Nationalsozialismus - Verbrechen: Durchgangslager Bozen - ein Ort der Schande für Südtirol
Sonntag, 25. Januar 2009
roland_lang_kz.jpgBei einem Medientreffen haben am Freitag, 23. Jänner 2009, die Stadträte von Bozen, Stefano Pagani und Primo Schönsberg zusammen mit dem Präsidenten des Stadtviertelrates, Enrico Lillo und Carla Giacomozzi, Leiterin des Stadtarchives, die nunmehr sanierte Umzäunungsmauer des ehem. Lagers in der Bozner Reschenstraße vorgestellt. Auf persönliche Einladung durch Carla Giacomozzi vom Stadtarchiv nahm auch das Leitungsmitglied der SÜD-TIROLER  FREIHEIT, Roland Lang, an der Veranstaltung teil.

Stadtrat Schönsberg betonte die Wichtigkeit des Abschlusses der Arbeiten, und verwies auf die große symbolische Bedeutung, dass der Nachwelt dieser Ort des Schreckens in Erinnerung bleibe.

„Das Durchgangslager Bozen war vom Frühling 1944 bis zum 3.  Mai 1945 in „Betrieb“. Dorthin kamen Männer, Frauen und Kinder aus allen Gefängnissen der Regionen Mittel- und Nordwestitaliens. „In seiner 10monatigen Tätigkeit kamen etwa 11.000 Menschen in dieses KZ“. (aus NS-Lager Bozen, Stadt Bozen).

Unvergesslich mit dem Lager verbunden sind die Greueltaten von Michael Seifert und Otto Sein. Sie waren die grausamsten und brutalsten Mörder unter den Lageraufsehern. Im Lager wurden etwa 50 Häftlinge ermordet!

„Möge diese Mauer Mahnmal gegen jede Art von menschenverachtender Diktatur sein, auf das sich solche Verbrechen niemals wiederholen“ waren sich alle Anwesenden einig!

Roland Lang

 

Foto: Der Bozner Stadtrat für Kultur, Forschung und strategische Planung Primo Schönsberg und Roland Lang, Landesleitung SÜD-TIROLER FREIHEIT, vor der restaurierten Mauer des KZ- Lagers beim Medientreffen.


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Kommentare (2)
1. 05-02-2009 11:52
 
NS-Vergangenheit in SDT
m Jahre 1950 wanderte Eichmann mit Hilfe deutsch-katholischer Kreise um den österreichischen Bischof Alois Hudal im Vatikan über Italien entlang der sogenannten Rattenlinie nach Argentinien aus. Mit Hilfe des Pfarrers von Sterzing gelangte er über die österreichische Grenze nach Südtirol, wo er im Franziskanerkloster Bozen untergebracht wurde.
 
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2. 03-02-2009 16:16
 
Schöne Reden
Wenn sich alle Anwesenden so einige sind: 
Die Mahnungen werden beim Faschistentempel, bei den Beinhäusern und Kapuzinerwastl usw. nicht erhört. 
Der Faschismuss hat auch Tote gebracht. Da hört man plötzlich nichts mehr. 
 
Oder hat Italien keine Ohren?
 
ff

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