Aus Bozen nichts Neues - Bei Schleifung planmäßig zurück
Mittwoch, 14. Januar 2009
Roland_Lang_500_2_004.jpgNichts Neues brachte die Pressekonferenz von Bürgermeister Luigi Spagnolli gestern in Bozen zutage. Es wird am Zustandekommen einer Gesprächsplattform gearbeitet, man werde schauen, man werde versuchen …! Eigenartig dazu die Feststellung des Bürgermeisters, dass man miteinander ins Gespräch kommen müsse, ohne eine Sprachgruppe gegen die andere auszuspielen.

Auszuspielen gibt es hier aber nichts, stellt Roland Lang von der SÜD-TIROLER FREIHEIT fest, denn in Bozen steht kein Denkmal, das irgendwie die italienische Volksgruppe beleidigt! Deshalb gilt es nichts auszuspielen, sondern Bozen von faschistischem Unrat zu säubern.

Der italienische Bozner soll sich nicht mit „Barbaren“ (so die Inschrift am Siegesdenkmal) an einen Tisch setzen, denen Sprache, Kultur und die schönen Künste fehlen, sondern mit deutschen und ladinischen Bozner Mitbürgern!

Aufklärung möchte die SÜD-TIROLER FREIHEIT über die Aussage von SVP- Vizebürgermeister Ellecosta bei der Presskonferenz einfordern: „Die Grenzen sind diese und die Einheit des italienischen Staates steht nicht zur Diskussion“. Sind das wirklich die Aussagen des bisher mutigen Volkstumspolitikers Oswald Ellecosta, ist auch er der Altoatenisierung zum Opfer gefallen?

Roland Lang
Hauptausschussmitglied der SÜD-TIROLER FREIHEIT

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Kommentare (8)
1. 16-01-2009 21:08
 
@strudl
Da hat @strudl schon recht. 
Bekenntnisse reichen nicht aus. 
Irgendwann muss was konkretes passieren, sonst verpufft die ganze Arbeit.
 
ff
2. 15-01-2009 20:36
 
nicht allzulange her
Ich möchte daran erinnern, dass in einer österreichischen Stadt (Linz?) eine hundsnormale, gewöhnliche, Statue sofort aus einem öffentlichen Park entfernt wurde, nachdem festgestellt worden war, dass sie ein Geschenk des Führers war.  
In Südtirol hingegen müssen wir Tiroler auch nach über 80 Jahren noch immer mit gewissen architektonischen Zwangsgeschenken auskommen, obwohl jederman weiss, wessen Geistes Kind sie sind, und obwohl sie einen ganz bestimmten politischen Inhalt haben und zum Ausdruck bringen. 
Und mit der gleichen Vehemenz, mit welcher Grüne und Landeskonservatoren usw.usw. der Linzer Statue jeden künstlerischen Inhalt und Wert absprechen würden, würden genau dieselben Personen die Bozner Architektur der 20er und 30er Jahre verteidigen (die nebenbei auch dauernd restauriert werden muss, weil sie halt typisches Beispiel für die Qualität öffentlicher Bauten dieses Staates sind, kicher).  
Wahrlich kurios.
 
oje
3. 15-01-2009 11:51
 
Geschichtliche Kontinuität
Ich möchte gerne in diesem Zusammenhang auf eine andere klar erkennbare Kontinuität in ganz Tirol und in Österreich hinweisen, die sogar die Zeit streift, in der der Ötzi wahrscheinlich gelebt hat. Vor der Römerzeit hat es in diesem geografischen Raum, den man heute als Österreich und Tirol kennt, das legendäre "Noraja-Königreich" der Kelten gegeben. Im Imperium Romanum der Antike kam es zum ersten mal zur großflächigen Unterteilung dieses Raumes in Raetia - heute Schweiz, Noricum - heute Österreich, und Germania - Deutschland. Jahrunderte später in der Zeit der Babenberger und Habsburger entwickelte dieses Land im Alpenraum, das um das Jahr 996 zum ersten mal unter dem eigenen Namen Ostarrichi in einer Urkunde erwähnt wurde, bis in unsere moderne Zeit eine eigene starke nationale Identität. Die Süd-Tiroler waren nach 1918 so sehr mit Abwehr der brutalen Italianisierung beschäftigt, dass sie dieser Frage der eigenen Zugehörigkeit zu dem einem Vaterland nicht sehr viel Gewicht beigemessen haben, aber man war und ist mit dem Bundesland Tirol in Österreich ohnehin vertreten. Erst in den letzten Jahrzehnten hat man für die Selbstbestimmung des landes so wichtige engere Definition der Süd-Tiroler als Tiroler und damit Österreichische Minderheit in der Landespolitik klar erkannt und vor allem in der patriotischen Arbeit der Schützen die vitalen Bande nicht nur zwischen anderen Tiroler Landesteilen, sondern auch mit dem Rest des Österreichischen Vaterlandes nachhaltig gefestigt. Eine mögliche Selbstbestimmung des Landes kann es nur im Zusammenspiel der politischen Kräfte zwischen der Landespolitik in Bozen und dem geschichtlichen Vaterland der Süd-Tiroler Österreich geben. Eine andere Form der Selbstbestimmung für die AP Bozen ist nicht in Sicht.
 
Markus Anton
4. 15-01-2009 07:41
 
Geschichtliche Kontinuität
SF: ratschen, reden, diskutieren, rumzicken, rumjammern HILFT NICHTS! als einzige partei die meine ideologie vertretet, aber es einfach viel zu selten schafft etwas WIRKLICH ZU VERÄNDERN, vordere ich euch auf TATEN sprechen zu lassen! hungerstreiks, ankettungen, pressearbeit in GANZ ITALIEN, ÖSTERREICH und DEUTSCHLAND! erfindet den tag des \"faschistenfreien südtirols\". macht mediatisch auf euch endlich aufmerksam aber durch TATEN, und nicht durch hilflosen jammern! lernt doch mal etwas von italienischen parteien, oder von greenpeace, wwf, amnesty international. GEBT EUCH ENDLICH EINEN RUCK! ich betrachte südtirol als schon verloren, weil die einzige deutsche partei die die dinge zumindest erkennt, unfähig ist KONKRET etwas zu machen. leider merkt ihr nicht, wie schön euch die mehrheit (und italienier) schön brav an der leine haben, und bei der nase herumführen!
 
strudl
5. 14-01-2009 19:43
 
Also so schauts aus!?
"....die Einheit des italienischen Staates steht nicht zur Diskussion". 
 
Da hat sich der italo-phile SVPler doch komplett verplappert. 
 
Erstmals in der Geschichte der Partei gibt ein Parteimitglied der SVP offen zu, dass sich die SVP für die Brennergrenze als nationale italienische Grenze einsetzt.  
 
So verstehe ich diesen Satz. Nach Durnwalder "outet" sich nun der nächste SVPler als Landesverräter. Die SVP setzt sich also nicht mehr für die Süd-Tiroler ein, sondern hat sich auf die Seite der Italiener und Besatzer Südtirols geschlagen. 
Da hätte die SVP so ehrlich sein sollen und dies den Wählern vor den Wahlen sagen müssen. 
So langsam deckt die SVP ihr falsches Spiel selbst auf, welches sie seit Jahren oder Jahrzehnten spielt. 
Sie ist zu einem italienischen Postenverteilungsladen geworden. Denn wenn die SVP Farbe bekennen muss, dann ist Ihnen ihr Beamtenstuhl näher, als die eigene Heimat Südtirol.  
Dabei hat Italien seine Einheit selbst verletzt, indem es uns den Krieg erklärte und den Süden Tirols annektierte. 
 
@Stefan R. 
Du bist ein imperialistischer Hitzkopf. Mit irgendeinem römischen Kaiser daherkommen und Gebietsforderungen stellen. 
Die Brenner-Innichen-Grenze ist keine friedliche Grenze, sondern ein willkürliches italienisches Diktat.
 
ff
6. 14-01-2009 18:22
 
Also so schauts aus!?
Stefan R. hat sogar recht 
 
Zitat aus Wikipedia 
http://de.wikipedia.org/wiki/Siegesdenkmal_Bozen 
 
„Hic patriae fines siste signa. Hinc ceteros excoluimus lingua legibus artibus.“ 
 
„Hier an den Grenzen des Vaterlandes hisse die Fahnen. Von hier bildeten wir die übrigen durch Sprache, Gesetze und Künste.“
 
Dieter
7. 14-01-2009 14:37
 
@ Stefan R.
Stefan R., auch wenn deine Argumentationspunkte hochgradig unsachlich- und unqualifiziert sind, so rühmst du dich zumindestens mit einem gewissem Unterhaltungswert!!!!!  
 
Alle haben was zu lachen! Weiter so!
 
Eric
8. 14-01-2009 12:11
 
@ Stefan R.
"Barbaren (so die Inschrift am Siegesdenkmal)" 
 
eine glatte Luege! 
 
ceteros-den uebrigen 
 
Akkusativ Plural 
 
Und selbst, wenn dort "Barbaren" stuende, braeuchte sich niemand angesprochen fuehlen. 
 
 
Im uebrigen bin ich der Meinung, dass Italien in seinen natuerlichen Grenzen wiederhergestellt werden sollte, wie sie unter Trajan definiert worden sind und zwar friedlich!
 
Stefan R.

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