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16-05-2008 22:39
 
Huttererteitsch
In Tirol wurden im sechzehnten Jahrhundert die Huttererbrüder, eine anabaptistische christliche Richtung, blutig verfolgt — ein Schandfleck in der Tiroler Geschichte, den man hier offensichtlich allzugerne zwischen den Buchdeckeln der Geschichtsbücher verborgen sein läßt. Ein Teil dieser Christen flüchtete in Richtung Osten, danach machten sich viele von ihnen auf in die U.S.A. Dort bewirtschaften sie heute noch Farmen (und zwar sehr erfolgreich), pflegen enge Gemeinschaft und ziehen ihre Kinder in ihrer „teitschn Schuel“ groß. Diese Alttiroler sprechen heute noch ihre alttirolerische Sprache und halten an ihrer ursprünglichen Kultur fest — daran konnten auch das „American English“ als Allgemeinsprache und der „American Way of Life“ nichts ändern. Es wäre wohl zu analysieren, was sonst noch die tirolerdeutsche Sprache und Kultur bedroht. Da scheint es mir gefährlichere Elemente zu geben als das Italienische.
IP: 83.175.81.25
 
Georgos Egger
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