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28-05-2008 14:07
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Privilegien
Der Landeshauptmann verdient eben so viel, weil das bei allen Politikern der Republik Italien so üblich ist, sprich weil es Privilegien gibt.Ich persönlich bin kein Neider und Wadenbeisser und gönne allen das schwer verdientes Geld, vorausgesetzt die Gegenseite in dem Fall die Gesellschaft, bekommt auch eine Gegenleistung dafür. Italien steht diese Relation permanent und unverschämt auf dem Kopf. Verdienen wie in Dubai bei den Scheihs, aber das eigene Land regieren so wie in Bulgarien oder Russland. Das ist heute leider die Vorgangsweise und Devise der italienischen Politiker, die völlig von der Realität des Landes abgehoben zu sein scheinen. Heute leben schon über 1/3 der Bürger in Italien unter der Armutgrenze und es werden mit der Zeit immer mehr. Die allgemeine Lage in Europa und in der Welt bietet auch keine Perspektiven, dass man diese Entwicklung der Gesellschaft nach Unten bald umdrehen kann. Davon sind alle Länder der EU betroffen. Manche werden damit mehr oder weniger fertig, manche wie Italien so gut wie gar nicht. Würde man die Politiker der selbstherrlichen La Casta nach ihrer tatsächlichen Leistung entlohnen, müssten sie heute unter der Armutgrenze leben. Erst dann würden sie im Interesse der Bürger handeln wollen. Heute handeln sie nur im ureigenen Interesse und erhöhen pro Jahr ihre Einkommen um im Schnitt 10%. "Süd-Tirol ist nicht Italien" lautet die bekannte Parole der SF, heute vielleicht ja, aber wie lange noch. Die Machteliten scheinen sich auch hier mehr und mehr der La Casta anzupassen und so zu werden wie sie. Die SVP hat, was die Wirtschaft des Landes betrifft, die AP Bozen bis jetzt ausgezeichnet regiert. Ich persönlich halte den heutigen Landeshauptmann für einen der besten, der diesen Job machen kann, und er verdient von mir aus das, was er als Lohn für seine Arbeit bekommt. Luis Durnwalder ist ein exzellenter Techniker der Macht, manchmal aber auch ein wegweisender Ideologe. Vor allem von der zweiten Eigenschaft würde man sich mehr von ihm als Landesvater wünschen, d.h. klare Worte in der Frage der Selbstbestimmung. Wenn ihn aber der italienische Altpräsident als österreichischen und als einen Tiroler Nationalisten bezeichnet, dann empfindet man das als ein Kompliment, da Durnwalder sicher ein Patriot und kein Ntionalist ist, und der das sagt, was immer gesagt werden muss. Die Süd-Tiroler sind, wenn auch eine 3/4 Mehrheit im eigenen Land, dennoch eine tiroler und österreichische Minderheit als Teil der Deutschen Kulturnation in Italien. Er meinte im Juni 2006, man bräuchte ein halbes Jahr für die Vorbereitung eines Referendums, und die Süd-Tiroler würden mit einer grossen Mehrheit für die Rückkehr des Landes zu Österreich stimmen. Vor so einer mutigen Äusserung kann man vor dem Landeshauptmann nur den Hut ziehen. Im Februar 2007 in einer Landtagdebatte hat Durnwalder ferner die Selbstbestimmung Südtirols ausdrücklich nicht ausgeschlossen und politische Entwicklungen in diese Richtung sogar theoretisch begrüsst. Sollte die SVP vor allem und die Süd-Tiroler auf ihn genau hören, was und wo er etwas sagt, dann ist vielleicht auch einmal eine echte Politik der Selbstbestimmung in der Landesregierung in Bozen möglich. Ich vertraue persönlich dem Landeshauptmann zu 100%, dass er nach besten Wissen und Gewissen das Land regiert. Die Frage ist nur, ob man das auch von anderen Politikern der Autonomie, die politische Verantwortung tragen, auch das sagen kann. Der Landesvater hat bekanntlich viel Macht, er ist aber auch eine äusserst wichtige Symbolfigur für Süd-Tirol, die wegweisende Funktion hat. Das umzusetzen was er sagt, das müsste aber die SVP oder jede Landesregierung der Gegenwart und Zukunft in Bozen tun.
IP: 195.3.113.168
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