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17-03-2008 21:58
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Deutschsprachige Minderheiten internatio
Ich bin gerade zurück von der Leipziger Buchmesse. Mitteleuropa dort? Sprachminderheiten? Na, was sonst, dass sind die Slowenen und die Kärntner, die sich als Aufgabe gegeben haben, als alleinige Vertreter der Gebiete mit Mischbevölkerung aufzutreten. Die Klagenfurter Verlage Wieser und Drava waren beispielhaft in ihren Darstellungen der ungeahnten Möglichkeiten der Verständigung unter Völkern. Eine Slowenisch-Deutsche Anthologie sorgte für eine begrüßenswerte Verbreitung der slowenischen Literatur,die oft unseren gemeinsamen kafkaeskischen Geist atmet.Löblich, wie sich alle Kärntner Verlage zusammenraffen konnten, einen gemeinsamen Stand zur Verbreitung von grenzüberschreitenden, dennoch mitteleuropäischen Literaturen aufzustellen. Was ist in deren Sinn "mitteleuropäisch"? Nadüürlich Slowenisch und Kroatisch, aus dem Herzen unserer Monarchie, als Beweis der Weltoffenheit unserer damaligen Herrscher. Es ist auch gut so.
Aber, wo bleibt Athesia? Wo merkt man in Deutschland, dass es auch woanders eine nichtdeutsche Minderheit gibt, wie z.B. die Ladinische, die auch ihr Recht hat, sich auf einer der wichtigsten Bühnen der Weltliteratur wiederzufinden? Es ist meinerseits keine Kritik, nur eine Anregung für die Zukunft: Deutschsprachige im Ausland gibt es zuhaufen, auch vom Aussterben bedrohte Sprachen; es wäre eine verdienstvolle Sache, wenn sich gerade Südtiroler Verlage engagieren würden, auch in den mit uns sprachverwandten Ländern für eine Präsenz und eine Klärung der wirklichen Umstände zu sorgen. Wenn es nicht in Bozen passiert, müssen wir auf Zahre und Tischlbong warten? IP: 81.208.31.216
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