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07-08-2007 12:23
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Semantik
Ich möchte vorweg sagen, dass ich die Aktion prima finde, dass sie niemanden beleidigt und keinerlei gewalt verherrlicht. Ich bin leider auf die Formulierungen "Gegen Nazis" und "Gegen Revanchismus" gestossen, die mir nicht sonderlich behagen. Im deutschen Sprachgebrauch heisste der Überbegriff für rechtsextreme Diktaturen "Faschismus". Folglich, wenn sich die Schützen von den Neonazis distanzieren wollen, wäre ers angebracht zu schreiben "Gegen alle Faschismen". Wenn man meint, die Italiener in Südtirol würden das nicht verstehen (wollen), dann hätte ich "Faschisten und Nazis" geschrieben, absolut idiotensicher.
Zum Revanschismus: "Revanchismus bezeichnet eine auf Rache (frz. revanche) sinnende Haltung von Kriegsverlierern, die auf die gewaltsame Änderung von Friedensbedingungen oder -verträgen gerichtet ist. Das Streben nach friedlichen und einvernehmlichen Veränderungen von Friedensbedingungen im Sinne des völkerrechtlich zulässigen peaceful change heißt hingegen Vertragsrevisionismus.". Wikipedia. Diesmal ist m.e. die deutsche Sprache viel zu genau benutzt worden. Man kann kaum davon ausgehen, dass die breite Masse in Südtirol, die breite Masse überhaupr, den feinen Unterschied zwischen "Revanchismus" und "Vertragsrevisionismus" kennt. Lieschen Müller würde unter "Revanchismus" vermutlich auch das friedliche Bestreben nach einer Wiedervereinigung Tirols verstehen. Ich hätte geschrieben: "gegen Gewalt". VG Julius Franzot IP: 81.208.31.216
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