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23-04-2008 19:46
 
Südtirol auf den Spuren von Elsass oder
Diese Beobachtungen zum Elsass, wie sie Markus A. unten beschreibt, habe auch ich dort schon gemacht. In Süd-Tirol wird ja derzeit ein ähnliches Beispiel diskutiert, nämlich das Aosta-Tal. Gott sei Dank gibt es mit Eva Klotz noch eine Politikerin, die noch ein Gespür für solche Entwicklungen hat, sie aufgreift und damit die Allgemeinheit warnt. Es deutet aber leider alles darauf hin, dass es auch den Süd-Tirolern in absehbarer Zeit ebenso ergehen wird wie den Elsässern oder Aostern, weil sie sich jetzt eben nicht auf gebotener breiter Basis auf die Füße stellen und Gegenstrategien ergreifen. Die SVP will anscheinend das Selbstbestimmungsrecht aus Gründen des Machterhalts für ihre Protagonisten nicht ernsthaft thematisieren. Im geeinten Tirol könnten ja schließlich auch andere mitreden und den Einflussbereich der Edelweiss-Partei schmälern. Zum wiederkehrernden Verweis auf die Autonomie kann man ja ohnehin nur sagen, dass sie Rom nicht garantieren will, wie auch die jüngsten Wortmeldungen nach der Wahl zeigen. Wahrscheinlich ist der ehemaligen Sammelpartei wie ja den meisten Grünen auch mittlerweile sogar eine italienische Zukunft, bei der sie noch kräftig mitschneiden kann, ohnehin lieber. Es ist ein Jammer, dass das geliebte Süd-Tirol Gefahr läuft, schlussendlich draufzuzahlen, nur weil es aufgrund von Eigeninteressen einzelner Gruppen und Borniertheit den Zeitpunkt für die extrem wichtige Abstimmung über das Selbstbestimmungsrecht übersieht. Betrachtet man die in Süd-Tirol gegenwärtig zu beobachtende Selbstgefälligkeit, Saturiertheit oder Resignation, je nachdem, scheint eine Abstimmung und damit die große Chance jedenfalls in weiter Ferne. Eher deutet das darauf hin, dass man sich im Süden Tirols bereits mehrheitlich mit der Zugehörigkeit zu Italien abgefunden hat oder das Ruder gar nicht mehr unbedingt herumreißen will. Schade!
IP: 82.192.9.194
 
HE
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