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12-04-2008 13:05
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Ausweg Selbstbestimmung?
Es ist nur zu verständlich, dass viele Süd-Tiroler die italienischen Skandale langsam satt haben und ihre Zugehörigkeit zum italienischen Staat, die ihnen ja damals gegen ihren Willen aufgezwungen worden ist, überdenken. Sollte nun wirklich wieder der Populist Berlusconi Regierungschef in Rom werden und sein Lager am Ruder bleiben, würde das die Zweifel am langfristigen Fortbestand der Autonomie sicher nicht verringern. Und wenn man jetzt z. B. die Beiträge über die Polizei liest, gewinnt man auch den Eindruck, dass von mancher Seite immer wieder Anpassung an alles Italienische eingefordert wird. Unter solchen Voraussetzungen mutet es eigentlich seltsam an, warum das offizielle Südtirol die Chance auf Geltendmachung des Selbstbestimmungsrechtes zuletzt nicht ergriffen hat.
Was spricht denn gegen eine solche Abstimmung, wie es sie auch in unserer Zeit immer wieder wo in Europa gibt. Auch die deutsche Wiedervereinigung ist Normalität geworden, obwohl sie noch vor 20 Jahren allgemein als unwahrscheinlich galt. Fakt ist, dass die Süd-Tiroler im 20. Jh. Unrecht erlitten haben und (nach den dazu notwendigen Vorbereitungen) endlich über ihre Zugehörigkeit abstimmen können sollen, wenn sie das wollen. Das gebietet schon die demokratische Fairness, und ein gültiges Ergebnis wäre dann natürlich – egal, wie es aussieht – zu respektieren. Jedenfalls würden wir Österreicher – allen Unkenrufen zum Trotz - eine Rückkehr Süd-Tirols zu uns begrüßen!!! Positiv wäre die baldige Klarheit darüber, was die Süd-Tiroler selbst wirklich wollen und wo ihre Zukunft liegt, bestimmt für alle. Und unglaubwürdig bleiben am Ende nur die, die – aus welchen Gründen auch immer – eine Abstimmung als Recht der betroffenen Bevölkerung unbedingt verhindern wollen. Selbst wenn die Tiroler Binnengrenze durch die EU und das Schengener Abkommen durchlässiger geworden ist, bedeutet das nicht automatisch das Ende des Weges (siehe oben). Dem EU-Land Italien müsste man eine faire Abstimmung jedenfalls guten Gewissens zumuten können. Wie auch immer – ausgehen muss der Wunsch nach einer solchen Abstimmung ohnehin von den Süd-Tirolern selbst, das ist klar! Von Österreich und der EU wäre dann die notwendige Unterstützung zu erwarten. Von Interesse ist die Entwicklung übrigens schon länger und man kann nur neugierig sein, welche Präferenz (Wiedervereinigung mit dem übrigen Tirol und Ö, Selbstständigkeit wie auch immer, Weiterverbleib bei I) sich letztlich bei der Süd-Tiroler Bevölkerung durchsetzt und ob man in der Umsetzung weiterkommt. Da ist es wirklich erfreulich, dass sich die Vertreter der Süd-Tiroler Freiheit so ehrlich und kompetent für die Rechte der Süd-Tiroler einsetzen. Nur Mut weiterhin! Es wäre Eva Klotz, Sven Knoll & Co. von Herzen zu gönnen, dass sie mit ihren Bemühungen die gewünschten und verdienten Erfolge erzielen können. IP: 82.192.9.194
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