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08-04-2008 11:29
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Kulturwandalismus
Die alten tiroler Bauernhäuser aus Holz stehen manchmal schon seit 300, 400 oder noch mehr Jahren und sie sind eine einmalige Zierde in der Landschaft. Die neuen Zweckbauten werden manchmal bereits schon nach Jahrzehnten wieder abgerissen, wenn der Mamon lockt. Daran erkennt man den einmaligen Wert der gesamttiroler Baukultur gestern und heute. Was Kriege oder andere Ereignisse nicht zerstört haben, machen die Landschaft-Schreibtischplaner kaputt. In Deutschland wurde nach dem Zweiten WK Berliner Schloss angeblich als Symbol des Imperialismus von den Kommunisten in die Luft gesprengt. An dieser Stelle baute man ein Palast der Republik. Das störte wiederum die Demokraten nach der Wende 1989 und sie sind gerade dabei diesen Betonklotz abzureissen, um einen neuen Bau des Berliner Schlosses wie in Las Vegas als neue schöne Baukulisse an alter Stelle zu errichten. Die "Sieger" bauen überall ihre Mahnmal-Bauten, natürlich auch in Süd-Tirol. In Bozen steht zum Beispiel aus der Sicht der Hüter der Italianità des Alto Adige der noch so "historisch wertvolle" Mussolinitempel, wo jedes Jahr die Süd-Tiroler an die mit Betrug und Gewalt erzwungene Fremdhersschaft vor fast 90 Jahren in Süd-Tirol, damals in einem Land so gut wie ohne Italiener, meistens von den italienischen Neofaschisten erinnert werden. Auch das ist ein unerträglicher ideologischer Kulturwandalismus, dazu noch in unserer angeblich so demokratischen und aufgeklärten Zeit.
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