 
 
Wer glaubt den ernsthaft "südtiroler Polizisten" hätten anderst gehandelt??? also bitte, seimr froa dass mol poor puffmochen gebremst wern...!!!! 
 
zum Thema Sproche: erstr Stianr werfen und nor deitsch reden fordern...wo seimr denn... 
 
Bei diesem Vorfall ging es wirklich nicht um den Sprachgebrauch! 
 
Die grösten Verlierer sind die Veranstalter des von langer Hand geplanten Festes, dessen Ruf durch einen Haufen ungebildeter,betrunkener jugendlicher in den Dreck gezogen wurde!!
 
Zeuge 1980
11. 18-06-2009 13:33
 
Schlechtes Deutsch
Hallo, 
ich habe das Geschehen beobachtet und muss dazu einiges loswerden: 
 
Ich bin kein Polizeifan oder so, jedoch hätte warscheinlich jede Streife in Österreich oder Deutschland gleich gehandelt.  
Die 3 Carabinieri und einige Veranstalter die schlichten wollten wurden von einem Mob von jungen "Punks" wie sie sich nennen bedroht, geziehlt mit Flaschen und Steinen beworfen, getreten und angegriffen und der Auslöser war ,dass Sie einen in Hausarrest stehenden Jugendlichen mitnehmen wollten! Eigentlich müsste es selbstverständlich sein, dass ein Jugendlicher, der gegen den Hausarrest verstößt, auch zur Konsequenz gezogen wird...dies wurde von seinen "Freunden" nicht tolleriert.Soll die Polizei etwa auf schöneres wetter warten un ihn mitzunehmen??? oder sollen sie von ihm ablassen weil sich seine Freunde mit ihm wehren??? Wer keine Probleme haben wollte ist weggegangen, jeder der mitgeholfen hat die Polizisten zu umkreisen hat zur Eskallation beigetragen! 
 
Die meißten der gewaltbereiten jugendlichen waren nicht auf dem Fest "Rock the Lahn" sondern betranken sich auf dem Parkplatz, trotztem leidet der Ruf des Festes stark darunter. 
Einige der beteiligten Jugendlichen sind bereits wegen Vandalismus,Sachbeschädigung und anderen Gewalttaten polizeilich bekannt.  
 
Sie waren nicht zum feiern gekommen sondern nur um sich zu betrinken und "puff" zu machen. Traurig aber war!! Und jeder der auch nur einige der beteiligten kennt gibt mir Recht. 
 
Die Südtiroler Freiheit soll den Vorfall nicht als Chanche für sich nutzen, und sich nur aus Eigennutzen auf di Seite der Randalierer stellen.
 
meraner
12. 18-06-2009 13:02
 
Video auf You Tube
Es genügt, wenn man sich folgenden Doku Film in fünf Teilen des WDR aus Deutschland zu dem aus demokratiepolitischer Sicht mehr als fragwürdigen Vorgehen des Staates sowie seiner Organe gegen friedliche Demonstranten und weiteren Ereignissen beim damaligen Weltwirtschaftgipfel in Genua im Sommer 2001 anschaut, dann begreift man schnell, wozu die Polizei in Italien unter einer Berlusconi Regierung fähig ist. Auch auf You Tube unter Stichwort zu finden: 
 
Die Gipfelstuermer - Die blutigen Tage von Genua
 
Markus Anton
13. 18-06-2009 07:48
 
Video auf You Tube
Und noch was, wenn es nur um den Gebrauch der deutschen Sprache geht, so antworte ich bei Polizeikontrollen immer höflich mit Deutsch oder grüße gleich als erster, so wie es sich für einen Südtiroler gehört... Jeder Carabinieri hat, bis jetzt, seinerseits Deutsch geantwortet, auch wenns meistens nur ein paar Worte waren:-) Ich denke mal dann wäre auch beim Konzert nichts passiert. 
Man kann es aber auch weiterhin mit der Holzkopfmethode versuchen...
 
Waschtl
14. 17-06-2009 22:33
 
Provokation
@ Marika 
"Na klar, sie haben einfach wahllos auf Jugendliche eingeprügelt! Wo liegt denn nun schon wieder das Problem?"  
Das Problem liegt genau darin, dass Polizei wahllos auf Jugendliche einprügelt. Die Sprache spielt dabei nicht einmal eine wesentliche Rolle. Es können auch Südtiroler Carabinieri gewesen sein, die - vielleicht mit besonderer Wollust - geprügelt haben; bei der überzogenen Polizeiaktion während der olympischen Winterspiele in Turin haben sich ja auch Südtiroler Carabinieri durch extreme Gemeinheiten hervorgetan. Renegaten sind meist die Schlimmsten, aber uns treffen diese Polizeibrutalitäten natürlich noch mehr, wenn sie von unseren eigenen Landsleuten begangen werden. Von den Italienern haben wir ohnehin nichts Gutes zu erwarten. Provokationen dieser Art hat es von italienischer Seite nicht einige hunderte, sondern viele tausende gegeben, und die nächste kommt bestimmt - und wieder werden die meisten Südtiroler den Schwanz einziehen und so tun, als wenn nichts gewesen wäre. Aber jeder Hund, der zu viel geprügelt wird, beißt irgendwann. Das sollten auch die Italiener und ihre Südtiroler Helfershelfer bedenken.
 
Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können
15. 17-06-2009 20:45
 
Provokation
wieder mal beweist dies: Südtirol ist der Willkür der staatlichen Polizeiorgane ausgeliefert und kein SVP'ler schert sich einen feuchten Dreck drum....uns gehts ja so gut bei Italien!!
 
stefan
16. 17-06-2009 19:07
 
Menschenrechtsverletzung
Menschenrechtsverletzungen dieser Art sind Weltweit bekannt.Den Jugendlichen wurde mit dieser Aktion kein Vorbild gezeigt.Der Slogan "Polizei dein Freund und Helfer" wird wiedereinmal vonseiten diesen Menschenverachtenden Aktionen,die die Carabinieri,veranlasst haben in Mitleidenschaft gebracht.Des weiteren muss ich leider feststellen,dass nicht die Beamten die Menschenverletzer sind,sondern eher vermutet wird,das diese von Vorgesetzten dazu aufgefordert wurden so vorzugehen.Deshalb muss unbedingt die Politik härtere Gesetze auch für Beamte einführen,und nicht die Jugendlichen beim Feiern zu belästigen.Denn schliesslich haben die Sicherheitsorgane weit bessere Mittel Jugendliche von Drogen zu säubern,denn in Südtirol ist eine Namensliste angelegt,von all jenen Personen die Drogen konsumieren oder Verteilen,also müssen die Verteiler dieser Delikte aus dem Verkehr gezogen werden,und dies nicht auf den Festen sondern schon im Vorfeld.Die SVP hat sich in Schweigen zurückgezogen.Wo bleibt der Jugendschutz.
 
Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können
17. 17-06-2009 18:41
 
Menschenrechtsverletzung
@libertad 
 
Diese "feigen und blinden Gutmenschen" waren die ersten die eine Gegenöffentlichkeit aufgebaut haben. 
 
Glaubst du etwa Polizeigewalt gibt es nur in Italien und wird nur von italienischen Carabinieri ausgeübt? Wohl kaum: 
 
http://www.rundschau.co.at/rsooe/home/story.csp?cid=9416176&sid=75&fid=55 
 
Die Lösung des Problems liegt nicht in der Polizeihoheit für Südtirol. Übergriffe und Machtmissbrauch wird es damit auch weiterhin gegeben. 
 
Was nötig ist, ist ein Opferschutz und die Möglichkeit ohne Angst vor Repression oder Vergeltung Missstände öffentlich machen zu können und Beamte, die sich fehlverhalten haben zur Rechenschaft zu ziehen.  
 
Wir brauchen keine eigene Polizei, sondern ein System von demokratischer Kontrolle der Sicherheitskräfte, um Machtmissbrauch auf ein Minimum einzudämmen.
 
Joachim
18. 17-06-2009 17:54
 
Menschenrechtsverletzung
Also ich war nicht dabei und kann daher schwer urteilen, aber betrachten wir es mal nüchtern. Auf der einen Seite ein Haufen besoffener Jugendlicher, darunter einer der aufgrund einer Verurteilung eigentlich Hausarrest absitzen sollte (warum wohl?) und bei dem Konzert eigentlich gar nichts zu suchen hat und auf der anderen Seite die Carabinieri, die das Recht und die Pflicht haben, Personalien zu kontrollieren. So sind erstmal die Fakten. Den Rest kann ich nur spekulieren; der Carabinieri wird sicherlich auf italienisch den Ausweis verlangt haben, dann wird man diesen ganz höflich darauf hingewiesen haben, "red deitsch wenne öppans willsch, sch... Karpf!" und den Rest kann man sich ja denken... 
Natürlich bin ich auch der Meinung die Carabinieri sollten hier die Vernünftigeren sein und kühlen Kopf bewahren. Gewalt löst nie etwas. Man wird hoffentlich sehen was effektiv passiert ist. 
Traurig finde ich auch die Aussage von Frau Kasslater, die von Schüler berichtet hat, die sich weigern Italienisch zu lernen und behaupten in 3Jahren wäre man eh weg von Italien. Erstens scheint mir das unrealistisch und zweitens bliebe Südtirol trotzdem Zweisprachig. Die Botschaft der SF scheint nicht richtig anzukommen bei der Jugend, bedenklich das ganze...
 
Waschtl
19. 17-06-2009 17:48
 
Dem Graus endlich ein Ende machen!
Wo sind sie denn, die Grünen und die SVPler, wenn es um die Wahrung der Menschenrechte und Gesetze im Lande geht??? Die Grünen regen sich höchstens dann auf, wenn so etwas in Genua passiert. Auf diese Weise machen sie sich selber absolut unglaubwürdig und lächerlich! Nehmen wir unsere Freiheit von diesem Staat Italien endlich selbst in die Hand, damit die von der Regierung geduldeten Provokationen und Schikanen von rechts-faschistischer Seite eindlich ein Ende haben!
 
HE
20. 17-06-2009 17:19
 
Dem Graus endlich ein Ende machen!
"So jetzt ist endlich genug mit dieser Staatsbesatzergang der Itacker im Lande Südtirol!!" 
 
Jeder kriegt das, was er verdient. 
Mir hat noch nie ein Carabiniere was getan. 
 
Die STF kriegt z.B. die Beitraege, die sie verdient. 
 
"Schämen sollt Ihr Euch!! Aber wehe, so was passiert in Deutschland oder Österreich!" 
 
In Deutschland hat ein Student am 30.04.09 (vermutlich weniger alkoholisiert als die Konzerthoerer) von der Polizei 12 Kugeln gekriegt. Das passiert in Deutschland! 
 
Das war mein letzter Beitrag in diesem Kindergarten.
 
Stefan R.
21. 17-06-2009 16:52
 
Dem Graus endlich ein Ende machen!
Mirko, i gib dir recht. Und jetzt haben wir einen weiteren Grund die tiroler wiedervereinigung zu fordern:WEHE UNS WENN ITALIEN WIEDER FASCHISTISCH WIRD ..
 
Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können
22. 17-06-2009 16:39
 
Polizeiwillkür
Ja, dieser Vorfall ist beängstigend! Aber er ist beileibe kein Einzelfall im Burggrafenamt, wie auch im ganzen Land Süd-Tirol. Überall sind sie schnell beim Einschüchtern und Zuschlagen. Daß die Betroffenen nicht an die Öffentlichkeit gehen, liegt daran, daß ihnen Sanktionen und Schlimmeres angedroht wird. 
Und die "Gutmenschen" Grünen und Linken schauen feige/blind weg! Ätzend... 
Den Südtirolern die Polizeihoheit! SOFORT!
 
Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können
23. 17-06-2009 16:15
 
Personenkontrollen durch Staatspolizei..
... was soll den das? Wenn die Jugendlichen aller coleur nicht mehr die Freizeit geniessen können, endet das schlimm. Absolute Schweinerei. 
Wer hat das befohlen, Eigenaktion? Verhältnis Blödsinn, oder sonst was? 
Trotzdem im Süsden kommen sie 
immer zu spät die Verdammte Mafia Polizei. 
Für eine Aktion brauche ich 
Kleber, Südtirol ist nicht Italien, jetzt reichts.. mir liegt an Italien zu viel als ich das befürworten kann. diese Schweinerei.... Ab sofofort nur noch deutsch sprechen. Wo und wie kann ich aus dem Ausland ein Leibchen bestellen und wie vorgehen? 
Und noch wa Euer oberster Südtiroler der "Rottweiler" gibt erst Ruhe wenn er Staatspräsident ist..... könnt sein? 
ITALIA IL MIO CUORE PIANGE.. 
NON SI FA COSI; CON LE MINIORANZE IN UN STATO UMANO... TEDESCO E UNA LINGUA 
E NO UN GIOCATOLO. 
UN CONCITADINO DELLE DOLOMITTI VI SALUTA, per sentire al piu presto notizie piu belle...
 
24. 17-06-2009 15:57
 
Los von Italien
1. Ich finde die Personenkontrollen schon als Schikane und Einschüchterung der Südtiroler. Kontrollieren die Carabinieri auf Sizilien auch so oder trauen sie sich dort gar nicht auf die Straße? 
2. Die Carabinieri sind ein öffentlicher Dienst und müssen mit Südtirolern deutsch sprechen.  
Oder haben wir es hier mit Schlägertruppen des italienischen Staates zu tun? 
 
@Marika  
Gegenfrage: haben die Carabinieri so aggressiv zugeschlagen, weil es Süd-Tiroler waren und sie die Einhaltung von Minderheitenrrechten verlangten?
 
ff
25. 17-06-2009 14:00
 
Protestschreiben an die EU - Menschenrec
Das angeführte offizielle Protestschreiben habe ich an das EU - Parlament Beobachtung für Menschenrechte in der EU weitergeleitet. Für diese Aktion finde ich sonst keine Worte. Ich bin ja mal gespannt ob daraus Daten Seitens der EU folgen werden. 
 
Protestschreiben bezüglich Verletzung der Menschenrechte in Südtirol! 
So jetzt ist endlich genug mit dieser Staatsbesatzergang der Itacker im Lande Südtirol!! Schauen Sie sich diesen Bericht genau an! ......Inhalt dieser Seite.......Wie lange noch, müssen sich die Südtiroler von dieser Bande denunzieren und unterdrücken lassen. Was sich da Erwachsene Uniformenträger gegen Jugendliche erlauben ist unter jeder Gürtellinie. Klicken Sie sich ein in Gugel Südtiroler Freiheit! 
Ich protestiere als Diplomkrankenpfleger der Psychiatrie, Feuerwehrmann, Feuerwehrjugendleiter, Schützenhauptmann, etc. gegen derartige Aktionen in einer EU! Das gehört auf der Stelle geahndet und jedem von Denen die Uniform für immer und ewig ausgezogen. Es wird Zeit dass Österreich sich für Südtirol einsetzt. Südtirol ist Österreich, nicht Italien! In Italien stehen die Italiener vor Faschistendenkmälern via Staatsakte im Sieg Heil, da habt Ihr bisher geschwiegen!!!!! Schämen sollt Ihr Euch!! Aber wehe, so was passiert in Deutschland oder Österreich! Jetzt wollen die Italiener schon Milizen aufstellen mit Reichsadler und SS – Zeichen. Die Italiener beginnen schleichend das Faschistentum salonfähig zu machen. Südtirol muss nach Österreich sonst wehe diesen Deutschsprachigen. IHR HABT VERANTWORTUNG!!! In Italien ist es mit schön reden und brav bitten, nicht abgetan. Wenn schon die Sozielistenmafia in Österreich seit 1945 am Volke Südtirol Staatsverrat durch Menschenrechtsverletzungen begangen hat, so auch heute noch durch wegschauen üben, hoffen wir dass wenigstens die EU endlich vorwärts macht! Ich fordere von der EU sofortige Konsquenz gegen diese Uniformfaschisten der Italiener und dieses Schreiben wird dementsprechend der Adresse weitere interessieren. 
 
Danke für Ihre Verantwortung in der EU im Sinne Europäischem Menschenrecht.
 
26. 17-06-2009 13:16
 
Gegenseite anhören...
Bevor man wieder wild mit Faschisten beschimpfungen um sich Schmeisst, sollte man doch wohl erstmal die andere seite anhören. 
 
Wann dann effektiv schuld fest gestellt wird, dann ist das nur Recht wenn auch die Polizei bestraft wird. Aber einem wie üblich besoffenem haufen jugendlicher ist auch alles zu zu trauen...
 
Marco
27. 17-06-2009 12:39
 
Wehret den Anfängen!
Hier kann man von faschistischem Polizeiterror sprechen. Die jüngste politische Entwicklung in italien ist beängstigend. es scheint eine renaissance des faschismus im gange zu sein. wir müssen uns wehren. daher hab ich bereits eine facebookgruppe zu diesem thema ins leben gerufen und diese Sache einem NRabg in Wien weitergeleitet.
 
Mirko
28. 17-06-2009 12:38
 
Wehret den Anfängen!
Betreff: Provokation die 298. 
 
Ein gefundenes Fressen für eine Partei die nur auf Geschehnisse solcher Art wartet! Glaubt ihr wirklich die Ordnungshüter hätten sich ohne Grund gewehrt... Na klar, sie haben einfach wahllos auf Jugendliche eingeprügelt! Wo liegt denn nun schon wieder das Problem? Ist es die Aggression mit der vorgegangen wurde oder geht es darum, dass die Ordnungshüter italienischsprachig waren? Oder würde Sven Knoll den Vorfall auch an die große Glocke hängen wenn die Ordnungshüter deutschprachiger Natur gewesen wären? Ich glaube nicht!! 
 
Ich riskiere eine Behauptung und vermute letzteres!! Na dann... Ein Kompliment und ich warte schon gespannt auf die Provaktion Nr. 299!!!
 
Marika
29. 17-06-2009 12:30
 
Landespolizei fordern!
In diesem oben beschriebenen Zusammenhang wird die ewig erhobene Forderung nach einer eigenen Landespolizei, die der Autonomie, also dem Landtag in Bozen in erster Linie Rechenschaft schuldig ist, verständlicher denn je. Das macht nämlich eine echte moderne Autonomie aus in einem normalen Rechtstaat der EU, so wie das schon seit Urzeiten im Norden und Westen West-Europas gelebt wird. In der allerbesten Autonomie der Welt nördlich der Arabischen Liga ist so etwas nicht vorgesehen. Hier dürfen sich die Eingeborenen den Stillstand in der Frage der eigenen Selbstbestimmung, in der Frage der allgemeinen Sicherheit und in der Frage des Ausbaus der autonomen Rechte auf Landesebene sogar mit eigenem Geld als Steuerzahler weiter finanzieren. Die Polizei hat aber eine von der Gesellschaft konkret definierte und zugewiesene Aufgabe und sie darf auch kein Fremdkörper darin darstellen. In der AP Bozen ist das aber wie man sieht anders, daher ist der Landtag und die Landesregierung in der Pflicht mit allem Nachdruck die Gründung einer eigenen Landespolizei zu fordern oder aktiv mit Tatsachen zu betreiben.  
 
In mehreren EU-Staaten, dort wo die Polizei versagt, werden neue uniformierte Ordnungskräfte im Auftrag von Körperschaften öffentlichen Rechts gegründet und auch bezahlt, die die Aufgaben des Staates in diesem Bereich übernehmen, wenn der Staat nachhaltig seinen Auftrag ignoriert. Dazu ohne sich groß um die politische Zustimmung der Regierung kümmern zu müssen. Man nennt diese Kräfte entweder Stadtpolizei oder ganz einfach nur Ordungswächter, die Eigentum und öffentliche Ordnung im Auge behalten. Manche dürfen Waffen tragen, manche auch nicht, sie sind aber in der Öffentlichkeit als ein eigener Sicherheitskörper allgemein wahrnehmbar. Was in so vielen anderen EU-Staaten bereits seit Jahrzehnten praktiziert wird, müsste auch in der AP Bozen möglich sein, wenn nur die Landesregierung den politischen Mut dafür aufbringen würde. Anscheinend ist in dieser Hinsicht die allgemeine Interpretation des Gewaltmonopols des Staates in der EU sehr weit gestreut und auch legistisch zulässig, das sollte man sich auch in Südtirol anschauen und diese Möglichkeit nutzen. Solche Vorfälle wie der oben beschrieben dokumentieren diesen Sachverhalt der fehlenden eigenen Landespolizei, die die Sprache der Bevölkerung spricht, noch einmal mit ganzer Brutalität der nackten Tatsachen der gelebten heutigen Italianità des Alto Adige. 
 
Ich möchte noch alle an die Zeiten der 60er Jahre erinnern, als überhaupt die Süd-Tiroler in der eigenen seit Menschengedenken angestammten Heimat zum Freiwild für die Sicherheitsorgane dieses Staates der Fremdbestimmung geworden sind, wenn sie nur des Widerstandes gegen die damalige Staatsordnung der Scheinautonomie verdächtigt worden sind. Damals in der sog. Zeit der Carta bianca = Blankoscheck sind tausende Menschen verhaftet, gedemütigt, geschlagen, gefoltert und sogar umgebracht worden. Einige mutige italienische Rechtsanwälte und Richter haben damals die Beweise gegen diese Verbrechen begangen von Menschen in Uniformen des Staates gesammelt und Anklagen erhoben. Alle der beschuldigten sind später von italienischen Gerichten freigesprochen oder gleich nach der Urteilsverkündung begnadigt worden. Die aufmüpfigen Hüter der Rechtsstaatlichkeit in Süd-Tirol sind von ihren Posten vom Staat abgezogen und "straffversetzt" worden. Sie durften nie mehr ihrem Beruf in der allerbesten Autonomie der Welt in Alto Adige nachgehen, von der verpatzten weiteren Karriere ganz zu schweigen, und das nur deswegen, weil sie dem zum Himmel schreienden permanenten Verbrechen nicht tatenlos zuschauen wollten. Die Folterer brutalster Sorte, noch wohl aus der Zeit des Duce-Faschismus stammend, und die freigesprochenen vermeintlichen Rechtsbrecher in Uniformen sind für ihre Heldentaten auf dem Felde der Italianità von ihren Auftraggebern, an deren Händen bis heute ungesühnt das Blut der Süd-Tiroler klebt, damals mit dem Aufstieg in der Hierarchie und mit der Versetzung in die Schlüsselstellen der staatlichen Sicherheit in Italien belohnt worden. 
Dort konnten sie sich bekanntlich vor allem in den 70er Jahren gegen alles Linke und vor allem gegen vermeintliche Kommunisten austoben, mit einem durchschlagenden Effekt und langfristigen fatalen Folgen sogar bis in unsere Zeit nach der Jahrhundertwende, das ist aber eine andere Geschichte.  
 
Das Land Süd-Tirol darf weiterhin nur den frommen Wunsch nach einer eigenen Landespolizei immer wieder nach Rom erfolglos abschicken. Diese wird wahrscheinlich niemals kommen, solange die AP Bozen ein Teil dieses Staates ist, der nie der Süd-Tiroler war und weiterhin ist. Die Gründung einer eigenen Ordnungswache für die AP Bozen wäre vielleicht eine gangbare Alternative in dieser Frage. Die verpflichtende Zweisprachigkeit wird wie vor Jahr und Tag von den Beamten ignoriert, umso mehr hat man in der Politik eine Berechtigung eine parallele Ordnungskraft im eigenen Land zu gründen. Das Land Süd-Tirol ist bekanntlich eines der sichersten Länder in diesem Raum. Trotzdem ist die allgemeine und sehr stark aufgeblähte Präsenz der Organe der italienischen amtlichen, halb amtlichen, uniformierten, zivilen etc. Staatssicherheit in allen nur erdenklichen Bereichen der Gesellschaft fünf mal so hoch wie im allgemeinen Landesdurschnitt. So groß schätzt man wahrscheinlich die Gefahr und die ideologische Ausstrahlungskraft des demokratisch legitimierten, friedlichen Selbstbestimmunggedanken in diesem Land Tirol südlich des Brenners in diesem Staat der Fremdbestimmung ein, dass man man sich zu dermaßen übertriebenen Maßnahmen der Einschüchterung gezwungen sieht. Auf diese Art und Weise züchtet Italien im wahrsten Sinne des Worte die "wahre Liebe mit Hieben" für diesen heutigen Staat der Fremdbestimmung. Der von der STF politisch aufgegriffene Vorfall in Meran Obermais ist ein deutlicher Beleg für diese Behauptung. Eine eigene, dem Landtag und der Landesregierung unterstellte, sich aus Süd-Tirolern rekrutierende neue Körperschaft einer Landes-Ordnungswache würde da wahrscheinlich eine große Abhilfe schaffen. Auf der Ebene der EU in zahlreichen Staaten wird das problemlos zum Wohle der Bürger so gehandhabt.  
 
Sogar in Italien erlaubt überall die gegenwärtige Regierung in Rom die Gründung von zivilen Bürgerwehren. Das gleiche Recht sollte sich endlich auch das Land Südtirol herausnehmen, um die eigene Bevölkerung vor derartigen Übergriffen zu schützen. Eine Südtiroler Bürgerwache würde ziemlich sicher genauer den Hütern der Italianità bei ihren Amtshandlungen zuschauen können. Wenn keine Hilfe vom Staat zu erwarten ist, wenn weiterhin keine eigene Landespolizei der AP Bozen möglich sein sollte, müsste man in der Gesellschaft endlich zur Selbsthilfe greifen, die sogar ohne größere Probleme mit diesem heutigen Staat auf der juristischen Ebene möglich wäre. Was für den Rest des Stiefelstaates heute in diesem Bereich möglich ist, müsste auch für Süd-Tirol gelten, oder ist auch hier die allerbeste Autonomie der Welt anders?
 
Markus Anton

Kommentar schreiben
  • Bitte orientieren Sie Ihren Kommentar am Thema des Beitrages.
  • Die hier veröffentlichten Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Bewegung SüD-TIROLER FREIHEIT - Freies Bündnis für Tirol wieder.
  • Die Bewegung SüD-TIROLER FREIHEIT - Freies Bündnis für Tirol distanziert sich in jedem Fall von ehrverletzenden, jugendgefährdenden, rassistischen und extremistischen Inhalten.
  • Persönliche Angriffe und/oder Diffamierungen werden gelöscht.
  • Das Benutzen der Kommentarfunktion für Werbezwecke ist nicht gestattet. Entsprechende Kommentare werden gelöscht.
  • Bei Fehleingaben laden Sie diese Seite bitte neu damit ein neuer Sicherheitscode generiert werden kann. Erst dann klicken Sie bitte auf den 'Senden' Button.
  • Der vorgenannte Schritt ist nur erforderlich, wenn Sie einen falschen Sicherheitscode eingegeben haben.
Name:
E-mail:
Titel:
BBCode:Web AddressEmail AddressLoad Image from WebBold TextItalic TextUnderlined TextQuoteCodeOpen ListList ItemClose List
Kommentar:

Sicherheitscode:* Code
Ich möchte NICHT per e-Mail über weitere Kommentare zu diesem Artikel informiert werden.

Powered by AkoComment Tweaked Special Edition v.1.4.6
AkoComment © Copyright 2004 by Arthur Konze - www.mamboportal.com
All right reserved

 
< zurück   weiter >
Advertisement

Aktueller Hinweis

  • Aktuelle Aktion!

Kontakt

  SÜD-TIROLER FREIHEIT - Bewegung
St. Josef am See 74 | 39052 Kaltern
Mail: Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können
Tel. 333 30 24 111 oder 338 33 448 39

   
  SÜD-TIROLER FREIHEIT - Landtag
Südtirolerstraße 13 | 39100 Bozen
Mail: Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können
Tel. 0471 98 10 64

 

Aktionen

E-Mail - Verteiler

Pressemitteilungen
Wöchentliche Zusammenfassung



PayPal Spenden

Ihre Online Spende für den
Werbekatalog der
SÜD-TIROLER FREIHEIT
Summe
Währung