Pro & Contra mit Dr. Eva Klotz und Dr. Dieter Steger - Video nun online
Montag, 11. Mai 2009
pro_und_contra_klotz_steger_2009.jpgDie Diskussion um die politische Zukunft Süd-Tirols geht weiter. Bei der Sendung "Pro und Contra" am Dienstag, 12. Mai 2009 im Rai - Sender Bozen diskutierten der Südtiroler Landtagspräsident Dieter Steger (SVP) sowie die Landtagsabgeordnete Dr. Eva Klotz (SÜD-TIROLER FREIHEIT) zum Thema "Scharfmacher vs. Weichspüler - Ist Südtirol ein Krisenland?". Durch die Sendung führte Zeno Braitenberg. Das Video ist nun online und kann hier angesehen werden.

 


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Kommentare (38)
1. 19-05-2009 11:55
 
Kirche in Süd-Tirol
"Unsere Liebe ist herausgefordert, wenn politische Feindbilder aufgebaut werden....." 
 
Wo hat die Kirche bzw. Bischof Golser  
bisher gelebt? 
Die Feindbilder (Siegesdenkmal und der Kapuziner-Wastl) hat man schon vor 90 Jahren aufgebaut. 
Nun wollen die Schützen diese Feindbilder beseitigen und sie werden nur kretisiert.
 
ff
2. 16-05-2009 16:36
 
Kirche in Süd-Tirol
Wenn du wissen willst, wo "deutsche Landen" sind, dann kaufe dir einen Atlas oder gehe zum Istituto Geografico Militare in Florenz. 
 
http://www.igmi.org/
 
Stefan R.
3. 15-05-2009 21:23
 
Dem Steger geantwortet:
"Ethnischer Friede" sei das höchste Gut: 
--> Als ob der völkische Friede nicht auch unter österreichischem Reich gewährt wäre. 
 
Ethnische Spannungen lehnt er ab. 
--> Gut so. Eine große "ethnische" Spannung wird bewirkt, indem fremde, italienische, Soldaten und Polizisten in deutschen Landen stehen. Eine kleine "ethnische" Spannung gibt es, wenn die italienische Volksgruppe sich mit der deutschen auseinandersetzt. Ethnische Spannungen insgesamt hält man gering, indem man die großen verkleinert.
 
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4. 15-05-2009 19:02
 
Dem Steger geantwortet:
aus Rom ertönen erzürnte Drohschreie: "ihr habt still zu sein, mit dem ganzen Geld das ihr bekommt...:" 
Geld allein, liebe Herren Frattini,Fini und Frau Weissblume sind eben nicht alles im Leben, aber das können Kollegen von Herrn Berlusconi nicht wissen. Und viele in der SVP schütteln brav die Köpfe.... 
Wer hat denn ein Thema aufgebauscht wo gar keines war: Rom und die Neofaschisten in Bozen.  
Ich jedenfalls freue mich auf den Besuch von Herrn Maroni, einem Anhänger einer offen separatistischen Partei. Wenn nicht er wer dann versteht unser Anliegen??
 
stefan
5. 15-05-2009 17:31
 
Dem Steger geantwortet:
http://www.youtube.com/watch?v=8uO7W8CY6RA
 
n.
6. 15-05-2009 13:13
 
@H
Aha?! Dann kannst Du uns den Unterschied ja genau erklären, wenn es Herr Steger, unser Bischof oder ich sage, oder? Die Botschaft ist immer die Gleiche. 
Die Provokationen haben, gewollt oder ungewollt, das spielt jetzt keine Rolle mehr, mittlerweile besorgniserregende Ausmaße angenommen, wenn ich an die entwendete Tafel am Brenner, Kundgebungen in Rom, Kranzniederlegungen oder Schmierereien in Bozen denke. Die Schützen marschieren auf und die SVP wird kritisiert, dass sie nicht dabei war; Steger ruft zur Mäßigung auf und wird als Verräter der Südtiroler hingestellt gleichzeitig wird Maronis Aufruf von den Schützen begrüßt, Theiner wird zum "Schürer und Zündler", die Freiheitlichen halten sich plötzlich brav zurück, was sonst gar nicht ihre Art ist, usw. und so fort. Amo i kenn mi nimma aus!? 
Ich hoffe die angekündigten runden Tische tragen Früchte und die erhitzten Gemühter kühlen sich ab, bevor sich die ersten die Köpfe einschlagen... 
Es muss wieder vernünftig diskutiert werden können, momentan entzieht sich mir die ganze Problematik jedlicher Logik, oder glaubt jemand ernsthaft, so kommt ein brauchbares Ergebnis raus? Also ich schalte mich erst wieder in die Diskussion ein, wenn die Scheuklappen abgelegt werden und wieder nach links und rechts gesehen werden kann; wenn das kein tolles Wortspiel ist:-) 
In diesem Sinne, Ciao, A s'udëi und Pfiet enk!
 
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7. 15-05-2009 12:04
 
@H
@Puschtra 
Es ist eine Sache was ein Geistlicher sagt, ganz eine andere jedoch wenns die südtiroler Regierungspartei sagt!
 
H
8. 15-05-2009 10:42
 
@H
Unser Bischof gibt denselben Aufruf an die Bevölkerung wie Steger. Dann ist er wohl auch lt. den Meinungen hier italianisiert und begeht Verrat an den deutschsprachigen Südtirolern... 
Bischof Golser: 
„Unsere Liebe ist herausgefordert, wenn politische Feindbilder aufgebaut werden. Vor allem ist es Zeichen der Verantwortung aller, dass nicht durch bestimmte Aktionen und durch Schlagworte die ethnischen Spannungen wieder angeheizt werden. Das hohe Gut des friedlichen Zusammenlebens darf nicht leichtfertig aufs Spiel gesetzt werden“, so Bischof Golser. 
www.stol.it/Artikel/Chronik/Bischof-Golser-Ethnische-Spannungen-nicht-wieder-anheizen
 
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9. 14-05-2009 18:23
 
@H
ES LEBE EUROPA
 
Leo
10. 14-05-2009 18:15
 
REICHTUM IN SÜDTIROL
Ja lieber Herr Steger, ich galube Ihnen schon, dass es 'IHREN KINDERN' in Südtirol gut geht! Bei einem Monatsgehalt von etwa 10.000Euro!!!! 
 
Bravo, Eva! Mach weiter so!
 
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11. 14-05-2009 16:25
 
Dame Eva´s Schach Matt
Eva startete und Steger trieb es buchstäblich den Ruß ins Gesicht. Herr Landesrat (eher Fahrad! Nein!Fahrädle)Steger saß auf einem erkalteten Schwedenofen mit rußigem Gesicht und schwarzer Nase, nach dem er im dritten Zuge von Eva die auf einer Harly saß, dame Schach Matt gesetzt wurde! Herr Steger täte gut daran die Geistigen Werte welche die Schützenbrüder am Hl. Altare und der geweihten Fahne schwören, zu studieren! Den Schutz für Heimat (Gesamttirol) und Vaterland(Region Tirol, Germanien,Österreich, Kirche und Habsburg)! „Die Treue zu Gott und das Erbe der VÄTER (gegen Okupanden - Väter in ihrem Land bitte!..sind keine Täter!!!); Die Geistige und Kulturelle Einheit des Landes; Die FREIHEIT und die Würde des Menschen; Pflege des Regionalen Schützenbrauches.“ 
Liebe Frau Dr. Eva Klotz! Gratulation für diese Hochintelligente taktischem Kalkül hervorragende Leistung in Rethorik Gegenfrage im rechten Zeitpunkt etc.  
Eva brachte es auf den Punkt. Sie wäre in Ehrlichkeit, Menschlichkeit und Achtung vor Minderheiten aller Sprachgruppen als hoch intelligente Frau die erst´klassische Landeshauptfrau und auch die Letzte, denn Sie würde die Tiroler bestimmt zusammenbringen als ein Tirol. Hofers Anderl sprach auch beide Sprachen! Steger kam mir vor wie ein nachgemachter Kapuziner(WursteL-mit einem Staatsitaliener incl. deSSen Geladenen, unter seiner Kutte sitzend), der mit holen wiedersprüchlichen Phrasen und leeren Worten einfach daneben stand und glaubte, er könne mit seiner Predigt noch ein Feuer in seinem erkalteten SVP Politofen retten. Zünsler sind, wie Eva treffend sagt, die politischen Staatsmächtigen Schweiger, welche schweigend agieren, pfuschen, Volksversuche machen im Sinne Egalite, Liberte ..Wahn, Bolschewikiideenwahn aus Amerika, Antiautoritärem Erziehungswahn, Faschistenwahn, Antijudenwahn, Nationalsozialistenwahn, SS - Wahn, Liberalistenwahn, Multukultiwahn und Globalisierungswahn, 2. Vatikanikonzilswahn,Modernistenwahn, etc. unterdrücken und lauthals für entstandenen Schaden, über Denjenigen, der hineingezogen wird in den entstandenmen Strudel, an den Pranger stellt. Genauso in Deutschland. Wenn Jugendliche marschieren gegen Muslime weil die Staatsmacht diese in Massen eingebürgert hat, wo nachgewiesen in Holland Christenkirchen zu Moscheen umfunktioniert somit gem. unseres Glaubens geschändet wurden, wo Sozialgettos in Städten gegründet wurden wo nur Ausländer ihr elendes Dasein fristen in Korruption und Verbrechertum, et. etc. etc. werden die Jugendlichen die sich irgendwie dagegen zur Wehr setzen, generell als Nazi verurteilt. Wer zündet da an? Aber vom "Schweigenden Täter", davon will in der ganzen Weltgeschichte bis heute nimand reden. Täter sind leider immer die Ausführenden die oft in ihrer Verzweiflung und Auswegslosigkeit für ihr Vaterland den letzten Streich setzen. Eine SVP die von braver und ruhiger Südtiroler Volksmehrheit redet, das hätten sie eben gern, eine im Hirn ausgehölte brave Masse im System der Maschienen. Damit zeigt die SVP ihre Italiensystematisierte wahre Heimatsöhne verachtende Politfratze! Und das sage ich meine Herrn, als ideologischer ÖVP´ler Vorarlbergs wo andere Sitten herrschen, ich schäme mich als ÖVP´ler und FPÖ Sympatisant, für die SVP´ler. Dass die Volksmasse sich der Staatsmacht fügt, durch Druck und Angst, und das dann von Steger noch als brav und fiedfertig hingestellt wird, das ist doch der Gipfel! Das ist ANGST! Schweigen vor Angst, vor der Gestapo Italiens, vor der Steger, hasenfüßig unehrliche Töne klopft. Bei uns in Vorarlberg würde man sagen da Kitt....hm, hm! Die Demokratie besagt aber, dass eben die Masse die sich sonst eher zurück hält, entscheiden dürfte und in Wahlen, ihre Meinung ob sie im hohen Wirtschaftsstandart eines Tirols in Österreich oder in drohendem verlogenen unterdrückten korrupten, verlumpten Italienerstaat ihr Dasein fristen wollen???;.... Kund zu tun ohne Angst! Das brachte Eva auf den Punkt. Und noch etwas! Wenn die SVP vor Eskalationsangst redet, zeigt es die wahre Drohfratze des Italienerstaates incl. derer brutalen undisziplinierten Italiener Volkshordefaschisten und nicht jener der ruhigen friedfertigen Italiener denen es vieleicht hinter vorgehaltener Hand oder anonymen Wahlzettel sogar recht wäre im Vielvölkerstaat Östereich ihre wertvolle Mentalität auch Muttersprache zusätzlich einbringen zu können.
 
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12. 14-05-2009 13:40
 
Danke für Anerkennung
Vielen Dank, an Frau Barbara und Frau Eva für die Worte der Anerkennung. Ich persönlich trete für eine friedliche, demokratisch legitimierte und legistisch zulässige Klärung der Frage der Selbstbestimmung meiner Landsleute in der AP Bozen ein. Wir leben heute in einem freien Europa der EU der freien und der selbstbestimmten Völker und nicht in den alten Zeiten der Scheinautonomie. Dies ist unser demokratisches Menschenrecht und das dürfen uns niemals wegreden oder von niemand nehmen lassen. Die Forderung nach Beantwortung der Frage der Selbstbestimmung erfordert politische Weitsicht und politischen Mut von allen beteiligen Parteien. Die Erlangung der Landeseinheit ist selten einem geteilten Land und Volk ganz einfach so in den Schoss gefallen. Da muss man sich schon darum ordentlich einsetzen und unablässig bemühen. Als Mitglied der STF kann ich nur für mich alleine sprechen oder die politische Linie aus meiner subjektiven Sicht beurteilen. Ich halte die Wiederherstellung der Landeseinheit zwischen Süd-Nord-Ost Tirol für oberste Priorität der Landespolitik-en, da nur so die ethnische Behauptung, Integrität und Selbstbestimmung der Tiroler südlich des Brenners langfristig gesichert werden kann. In den letzten Jahren hat es etliche Umfragen der Bevölkerung gegeben, die den Wunsch nach Landeseinheit zwischen Süd-Nord-Ost aus dem Stand und ohne größere Vorbereitung in den Medien und in der politischen Arbeit der Parteien des Landes klar bestätigt haben. Derartige Debatten sind in ganz Europa gestern, heute wie auch morgen nichts außergewöhnliches. Die fremdbestimmten Ethnien sind manchmal so frei sich das Recht auf die Klärung und damit Beantwortung der Frage der eigenen Selbstbestimmung zu nehmen, ohne auf die Zustimmung der Macht der Fremdbestimmung am Sankt Nimmerleinstag zu warten. Das ist unser gutes Recht und keine übertriebene und extravagante Forderung an die Adresse des Staates, der eine demokratisch glaubwürdige Antwort auf diese demokratiepolitische Herausforderung in der Gesellschaft in der eigenen Politik finden sollte, auch wenn sie jetzt klar und deutlich von einer Minderheit in der AP Bozen erhoben wird.
 
Markus Anton
13. 14-05-2009 09:16
 
Danke für Anerkennung
LIEBE SVP, feig ist nur, wer sich vor seinen Erinnerungen fürchtet! 
 
LOS VON ROM
 
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14. 14-05-2009 07:59
 
Ethnischer Frieden und Proporz - einseit
Wenn Herr Steger sein brav eingeübtes Proporz-verserl aufsagt, dann allerdings ohne folgende Tatsachen zu berücksichtigen: 
 
1) Trotz extremster Italianisierungsversuche beträgt der deutsch-ladinische Bevölkerungsanteil immer noch 75%. In diesem Zusammenhang ein herzliches Dankeschön an O. Ellecosta, der speziell hier Recht hat. Ohne den Einmarsch der Deutschen in 1943 hätte sich die Option vermutlich für Südtirol fatal ausgewirkt.  
 
2) Der italienische Anteil im heutigen Südtirol lag nach dem 1. Weltkrieg bei unter 5%! Das heisst, fast alle Italiener sind im Zuge der Italianisierungsanstrengungen zugezogen. Diese Italiener sind aufgrund von Arbeitsaussichten in von Mussolini für diese Zwecke erbauten Fabriken oder als italienische Staatsdiener / Uniformträger gekommen und nicht etwa, weil Südtirol ihre angestammte bzw. Wunschheimat war.  
 
3) Heute liegt der Italieneranteil bei nur 25% und ist sogar leicht rückläufig, wie die letzten Volkszählungen belegen.  
 
4) Besonders auffällig ist, dass der rückläufige Trend ganz stark an der Grenze zu Oesterreich in Folge der Oeffnung Europas ausgeprägt ist. Das belegt erstens, dass eine beachtliche Zahl von Italienern – wie oben erwähnt – lediglich als italienische Staatsdiener nach Südtirol gekommen sind und zweitens, dass diese Italiener in Südtirol nicht ihre Heimat sehen, sondern sich auch sonst wo niederlassen würden, solange es dafür Geld gibt.  
 
5) Das impliziert meines Erachtens, dass bei Loslösung von Rom speziell in der Bürokratie-Hochburg Bozen ebenfalls ein deutlicher Rückgang des italienischen Bevölkerungsanteils zu erwarten ist, eben gerade unter den italienischen Staatsdienern mit oder ohne Uniform (Kapuziner-Seppi, Urzi & Co. würden hoffentlich auch in ihre eigentliche Heimat in Süditalien zurückkehren wollen). Das heisst, der italienische Bevölkerungsanteil wird mit Sicherheit von einem Viertel auf sogar nur ein Fünftel zurückggehen.  
 
In München, Zürich und Wien leben heute schon mehr Italiener als in ganz Südtirol. Dort fühlen sie sich auch wohl, auch ohne mehrsprachige Strassenschilder und Mussolini-Denkmäler. 
 
Proporz ist schön und gut, aber nicht einseitig und auf Kosten der überwiegenden Mehrheit im Land! Dieser Mehrheit gilt es zu dienen, diese Mehrheit gilt es zu schützen, und zwar durch das Los von Rom! Capisce, SVP??? Stegers Auftritt erinnert mich ein bisschen an den vom DDR-Betonkopf Mielke beim Fall der Mauer, Zitat, „Aber ich liebe Euch doch alle.“  
 
Wo ein Wille ist, ist ein Weg!
 
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15. 14-05-2009 06:31
 
Ethnischer Frieden und Proporz - einseit
Der Faschismus schleicht sich immer in kleinen Schritten an, immer nur so viel wie wir gerade verkraften können. Unsere Toleranz wird immer um etwas erhöht und wir finden für alles eine „plausible“ Erklärung, Entschuldigung und Ausrede, bis es dann zu spät ist. 
 
Die Meinungsfreiheit gilt nur solange du das sagst was Regierungen richtig finden.
 
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16. 13-05-2009 20:08
 
Schön brav auswendig gelernt
Irgendwann habe ich aufgehört zu zählen: Wie oft kam von Steger sinngemäß die Aussage: "Der soziale und ethnische Friede ist unser höchstes Gut, das nicht so leichtfertig aufs Spiel gesetzt werden sollte" und "Die drei Volksgruppen in diesem Land sind eine Bereicherung". 
 
Derartige Positionen sind nicht gerade besonders originell; kennen wir sie doch von jenen Kollegen, die mit denselben faschistenfreundlichen Argumenten den in bis in die Gegenwart hereinreichenden Italofaschismus verharmlosen und die Altoatesinisierung vorantreiben möchten. Steger scheint diese seine Statements brav auswendig gelernt zu haben. Die Verdi-Grünen-Vërc und die italienischen Parteien haben es vorgemacht. 
 
Die Frage, was denn der Beitrag der Italiener zum friedlichen Zusammenleben ist (sind sie bereit, auf die faschistischen Symbole, inklusive "Alto Adige" zu verzichten) ist somit freilich auch für Steger tabu. Genauso wie die Frage, ob er denn auch all die faschistischen Symbole als kulturelle Bereicherung ansieht. Offenbar tut er das, denn ansonsten würde er den Protest gegen diese nicht als "Scharfmacherei" abtun wollen. 
 
Steger hat sich definitiv als altoatesinischer Mitläufer entpuppt. Aber ehrlich gesagt: Etwas anderes war auch nicht zu erwarten von einer Partei, die sich immer wieder als Bremser betätigt, sich lieber von Rom und einer Faschismus-light-Mentalität fernsteuern lässt als die Tiroler Interessen zu vertreten.
 
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17. 13-05-2009 19:14
 
Nur net aufmucken.................
sagt der LP Steger , sonst kriegen wir Probleme und die Italiener hauen uns ! . Es ist jämmerlich welches Bild die SVP und ihre Repräsentanten zum Besten geben . Denen geht es längst nicht mehr um Süd-Tirol und ihren Menschen sondern nur um die SVP und ihrer Macht . Das von den Italienern übernommene Argument , die bestehenden Faschismus-Relikte zu verwenden um aus der Geschichte zu lernen ist hanebüchen und dumm . Aber auch gefährlich . Dies würde auch bedeuten dass in Österreich und Deutschland diese NS-Denkmäler wieder herzustellen sind um sich der Verbrechen dieser Zeit zu erinnern ? . Ich bewundere die Süd-Tiroler Schützen und die Süd-Tiroler Freiheit , die einen so beherzten und aufrechten Weg gehen für die Freiheit und Selbstbestimmung , für unser Tirol. Leider haben wir nördlich des Brenners das gleiche Problem mit den politischen Vertretern von ÖVP , SPÖ und den grünen Tarnkappen-Kommunisten - die alle den Begriff der Heimat verweigern wenn es um unseren südlichen Landesteil geht .  
Ich möchte den Erfolg der Eva Klotz in dieser Diskussion nicht schmälern , aber es ist ein leichtes Spiel solche Politiker zu entlarven . Viel schwerer ist es sich zu unserer Heimat zu bekennen ohne sich in Gefahr begeben und als ein Nazi , Rechtsradikaler oder Primitivling abgestempelt zu werden . Nur Süd-Tirol wird unter der SVP schrittweise verschwinden und das Alto Adige übrig bleiben ! . Das müssen unsere sudlichen Landsleute erkennen .
 
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18. 13-05-2009 18:10
 
Nur net aufmucken.................
Ich bedanke mich für die Rückmeldungen, vor allem bei Markus Anton für seine fundierten Ergänzungen und Argumente; ich habe einiges dazu gelernt! Eva Klotz
 
Eva Klotz
19. 13-05-2009 18:02
 
Nur net aufmucken.................
ich hatte einen Traum.... 
Der Quästor gibt ein Fest und keiner,außer der Privatperson Seppi 
geht hin...... 
wird nach dem pro und contra wohl immer ein traum bleiben
 
xx
20. 13-05-2009 16:42
 
Nein danke!!
Wenn das so weiter geht, ich sehe so keine gute Zukunft für TIROL mit so einem Landtagspräasidenten!!  
Wenn die heutige Jugend wählen darf dann wird die SVP ihr blaues wunder erleben. Was ich schade finde, einige koleginnen von mir sagen: das ist nun mal so nimm es an wie es ist uns geht es ja gut in ITALIEN. Aber es geht uns ganz und gar nicht gut sie wissen nähmlich nicht dass wir in einem Bankrottem Staat leben und dadurch dass wir bei Italien sind, sind wir dabei auch betroffen. 
Und die SVP bzw.der Staat Italien sollte sich schläunigst etwas erdenken weil dass wir mit unseren Steuergeldern den Auslädern die Müllenzorgung Miete und das Überleben Bezahlen müssen das finde ich als SCHWEINEREI!!!!!!  
Und die sanierung von den Fasischtischen Dänkmählern werden auch aus unseren Steuergeldern bezahlt obwohl sie bei uns hier gar nichts verlohren haben!!!  
 
Es muss sich etwas ändern!!!
 
ml
21. 13-05-2009 16:27
 
Friedliches Auseinandergehen
Lieber Markus Anton! 
Beim aufmerksamen Lesen Ihrer interessanten Kommentare hatte ich bisher das latente Gefühl, Sie seien ein Verfechter dieser (schwachen) Autonomie und damit auch der SVP- Politik, und wir einfach nur zu ungeduldig.  
Heute ziehe ich den Hut vor Ihnen. Sie haben die perspektivlose Lage Süd-Tirols und das kopflose Torkeln der SVP erkannt, gnadenlos seziert und offengelegt. Danke! Sie könnten diesen Kommentar aber auch an die SVP mailen,so als Gegengewicht zu all den Nachplapperern, meinen Sie nicht auch? 
Liebgruß, Barbara
 
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22. 13-05-2009 16:26
 
Allein ihm fehlt der Glaube
Herr Steger glaubt wohl, sich in einer "Sammelpartei für echte Süd-Tiroler" zu befinden. 
 
Wenn er weiter so kommentiert, wird er sich bald in einer Randpartei wiederfinden, weil sie aus wirtschaftlichen Gründen das eigene Volk, die eigene Wählerschaft und die eigenen Interessen schlimm VERRATEN HAT!
 
Wieser Bernhard
23. 13-05-2009 14:58
 
Multikulturell? Ja und?
Multikulturell? Ja und? 
Kann mir jemand mal erklären, warum ein selbstbestimmtes Südtirol nicht multikulturell, mit all seinen Vorteilen, sein könnte? 
Weiters, warum könnten die freundschaftlichen florierenden Wirtschaftsverbindungen mit Italien nicht aufrechterhalten werden? Warum könnte in einem selbstbestimmten Südtirol das System der hochgepriesenen wirtschaflichen Genossenschaften nicht existieren? 
Das einzige was nicht sein könnte, wäre wohl, dass gewisse Politiker mehr verdienen würden, als der US-Präsident.
 
a.m.p
24. 13-05-2009 14:28
 
Gleiche Würde
Kurze Zusammenfassung: der zukünftige Papi Landeshauptmann verdient ca. 27.000 Euro im Monat, Landtagspräsident Steger, ein Monstrum intellektueller Bescheidenheit, kommt auf etwa 20.000. Er bezeichnet die Anwesenheit von drei Volksgruppen in Südtirol (die anderen Gruppen vergisst er der Einfachheit halber) als Reichtum, aber angesichts der genannten Zahlen ist der "Reichtum" wohl eher eine private Angelegenheit dieser Politiker. 
Herr Steger hat anscheinend Gedächtnisprobleme, da er vergessen hat, dass im Statut seiner Partei die Selbstbestimmung verankert ist. Ich rate ihm, sich in einer Apotheke ein Mittel gegen Gedächtnisschwäche zu besorgen. Dabei würde er bemerken, dass die "Gleichberechtigung" in Südtirol darin besteht, dass wir gleich wie die Italiener nur italienische Beipackzettel lesen dürfen, also vollkommen gleichberechtigt, Herr Steger? Von deutscher Sprache ist keine Spur, aber das wäre laut Steger wohl eine Provokation oder Scharfmacherei.
 
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25. 13-05-2009 13:54
 
Steger hat recht!
Herr Steger hat vollkommen recht! Der Großteil der Bevölkerung will dieses ganze Theater nicht. Auch dass sich viele wie er unwohler in unserem Land fühlen als noch vor ein paar Monaten. Und die "schweigende" Mehrheit meldet sich in dieser Hinsicht jetzt auch immer mehr zu Wort. "I will des nimma hearn!" ist ein oft genannter Satz. Die Menschen haben andere Probleme. 
Vor wenigen Wochen hat man die Landesregierung noch kritisiert, dass zu wenig gegen die Wirtschaftskrise getan wird und jetzt müssen sich alle von Artioli über Klotz bis hin zum Landeshauptmann mit Schützenaufmärschen, Landeshymnen und Provokationen herumschlagen! 
Ich bin natürlich überzeugt, dass die Schützen und die Frau Klotz nicht bewusst ethnische Spannungen erzeugen wollen. Und trotzdem wird der Umgangston immer aggressiver, auf beiden Seiten. Die Schützen müssen sich wieder ihrer Hauptaufgaben, ihrer christlichen Wurzeln und ihrer großen Verantwortung auch in Bezug auf die Jugend bewusst werden und weniger Politik betreiben. Jeder darf natürlich seine Position beziehen, aber sie sind keine gewählten Volksvertreter! Wenn ich denke wie viele junge Leute sich bei den Schützen einschreiben und das Tirolertum hochleben lassen, das ich auch begrüße, dies aber oft nur zu "Feiereien" nützen, in den Apres Ski Lokalen "Dem Land Tirol die Treue" grölen, am Sonntag aber kaum einer den Weg in Kirche findet, das auch dazugehört, ist das bedenklich. Die Nordtiroler Schützen z.B. haben mit der Diözese einen Vertrag geschlossen, sich wieder mehr für Soziales im Lande einzusetzen. 
Etwas das für mich nicht nur problematisch, sondern hochgradig verantwortungslos ist, ist die Aussage von Herrn Knoll bei Pro und Kontra mit Herrn Messner, und zwar, dass die jungen Leute keine Zukunft mehr in diesem Land sähen! In einem der schönsten und reichsten Länder Europas. Sehr bedenklich das unserer Jugend einzureden... 
Mein Aufruf: Die Probleme um Denkmäler, Toponomastik usw. müssen gelöst werden, aber mit weniger erhitzten Gemütern. Und es muss endlich mal in irgendeiner Form die breite Masse der Leute in die Diskussion mit einbezogen und ein gemeinsamer Nenner gefunden werden, denn ich bezweifle, dass die Mehrheit der Menschen entweder die Meinung von Frau Klotz oder von Herrn Seppi teilt...
 
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26. 13-05-2009 12:40
 
Steger leidet an Italianitis
Als Nachtrag zu meinem ersten Kommentar: 
 
Man muss kein ausgebildeter Arzt sein, um bei Steger eine ganz klare Diagnose stellen zu können: Italianitis 
 
Bei dieser Krankheit, die aufgrund ihrer extremen Verbreitung in Italien zu ihrem Namen kam, handelt es sich um eine allmähliche schleichende Rückbildung des Rückgrates. In extremen Fällen kann es zur kompletten Auflösung derselben kommen, was bei Patient Steger und vielen seinen SVP-Kollegen leider der Fall zu sein scheint.
 
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27. 13-05-2009 12:02
 
Trauerspiel der SVP
Ehrlich gesagt, hätte ich nicht gewusst welcher Partei Der LP Steger von der SVP angehört, hätte ich während dieser Diskussion den Eindruck gehabt, er spricht im Namen der Berlusca Partei oder als abgesandter der PD, bzw. der Grünen, aber ganz sicher nicht als Vertreter der Südtiroler Volkspartei. Sollte es aber einmal eine Italienische Sektion in dieser Partei geben, dann wäre so eine Argumentationslinie sicher angebracht, aber doch nicht jetzt in diesem konkreten Fall, wo es um einige friedliche Demos gegen Duce-Relikte in Süd-Tirol geht. Wenn schon bei einem "Lüfterl" aus Rom als Reaktion auf die Schützendemos gegen diese schrecklichen Relikte des Faschismus die SVP dermaßen umgeblasen wird oder sich umblasen lässt, dann Gute Nacht Selbstbestimmung für die AP Bozen, auch wenn diese noch im Parteiprogramm der Edelweisspartei steht!  
 
Anscheinend merken die Vertreter der SVP nicht einmal selbst, wie sehr sie die Argumentation dieses Staates schon übernehmen. Wo bleibt dann noch überhaupt ein Freiraum für die von der SVP so oft gepriesene angebliche Musterautonomie? 
 
Diese angeblich so vorbildliche Autonomie ist aber in Wirklichkeit gar keine. Mag schon sein, dass das in einem postfaschistischen Italien ohne Verarbeitung der Geschichte des Duce-Faschismus damals ab 1972 ein spürbarer Fortschritt für Süd-Tirol war, aber heute ist diese Autonomie alles andere als modern und taugt als Modell nur für die demokratiepolitisch unterentwickelten Länder der sog. Dritten Welt, aber doch nie im Leben für die Länder in Europa oder am Kaukasus, die ebenfalls Bedarf nach neuen Autonomielösungen haben. So gesehen ist die AP Bozen die beste Autonomie nördlich der Arabischen Liga. 
 
In den Ländern Ost-Europas gibt es heute fast keine Autonomien mehr, weil die Fragen der eigenen Selbstbestimmung von den betroffenen Völkern selbst in den letzten 20 Jahren anders und besser gelöst worden sind. Die Südtirol-Autonomiemodell-Angebote z.B. an Kosovo oder Transistrien hat man dort dankend abgelehnt, und dafür zum Teil von der freien Völkergemeinschaft bessere Lösungen des neuen politischen Status bereits bekommen. 
 
In den alten Ländern der EU gibt es eine ganze Reihe von Autonomien, die eine lange Liste von Rechten haben, von denen die SVP für die AP Bozen in Italien dazu im Jahre 2009 nur träumen kann, mehr nicht! Wenn man die AP Bozen mit vorhandenen Autonomien der alten EU vergleicht, dann fällt es einem sofort auf, was das Land an legitimen autonomen Rechten nicht hat, oder auch nie von Italien an diesen Rechten bekommen wird. Das ist z.B. eine zu 100% eigene Landespolizei, Finanzverwaltung, Postwesen, Sportvertretung sowie eine völlige Entmilitarisierung des Landes, wo die Militärgrenze eines Staates außerhalb der Grenzen der Autonomie verläuft. Diese Rechte der Autonomien gehen sogar so weit, dass wenn diese nur wollten, sie jede Zeit nach entsprechender Vorbereitung über die Frage der eigenen Selbstbestimmung frei abstimmen können. D.h., ob sie noch zum bisherigen Staat als Autonomie gehören wollen, oder ob sie lieber selbstständig werden wollen. 
 
Derartige Abstimmungen kommen in den Ländern der alten EU immer wieder vor. Das Land Island z.B. ist deswegen keine Dänische Autonomie mehr, weil es einmal nach dem Zweiten Weltkrieg frei über die Frage der eigenen Selbstbestimmung abstimmen durfte und diese eindeutig bejaht hat. Das gleiche gilt auch für die Dänische Autonomie Färöer Inseln, wo es ebenfalls bereits einmal um 1975 eine Abstimmung zu Selbstbestimmung gegeben hat, diese wurde aber aus wirtschaftlichen Überlegungen heraus von der Bevölkerung abgelehnt. Eine andere Dänische Autonomie nämlich Grönland hat die eigene Selbstbestimmung im November 2008 klar bejaht und wird gerade auf die eigene Selbstbestimmung als ein neuer Staat von Kopenhagen vorbereitet. Die Autonomien im Vereinigten Königreich wie Schottland, Wales und Nord-Irland streben ebenfalls gerade in unserer Zeit eine Neuregelung des bisherigen politischen Status, und wie man die demokratische Gesinnung und demokratische Tradition der Briten kennt, wird das auch früher oder später möglich sein. Auch in Flandern in Belgien tut sich sehr viel in Richtung der Ausübung der Selbstbestimmung. Wenn man in diesem Zusammenhang auch an Spanien denkt, wieviele Rechte Madrid nach dem Fall des Franco-Regimes nach 1975 den Basken und Katalanen aus freien Stücken sehr großzügig ohne bürgerkriegsähnliche Zustände, wie in Süd-Tirol der 60er, gegeben hat, wo z.B.sogar die Polizeigewalt in Händen der Autonomie liegt, sogar in so einem Land wie Baskenland, dann ist aus dieser Sicht die heutige Autonomie Süd-Tirols in Italien mit anderen kolonialen und in unseren modernen Zeiten aufgeklärten Autonomien zu vergleichen, wie Neu Kaledonien oder vielleicht Martinique oder Guadeluppe in der Karibik, aber doch nicht mit den demokratiepolitisch hochentwickelten Autonomien in Europa. Italien ist immer und überall das Schlusslicht Europas, leider auch in dieser Frage! Den Fachleuten darf man das Studium der Rechte der Autonomien in Russland empfehlen, von denen es weit über ein Dutzend gibt, und auch da fällt der Vergleich sehr schlecht zu Ungunsten Süd-Tirols aus.  
 
Ich bin Akademiker und habe mit Politik zu tun, daher kann ich mir keine leichtfertigen Urteile erlauben. Aber diese ständige Lobhudelei auf die angeblich so großzügige Autonomie in Tirol südlich des Brenners geht mir gewaltig auf die Nerven, weil das objektiv bei Licht gesehen überhaupt nicht oder nicht mehr stimmt. Die Tatsachen sprechen für sich selbst. Auch die einmal auf der Bühne der Weltpolitik vertretene moralisch, politisch und wirtschaftlich bankrotte, nach eigener Überzeugung so fortschrittliche ehemalige sowjetische Autonomie die DDR, glaubte in allen Bereichen an der Weltspitze zu sein. Die objektiv messbare Wahrheit war aber eine ganz andere. 
 
Italien ist natürlich ein Rechtstaat und eine Demokratie, trotzdem ist die Autononmie Süd-Tirols alles andere als modern und bedarf daher einer Erneuerung. Erstens überall in den Ländern der alten EU gibt es flächendeckend Autonomien, die unvergleichlich mehr Rechte haben als AP Bozen, und zweitens geht das Recht vom Volk aus und nicht nur ausschließlich von der Macht der Fremdbestimmung, auch in Italien in einem alten Land der EU. Kein anders Volk in einer Autonomie dieser alten EU hat so geschlossen und so oft dem Machtanspruch des mit Gewalt aufgezwungenen Fremdbestimmungstaates widersprochen, wie gerade die Süd-Tiroler. Mit Ausnahme von Basken und von Nord-Irland vielleicht, aber dort gab es niemals eine demokratisch qualifizierte Mehrheit für die Selbstbestimmung, da 1921 die nordirischen Grafschaften für den weiteren Verbleib bei UK frei abgestimmt haben und außerdem sind dort die Unionnisten, die eine Wiedervereinigung mit Irland anstreben, immer noch in einer klaren Minderheitenposition, weit unter 50% der Bevölkerung, auch wenn dieser Prozentsatz aufgrund der höheren Geburtenrate der Katholiken ständig wächst. Auch in Russland, das die meisten Autonomien in Europa aufweist, abgesehen vom gewaltsamen Konflikt in Tschetschenien, gibt es überall nur solche Autonomien, die diesen Namen auch verdienen. 
 
Die Autonomie in Süd-Tirol und ihre Protagonisten sind hingegen mental irgendwann großzügig gesprochen in den 70er Jahren stecken geblieben und sind ganz einfach nicht dazu bereit, nicht einmal in einem sich sehr stark demokratiepolitisch ändernden Europa der EU, über den eigenen Tellerrand autonomiepolitisch zu denken. Das Geld, das man sich zur Gänze als Gesellschaft in Süd-Tirol erarbeitet und auf dem Umweg über Rom zu 90% zurückbekommt, macht wahrscheinlich manche Politiker für die Anliegen der Selbstbestimmung blind. Wer aber den Wohlstand über die Freiheit stellt, wird früher oder später beides verlieren. Diese Entwicklung zeichnet sich gerade in Hinblick auf Süd-Tirol mit dem neuen Steuerföderalismus in Italien schon jetzt ab. Rom hat sich bis jetzt einen Stillstand in der Selbstbestimmungfrage mit dem Geld der Süd-Tiroler erkauft. Dieser Staat ist bekanntlich permanent pleite, daher werden auch die Menschen in der AP Bozen zu fiskalischen Solidarität mit anderen Regionen des Stiefelstaates immer mehr verpflichtet. Für heuer rechnet man schon mit 118% der Staatsverschuldung in Beziehung zum Bruttosozialprodukt des Landes, nächstes Jahr werden es womöglich 120% sein. Ohne die Geldtöpfe der EU und ohne internationale Institutionen wie IWF oder Weltbank ist dieser Statt wahrscheinlich nicht überlebensfähig. Damit bringt Italien mit seiner Politik nicht nur sich selbst in Gefahr, sondern überhaupt die gemeinsame Währung den Euro, mit Folgen für ganz Europa, die man sich leicht ausmalen kann.  
 
Und das soll der verlässliche Garant der Autonomie für die AP Bozen in Zukunft sein, ein Staat der sich permanent verspekuliert, der die Zukunft der eigenen Bürger mehrmals verpfändet hat, der eine befremdliche und eigenartige Rechtspflege was die Privilegien der La Casta betrifft aufweist, und der seit 1945 bis heute nicht geschafft hat, die faschistischen Relikte in diesem Duce-Freilichtmuseum Alto Adige aus der Öffentlichkeit zu entfernen?  
 
Auf diese berechtigten Anliegen aus der Gesellschaft haben die Schützen bei ihren Aufmärschen hingewiesen, diszipliniert, friedlich und demokratisch. Die hysterischen Reaktionen aus der italienischen Politik in Bozen und Rom veranlassen jetzt sogar manche Vertreter der SVP ins gleiche Horn zu blasen. Es gibt auch Kräfte in der Edelweißpartei, die die Gefahren der Zukunft für das Land noch klar und deutlich erkennen und eine Kursänderung in Richtung Selbstbestimmung fordern. Die de facto bereits vorhandene italienische Fraktion der SVP kann diese Bemühungen klar konterkarieren und ins Leere laufen lassen. Daher kann man sich heute mit Fug und Recht fragen, ob man der SVP noch als ehemaligen Sammelpartei in diesen so wichtigen Fragen zur Gänze vertrauen kann. Nach dem Auftritt von LP Steger und seiner Argumentationslinie sicherlich nicht mehr, da er die faschistischen Denkmäler weiter stehen lassen will und in dieser Sendung so argumentierte, als ob er die PdL oder PD repräsentieren würde. Das war zumindest mein subjektiver und daher persönlicher Eindruck.
 
Markus Anton
28. 13-05-2009 11:53
 
Partito popolare altoatesino
Wenn dies alles vor den Landtagswahlen passiert wäre...mich würde interessieren was die Südtiroler jetzt von der SVP und Durnwalder halten.
 
H
29. 13-05-2009 09:04
 
Andreas Hofer - Bund für Tirol
Armes Südtirol mit solch einem Landtagspräsidenten. (eure Zukunft ist und bleibt laut dem halbwalschen Steger Italien)Diese Aussagen Stegers kosten der SVP wie bereits in der Vergangenheit eine Menge an Sympatie und Stimmen. Bravo Eva man hätte dich auf den neuen 5 Silbereuro anstatt der Giuseppina Negrelli nach dem Motto "Vergangenheit trift Zukunft" neben Andreas Hofer darstellen sollen.
 
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30. 12-05-2009 22:54
 
Skandal: Durnwalder muss gehen!
Durnwalder: "Und niemand kann ernsthaft die Abspaltung von Italien fordern." 
 
Durnwalder verweigter den Süd-Tirolern (der österreichischen Minderheit) das Recht auf Selbstbestimmung und das Recht auf freie Meinungsäußerung (Schützen). 
 
Diese Haltung des Landeshauptmannes ist untragbar. 
Wenn Durnwalder keine selbstbestimmten Tiroler und kein freies Europa akzeptieren will, dann muss er seinen Hut nehmen. 
Diktatoren haben ausgedient.
 
ff
31. 12-05-2009 17:53
 
Platter versucht zu beruhigen
"Mit Worten und Aktionen muß behutsam umgegangen werden richtete er das Wort nicht nur an Frattini, sondern auch an extreme Rechte in Südtirol" 
Ich frage mich nur wem meint Platter mit den extremen Rechten? 
Etwa die Südtiroler Schützen die in Bruneck mit 6000 Leuten 
(davon 3000 Zivilisten) genau gegen diesen Rechtsextremismus friedlich demonstriet haben? Oder 
vielleicht patriotisch gesinnte Tiroler die die Unrechtsgrenze friedlich beseitigen wollen? Aber 
Platter muß anscheinend immer das 
nachplappern was Durnwalder und die SVP einige Tage vorher zum Besten geben!
 
tiroler
32. 12-05-2009 13:19
 
Der monströse Gedanke
In der heutigen TT sagt Herr Durnwalder in einem Interview: 'Niemand kann ernsthaft die Abspaltung von Italien fordern'. ER in der Tat sicherlich nicht, denn für IHN ist dieser Gedanke zu monströs. Jeder ist Kind seiner Zeit und SEINE politische Zeit ist abgelaufen. Liebe Freunde von der Süd-Tiroler Freiheit, ihr seid auf dem richtigen Weg. Wie sehr zeigen die nervösen Kommentare von Durnwalder und Frattini.  
 
Aus Innsbruck weiterhin alles Gute für unsere Bewegung, die ein Kind UNSERER Zeit ist.
 
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33. 12-05-2009 13:17
 
Runder Tisch für ST
In einem Interview für eine Tageszeitung vom 11.05.2009 aus Innsbruck hat sich der amtierende Landeshauptmann der AP Bozen für die Gründung der Institution des Runden Tisches ausgesprochen, an dem alle Süd-Tirol Anliegen und Probleme in einem konstruktiven ethnischen Dialog miteinander gelöst werden könnten.  
Zu den letzten Attacken des italienischen Außenminister Frattini gegen die Autonomie sagte Durnwalder folgendes: 
 
"Damit stärkt er nur die italienische Rechte in Südtirol und putscht sie auf. Derzeit ist die Stimmung bei uns ohnehin nicht optimal. Vor allem die Rechtsparteien auf beiden Seiten schaukeln sich auf. Jetzt sagen sich die Provokateure auf italienischer Seite: Seht her, Rom unterstützt uns", und weiter... "So kann es nicht mehr weitergehen".  
 
Auf die Frage des Journalisten, ob das Vaterland der Süd-Tiroler Österreich an diesem Runden Tisch der Zukunft Süd-Tirols aufgrund seiner internationalen Schutzmachtfunktion vertreten werden sollte, sagte der LH folgendes. "Sollte Rom das Sudtirol-Paket bzw. die Autonomie infrage stellen, werden wir sehr wohl in Wien anklopfen. Rom kann uns jedenfalls nicht erpressen oder uns vorschreiben, ob wir den Begriff Freiheitskämpfer verwenden dürfen oder nicht". 
 
Gerade in diesem Gedenkjahr 2009 hat die Landespolitik die moralische Pflicht, in einem gesellschaftlichen Dialog sich darüber Gedanken zu machen, was aus diesem Land in Zukunft werden sollte. Die Gründung der demokratischen Institution "Des Runden Süd-Tirol Tisches", wie dies auch die LA der Lega Nord Elena Artioli vorgeschlagen hat, kann da womöglich neue Perspektiven für eine neue selbstbestimmte Zukunft auftun, aber nur dann, wenn auch die Landesregierung mit der SVP klar sagen wollte, wie sie zu Selbstbestimmungfrage steht. Bis jetzt waren derartige Stellungnahmen der letzten Jahre aus den Reihen der SVP eher als ein "Jein" Wort zu Selbstbestimmung zu verstehen.  
 
Gerade an so einem demokratischen Runden Tisch Süd-Tirols wäre aber der richtige Platz, um sich auf allen Seiten ohne Scheuklappen Gedanken über die Klärung der Selbstbestimmungfrage zu machen. Es geht dabei nicht vordergründig um die Abspaltung von Italien, sondern meines Erachtens um die Beantwortung der so wichtigen und von Italien bis jetzt verhinderten Selbstbestimmungfrage durch die Bevölkerung selbst, auf besten doch in einer Volksabstimmung. 
 
Sogar der heute viel gescholtene Minister Franco Frattini sagte unlängst in einem Interview sinngemäß: Referenda auf Provinzebene sind erlaubt. Schauen wir was herauskommt, euer Österreich müsste dann in Zukunft sieben Milliarden Euro nach Bozen überweisen. Auch der Altpräsident Cossiga, der als Primus inter paris als politische Autorität an der Spitze der Republik steht, hat sogar mit seinem Gesetzesentwurf im Senat von 2006 und 2008 die rechtliche Möglichkeit für die Abhaltung eines Referendums zu Selbstbestimmung in Süd-Tirol geschaffen. Die Klärung der Selbstbestimmungfrage in der AP Bozen ist demokratisch und völkerrechtlich legitimiert, und wenn sogar die italienischen Politiker dies auch so sehen, dann muss man sich fragen, wo bleibt dann die SVP als verantwortungsvolle Partei? Hat sie Angst vor eigener Courage oder glaubt sie, in einem neuen selbstbestimmten Land Süd-Tirol hätte diese Partei nicht mehr so viel politischen Einfluß in der Gesellschaft der AP Bozen wie gerade heute? 
 
Der amtierende LH von Südtirol meinte auch einmal in diesem Zusammenhang sinngemäß, sollte uns Italien ein halbes Jahr für die Vorbereitung eines Referendums und die Information der Bürger geben, dann sei er der Überzeugung, dass die Mehrheit der Bürger in der AP Bozen für die Rückkehr des Landes zum ethnischen und historischen Vaterland Österreich stimmen würde. Wohlgemerkt, die Bevölkerung würde vielleicht so abstimmen, wenn man optimistisch bleiben wollte, aber aus heutiger Sicht gibt es da auch keinen Automatismus, dass dann ein halbes Jahr später Süd-Tirol ein neues 10. Bundesland der Republik Österreich werden würde. Vielmehr wäre das eine denkbare politisch tragfähige Grundlage, auf der man vieles an neuen Möglichkeiten der Grunderneuerung des heutigen politischen Status Süd-Tirols in einem Europa der EU von heute und morgen für das Land erreichen könnte. Auch wenn dann zum Schluss z.B. ein neues Land Tirol in zwei verschiedenen EU-Staaten an Lösung herauskommen würde, wäre das immer noch ein begrüßenswerter Lösungsansatz und Fortschritt für die schrittweise Überwindung der Teilung des Landes Tirol in seinem deutschsprachigen Teil.  
 
In anderen geteilten und fremdbestimmten Ländern hat es ebenfalls seinerzeit die Institution "des Runden Tisches" vor 20 Jahren gegeben, die eine demokratisch legitimierte und friedliche Lösungen der Selbstbestimmungfrage möglich gemacht haben. Heute sind diese Länder frei von Fremdbestimmung oder mehr oder weniger glücklich wiedervereint. Sie leben heute in Freiheit, weil sie ihre eigene politische Führung damals nicht im Stich gelassen hat und manches politisches Risiko auf sich mutig genommen hat, dazu wie man sieht mit sehr viel Erfolg. Das war nach 1988/89 so in Polen, in der Tschechoslowakei, im Baltikum, in Ungarn, in Slowenien oder in der EX-DDR in dieser Wendezeit vor 20 Jahren. Wenn die Freiheit der Selbstbestimmung und Wiedervereinigung am Ende dieser Runden Tische damals in Mittel- und Ost-Europa als denkbare aber auch als praktische Lösung gestanden ist, warum sollte das auch in einer westeuropäischen Demokratie in Italien in der AP Bozen nicht möglich sein? Die Instrumente der Demokratie sind dazu da, um sie konstruktiv für die Zukunft des Landes zu nutzen, auch an einem demokratischen "Runden Tisch in Süd-Tirol", wo jede Seite ihre Vorstellungen für die Klärung der Selbstbestimmungfrage einbringen kann. Es bleibt noch abzuwarten, ob der Runde Tisch greifbare politische Wirklichkeit wird, oder ob er wie so vieles nicht zustande kommen wird, weil die Politik wie immer in solchen Fällen unzählige Ausreden findet, damit alles beim alten bleibt. Umso wichtiger ist es jetzt daher, dass gerade das Lager der Selbstbestimmung auf ein Zustandekommen dieses Runden Tischen besteht.
 
Markus Anton
34. 12-05-2009 12:26
 
Wann kommt Durnwalder?
Warum beteiligt sich nicht Landeshauptmann Durnwalder an einer Diskussion? 
Hat er keine Meinung zu Tirol? 
Oder ist er zu feige zuzugeben, dass er schon lange nicht mehr hinter den Süd-Tirolern steht?
 
ff
35. 12-05-2009 12:22
 
Schützen sind Südtirols Rückgrat!
Die Schützen werden als Scharfmacher gesteinigt. Auch von Durnwalder (siehe letztes Interview in Tirol Online http://tt.com/tt/home/story.csp?cid=7908922&sid=57&fid=21). 
 
Dank den Schützen ist das Thema wieder im Gespräch vor allem auch außerhalb von Südtirol!
 
DaSteirer
36. 12-05-2009 11:12
 
RE: Loris - Bevölkerung....
"Bevölkerung" ist gut....bei den paar tausend Anhängern in ganz Südtirol :)
 
Marco
37. 12-05-2009 07:50
 
kann Herr Quästor Innocenti deutsch
die Schützen zu Scharfmachern stempeln ist unfair, haben sie doch nur Themen aufs Tappet gebracht welche die Bevölkerung wirklich beschäftigen, sich aber die Politiker nicht mehr getrauen - vor allen Dingen einseitiger Sprachgebrauch,sowie Mussolini-Relief!
 
Loris
38. 12-05-2009 07:18
 
wird interresant werden
bestimmt wird Präsident Steger mit den Schützen nicht zu streng sein. 
Sein Namensvetter und -Ein Tirol- hieß schließlich auch Steger und war vom Pustertal
 
Loris

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