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26-03-2008 20:52
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Zeitgeist in Deutschland
Es wundert mich nicht, dass gerade Negatives aus Südtirol in der deutschen Presse hoch gespielt wird. Ausgerechnet die Frage nach der Identität von Völkern, die in einem fremden europäischen Staat leben, ist den deutschen Línken (SPD und Grüne)ein Dorn im Auge. Vertriebenenverbände gelten in Deutschland als potentielle Rechtsextreme und Staatsgrenzen, wie sie auch immer entstanden sind (s. Oder-Neiße-Linie) gelten als unabänderlich. Natürlich, wenn es um den Tibet geht, macht man Ausnahmen, jedoch immer halbherzig.
Daher habe ich immer gegen die Vorstellung gewarnt, Deutschland könnte ein offenes Ohr für die Lage Südtirols haben. Italien ist viel zu idealistisch beliebt, um sich mit dem Gedanken anfreunden zu können, es würde ein besetztes Gebiet kulturell unterdrücken. Daher ist m.E. die von Cossiga erwähnte Alternative, bei einer Volksabstimmung eine Vereinigung mit Bayern als praktikabel darzustellen, einfach absurd. Egal, wie sehr sich die Bayern als eigenes Volk empfinden, der deutsche Zeitgeist würde (in diesem Fall auch mit recht, nach gerade erfolgter Wiedervereinigung) jeden Anschluss an andere deutschsprachigen Länder untersagen. Würde in deutschen politisch korrekten Ohren als "heim ins Reich" klingen und ist daher undenkbar. Nur Österreich kann eine geeignete Bühne für das Schicksal Südtirols sein. IP: 81.208.31.216
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