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19-04-2008 21:22
 
Euro-Patch-Work
Gibt es etwa im nunmehr über die Köpfe der Bevölkerung hinweg ratifizierten EU-Reformvertrag irgend einen Passus, der den Schutz einer ethnischen Gemeinschaft und Kultur gewährleistet? Woher will man sich denn Unterstützung erhoffen? Bisher haben sich Kulturen in der Regel unter Druck besser gehalten als unter schleichender Unterwanderung und Verweichlichung — denn Druck erzeugt Gegendruck. Die Deutschtiroler südlich des Brenners müssen sich auf die eigenen Beine stellen. Auch wenn sie von Österreich einen mehr oder weniger fühlbaren Rückenwind erhalten haben — Hilfe sollten sie sich weder von Österreich noch von der plutokratischen Diktatur mit Namen Europäische Union erhoffen. Wie schaut es denn mit der durchschnittlichen Kinderzahl der Etschtiroler aus? Intakte Familien mit tiroldeutscher Muttersprache und einer Kinderzahl, die den italienischen Durchschnitt um das drei- oder vierfache übertrifft, schaffen die beste Grundlage für Fortbestand und Behauptung der ethnischen Gemeinschaft. Die materielle Verweichlichung unserer Gesellschaft muß man dabei freilich ablegen und neu lernen, auf Werte zu verzichten, die letztlich keine sind. Ein weltberühmter Psychiater soll gesagt haben: „Aufstrebende Kulturen sind stets puritanisch, niedergehende freigeistig bis hin zur Schamlosigkeit.“
IP: 80.109.167.201
 
Georgos Egger
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