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17-07-2007 14:54
 
Beleidigung des Italiener- und Türkentum
In der Türkei wird permanent wegen Beleidugung des "Türkentums" gegen liberale und unabhängig denkende Schriftsteller, Anwälte, Politiker ermittelt und in Italien sollte nach dem Wunsch der Neofaschisten wegen der Beleidigung des "Italienertums" ermittelt werden. Bei dieser Vorgangsweise eines Staates im Orient fragt man sich in Europa zurecht, ob die Türkei zu Europa passt und als EU-Mitglied vorstellbar wäre. Das gleiche könne man sich jetzt bei der Hetze der italienischen Ultrarechten gegen die Bewegung der Süd-Tiroler Freiheit und der noch folgenen Reaktionen des Stiefelstaates fragen. War es dann schon, oder wird man noch viel tiefer in der Duce-Mottenkiste graben müssen, um endlich alle mundtot zu machen, damit in Alto Adige wieder einmal für die heutigen "Besitzer" im wahrsten Sinne des Wortes eine Friedhofsruhe herrscht? Vergisst eines nicht, wenn genug Menschen hinter dieser Bewegung stehen, dann wir es diesem Staat unmöglich sein diese Bewegung zu kriminalisieren. Genauso war es auch im Sommer 1989 mit der Geschichte der Wiedervereinigung beider deutschen Staaten, als über Ungarn Zehntausende Bürger der fernbestimmten Ex-DDR über die Einheit mit den Füssen in Richtung BRD abgestimmt haben. Der ostdeutsche Staat im Besitz der Sowjetunion versuchte jede weitere Ausbreitung dieser Freiheitsbewegung und vor allem jeder Debatte darüber mit allen Mitteln zu verhindern. Was folgte, waren Prozesse und Verhaftungen wegen Zersetzung der Staatsordnung und der Einheit dieses diktatorisch regierten, fernbestimmten kommunistischen Staates. Im Herbst 1989 folgten dann zuerst die Gottesdienste für die Freiheit und Einheit im gesamten Gebiet der Ex-DDR und später die an einem Wochentag abgehaltenen Massendemonstrationen der Bürger, die nicht mehr länger bereit waren das Unrecht der deutschen Teilung zu tragen und mit dieser weiter zu leben. Die Machthaber und die Besitzer der Ex-DDR wollten zuerst mit den Panzern auf die Menschenmassen schiessen lassen. Das "Njet" aus Moskau zu diesem geplanten Verbrechen erledigte dann den verbliebenen Rest dieses Unrechtstaates und ein Jahr später war die Deutsche Einheit ein Faktum. Die Beseitigung der innerdeutschen Unrechtsgrenze forderte von allen ein Minimum an Einsatz der davon betroffenen Bürger, das Maximum erledigten schon die Politiker selbst. Das Land Südtirol und die Tiroler Einheit haben ihre eigene Geschichte, die man nicht zur Gänze mit der Geschichte der Deutschen Einheit vergleichen kann, aber auch hier gibt es genug Menschen, die diesen aufgezwungenen Staat satt haben und mit friedlichen und demokratischen Mitteln eine andere und bessere Zukunft für sich selbst und das Land Südtirol wollen. Das ist ein gutes Recht einer Minderheit in Italien und in Südtirol einer 3/4 Bevölkerungsmehrheit, würde man meinen. Wir werden sehen, ob Italien die politischen Aktivitäten der SF in einer reifen Demokratie respektiert, oder ob man versuchen wird, wie in der Türkei Heute, oder wie vor 18 Jahren in der Ex-DDR die Menschen hier mit Prozessen und anderen Schickanen einzuschüchtern.
IP: 195.3.113.175
 
Markus
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