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28-04-2008 23:43
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Tiroler Geschichte
Der Zusammenbruch der Monarchie 1918 war die absolute Stunde null und eine Ausnahmesituation, daher darf man sich nicht wundern, dass in einem Schockzustand die Menschen anders reagieren, als wenn sie wieder sachlich und nüchtern denken und handeln können. Der Anschlussgedanke ist seit 1945 mausetot, auch in Tirol südlich und nördlich des Brenners, vieleicht bei den Neonazis nicht. Die von Mussolini und Hitler erzwungene gewaltsame Option zwischen Italien und Reich verhinderte höchstwahrscheinlich die Selbstbestimmung Süd-Tirols nach dem Krieg. Das tiroler Inntal ist gegen Ende des Zweiten Weltkrieges vom österreichischen rot-weiss-roten Widerstand militärisch von den Nazis selbst befreit worden. Die Tiroler begrüssten die anrückenden Amerikaner mit Jubelrufen, Blumen und mit den österreichischen Fahnen. Daran gibt es nicht zu deuteln. Heute wollen den Anschluss nur verblendete rechtsextreme deutschnationale Kräfte, die keine Österreich-Patrioten sind, und die vieleicht im Promillebereich zu beziffern sind. Auch das muss eine Demokratie aushalten. Ich erinnere noch daran, dass alle Tiroler für die eigene nähere Heimat an der tiroler Front und anderswo im Ersten Weltkrieg heldenhaft gekämpft haben. Nicht zu vergessen den Freiheitskampf der Tiroler von 1809 gegen bayerische und napoleonisch-italienische Fremdbestimmmung und für die Rückkehr des Landes zum Vaterland Österreich, genauso wie auch den zweiten Freiheitskampf der Süd-Tiroler nach 1945. Wer so einen Unsinn von Tirol ohne Vaterland andauernd verzapft wie der Forumteilnehmer, der anscheinend kein Vaterland zu haben scheint, der arbeitet propagandistisch gerade den Verwaltern der Fremdbestimmung in Süd-Tirol in die Hände! Die Spitze der SVP bezeichnet immer wieder die eigene süd-tiroler Volksgruppe als die österreichische Minderheit in Italien, die FP Südtirol ist eine Landesorganisation der FPÖ, über die nationale Gesinnung der SF kann man sich auf dieser Seite überzeugen, bitte z.B. das Bild mit der Tafel am Brenner anschauen "Süd-Tirol ist nicht Italien" in Form der rot-weiss-roten Fahne, die österreichpatriotische Gesinnung der UfS steht auch ausser Zweifel. Nicht zu vergessen die Süd-Tiroler Schützen, www.schuetzen.org/ glaube ich, die Bildergalerie sagt mehrt als noch so viele Worte. Die Heimatparole der Schützen in Süd-Tirol lautet: Unsere Heimat ist Tirol, Unser Vaterland ist Österreich! Nur vor allem bei den Grünen in Süd-Tirol gibt es sehr eifrige Verteidiger der Italianitá des Alto Adige, die fast keine Gelegenheit auslassen die angeblichen Vorzüge der Fremdbestimmung in diversen Bloggs und anderswo hervorzuheben. Die Hüter der Italianitá des Alto Adige unterstützen nach Kräften und wo es nur geht alles in Süd-Tirol, was ideologisch in Richtung einer süd-tiroler Eigenstaatlichkeit ausgerichtet wird, sie wissen gut warum. Wenn schon keine grosse Liebe zu Italien auf der Seite der Süd-Tiroler möglich ist, dann wenigsten ein Irrweg der Eigenstaatlichkeit als Gegenkonzept zu Süd-Tiroler Selbstbestimmung und Wiedervereinigung der geteilten Landesteile in der Zukunft. In Tirol nördlich des Brenners übernehmen oft diese Rolle grüne und fanatische Europahasser, die am liebsten in jedem Dorf eine Mosche bauen und Multikultiutopien den Menschen verordnen würden. Patriotismus und Andreas Hofer das ist für sie wörtlich "Taliban-Gedankengut". Schutzmachtrolle Österreichs für Süd-Tirol braucht man natürlich nach dieser Auffassung der Grünen auch nicht, sie haben auch dagegen im Parlament in Wien am 21.September 2006 gestimmt. Solche Hirngespinnste von Tirol ohne österreichisches Vaterland bringen automatisch die Idee der Wiedervereinigung der geteilten Landesteile ad absurdum. Der Hochmut ist die erste Stufe zum Fall, wenn jemand von seiner Heimat so schlecht denkt, ist er schon sehr tief gefallen. Eine Wiedervereinigung Tirols ohne aktive Rolle der Schutzmacht Österreich wird es nicht geben, das ist so sicher wie Amen in der Kirche. Wer so etwas fordert, nämlich ein Land Tirol losgelöst von Italien und Österreich, ist entweder ein realitätsfremder Spinner oder jemand, der versucht der Selbstbestimmung der Süd-Tiroler gezielt zu schaden. Statt alle Kräfte zu bündeln, versucht man die Menschen zu spalten. Vor solchen Rat-Schlägen und "Freunden" der Selbstbestimmung sollte man sich meiner Meinung nach lieber in Acht nehmen. Andere Freunde von mir süd-tiroler Herkunft denken in dieser Frage zuerst, "los von Rom", und später wird man sehen, was an weiteren Schritten der Selbstbestimmung und Wiedervereinigung der geteilten Landesteile nach dem demokratischen Willen der Bevölkerung möglich sein könnte. Nach unabhängig voneinander gurchgeführten Meinungsumfragen begrüssen ohne jede propagandistische Vorbereitung und nähere Information immer noch cirka 55% der Tiroler südlich und nördlich des Brenners die Wiedervereinigung Tirol auf einem demokratischen und friedlichen Weg.
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