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Dienstag, 30. November 2010 |
Geehrter
Herr Redakteur Johannes Vötter, in ihrem „Zwischenruf“ in der Zett vom
28. November versuchen sie, das Selbstbestimmungsrecht lächerlich zu
machen, und möchten den Lesern erklären, dass jeder, der die Geschichte
kennt, wissen müsste, „dass der Zerfall eines Staatsgebildes eine
mitunter sehr blutige Angelegenheit ist. Korea, Tibet, die Ex-
Sowjetunion oder Ex-Jugoslawien- dort wurde und wird das
Selbstbestimmungsrecht mit Füßen getreten“.
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Montag, 29. November 2010 |
Geschichtsverfälschung um politische Ideologien zu verbreiten, werfen zwei junge Studenten in einer Tagung an der Universität in Bozen der Bewegung "Süd-Tiroler Freiheit" vor. Der Student Mathias Keitsch behauptet, in dem Video auf YouTube, wo Tricolore schwingende Menschen dem Faschismus huldigen, seien lediglich Fußball-Fans und keine Faschisten zu sehen.
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Sonntag, 28. November 2010 |
In der Ausgabe der Alto Adige vom 27. November bezeichnet Richard Theiner den Weg der Selbstbestimmung als falsch. Der einzige richtige Weg für ein friedliches Zusammenleben ist seiner Meinung nach die Stärkung der Autonomie, und er schleimt sich mit der Blockfreiheit der SVP bei Frattini ein. Weiters steht seiner Meinung nach Eva Klotz mit der Forderung nach Selbstbestimmung alleine da.
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Dienstag, 23. November 2010 |
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Josef Nössing: „Die Brennergrenze kann nicht unbedingt als ‚Unrechtsgrenze’ bezeichnet werden. Damals haben alle zugestimmt, und um des Friedens willen war das eben die einzige Lösung“ (Dol. 19. 11. 2010).
Ich kann nicht glauben, dass Historiker Nössing das gesagt hat!
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Dienstag, 23. November 2010 |
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Herrn Hatto Schmidt (Vorausgeschickt Dolomiten 20. Nov.) scheint ein Los von Rom bzw. die österreichische Staatsbürgerschaft für uns Südtiroler sauer aufzustoßen. Es geht den vielen Südtirolern, die die Vision von einem „Los von Rom“ haben, nicht um den abgedroschenen Populismus, sondern um die längst fällige Wiedergutmachung eines Verbrechens, das schon mehr als 90 Jahre zurück liegt.
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Dienstag, 23. November 2010 |
Auch heuer haben die Carabinieri wieder das Fest ihrer Schutzpatronin „Virgo fidelis“ am 21. November begangen. Noch immer scheinen Geistliche und Politiker, die dabei mitmachen, nicht zu wissen, dass damit der Name der Mutter Gottes schändlich missbraucht wird. Die „Virgo fidelis“ ist seit 1949 Schutzpatronin der Carabinieri. Als Feiertag wurde der 21. November festgelegt, um an die Schlacht von Culqualber in Äthiopien am 21. November 1941 zu erinnern.
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Dienstag, 23. November 2010 |
Was die SVP um Philipp Achammer derzeit zum Thema Selbstbestimmung von sich gibt, ist einfach nur mehr peinlich. Anstatt, dass man sich wirklich einmal ernsthaft Gedanken über die Zukunft unseres Landes macht, bindet man sich einmal wieder an Rom und hält auch weiterhin an der Übergangslösung "Autonomie" fest. So eine Politik ist aber langfristig gesehen ganz sicher nicht zielführend.
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Mittwoch, 20. Oktober 2010 |
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In einem Leserbrief in den „Dolomiten“ meint Walter Mitterrutzner aus Brixen, dass die Anzeige gegen Landtagspräsident Steger, an der auch Mitglieder der Süd-Tiroler Freiheit beteiligt waren, dieser Bewegung „den letzten Rest an Sympathie“ gekostet habe. Dies mag für ihn persönlich gelten. Tatsache ist jedoch, dass die Sympathie der Süd-Tiroler Bevölkerung für die Süd-Tiroler Freiheit laufend zunimmt, gerade weil die Süd-Tiroler Freiheit eine geradlinige, glaubhafte Politik verfolgt und die SVP immer wieder an ihre eigenen Regeln erinnert.
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Mittwoch, 13. Oktober 2010 |
Das fehlende Interesse italienischer Behörden und das Verschwinden von entlastendem Beweismaterial zur Aufklärung des Mordes am Carabiniere Tiralongo ist nur ein Beispiel dafür, all jene Anschläge der 60er Jahre, durch welche Menschen getötet wurden, weiterhin den Freiheitskämpfern anzulasten.
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Sonntag, 10. Oktober 2010 |
Weil es im Schilderstreit laut Landeshauptmann Luis Durnwalder ja keine Verlierer und keine Gewinner gibt, es jedoch aber durch eine vierköpfige Kommission zu einer Pattsituation kommen könnte, würde ich, um Durnwalders Werk glorreich zu vollenden, zu den staatlichen Vertretern, Frau Michaela Biancofiore, und einen der drei Herren Alessandro Urzì, Giorgio Holzmann oder Donato Seppi für die Besetzung der Kommission empfehlen.
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Donnerstag, 7. Oktober 2010 |
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Sie dienen niemandem und kosten viel Geld, die Protzbauten. Geld, das dann bei Schulen, Krankenhäusern und bei der Sozialfürsorge fehlt. Auch in Bozen wird derzeit ein Protzbau großzügig renoviert, auf dessen Stirnseite ein größenwahnsinniges Regime verkündet: „Hic patriae fines siste signa. Hinc ceteros excoluimus lingua legibus artibus.“ („Hier an den Grenzen des Vaterlandes setze die Feld-Zeichen. Von hier aus bildeten wir die Übrigen durch Sprache, Gesetze und Künste.“)
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Donnerstag, 30. September 2010 |
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Wie des Öfteren zuerst totgeschwiegen und verleugnet, nur weil nicht auf dem eigenen Mist gewachsen, wird das Thema Integration von Ausländern nun nach jahrelangem Säumnis endlich auch von der SVP aufgegriffen. „Hintn noch reitet die olte Urschl“. Besser aber spät als nie.
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Montag, 20. September 2010 |
Hier klotzt das Land. Dieser Titel war vor kurzem in der Tageszeitung Dolomiten zur Serie Großprojekte zu lesen. Die Serie ist wirklich erstaunlich. Mit jedem Artikel werden dem Steuerzahler die Augen weiter geöffnet, und die Wut auf die Verantwortlichen wächst. Südtirols großk(l)otzige Landespolitiker verpulvern die Steuergelder, als ob es kein Morgen gäbe. Unnütze Großprojekte werden verwirklicht, welche nebenbei noch das 2-4 fache kosten, als anderswo.
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Freitag, 17. September 2010 |
Nun findet es also doch in Süd-Tirol statt, das nationale Treffen der Alpini in Bozen. Bis zu 400.000 Alpini sollen im Jahr 2012 nach Bozen kommen und mit Trikolore und einer Menge Nationalstolz aufmarschieren. Ein Schande für Süd-Tirol! Abgesehen davon, dass es nie eine klare und deutliche Distanzierung der Alpini vom Faschismus gegeben hat. Hierbei aber handelt es sich um Imperialismus pur!
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Donnerstag, 16. September 2010 |
Am Internetdienst „Google Street View“ scheiden sich in Süd-Tirol die Geister. Für die Einen eine Revolution in der virtuellen Erschließung der Welt, für die Anderen der Untergang der Privatsphäre. Verbraucherschutzzentrale, Abgeordnete und Gemeinderäte äußern Vorbehalte gegen den Dienst. Gewiss sind diese Stimmen anzuhören, doch bei genauerer Betrachtung erweisen sich die Bedenken zum großen Teil als unbegründet. Im Gegenteil: „Street View“ kann für die Tourismusdestination Süd-Tirol zu einem Wettbewerbsfaktor werden.
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