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11-04-2008 12:10
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Sicherheit in ST
@ Doppelbürger. Haben Sie so gute Kontakte zu den Sicherheitskräften, dass Sie überall und jede Zeit bei diesen Diensten einen Step- oder Infobesuch machen können? Heutzutage sollten überall in der EU die Sicherheitskräfte vor allem nach innen als Serviceunternehmen wirken und nicht als ein Instrument der Einschücherung der Bevölkerung. Das Heranzüchten einer überdehnten alles kontrollierenden Polizei ist im demokratischen Sinne äusserst bedenklich, sie darf vor allem nicht Staat im Staat werden. Die Italiener in Süd-Tirol unterliegen verbreitet immer noch einem Irrtum, dass man ihre Sprache, Zivilisation und Kultur in der deutschsprachigenen Bevölkerung ablehnt, und sie als Menschen nicht will, daher muss man die Italianitá des Alto Adige mit allen Mitteln verteidigen, damit sie nicht von alleine einmal verlöscht. Die meisten Menschen aber können ganz genau unterscheiden, was für sie gut oder schlecht ist. Von Italien konnte man und kann man sicherlich in zivilisatorischer und kultureller Hinsicht nur sehr viel profitieren und dagegen hat doch niemand etwas, wenn das auf freiwilliger Basis und im gegenseitigen Respekt der Kulturen passiert. Das gilt in die entgegengesetzte Richtung auch für die Italiener, die in anderen Kulturen vieleicht Anleihen vorfinden. Ich bin der Meinung, dass einem Land nichts besseres passieren kann, als wenn man durch intensive Begegnungen mit anderen Kulturen die eigene Herkunft und Identität reflektiert, und um die neuen Einflüsse, Elemente bereichert und ergänzt. Das darf aber wie gesagt nur freiwillig geschehen, man darf es nicht zu erzwingen versuchen. Das ist in Süd-Tirol bekanntlich anders gekommen, trotzdem der italienische Einfluss ist jetzt hier da. Damit kann man auch gut leben, vorausgesetzt, niemand mehr in Italien versucht die Menschen umzukrempeln, damit Italianitá an Einfluss in Süd-Tirol wieder gewinnt. Die italienische Kultur in Süd-Tirol braucht heute keine uniformierten und andere Aufpasser an jeder Ecke, dazu in zehn verschiedenen Arten, wie vieleicht in einer aufmüpfigen Kolonie. Meine persönliche Abneigung dem gegenüber gilt nicht der Italianità als solche, sondern der Weigerung des Staates der Klärung der Selbstbestimmungfrage Süd-Tirols. Es ist ein Dilema der eigenen Herrschaft für Italien, aber das muss einmal zufriedenstellend gelöst werden. Erst danach nach dieser Klärung wird man unverkrampft miteinander in diesem Land leben können, ist das so viel von Italien in einer EU des 21. Jahrhunderts verlangt?. Die Stadt Bozen hätte sogar die besten Voraussetzungen dazu, ein blühendes Zentrum der italienischen Kultur im deutschsprachigen Raum zu werden, würde man endlich einmal die Frage der Selbstbestimmung gleichberechtigt auf allen Seiten zufriedenstellend lösen können. Stattdessen gibt es in diesem Land permanent die Politik des provinziellen Kleingeistes und Autonomie-Pfennigfüchserei. Heute glauben die Süd-Tiroler ihre Eigenart um jeden Preis gegenüber dem Staat der Fremdbestimmung verteidigen zu müssen, die Italiener im Sinne der Italianità auch. Dazwischen gibt es wenig Raum für einen echten und nach innen und aussen strahlenden zivilisatorisch gegenseitig befruchtenden Dialog und Einfluss zwischen den beiden Kulturen und Sprachen. Ich glaube, auf allen Seiten gibt es genug vernünftige Menschen, die das auch so ähnlich sehen, nur keiner handelt danach, da man eventuell alte Besitzstände aufgeben müsste, oder weil die Entscheidungen anderswo und nicht vorort gefällt werden. Um diese alte Ideologie der Italianità des Alto Adige und vieles andere mehr zu schützen, braucht anscheinend Italien diese permanente massive Präsenz der Sicherheitskräfte in Süd-Tirol, damit man selbst glaubt, dieses Land gehört immer noch zum Stiefelstaat, und damit auch die Süd-Tiroler es auch nicht so bald vergessen. Wie wäre es damit, wenn wir alle damit beginnen würden zu denken, vieleicht danach zu handeln, dieses Land gehört zuerst nur sich selbst und allen Bürgern, die zwischen Salurn und Brenner leben und Süd-Tirol - Tirol del Sud auch lieben, und dann den Europäern, die heute einen direkten Bezug zu Süd-Tirol haben, wie zum Beispiel die heutige Staatsmacht Italien und das alte Vaterland der Süd-Tiroler Österreich? Nicht entweder oder, sondern sowohl als auch wird dieses Land weiter bringen, mit oder ohne die überdurchschnittliche Anwesenheit der Sicherheitskäfte, die wohl eher damit beschäftigt sind, sich selbst zu verwalten, und Berichte nach Rom zu schreiben, als wirklich greifbar der Sicherheit der Bürger in Süd-Tirol zu dienen.
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