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14-05-2008 20:23
 
„Wer zu spät kommt, …“
Der Beitrag von Markus A. (Ihre Beiträge sind zwar lang, aber doch immer wieder interessant zu lesen) verdient unsere volle Anerkennung, ebenso die Artikel der anderen, die sich für die Selbstbestimmung einsetzen. Besonders zutreffend ist der Vergleich mit der dt. Wiedervereinigung („Wer zu spät kommt, …“). Damals hat sich gezeigt, was alles möglich ist, wenn Politiker schnell und richtig zu handeln fähig sind.  
Was die SVP betrifft, sieht es derzeit so aus, als ob sie – aus welchen Gründen auch immer – absichtlich zu spät kommen möchte. Wenn sie sich aber weiterhin von Rom so blenden lässt – wird sie vielleicht irgendwann mit leeren Händen dastehen (auch die Herbst-Wahl kommt bestimmt!). Die Wahlen im April waren schon ein Schuss vor den Bug, und die ersten Signale aus Rom die Autonomie betreffend war auch nicht gerade überwältigend. Es sieht nun nicht so aus, als ob die SVP die richtigen Lehren aus dieser Schlappe – Rückbesinnung auf ihre Wurzeln als Sammelpartei – gezogen hätte. Eine weitere Anbiederung an Italien würde sie bestimmt noch diffuser erscheinen lassen und könnte ihr den Boden unter den Füßen vollends wegziehen. Dabei gäbe es nun wieder die Gelegenheit, zu einer Politik zurückzukehren, bei der alle an einer ehrlichen Volkstumspolitik Interessierten– egal ob Großpartei oder Kleinbewegung – an einem Strang ziehen und ausgehend vom Cossiga-Antrag professionell unsere Zukunftschancen nützen.  
Zum Schmunzeln ist beim Cossiga-Vorschlag also höchstens die Wahlalternative „Deutschland“. Ansonsten ist er aber ernst zu nehmen und mit entspr. Modifizierungen so schnell wie nur möglich aufzugreifen! Es geht schließlich wieder einmal so richtig um die Zukunft Süd-Tirols und wer weiß, wie lange es die Möglichkeit einer fairen Abstimmung überhaupt noch gibt. Seht also alle zu, dass wir nicht aus lauter Passivität oder Bequemlichkeit am Ende zu spät kommen!
IP: 82.192.9.194
 
HE
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