Aufbau der Bezirksjugendgruppen Burggrafenamt und Bozen Stadt/Land
Sonntag, 1. März 2009
bezirksjugendgruppe_burggrafenamt_gruendung_02_2009.jpg Mit dem Ziel, eine aktive Jugendgruppe im Burggrafenamt mit Einbeziehung des Bezirkes Bozen, Stadt/Land aufzubauen, trafen sich am Freitag Vertreter der JUNGEN SÜD-TIROLER FREIHEIT im Kolpinghaus von Meran. Der große Zuwachs an jungen und engagierten Mitgliedern veranlasste die Bewegung SÜD-TIROLER FREIHEIT, den Jugendlichen in diesen beiden Bezirken durch eine eigene  Bezirksjugendgruppe ein Sprachrohr zu bieten, und ihnen ganz nach dem Motto der SÜD-TIROLER FREIHEIT: „Mitdenken, Mitmachen, Mitgestalten“ die Möglichkeit zu geben, aktiv mitzuarbeiten.

Neben dem Landesjugendsprecher und Landtagsabgeordneten der SÜD-TIROLER FREIHEIT, Sven Knoll, waren auch der rechtliche Vertreter Werner Thaler, die Bezirkssprecher von Bozen, Lorenz Puff, Hermann Taber vom Burggrafenamt,  sowie der Ansprechpartner für die Burggräfler Jugend, Bezirksjugendreferent Michael Frei  anwesend.

Zu Beginn erläuterte Werner Thaler kurz die aktuelle Mitgliederstatistik der SÜD-TIROLER FREIHEIT und berichtete darüber, dass 40% der Mitglieder unter 30 Jahre alt sind. Laut Thaler ist die Süd-Tiroler Jugend sehr wohl interessiert an der Politik und an der Zukunft unseres Landes, wenn man den jungen Menschen die Chance gibt, diese kreativ mitzugestalten und ihre Anliegen ernst nimmt.

Im Anschluss berichtete Sven Knoll über die bisherige Arbeit der SÜD-TIROLER FREIHEIT im Landtag und  über verschiedene Aktionen der Bewegung. Dabei unterstrich Knoll die Notwendigkeit der Stärkung der Gesamt-Tiroler Identität und die Wichtigkeit der Selbstbestimmung. Als Beispiel dafür, dass die Autonomie keine endgültige Lösung der Südt-Tirol-Frage sein kann, führte der Landtagsabgeordnete und Landesjugendreferent der SÜD-TIROLER FREIHEIT das Aostatal an; die französische Minderheit in dieser autonomen Provinz Italiens wurde in den letzten Jahrzehnten fast komplett italianisiert. Die sprachlichen und kulturellen Eigenheiten dieser Minderheit gingen damit verloren. Von den einst 98% französischsprachigen Bürgern sind heute nämlich gerade einmal noch 2% übrig geblieben. Die Frage nach der Selbstbestimmung wird daher zu einer Frage des Überlebens für unsere Kultur werden, so Knoll. Seinen Vortrag untermauerte Knoll mithilfe einer Powerpointpräsentation mit Bildern von Aktionen und Projekten der SÜD-TIROLER FREIHEIT, sowie mit historischen Aufnahmen.

Anschließend zeigte Lorenz Puff einen Film des Südtiroler Schützenbundes über den Protestmarsch der Schützen „Gegen Faschismus – Für Tirol“, der im November letzten Jahres stattfand. Dann sprach Puff über die Wichtigkeit der Selbstbestimmung für unsere Zukunft und über die zahlreiche Teilnahme junger Menschen am Protestmarsch.

Darauf aufbauend, sprach Michael Frei über die Suche der Jugend in Süd-Tirol nach Identität. In einer Welt in der Werte wie Heimat und Patriotismus unwichtig erscheinen und Konsum regiert, fragen sich immer mehr Jugendliche, woher sie kommen. Laut Frei ist es wichtig die eigene kulturelle Identität zu festigen, um andere Kulturen verstehen und respektieren zu können. Die Kultur in Süd-Tirol ist, auch wenn oft das Gegenteil suggeriert wird, eine tirolerische und keine italienische, deshalb können sich immer mehr Süd-Tiroler Jugendliche nicht mit diesem Staat identifizieren und wünschen sich die Selbstbestimmung, so Frei.

In der anschließenden Diskussion kam zum Ausdruck, dass die jungen Mitglieder der SÜD-TIROLER FREIHEIT sehr wichtig finden, vom Image wegzukommen, eine „anti-italienische“ Bewegung zu sein, da dies in den Medien oft fälschlicherweise so dargestellt wird. Die SÜD-TIROLER FREIHEIT hat auch mehrere Mitglieder italienischer Muttersprache und Italiener werden keinesfalls ausgegrenzt. Sven Knoll stellte klar, dass im Falle einer Sezession von Italien jeder Italiener der hier lebt, die vollen Vorzüge einer Autonomie und des Minderheitenschutzes genießen wird.

Das Hauptziel der JUNGEN SÜD-TIROLER FREIHEIT Burggrafenamt und Bozen ist es, die vielen neuen Mitglieder aktiv in die Arbeit der SÜD-TIROLER FREIHEIT einzubinden und ihre Anliegen zu vertreten.

Jeder der in der Jugendgruppe aktiv mitarbeiten möchte, kann sich gerne beim Bezirksjugendreferenten Michael Frei ( Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können ) melden.


JUNGE SÜD-TIROLER FREIHEIT - Burggrafenamt

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Kommentare (8)
1. 04-03-2009 22:12
 
@Hannes I.
Ja glaube ich wirklich. Wenn Sie den oberen Text lesen können sie vieleicht entnehmen dass 40% der SF unter 30 Jahre ist. Außerdem ergeben Befragungen zur Trennung Südtirols von Italien und zur Bildung eines Freistaates bzw. Anschluß an Österreich, daß die Zustimmung bei den jüngeren Jahrgägnen steigt.  
 
Nebenbei frage ich mich wie diese Assimlierung von statten gehen soll, wenn die Italienischkenntnisse bei der deutschen Sprachgruppe abnehmen?
 
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2. 04-03-2009 13:21
 
Wir sind keine Bittsteller
fabivS und n. 
 
fabivS, ich verstehe deine Argumentation.  
Aber wenn wir alles auf Italienisch übersetzen, dann sagen die Italiener, wir sind doch Italiener, wenn wir so gut italienisch können. 
Wir sollten uns nicht freiwillig zum Opfer der Italienisierungspolitik des Staates machen und uns auch nicht immer als Bittsteller sehen. 
 
In Nordtirol kriegst du auch nichts auf Italienisch. Da ist der Vorschlag von n. sinnvoller und entspricht der Sprachenpraxis unseres Vaterlandes.
 
ff
3. 04-03-2009 06:24
 
@fabivS
wenn schun, noar af englisch, sel wern de do untn wol a vostion? odo? ;-)
 
n.
4. 03-03-2009 13:09
 
@fabivS
@ ff: 
Mein lieber, a bissl optimismus hilft vielleich, obr gonz blind zu sein wohl nicht: wie kannst du hoffen/verlangen dass ALLE Italiener deutsch, englisch oder spanisch maechtig sein? I muen net lei "Altoatesini", sondern auch Milanesi, Romani, Unteritaliener usw. ,die auf enkre Seite hupfen. 
Es isch Interesse einer Partei sich in die Leute zu erklaeren und sie ueber die eigene Taetigkeit zu informieren... suscht wos brauchet man an Iternetportal?  
Konn mor schun vorstellen dass, olls zu uebersetzen, voellig unzweckmaesig war; zem sein de Informationsseiten, wos schun gib, a guete Idee: lei Italienisch, komischerweise, fahlet nou...
 
fabivS
5. 02-03-2009 21:55
 
So
@Gorgias 
Wenn sich Durnwalder mit dem Siegesdenkmal identifiziert, dann läuten schon mehr als die Alarmglocken. Dann ist es 5 vor 12. 
 
@fabivS 
Was heißt: "endlich mal auch auf Italienisch anzubieten"? 
Grundsätzlich sollten die Italiener schon selbst ihre Geschichte kennen und über ihre dunkle Vergangenheit bescheid wissen. 
Die Südtiroler haben nicht dauernd eine Bringschuld zu leisten. 
Es ist Aufgabe der Italiener, sich zu informieren. Und nicht zuletzt sollte man von ihnen auch ein bisschen Deutsch erwarten können. Halt nur so, für das unwichtige Zusammenleben.
 
ff
6. 02-03-2009 19:05
 
So
@ Gorgias 
 
Zu Ihrem Kommentar möchte ich folgendes sagen: Glauben Sie etwa wirklich, dass der Großteil der deutschen Volksgruppe sich wirklich ihrer eigenen Identität bewusster ist als vor 30 Jahren ? Ich muss diese Frage leider verneien, da sich in der heutigen Zeit leider sehr viele junge Süd-Tiroler als "Italiener" bezeichnen und durch unsere Trikolore-Sportler ja direkt dazu angeregt werden. Ich glaube gerade in dieser Zeit ist es wichtig der Jugend zu zeigen, dass wir eben keine Italiener sind und uns so schnell wie möglich von diesem maroden Staat befreien! Denn keine Minderheit hat es auf Dauer in einem fremden Staat überlebt.
 
Hannes I.
7. 01-03-2009 20:56
 
So
Wurde die französische Mindertheit des Aostatals italianisiert ODER hat sie sich selbst assimiliert? 
 
Daß man als sprachliche Minderheit in einem fremden Nationalstaat überleben kann, haben wir Südtiroler doch selbst bewießen. Die Notwendigkeit uns von Italien zu trennen ist nicht gegeben. Es sind keine Assimilationstendenzen festzustellen und die deutsche Sprachgruppe ist sich ihrer eigenen Identität bewußter als vor 30 Jahren.
 
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8. 01-03-2009 19:07
 
So
Es freut mich sehr dass es auch euch endlich eingefallen ist, dass eure verfaelschte und "anti-italienische" Darstellung, nur euch schaden kann: 
das finde ich eine besonders gesunde Diskussion...  
Ein kleines Schrittchen in dieser Richtung waere zum Beispiel eine Informationsseite auf eure Homepage, neben den Spanischen und Englischen Texte, endlich mal auch auf Italienisch anzubieten. Ich melde mich freiwillig fuer die Uebersetzung, auch wenn ich kein Mitglied bin: brauchts es lei mir in deutschen Text per Email zu reichen.  
 
fabivS
 
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