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06-07-2007 02:28
 
Dieser kurze Film geht jedem Patrioten tief unter die Haut. Es hat lang gedauert, aber alle Tiroler und bald alle Österreicher beginnen sich langsam mit der Frage der Südtiroler Selbstbestimmung wieder zu beschäftigen. Die Tiroler aus allen Teilen der Heimat haben bei jeder Gelegenheit, wenn man sie danach gefragt hat, sich für die Wiederherstellung der Landeseinheit und eine Ziehung einer ethnisch korrekten Grenze ausgesprochen. Das Land Südtirol war 1918 zu 97-98% deutschsprachig und zu max. 2% ladinisch oder welschtirolerisch. Italien war damals in diesem Land so fremd, wie Heute Frankreich oder ein anderes Land. Heute leben in Südtirol 60% deutschsprachige, und 5% ladinische Tiroler, der Rest ist bunt zusammengewürfelt aus dem ganzen Stiefelstaat. Südtiroler müssten meiner Meinung viel öfter zeigen, dass die Italiener trotz dieser schwierigen Vergangenheit hier willkommen sind, solange sie den demokratisch legitimierten Willen der 3/4 Bevölkerungsmehrheit respektieren. Die Alleanza soll endlich aufhören, sich gegenseitig mit Unitalia oder Frau Mussolini in Aufhetzen der italienischen Bevölkerung in Südtirol zu überbieten. Die Forderung der AN vor einigen Monaten, der Südtirol Landtag möge Südtirol per eigenen Beschluss als unzertrennlichen Teil des Stiefelstaates feststellen, hat dazu geführt, dass man gerade das Gegenteil beschlossen hat, d.h. der Landtag hat sich mit 2/3 Mehrheit gegen den endgültigen Verbleib Südtirols bei Italien ausgesprochen. Der jetzige Versuch den Tirol - patriotischen Film von Sven Knoll zu diskreditieren, wird wahrscheinlich wieder auf die Urheber dieses Vorhabens zurückfallen. Anscheinend ist man in diesen verblendeten Kreisen in den nationalistischen Denkweisen dort schon so festgefahren, dass man nicht mehr die objektive historische Wahrheit von der faschistischen Dicht und Phantasiekunst unterscheiden kann. Dieser Wahn hat Methode und hat mit dem "Denker" des Faschismus Ettore Tolomei begonnen. Einige Schlaglichter: Fälschung der Ortsnamen in Südtiorl 1916 in Prontuario, also zeitgleich mit dem Londoner Annexion Geheimvertrag, Märchen von Erstbesteigung des Gipfels Vetta d´Italia durch Tolomei als nördlichsten Punkt des Stiefelstaates, Begründung der Annexion in Friedensverhandlungen nach 1918 mit selbstgemachten gefälschten Tirol Karten, Die Kundmachung der Militärbehörden Italiens in deutscher Sprache an die Südtiroler 1918-19, man würde sich hier vorübergehend als Gast auf Zeit im fremden Haus befinden, 1919 Versprechen der Autonomie und gleichzeitig beispiellose Unterdrückung und Italianisierunversuche der Südtirroler unter Duce, bei der Option die Drohung der Verbannung nach Sizilien oder Afrika, falls man nicht bereit wäre auszuwandern, man würde das zurückgelassene Vermögen entschädigen (wohl so, wie der afrikanische Diktator Mugabe Heute die enteigneten weissen Farmer entschädigt hat), 1946 versprochene und gebrochene Autonomie, Zusammenlegung der Provinzen Bozen und Trient 1948, um aus Südtirolern eine echte Minderheit zu machen, weiter 1960-72 blutiger Konflikt um die Umsetzung, bzw. Einführung der in Gruber - de Gaspari 1946 vereinbarten Autonomie, Folterung und Mord an Südtiroler Widerstandkämpfern, weitere Viktimisierung der betroffenen Personen durch Behauptung das alles hätte es nie gegeben, Trixen bis 1992, um doch die Autonomie zu verbiegen, die Nichteinhaltung der verpflichtenden Zweitsprachigkeit in allen Bereichen des Lebens in Südtirol bis Heute, das Märchen, die Südtiroler verdanken ihre sichtbaren Erfolge in der Selbstverwaltung der Grosszügigkeit des italienischen Staates und dem Geld aus Rom, sowie zum Schluss die Behauptung alle Südtiroler lieben die Mamma Italia heiss und wollen von der leiblichen Mutter Austria, die verzweifelt seit Ewigkeit für sein Kind Südtirol kämpft, nichts mehr wissen, und wenn sie schon Selbstbestimmung wollen, dann sollten sie über 4 Alternativen abstimmen, damit die Idee der Selbstbestimmung endgültig untergraben wird. Besonders schändlich finde ich persönlich die Pflege und die Heroisierung des italienischen Faschismus, der sogar dazu sich seinerzeit higegeben hat, die italienischen Toten des I. Weltkrieges in Norditalien auszugraben, um sie in faschistischen Beinhäusern in Südtirol aufzustellen, und damit für den eigenen Machtanspruch in diesem Land zu missbrauchen.Italienische Truppen haben bekanntlich kein Zentimeter des heutigen Bodens Südtirols in der Zeit des I. Weltkrieges erobert oder betreten. Es ist wahrlich eine "Vittoria italiana", ein Land ohne Italiener durch Verrat und Betrug zu besetzen, mit faschistischen Denkmälern zu überziehen, die alten Denkmäler aus der alten österreichischen Zeit zu schleifen, und daraus einen konstruierten Herrschaftsanspruch Italiens in Südtirol zu basteln. Ich vermute, wenn man die Frage aufwerfen würde, Italien sollte sich endlich einmal dieser schändlichen eigenen Vergangenheit stellen, d.h. die eigene Geschichte aufarbeiten, man würde das ganz einfach nicht verstehen. Ein Staat, der so mit sich selbst umgeht, sollte sich nicht wundern, dass es überall in diesem Land Missstände gibt, die allen Bürgern Italiens gut bekannt sind. Südtiroler haben hier nie nach diesem Staat gerufen und sie lehnen diesen Staat auch Heute mehrheitlich ab. Selbstbestimmung ist erstes Menschenrecht für eine Person und für eigene Sprachgruppe. Der Anteil der Südtiroler deutscher Sprache wird im Schnitt in 1-2 Jahren in Südtirol um 1% höher, also auch hier haben die Südtiroler die Nase vorne. In einigen Jahren werden die Südtiroler nicht wie Heute eine 3/4, sondern bald eine 4/5 Mehrheit darstellen. Daher müssten vor allem zuerst die Italiener aufhören die Südtiroler mit ihrem faschistischen Gehabe zu provozieren und auf der politischen Ebene beginnen den Menschen hier ein Bild Italiens vermitteln, das von den Südtirolern nicht als Bedrohung ihrer Identität angesehen wird. Man müsste das tun, im Interesse des guten Namens des Landes Italien und seiner Menschen, den ich eben vom Staat Italien aus diesen oben angeführten Überlegungen separat betrachten muss. Wir haben kein Problem mit den demokratisch gesinnten Italienern und mit dem Land Italien als solches, das allen durch seine einmalige grosse Kultur und zivilisatorische Leistung viel Respekt abverlangt. Südtirol ist und war es nie ein Teil davon, abgesehen von der heutigen Staatszugehörigkeit, daher müsste man das endlich zu akzeptieren beginnen und nicht mit diesem potemkischen Konstrukt der angeblichen Italianitá des Alto Adige sich selbst als italienische Minderheit in Südtirol nicht länger belügen. Diese Haltung ist notwendig, damit alle Menschen in Südtirol unverkrampft miteinander umgehen und einander so wie sie sind, Heute und in der Zukunft respektieren und akzeptieren.
IP: 195.3.113.169
 
Markus
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