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17-06-2008 14:58
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Das Wunder von Südtirol
Das Wunder der Selbstbestimmung von Süd-Tirol ist möglich. Genau so einfach ist es! Wir haben durch die vielen Reaktionen auf das Aufstellen des Schildes "Süd-Tirol ist nicht Italien" der SF direkt an der Grenze am Brenner eine sehr wertvolle Orientierungshilfe gewonnen. Das Thema der Selbstbestimmung Süd-Tirols bewegt weiterhin zum Glück tief im Herzen und in Köpfen sehr viele Menschen. Alle Umfragen deuten darauf hin, dass die Bürger eine Klärung dieser Frage in absehbarer Zukunft haben wollen. Die meisten würden wohl aus heutiger Sicht im Sinne der Selbstbestimmung abstimmen. Aus diesem Grund sind sich die Verteigiger der Fremdbestimmung der italienischen Zukunft des Alto Adige nicht mehr so sicher, dass alles zwischen Brenner und Salurn so bleibt wie es bis jetzt war. Es könnte einmal auch heissen, Italia fino al Salorno - Italien endet bei Salurn. In sprachlicher, ethnischer, historischer, und kultureller Hinsicht war es schon immer der Fall. Süd-Tirol ist endlich Dank der unermüdlichen Arbeit auch der SF auf dem richtigen Weg, der Freiheit der Wahl entgegen. Sollte bald einmal Schottland, Baskenland, Katalonien über dortige bereits fix eingeplante Frage der eigenen Selbstbestimmung abstimmen, wird es auch so eine Abstimmung früher oder später endlich einmal zum ersten mal seit dem Beginn dieser Fremdherrschaft seit fast 90 Jahren auch in Süd-Tirol geben. Diese Mauer, die Süd-Tirol vom Vaterland trennt, bröckelt bereits gewaltig und ist vielleicht bald schon gefallen! Wie es mir scheint, die Selbstbestimmung Süd-Tirols ist nur die Frage der Zeit, wenn alle Entscheidungsträger ab sofort in diesem Sinne richtig handeln, d.h. die Landespolitik der AP Bozen Südtirol, die Schutzmacht der süd-tiroler Interessen das Vaterland Österreich und das Bundesland Tirol mit seiner Landesregierung. Dazu im oder um das Andres Hofer Jahr 2009! Wird man einmal über diese Frage abstimmen können, wird das aber nur ein Etappensieg werden, da man jede Abstimmung erst klar gewinnen müsste. Als Beobachter des politischen Geschehens in Europa stellte ich damals 1992 fest, das Slowenien bei der ersten grossen realen Chance auf die eigene Selbstbestimmung sofort die Initiative ergriffen und unverzüglich in diesem Sinne klar und sichbar gehandelt hat. Die alte Macht der Fremdbestimmung ist nach einer Woche bereits abgezogen. Der italienische Altpräsident Francesco Cossiga hat, wenn ich richtig informiert bin, in seinem im Senat im Mai 2008 eingebrachten Gesetzesentwurf zur Frage der endgültigen Klärung der staatlichen Zugehörigkeit der AP Bozen Südtirol vorgechlagen, dass direkt nach einer im Sinne der Selbstbestimmung gewonnenen Abstimmung, die italienischen Streitkräfte und die Zollwache die AP Bozen binnen 48 Stunden zu verlassen hätten, die Ordnungskräfte wie Carabinieri und Stadtpolizei wären dann ohne Zeitlimit direkt der Landeregierung unterstellt. Die Allgemeine Diskussion um die Abstimmung in Montenegro z.B. dauerte auch über ein Jahr. Dortige Landesregierung hat die Selbstbestimmung für das Land gefordert und die EU machte da sehr direkt klare Vorgaben. JA wir in Brüssel, bei der EU und bei der Nato sind dafür, falls diese Selbstbestimmung friedlich und demokratisch abläuft und wenn nicht weniger als 55% der Wahlberechtigten bei dieser sehr genau auch international überwachten Abstimmung dafür stimmen. Der Rest ist Geschichte der Fremdbestimmung in diesem wunderschönen Land zwischen 1918 und 2006, und endlich einer glücklichen Selbstbestimmung nach so vielen Jahren der Bevormundung aus einer diesem Land fremden Hauptstadt. Das Land Süd-Tirol befindet sich langsam auch auf dem besten Wege dorthin. Dieses Wunder der eigenen Selbstbestimmung von Süd-Tirol kann aber allein nur die Landesregierung in Bozen zuerst ermöglichen, erst dann wird es andere völkerrechtliche Schritte in diesem Sinne Zug um Zug geben können, dazu vielleicht nicht anders als bei Slowenien oder Montenegro. Auch aus dem Beispiel der Deutschen Einheit 1989/90 kann man vieles lernen, wie ein geteiltes Land auf einem friedlichen und demokratischen Wege von der Aussenwelt unterstützt wieder zusammenwächst.
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