Begnadigung der Süd-Tiroler Freiheitskämpfer: Landtag nimmt Antrag der SÜD-TIROLER FREIHEIT an
Mittwoch, 6. Mai 2009
sven_knoll2.jpgAls herausragenden Erfolg bezeichnet der Landtagsabgeordnete der SÜD-TIROLER FREIHEIT, Sven Knoll, den Begehrensantrag zur Begnadigung der Süd-Tiroler Freiheitskämpfer, welcher im Rahmen der heutigen Landtagssitzung mehrheitlich angenommen wurde.

Es ist dies nicht nur eine klare Willensbekundung, sondern auch eine unmissverständliche Aufforderung an den Staatspräsidenten und Justizminister Italiens, die längst überfälligen Begnadigungen endlich vorzunehmen.

Die Süd-Tiroler Freiheitskämpfer haben sich, vergleichbar mit den Partisanen des 2. Weltkrieges, gegen die verbrecherischen Methoden eines Staates zur Wehr gesetzt, dessen einziges Ansinnen es war, Süd-Tirol mit allen Mitteln zu unterdrücken und zu italienisieren.

Ohne den Einsatz der Freiheitskämpfer, die für Land und Leute ihr gesamtes Leben geopfert haben, und diese Last bis heute tragen, wäre das Süd-Tirol Problem nicht internationalisiert worden und es in der Folge auch nicht zu „raschen“ Autonomieverhandlungen gekommen, von deren Ergebnissen heute alle Sprachgruppen profitieren.

Für diesen selbstlosen Einsatz für Volk und Heimat, gebührt den Freiheitskämpfern Dank und Anerkennung.

Umso schlimmer ist es daher, dass der italienischen Staat diese Freiheitskämpfer bis heute verfolgt, da sie sich durch Flucht vor Folter und Gefängnis retten konnten. Noch immer müssen sie im Exil leben und können nur mehr als Tote heimkehren.

Dies kann und darf von der offiziellen Politik des Landes nicht länger hingenommen werden, weshalb mit der Annahme des Begehrensantrages ein eindeutiges Zeichen gesetzt wurde.

Die Begnadigung der Süd-Tiroler Freiheitskämpfer ist nämlich nicht nur eine Frage der politischen Notwendigkeit, sondern vielmehr eine Frage der Menschlichkeit. Es muss endlich einen Schlussstrich unter dieses Kapitel der Süd-Tiroler Geschichte gezogen und diesen Menschen die Rückkehr in ihre Heimat ermöglicht werden.

Sven Knoll
Landtagsabgeordneter
und Landesjugendsprecher der
SÜD-TIROLER FREIHEIT

 

Begehrensantrag
Begnadigung der Süd-Tiroler Freiheitskämpfer


Seit Jahren wird bereits auf die untragbare Situation jener Männer hingewiesen, welche sich in den 60er Jahren am Süd-Tiroler Freiheitskampf beteiligt haben und dafür bis heute vom italienischen Staat juridisch verfolgt werden, da sie sich durch Flucht vor Folter und Gefängnis retten konnten.

Noch immer ist es diesen Männern nicht möglich, lebend nach Süd-Tirol einzureisen, bzw. von ihren bürgerlichen Rechten Gebrauch zu machen.

Es sei in diesem Zusammenhang nur an das Schicksal von Siegfried Steger erinnert, der vor einigen Jahren nicht einmal am Begräbnis seiner eigenen Mutter teilnehmen durfte, sowie an jenes von Heinrich Oberlechener, der vor 2 Jahren nur mehr als Toter in sein Heimattal zurückkehren konnte.

An Einzelschicksalen wie diesen wird ersichtlich, dass es sich bei den ausstehenden Begnadigungen der Süd-Tiroler Freiheitskämpfer nicht nur um eine politische Angelegenheit handelt, sondern überdies um eine menschliche Tragödie, deren Tragweite für Nichtbetroffene kaum nachzuempfinden ist.

Ohne dabei die Tragik der Opfer vergessen zu wollen, die es auch auf italienischer Seite gegeben hat, sei darauf hingewiesen, dass die Umstände ihres zu Tode Kommens, bzw. die damit verbundenen Verstrickungen des italienischen Geheimdienstes, vielfach noch immer nicht geklärt wurden, die Schuld dafür aber pauschal den Süd-Tiroler Freiheitskämpfern in die Schuhe geschoben wurde. Vor allem aber sei bemerkt, dass es weder des Freiheitskampfes noch der Toten bedurft hätte, wenn Italien nicht imperialistische Machtansprüche auf Süd-Tirol geltend gemacht hätte.

Die Freiheitskämpfer der 60er Jahre haben sich, vergleichbar mit den Partisanen des 2 Weltkrieges, gegen die verbrecherischen Methoden eines Staates zur Wehr gesetzt, dessen einziges Ansinnen es war, Süd-Tirol mit allen Mitteln zu unterdrücken und zu italienisieren.

Ohne den Einsatz der Freiheitskämpfer, die für Land und Leute ihr gesamtes Leben geopfert haben, und diese Last bis heute tragen, wäre das Süd-Tirol Problem nicht internationalisiert worden und es in der Folge auch nicht zu „raschen“ Autonomieverhandlungen gekommen, von deren Ergebnissen heute alle Sprachgruppen profitieren.

Angesichts der Tatsache, dass der italienische Staat in den letzten Jahren unzählige Schwerverbrecher und Terroristen begnadigt hat, ist die ausstehende Begnadigung der verbliebenen Süd-Tiroler Freiheitskämpfer nicht nur ein längst überfälliger Akt der politischen Gerechtigkeit, sondern vor allem ein notwendiger Akt der Menschlichkeit.

Dies vorausgeschickt,spricht sich

DER SÜD-TIROLER LANDTAG

für eine umgehende Begnadigung der verbliebenen Süd-Tiroler Freiheitskämpfer aus
und fordert den italienischen Justizminister, sowie den italienischen Staatspräsidenten auf,
die ausstehenden Begnadigungen der Süd-Tiroler Freiheitskämpfer der 60er Jahre unverzüglich in Angriff zu nehmen.


L.-Abg. Sven Knoll
L.-Abg. Dr. Eva Klotz

 


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Kommentare (4)
1. 08-05-2009 09:11
 
Begnadigung...
..wird nicht passieren. 
 
"La grazia può essere concessa su domanda del condannato, di un suo prossimo congiunto o dal convivente o del tutore o curatore ovvero da un avvocato, su proposta del Presidente del consiglio di disciplina o anche, in assenza di domanda o proposta, d’ufficio, cioè d’iniziativa dello stesso ministro della giustizia. Essa prescinde dal consenso dell’interessato." 
 
Die SF kann fragen soviel sie will, aber die Begnadigung wird nicht einfach so auf Anfrage von irgendjemand eteilt.
 
Marco
2. 07-05-2009 07:57
 
Höchste Anerkennung
an die Süd-Tiroler Freiheit. 
 
Besinnt sich die Landesregierung endlich im Jahr 2009 ihrer Vernunft?
 
ff
3. 06-05-2009 20:33
 
radio suedtirol
Das ist wohl höchst an der Zeit.In einer Demokratischen Welt hätten wir keine Freiheitskämpfer benötigt,um dass das Menschenrecht der Freien Meinung und Sprache angewand werden darf.Die Unterdrückung des Südtiroler Deutschsprachigen Volkes vonseiten des Italienischen Staates ist eine Menschenrechtsverletzung. 
Der Staat der Menschenrechte verletzt muss bestraft werden,indem er das Unterdrückte Volk auf Wiedergutmachung nicht nur Begnadigt sondern Freispricht und dementsprechend auch Entschädigt.Niemanden darf eine Meinung oder Sprache aufgezwungen werden.
 
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4. 06-05-2009 17:34
 
Hoffen
Gratuliere Herr Knoll, jetzt kann man nur noch hoffen dass die übrigen Freiheitskämpfer auch wirklich begnadigt werden!!
 
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