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11-08-2007 13:28
 
@ Daniel
Langsam, Langsam lieber Daniel! Heute muss niemand für Südtirol sterben. Dieses Land braucht Heute in seinem Kampf um die Erlangung des Rechts auf Selbstbestimmung in Europa und in der Welt lebende und nicht tote Menschen. Es ist möglich in der EU auch im Rahmen der vorhandenen und vorgegebenen politischen Möglichkeiten sich für die Selbstbestimmung der Heimat mit demokratischen und friedlichen Mitteln einzusetzten. Südtirol ist bei dieser Aufgabe nicht allein, sondern kann sich sehr wohl auf die Sölidarität aller Tiroler und die politische Unterstützung aus dem Vaterland Österreich verlassen, nicht zu vergessen all die Menschen und politischen Parteien in der Schweiz, Deutschland, Europa und in der Welt, die dieses edle und berechtigte Anliegen der Tiroler in Süd Nord Ost und Österreicher verstehen und unterstützen. Die Selbstbestimmung Südtirols ist international 1945/46 letztes Mal daran gescheitert, weil sich der südliche Teil Tirols in der amerikanischen Besatzungszone Italiens befunden hat, Nord- und Ost-Tirol hingegen in der französischen Zone. Die Franzosen haben damals zusammen mit den Briten auf Ansuchen der Österreicher die Selbstbestimmung für Südtirol betrieben, gefordert und versucht mit allen Mitteln diplomatisch umzusetzen. Leider kam damals diesen Bemühungen von London, Paris und Wien die fatale Bindung der USA in ihren geheimen und halbgeheimen Versprechungen an Italien in die Quere, und zweites Mal fast so, wie beim "Erwerb" Südtirols durch Italien mit Gewalt, Betrug und Verrat 1918/1919. Heute weiss jeder, was man damals Italien dafür als den "Grossen Preis" für den Seitenwechsel im I.Weltkrieg versprochen hat. Viel weniger ist Heute bekannt, auf wen die US-Allierten und die amerikanischen politischen Führungseliten bei der Landung ihrer Streitkräfte auf Sizilien im Juli 1943 und beim Sturz Mussolinis gesetzt haben und wer mit wem "Gemeinsame Sache" im Zeichen der "Verschwiegenheit" welche Deals mit der damaligen Führung Italiens in Rom gemacht hat. Der "Faschistische Grossrat" in Rom sprach daraufhin dem Diktator Benito Mussolini das Misstrauen aus und nur zwei Wochen nach der Landung der Allieren in Italien am 25.07.1943 lässt König Viktor Emanuel III. den "grössten Italiener aller Zeiten, Titan, Genie und Duce" verhaften. Einen Tag später bildete der aus der Tasche gezauberte Pietro Badoglio eine neue italienische Regierung ohne die Faschisten. Damals haben die Amerikaner überall in vom Faschismus befreiten Italien Plakate anbringen lassen, auf denen es stand " AMERICANS WILL ALWAYS FIGHT FOR LIBERTY", die Italiener im befreiten Italien plakatierten hingegen "Fuori i tedeschi" - "Die Deutschen raus" und damit haben sie nicht nur die deutschen Truppen in Italien gemeint. Nach 1945 mussten sich die Amerikaner an ihre geheimen und weniger geheimen gegenüber Italien gemachten Versprechen halten. Damals wie Heute könnte man daher diesen Slogan aus den US-Plakaten nur so verstehen: "Die Amerikaner kämpfen immer für die Freiheit des eigenen Geschäftemachens wann, wie und wo sie das für richtig halten". Sie haben zwar Italien vom Faschismus befreiet, aber die Südtiroler haben sie weiterhin der italienischen Fremdherrschaft ausgesetzt, bis Heute! Die Südtiroler sind zum ersten Mal 1918/19 vor allem durch amerikanische Schuld um ihr Völkerrecht auf Selbstbestimmug gebracht worden, damals hat es fast keine Italiener hier gegeben und die Südtiroler richteten eine Petition an den damaligen US-Präsidenten Wilson mit der Forderung nach der Ziehung einer ethnisch korrekten Grenze. Zwischen 1919 und 1943 sind die Tiroler hier einer beispiellosen ethnischen Verfolgung ausgesetzt worden und zur Absiedlung "ins Reich" von einem anderen Diktator freigegeben worden. 1945/46 konnte wenigstens Österreich als Opferland des II.Weltkrieges mit dem Täterland Italien eine gewisse Autonomie für Südtirol in Paris ausverhandeln. In Italien glaubte man damals bis 1961, an diese Lachnummer müssen wir uns doch in Alto Adige nicht halten und wir setzen die unter Duce angefangene Italianisierungspolitik Südtirols munter fort und tun so, als ob nichts an diplomatischen Verpflichtungen Roms da wäre, bis sie durch "Puschtra Buibm" ab der Herz-Jesu-Nacht im Juni 1961 eines Besseren belehrt worden sind. Erst auf Drängen von UNO, Europa und Dank dem unermüdlichen diplomatischen Kampf für Südtirol des österreichischen Vaterlandes ist diese Autonomie hier zwischen 1972 - 1992 in heutiger Form politisch durchgesetzt und auch eingeführt worden. Heute ist die Parole, die Autonomie ist ein Segen für dieses Land aber die Selbstbestimmung ohne wenn und aber für unsere Zukunft in einem Land Tirol ist noch viel besser! Darauf sollte man die Kräfte konzentrieren, auf einen demokratischen und friedlichen Kampf. Die Heimat- und Vaterlandsliebe ist dafür nur die erste und die wichtigste Voraussetzung. Dafür steht diese rot-weiss-rote Plakataktion "Südtirol ist nicht Italien" der Süd-Tiroler Freiheit, die zum ersten Mal seit 1918 überall in Südtirol in symbolischer Form das Vateland von Reschen bis nach Innichen, von Brenner bis an die Salurner Klause zurückkehren lässt. Es ist erst der langersehnte Anfang dieser couragierten Selbstbestimmung neueren Datums in unserer Zeit und es wird nur an uns allen liegen, wie schnell und wie weit wir auf diesem Weg vorankommen und wann Südtirol diese Selbstbestimmung erlangen wird. Dank der politischen Arbeit der Bewegung der SF der Frau Dr. Eva Klotz lebt die echte Selbstbestimmung in diesem Land weiter und sie wird uns alle, die daran glauben, auch in Zukunft in allen Teilen Tirols und im Vaterland Österreich bis zu deren Verwiklichung treu begleiten.
IP: 195.3.113.170
 
Markus A.
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