| Beschlussantrag: „Zu Mantua in Banden“ - Landeshymne |
| Montag, 16. Februar 2009 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Das Tiroler Gedenkjahr 2009 bietet viele Gelegenheiten, darüber
nachzudenken, wo unsere Heimat Tirol in der Vergangenheit stand, wo sie
heute steht, und wohin sie in Zukunft gehen soll. Über viele Jahrhunderte bildete Tirol eine geistige, kulturelle und politische
Einheit, die erst nach dem 1. Weltkrieg, gegen den ausdrücklichen Willen der
Bevölkerung, politisch entzweit wurde. Trotz der gewaltsamen Teilung und des jahrzehntelangen Bestrebens, alle Brücken zwischen Nord- und Süd-Tirol abzubrechen, ist nicht zu leugnen, dass Tirol noch immer eine geistige und kulturelle Einheit bildet. Es liegt daher in der Verantwortung einer zukunftsorientierten Politik, das Zusammenwachsen der Tiroler Landesteile zu fördern. Immer mehr Menschen besinnen sich heute ihrer Geschichte und Identität und sind nicht mehr bereit, auf diese zu verzichten. Man kann nicht ewig trennen, was zusammen gehört! Es ist daher das Recht des Tiroler Volkes beider Landesteile, dieser Zusammengehörigkeit durch gemeinsame Bräuche und Traditionen, aber im Besonderen durch gemeinsame Symbole auch nach außen Ausdruck zu verleihen. Aus falsch verstandener Toleranz hat man von den Süd-Tirolern jedoch all zu oft verlangt, dass sie ihre Identität hintanstellen, und somit ein Klima geschaffen, in dem jeder Hinweis auf die Tiroler Identität des Landes als Provokation, oder gar als antiitalienische Ambition verstanden wird. Dabei wird völlig außer Acht gelassen, dass Symbole wie die Tiroler Landeshymne, auch für viele Italiener in Welsch-Tirol, aber auch für die Ladiner, als Teil ihrer eigenen Identität empfunden wurden, bzw. noch immer werden. Nicht umsonst gibt es auch eine italienische und eine ladinische Variante des Hofer-Liedes, die zwar nie offiziell waren, aber doch zum Ausdruck bringen, dass die Landeshymne in den Schoß der jeweiligen Kulturen aufgenommen wurde. Auch für die heute in Süd-Tirol lebenden Italiener ist das Hofer-Lied kein Affront, sondern Teil der Geschichte des Landes, in dem sie heute leben. Das Andreas Hofer-Lied ist daher wohl wie kaum ein anderes Lied dazu geeignet, eine Brücke zwischen den Landesteilen und den 3 Volksgruppen in der gemeinsamen Heimat Tirol zu bilden. Dass der Wunsch nach Anerkennung der Tiroler Landeshymne gegeben ist, zeigt sich nicht nur im Gebrauch derselben bei diversen Anlässen, sondern auch in der Tatsache, dass in den letzten Jahren einige Gemeinden (mittels Beschluss des Gemeinderates) das Andreas Hofer-Lied zur Gemeindehymne erkoren haben. Dabei wurde gleichzeitig der eindringliche Appell an den Landtag gerichtet, dieses Lied endlich offiziell als Landeshymne anzuerkennen. Dies vorausgeschickt, beschließt der Süd-Tiroler Landtag: 1) Der Süd-Tiroler Landtag erkennt das Andreas Hofer-Lied „ Zu Mantua in Banden“ als gemeinsame Tiroler Landeshymne an. 2) Der Süd-Tiroler Landtag nimmt das Tiroler Gedenkjahr zum Anlass und verpflichtet die Landesregierung, das Andreas Hofer-Lied „Zu Mantua in Banden“ auch in Süd-Tirol als offizielle Landeshymne einzuführen.
L.-Abg. Sven Knoll
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