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01-04-2008 03:44
 
Propagandaworte
Es ist an der Zeit mit kritiklosem Nachplappern von SVP- Propagandaworten aufzuhören. SVP-Politiker haben Schlagworte erfunden und eine Schar von Journalisten beten dieses Neuösterreichertum nach: 
1.) "Schutzmacht Österreich". Ganz einmal abgesehen davon, dass der Begriff "Macht" in Zusammenhang mit dem Kleinstaat Österreich eine Lachnummer ist, soll dies auf die Tatsache hinweisen, dass im Gruber-Degasperi Abkommen (Pariser Abkommen) (kein Vertrag!!!) zwischen Österreich und Italien einige Dinge geregelt sind. Italien war der Meinung, dass dies im ersten Autonomieabkommen schon erfüllt war. Ich bin dieser Meinung NICHT! Bei allen Dingen, die über das Abkommen hinaus später verhandelt wurden, (Magnago, Benedikter, Moro usw.) war, ist und bleibt Italien, der Meinung, das dies eine inneritalienische Angelegenheit sei. Dem kann man nicht widersprechen. 
2.)Österreichische Minderheit in Italien: Es gibt keine österreichische Minderheit in Italien! Im Pariser Abkommen steht: Die deutschsprachigen Einwohner der autonomen Provinz Bozen haben das Recht.... 
3.) Daher ist es an dieser Stelle einmal angezeigt wo heute noch in Italien Deutsch als Mutterspache gesprochen wird: 
- Über die deutschsprachigen Einwohner der autonomen Provinz Bozen, also die Südtiroler wurde schon gesprochen. 
- In der Provinz Trient/Trento gibt es in einem Tal links von Persen/Pergine fünf deutschsprachige Dörfer, gewöhnlich Fersentaler oder Mócheni genannt. 
-Ferner auf der Hochebene von Vielgereut/Folgaria noch ein deutsch/zimbrisch redendes Dorf Lusern/Luserna. 
- In der Provinz Wiesenthein/Vicenza gibt es die Sette Comuni/Sieben Gemeinden wo noch zimbrisch/deutsche Haussprache existiert. 
-In der Provinz Verona/Bern(Berne) gibt es im Dorf Giazza/Glietzen/Ljetzan noch zimbrisch/deutsche Haussprache. 
- In der Provinz Belluno(dessen deutscher Name verschollen ist) gibt es die große, reiche Wintersportgemeinde Sappada/Bladen/Plodn wo über tausend Menschen ihre deutsche Mutterspache pflegen. 
- In der Provinz Udine gibt es Sauris, die Zahre, die in drei Dörfern noch "noch dr Zahrersproch reidn". Sauris di sotto/Unterzahre/Derf und Sauris die sopra/Oberzahre/Plotz sowie Lateis/Salateisa. 
- Im Kanaltal/Val Canale ist kärtner-deutsche Umgangssprache noch lebendig. 
-In der autonomen Provinz Aostatal ist südlich des Monte Rosa/Großes Rothorn in der Gemeinde Gressoney und weiter südlich davon deutsche Hausprache, das Walserdeutsch, noch sehr verbreitet. 
- Und schließlich ist im Piemont in Fortsetzung um das Monte Rosa Massiv walserdeutsche Sprache noch in den Gemeinden Alagna,Rima und Rimella des Sesia-Tales, sowie im Anzanzatal in Macugnaga, walserisch Makannah, noch deutsche Haussprache vorhanden. Sehr lebendig ist das Walserdeutsch noch im Val Formazza/Pomatt wo die Orte auch zweisprachig bezeichnet sind. Es grüßen Orte wie Pote/Zum Stäg und Pomazza/Pomat. 
Fazit: Alles das Aufgezählte stellt 2008 noch die deutsche Sprachminderheit in Italien dar.
IP: 87.180.115.205
 
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