Hirtenbrief der Tiroler Bischöfe: Lob und Ergänzung
Samstag, 13. Juni 2009
Roland_Lang_500_2_001.jpgDie SÜD-TIROLER FREIHEIT ist erfreut über den Hirtenbrief der Bischöfe des ganzen Tirol. Der von allen Bischöfen des historischen Tirol, Erzbischof Alois Kothgasser, Salzburg, Luigi Bressan, Trient, Manfred Scheuer, Innsbruck und Karl Golser, Bozen-Brixen, unterzeichnete „Hirtenbrief zum Herz-Jesu-Sonntag aus Anlass des Gedenkjahres an die Ereignisse von 1809“ ist Geschichtsrückblick, Mahnung und Auftrag zugleich.

Klare Worte der Oberhirten, so Leitungsmitglied der SÜD-TIROLER FREIHEIT Roland Lang, wenn sie erklären: „Wir können die Ereignisse von 1809 im Zeichen der Freiheit interpretieren: als Versuch, die politische Freiheit von den mit den Franzosen verbündeten Bayern zu erlangen …“
So erklären die Bischöfe außerdem: „Was die politische Freiheit betrifft, so darf sie sich nicht allein auf die Zugehörigkeit zu einem bestimmten Staat reduziert werden …“. Für unsere Bischöfe bereits mutige Worte, brechen sie damit doch ein Tabuthema der letzten Jahrzehnte der Kirche in Tirol!

Klare Aussagen auch zum Umweltschutz und Erhalt der Schöpfung, die jeden von uns zur Verantwortung gegenüber unseren Nachkommen auffordert, auch die sozialen Probleme und die Wirtschaftskrise werden im Hirtenbrief genannt.

Ergänzen möchte die SÜD-TIROLER FREIHEIT diesen guten Brief mit der Aufforderung an die Politiker, die im Jahre 1977 abgeschafften Tiroler Feiertage wieder in ganz Tirol einzuführen: Josefi, Christi Himmelfahrt, Fronleichnam und Peter Paul. Besonders der Hl. Josef ist Schutzherr der Väter und Familien,  der Armen und Vernachlässigten, aber auch Schutzherr und Landespatron des ganzen Tirol. In einer Zeit der Arbeitslosigkeit und Wirtschaftskrise wäre die Wiedereinführung dieser Feiertage wirklich nur eine Frage des guten Willens und ein Beitrag zum Gedenkjahr, so Leitungsmitglied Roland Lang.

Roland Lang
Leitungsmitglied der SÜD-TIROLER FREIHEIT

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Kommentare (5)
1. 15-04-2011 20:38
 
Peter und Paul
Peter und Paul ist ein kath. Hochfest am 29. Juni,das diese beiden großen Apostelfürsten ehrt. Es war ebenso bis 1977 gesetzlicher Feiertag in ganz Italien und damit auch in Südtirol. Man hielt meistens an diesem Festtag die Priesterweihen ab. Es ist schade, dass dieses Hochfest als Feiertag abgeschafft wurde zusammen mit Josefi, Christi Himmelfahrt und Fronleichnam.  
Peter und Paul gilt noch als Feiertag im Fürstentum Lichtenstein,in Monaco sowie im schweizerischen Kanton Ticino, sowie immer noch in der Gemeinde Rom.
 
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2. 15-06-2009 10:33
 
Feiertage
Wenn man Peter-Paul "nie gehört" hat, bestätigt man damit nur seine Inkompetenz. 
 
Übrigens feiern die Bayern die meisten Feiertage und sind das reichste Bundesland.
 
ff
3. 15-06-2009 08:56
 
Erfreuliches von der Kirche
Es ist sehr erfreulich, dass sich die Kirche in Gesamt-Tirol nicht einfach in Schweigen hüllt zu, sondern zur Situation der Tiroler Volksgruppe Stellung nimmt. 
 
Auch bin ich für die Wiedereinführung wichtiger Feiertage, die wir in unserer Tiroler Volkskultur bereits jahrhundertelang gelebt hatten. 
 
 
Tirol & Südtirol grüßen Wien 
 
http://www.be24.at/blog/entry/624259/tirol-und-suedtirol-grue%C3%9Fen-wien 
 
http://www.vienna.at/news/wien/artikel/tirol-zu-gast-am-wiener-rathausplatz/cn/news-20090612-02241865
 
ff
4. 15-06-2009 08:55
 
Erfreuliches von der Kirche
"In einer Zeit der Arbeitslosigkeit und Wirtschaftskrise wäre die Wiedereinführung dieser Feiertage wirklich nur eine Frage des guten Willens... " 
 
Was ist das denn für eine Argumentation?? In solchen Zeiten soll jeder noch mehr arbeiten und nicht Feiertage wie Peter Paul... (nie gehört) feiern. 
 
Aber sie Herr Lang können sich so eine Art von Denken gern aneignen. Dies würde bedeuten: es hat sie kaum jemand gewählt desswegen feiern sie doch einfach mal ein wenig mehr herum als hier so ein Unsinn zu posten.
 
Kurt
5. 13-06-2009 22:53
 
Tiroler Familienzusammenführung
Ein gutes Beispiel der Tiroler Familienzusammenführung, diesmal auf wienerisch. Am Samstag und Sonntag, den 13. und 14. Juni 2009 dürfen sich beide Länder, das Bundesland Tirol und Südtirol gemeinsam Seite an Seite in der Bundeshauptstadt aller Österreicher gemeinsam als ein Land Tirol dem zahlreichen Publikum präsentieren. Aus diesem Anlass sind in Wien hochrangige Politiker aus Innsbruck und aus Bozen angereist, eigentlich alles war Rang und Namen in der Tiroler Politik zwischen beiden Landeshauptstädten hat. Was das wohl nur zu bedeuten mag? Beide Landeshauptläute Platter und Durnwalder wollen nach eigenen Aussagen in Zukunft in Österreich aber vor allem in Brüssel bei der EU nur gemeinsam als eine deutschsprachige und ladinische Europäische Region Tirol auftreten und vieles an neuen europäischen Möglichkeiten des Zusammenwachsens des geteilten Landes dadurch ausschöpfen. Warum auch nicht? Wenn beide Landespolitiken gemeinsam nach Innen und vor allem nach Außen auftreten und vor der Welt bezeugen, wir sind nicht nur Süd-Tiroler und damit Tiroler, sondern auch ethnische Österreicher, dann wird man vieles in der Frage der Beantwortung der Frage der Selbstbestimmung in der AP Bozen mit der Zeit leichter international durchsetzen können. Also, sie funktioniert wunderbar, die Tiroler Familienzusammenführung, wenn nur der klare Wille dazu in der Politik vorhanden ist. Sie funktioniert aber nur in Österreich nördlich des Brenners. In Alto Adige siamo bekanntlich immer noch in Italia, wo allein das Wort "Tirol del Sud" eigentlich für viele eine Kulturkampfparole bedeutet, und da ist so eine Verbrüderung unter Tirolern beinahe schon ein Grund dem Nachbarland von Rom aus die Freundschaft zu kündigen. Das Völkerrecht der Selbstbestimmung einer fremdbestimmten Ethnie in der eigenen seit Menschengedenken angestammten Tiroler Heimat südlich des Brenner hin oder her, wo die Tiroler immer noch eine 3/4 starke ethnische Mehrheit stellen und wo nach Meinungsumfragen auch die Hälfte der in Süd-Tirol lebenden Italien auch die Selbstbestimmung des Landes klar bejahen würde. Nach diesen bemerkenswerten Tagen bewegt sich doch scheinbar etwas in der Frage der Tiroler Landeseinheit. Es sollte aber nicht nur bei Ankündigungen bleiben, jetzt müssten endlich konkrete Schritte beider Landespolitiken folgen. Der aktuelle Hirtenbrief aller Tiroler Bischöfe hat vielleicht bewusst oder nur durch Zufall etwas vorweggenommen, was gerade in diesen Tagen an scheinbar informellen Beschlüssen für das Land Tirol in seinem deutschsprachigen Teil beschlossen wurde.
 
Markus Anton

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