Welche Ausfälle sich einige Unverbesserliche auf deutscher wie italienischer Seite auf Facebook letztens leisteten, ist erschreckend. Da fordern einige deutschsprachige Idioten Einwanderer zu vergasen und ihre italienischen Pedanten würden diese gar mitsamt den Schützen verbrennen. Mitglieder der Gruppe mit dem vielsagenden Namen „L'Alto Adige è Italia“ wünschen sich gar Mussolini zurück, um die „Chrucchi“ über den Brenner zu jagen. Ebenso bedenklich ist die Tatsache, dass Süd-Tirols PdL-Chefin Michaela Biancofiore und der von der SVP salonfähig gemachte Giorgio Holzmann, Mitglieder dieser Gruppe sind bzw. waren.
Im „Vorausgeschickt“ der „Dolomiten“ vom 11. März schreibt Arnold Sorg‚ es gebe „immer mehr Bürger, die ‚im Dienste ihrer Heimat‘ ihre italienischen oder ausländischen Nachbarn verprügeln“. Sollte mir da etwas entgangen sein? In den „Dolomiten“ der letzten Jahre und Monate habe ich jedenfalls keinen einzigen Bericht über einen Bürger gefunden, der seinen Nachbarn im Dienste der Heimat verprügelt hätte. Es drängt sich der Verdacht auf, dass Herr Sorg da einiges weiß, es aber - warum wohl? – nicht veröffentlicht.
Der Vergleich war nicht neu, aber vielen hat er die Augen geöffnet. Vor kurzem war zu lesen, dass Landeshauptmann Luis Durnwalder mehr verdient als US-Präsident Barak Obama. Spätestens mit dieser Gegenüberstellung sollte klar werden, wie überzogen die Politikergehälter (auch die der Landtagsabgeordneten) hierzulande sind. Doch anstatt sich in Demut zu üben, verteidigt der Landeshauptmann sein üppiges Salär. Für seine Verantwortung sei dieses drin, und Obama habe eh einen riesen Stab hinter sich. Nun stellt sich mir die Frage, ob ein Obama, Merkel, Sarkozy oder Brown wirklich zu wenig verdienen, oder unser Landeshauptmann vielleicht doch zu viel?
Der Landesfestumzug mit 30.000 Teilnehmern und 70.000 Zuschauern wird allen als feierliches Bekenntnis zur Landeseinheit in Erinnerung bleiben. Was an diesem Sonntag in Innsbruck aber wirklich stattfand, das erklärt die „Autonome Antifa Innsbruck, auf ihrer Internetseite unter „Versuch einer kritischen Analyse des Landesfestumzuges 2009“:
Die „Neue Südtiroler Tageszeitung“ berichtet in ihrer Ausgabe vom 9. März auf Seite 6 unter dem Titel „Wek mit de Zoggler“ über eine extrem ausländerfeindliche Facebook-Seite mit erschreckenden rechtsextremistischen Botschaften. Auf Seite 16 verwendet die „Tageszeitung“ in einem eigenen Bericht den Nazi-Ausdruck „Tschechei“ statt des politisch korrekten „Tschechien“.
Mit dieser Überschrift wurde in der Ausgabe vom 9. März die Stellungnahme der SVP-Leitung zur jüngsten Aktion der Bewegung SÜD-TIROLER FREIHEIT gegen Rechtsextremisten versehen. „Die SVP- Leitung nimmt an, dass Sven Knoll die Geister, die er rief, nicht mehr los wird“, steht weiters. “Knoll hat bisher gezündelt und hat nun wohl Angst vorm Feuer bekommen“, mutmaßt die SVP. Ich darf darauf verweisen, dass die Aktion „Tirol- Patrioten sind keine Nazi- Idioten“ von der gesamten Bewegung mitgetragen wird!
Herr Dr. Jenny schreibt in einem Leserbrief von einem „Aufstand Tiroler Bauern gegen die bayerische Administration und ihre fortschrittlichen Reformen“. Eine kurze Zusammenfassung dieser „fortschrittlichen Reformen“: Drastische Erhöhung der Steuern, Einführung der Wehrpflicht (gegen das Tiroler Landlibell von 1511), Verbot von überlieferten Bräuchen, Abschaffung der Gemeindeautonomie, Auflösung des Landtages.
Leo Dariz ist nicht damit einverstanden (Leserbrief in den „Dolomiten“ vom 5. März), dass ich das geplante Weißbuch zum Masterplan der Gemeinde Brixen kritisiert habe. Das ist sein gutes Recht als Privatperson und wohl auch seine Pflicht als SVP-Ortsobmann, aber bitte nicht in diesem Ton. Es verwundert mich, mit welcher Vehemenz Dariz ein Planungsinstrument verteidigt, das noch gar nicht vorliegt.
Mitolo der gradlinige, korrekte Politiker ist tot, so der Kommentar der SVP zum Ableben eines verbissenen Neofaschisten. Sein Credo war wohl die flächendeckende Italianisierung des Alto- Adige. Die Sturheit zum „Siamo in Italia“ hat letztendlich auch seinen Landsleuten geschadet. Dieser Mentalität ist es zu danken, dass der Name „Siegesplatz“ erhalten blieb, die Wahrung der faschistischen Relikte und der tolomeischen Ortsnamen oberste Priorität eingeräumt wird (siehe bei Politbesuchen aus Rom).
Laut „Dolomiten-Bericht vom Freitag, 26. Februar hat der Brixner Gemeinderat am vergangenen Mittwoch das Weißbuch zum Masterplan genehmigt. Das Weißbuch liege „im Bürgerschalter“ auf, zudem könne „im Bürgerschalter eine Kopie gegen Zahlung des Unkostenbeitrages angefordert werden“, hieß es. Leider hat man „im Bürgerschalter“ diesen Zeitungsartikel noch nicht gelesen.
Der SVP-Fraktionssprecher hat unlängst die gesamte wirtschaftliche Situation in Südtirol der guten Verwaltung durch die SVP zugeschrieben. Er vergisst, das Südtirol auch aus Italienern, Grünen, Patrioten und anderen Spezies besteht, nicht nur aus SVP.
Was hat er nicht alles versprochen, der „Messias vom Brenner“? Mehr Kindergeld für alle Kinder, Lärmschutzwände entlang der gesamten Brennerlinie, Müttergehalt und Mütterpension, Transitabbau, gratis Kindergarten, Förderung von Teilzeitarbeit, Ausweisung von kriminell gewordenen Ausländern, radikale Kürzung von Politikergehältern, keine Doppelbezüge mehr, Zweierlandtag, Selbstbestimmung und, und, und. Gleichzeitig hat es Christian Egartner fertig gebracht in knapp eineinhalb Jahren im Landtag zweimal das Wort zu ergreifen. Will er so sein üppiges Programm realisieren?
Der Abgeordnete Zeller möchte für uns Südtiroler die österreichische Staatsbürgerschaft einfordern, eine sehr gute Initiative. Was für andere Staatsbü̈rger rechtens ist, muss wohl auch uns zustehen, besser könnten wir die österreichischen Wurzeln nicht demonstrieren.
Egmond Jenny bezichtigte mich
in seinem Leserbrief vom
15. 12. der Lüge, weil ich bei einer
Gedenkrede gesagt habe, die
Autonomie sei tot. Und schreibt
zum Schluss: „Diese institutionelle
Realität zu verleugnen, ist
dummund widersinnig.“
Erstens hat keinGeringerer als
der Parlamentarier und Bezirksobmann
der SVP Karl Zeller heuer
im Frühjahr offiziell behauptet,
dass die dynamische Autonomie
tot sei.
Im Leitartikel mit dem Titel „Rückbesinnung auf das Paket festigt die SVP“, verfasst vom Chefredakteur Toni Ebner in der Dolomiten vom 24.11.09, werden all jene Süd-Tiroler als ewiggestrige Hetzer beschimpft, welche die Politik der SVP kritisieren.
Diese immer wieder vorgebrachten Beleidigungen durch die Verantwortlichen der Dolomiten brauchen sich all jenen nicht mehr gefallen lassen, die bei den letzten Wahlen der SVP ihre Stimme verweigert haben.
Wie die „Dolomiten“ vom 19./20. Dezember berichten, hat die italienische Regierung der SVP zum Weihnachtsfest 1,7 Millionen Euro geschenkt. Während der Landeshaushalt gekürzt wird, soziale Leistungen verringert werden und auch sonst überall gespart werden muss, bekommt die Sammelpartei also 1,7 Millionen Euro geschenkt, die ihr wegen eigener Schlamperei nicht zustehen.
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