Begriff: „Grundrechte“
Donnerstag, 11. Juni 2009
pfundererbuam.jpgDr. Luis Thaler spricht den Attentätern der 60er-Jahre die Qualifikation als Freiheitskämpfer ab, weil Italien damals angeblich als „demokratischer Staat“ den Südtirolern wesentliche Grundrechte garantiert habe. Herr Thaler ist alt genug, um zu wissen, dass dies nicht stimmt.

Oder zählt er etwa zu den Grundrechten, dass Menschen vom Staat gefoltert und getötet werden, dass die durch internationalen Vertrag garantierten Rechte auf Gebrauch der Sprache usw. missachtet werden, die Meinungsfreiheit durch Verbote aller Art eingeschränkt, Zehntausende von Einheimischen durch Verweigerung von Wohnungen und Arbeit zur Auswanderung gezwungen werden?

Ohne die Attentäter wären wir heute noch bei diesen Zuständen, die für Herrn Thaler anscheinend zu den demokratischen Grundrechten gehören.

Dr. Elena Bonetti Staffler, Brixen


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Kommentare (11)
1. 17-06-2009 09:39
 
Warum jeder Recht haben will...
Hallo Kurt: Betreffend dem Vinschgau hast du recht. 
Doch denke ich auch in der CH gibt es das TI wo ein ladinischer Dialekt analog des Gebietes der Dolomiten gesprochen wird. Sicher hat Italien sehr viel falsch gemacht. Treffen doch aber heute noch die freiheitlichen Alessandra Mussolini , die im weiten das Gedankengut vertritt, ehrlich da sind die SF schon 
freundlicher zuverlässiger und Zukunftsbezogen. Für mich hört Italien so oder so in / unter Bergamo auf... 
Wichtig ist dass die Kräfte zusammen eine Lösung finden! 
 
Schene grüess ins benachbarte Vinschgau
 
2. 16-06-2009 14:31
 
Warum jeder Recht haben will...
@ Eisele Siegfried: als stolzer Vorarlberger sollten sie 2 Dinge noch lernen. 
 
Das erste wäre die Deutsche Sprache. Und das zweite, das Voralrber wirklich gar nichts mit Tirol am Hut hat, im Gegenteil. Vorarlber hat nach dem ersten Weltkrieg ganze 2 Volksabstimmungen gehalten um sich von Österreich zu lösen und an die Schweiz angegliedert zu werden. Die zweite Volksabstimmung wurde mit über 95% zustimmung abgeschlossen. 
 
"Leider" wollten aber die Schweizer die Vorarlberger nicht da sonst ein weiterer deutschsprachiger Kanton das gleichgewicht der Sprachen in der Schweiz verändert hätte.
 
Kurt
3. 15-06-2009 07:15
 
Kraft von und Montafon via Vinschgau
Zur Meinung von Herrn Achim Baden-Württemberg. Hallo Herr Vbgr.Nachbar! 
Ganz so kann ich die Südfrontangelegenheit 1915 nicht stehen lassen. Etwas mehr Diplomatie und Kameradschaftliches Miteinander in Sachen gemeinsam Geleistetem, auch an der Südtiroler Front wäre schon angebrcht. Kraft von... war ein Teil dessen Allem Gemeinsamen! Das was die Italiener nie gekonnt haben, nämlich die Chance Unrecht gut zu machen im Heutigen Gemeinsamen Miteinander, hat Bayern nach dem Unrecht 1796 - 1815 eben anno 1915 glorreich vollzogen. Das werden wir den Bayerischen Kameraden auch nie vergessen. Aber nicht im Sinne nur Bayern sondern Gemeinsamem Miteinander.Zum andren untern Thema bezüglich Räterromanisch und Vinschgerei. Also Frage an diese Idealisten, wo wir anfangen und wo wir aufhören sollen? Könnten wir sagen, vor 2000 Jahren existierte Kaisers Gustl und alles war Rom und daher muss alles in Europa Italienisiert werden. Asterix würde sagen hm, hm...Etwas muss schon klar sein, in Vorarlberg war ganz Montafon Räterromanisch!Gell, da staunt Ihr, wie eng Südtirol und Welschtirol in Voralberg Geschichtswurzeln trägt. Das Volk wanderte aus Lamuntscha, einem Welschen Grenzort zur Schweiz herauf.Auch Doren nähe Sulzberg in Vbg. ist ein Welsches Dorf aus Trentiner Straßenbauern um 1860 entstanden.Wenn die Montafoner ´Muntafunarisch redand´ sind sie weit entfernt von der Hochdeutschen Sprache. Für uns aber keine Secunde an Disskusion pro oder Kontra. Wir alle sind stolze Vorarlberger. Daher erübrigt sich eigendlich jegliche Disskusion bezüglich Vinschgau, Südtirol bleibt Südtirol, Teil des gesamten Hl. Landes Tirol.
 
4. 14-06-2009 19:13
 
Herr Martin ?
Meine Frage: Wie steht eigentlich der Gewinner von 'Austria sucht den Superstar', Martin, zur Tiroler Frage ? 
 
Österreicher, kauft nur österreische Bananen, seid stramm anti-EU und kassiert nebenbei fette Diäten und Sitzungsgelder im Straßburger Parlament ? 
Doppelstrategie nannten die 68'er sowas ! 
Und: ohne Glt. Krafft von Dellmensingen würde die italienische Nordgrenze mindestents bis zum Inn reichen, es war ja kein Erzherzog (o.ä.) da, der den ähem heute Nord-Tirolern hätte helfen wollen, Bosnien, Galizien, Kroatien und Banat waren wichtiger !
 
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5. 12-06-2009 22:13
 
Ladinien
So einen hirnrissigen Kommentar, wie den von "Kurt" habe ich schon seit Jahren nicht mehr gelesen. So etwas treue ich keinem einigermaßen ausgeglichenen Süd-Tiroler zu, dass er so einen Unsinn verzapft, der eigentlich auch keine Antwort verdienen würde. Es sei denn, dieser Wahnsinn hat Methode und wurde in den Stuben der Verwalter der Italianità des Alto Agige gesponnen. Ich als unter anderem Geschichtestudierter kann nur folgendes dazu schreiben: 
 
1. Das Ladinische oder Rätoromanische Sprachgebiet erstreckt sich vom Schweizer Kanton Graubünden in direkter Nachbarschaft des Vinschgau bis nach Friaul, d.h. Tarvis, Pontafel, Udine und Palmanova.  
 
2. Im Vinschgau wurde tatsächlich in früheren Jahrhunderten vorwiegend Ladinisch gesprochen. Es hat weder die Grafen von Tirol oder später die Habsburger sehr interessiert, welche Muttersprache die Eingeborenen dort hatten.  
 
3. Im Zuge der Gegenreformation bewirkte der katholische Klerus im Vinschgau einen flächendeckenden Sprachwechsel von Ladinisch zu Deutsch, um sich von dem damals protestantisch-ketzerischen rätoramanischen Kanton Graubünden deutlich auch sprachlich abzugrenzen. 
 
4. Bei jeder ethnischen oder sprachlichen Umfärbung gehören aber immerhin zwei dazu. Die Ladiner aber haben sich auch dort schon immer in erster Linie als Tiroler verstanden und daran hat sich bis heute nichts geändert. Sogar im Ampezzotal östlich von Südtirol ist die tiroler Identität immer noch sehr lebendig, trotz 90 Jahre der Italianisierung. Im Jahre 2007 haben über 80% der Bürger in drei ladinischen Gemeinden dort für die Rückkehr ihrer Alt-Tiroler Heimat zu Süd-Tirol abgestimmt, von der sie in der Zeit des Duce-Faschismus administratorisch mit Absicht getrennt wurden, um sie leichter zu italianisieren. Diese drei Gemeinden gehören weiterhin zum Belluno. Bis heute ist nichts aus dem Provinzwechsel geworden, weil man es in Rom das so haben will. 
 
 
 
5. Es gehört zum Repertuar des alten und neuen italienischen Nationalismus die Ladiner nicht als Tiroler, sondern nur als eine Art halb eingedeutschte Ur-Romanen und damit auch Italiener auszuweisen, damit man sie leichter und mit ihnen auch das Land Süd-Tirol mit der Zeit italianiseren kann. Das war in der Vergangenheit so und das ist heute nicht viel anders. 
 
6. Es wäre schön, wenn Italien, das die ganze Macht eines Staates in dieser Region hat, es den Ladinern endlich ein Leben entweder in der AP Bozen oder in einer neuen AP Ladinien ermöglichen würde, wo Platz für alle ladinischen Gemeinden aus den Provinzen Belluno, Bozen und Trient vorhanden wäre, wenn diese demokratisch legitimiert es so haben wollten. Das tut aber Italien aus einem Machtkalkül heraus nicht. Sogar die sehr verwässerte Autonomie Friauls ist heute wie es scheint bereits eine Zumutung für Rom. 
 
7. Wenn also jemand italienisch nationalistische Kommentare schreibt und sich über die Geschichte der Ladiner in Tirol beschwert, der sollte lieber diese Kritik an die Verwalter der Italianità richten, und ganz sicher nicht an die Adresse der Süd-Tiroler, aber dem Verfasser geht es wahrscheinlich um etwas anderes. Das ist aber nur meine subjektive Vermutung, da ich den Verfasser dieses Pamphlets nicht kenne.
 
Markus Anton
6. 12-06-2009 18:06
 
Ladinien
Mir sind die Leserbriefe des Herrn Dr. Luis Thaler schon seit längerer Zeit aufgefallen, und ich muss sagen,dass Aussagen wie die seinen nur von einem spätkonvertierten Grünen oder von einem Agenten, der provozierend den Leuten das Wort aus dem Maul locken will, stammen können. Anders kann ich mir gewisse Behauptungen nicht erklären.
 
Oje
7. 12-06-2009 15:34
 
Hr. Dr. Luis Thaler,
einen demokratischen Staat muss man nicht für Grundrechte betteln. 
Ein demokratischer Staat, wie sie es sagen, hätte schon längst eine VOLKSABSTIMMUNG abgehalten und keine Italienisierungspolitik betrieben. 
 
Das Vinschgau ist wohl ein deutsches Wort, oder nicht? 
Die Besiedelung des Vinschgaues war keine systematisch betriebene Vertreibung und Überfremdung so wie es ditktatorische Italien gemacht hat. 
 
"Education is the most powerful weapon which you can use to change the world" 
(Nelson Mandela) 
 
Die Süd - Tiroler scheinen in den letzten 60 Jahren schleichend entwaffnet worden zu sein.
 
ff
8. 12-06-2009 14:27
 
Überfremdung
@ Kurt 
Dass die "Tiroler" den Vinschgau verdeutscht haben, ist nicht gut möglich, da Tiroler deutscher, ladinischer oder (Welschtirol) italienischer Sprache sein können. Im Gadertal und in Gröden haben die ladinischsprachigen Tiroler ihre Sprache behalten können, und das dank der Hilfe der deutschsprachigen Tiroler. Wenn es nach Italien gegangen wäre, dann würde dort heute niemand mehr Ladinisch sprechen. Alcide Degasperi verabscheute diese Sprache, die er höchstens als Trentiner Dialekt akzeptierte. Man sehe auch, wie es den Ladinern in den Gebieten außerhalb Südtirols gegangen ist, ganz zu schweigen von den deutschen Sprachinseln in Oberitalien.
 
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9. 12-06-2009 12:00
 
Überfremdung
èberfremdung? Die Tiroler haben uns Vintschgauer verdeutscht!!! Das war überfremdung! Vintschgau war rätoromanisch/ladinisch oder klingt für euch Kastelbell deitsch? 
Die Tiroler hobn Vintschgau zu 100% es ladinische VERTRIEBEN!!! 
Des hot Italien mit ins net gmocht denn Vintschgau isch olbn no zu 99% heint no DEITSCH!!
 
Kurt
10. 11-06-2009 18:48
 
Nazigedanken auf Dr. Art
Als Dr. hätte ich mir eine andere Meinung von Luis erwartet. Entweder kennt er die Folterbriefe und die Hintergründe etc. um die Bumserzeit nicht, dann muss ich ihm als Dr. aber eine schlechte Qualifikation assestieren, Inteligenzquotient im Sinne gesponsertem Doktor(verr)at, oder gar in der Lotterie? 
Oder er kennt das alles, weil er sich als inteligenter Dr. dementsprechend befasst hat. Dann muss ich schon sagen, handelt er im Sinne National - Sozialistischen Gedankengut, in dem er all die Folterungen und unmenschlichen Aktionen, incl. Kot in den Mund Gedrückt und Pisse zum saufen, von Gewalt am Körper garnicht zu reden, legitimiert. Wie muss es in solchen Menschenseelen aussehen, die dieses Elend, dieses Verbrechen an Ihren eigenen Landsleuten verleugnen. So d´oma und gomorra. Gottes Mühlen mahlen langsam aber sicher und bestimmt!!
 
11. 11-06-2009 10:35
 
Für Freiheit muss man kämpfen
Für Freiheit muss man kämpfen. Sie wird einem nicht geschenkt. 
 
Italien hatte einen Angriffskrieg gegen Österreich und damit gegen uns Tiroler geführt. 
Italien hat das Völkerrecht allein schon mit seinen Einmarsch in Tirol mit Füßen getreten. 
Systematische ethnische Überfremdung (italienische) ist ein Verbrechen an Volksgruppen und kein Minderheitenschutz.
 
ff

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