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09-03-2008 21:23
 
Referendum
Die Frage der Klärung der Selbstbestimmung des Landes Süd-Tirol und seines Volkes aller Sprachen kann nur das süd-tiroler Wahlvolk in einer freien, unbehinderten, überwachten, demokratischen, gleichen und geheimen Volksabstimmung oder in einem Referendum beantworten. Erst dann wird man weiter sehen können, in welche Richtung diese Reise weiter gehen sollte. Den demokratisch legitimiereten Willen der Bevölkerung müsste dann jede Seite grosszügig und wohlwollend im Sinne der Menschenrechte und demokratischen Zusammenlebens in einer multinationalen Gesellschaft respektieren, egal wie das Ergebnis so einer Abstimmung einmal lauten würde. Ich nehme an, die SVP und die Oppositionsparteien würden gegen die Rückkehr des Landes Süd-Tirol zum Vaterland Österreich nichts einzuwenden haben, entweder als ein Teil des wiedervereintes Landes Tirol, oder als ein neues 10. Bundesland Südtirol. Die heutige Macht der Fremdbestimmung Italien wird aber ganz sicher nicht so bald so eine Abstimmung ermöglichen, geschweige denn umsetzen. Das kann einzig und allein nur die Landespolitik und Landesregierung in Bozen Zug um Zug machen, falls es überhaupt einmal so weit kommen könnte. In diesem Forum schreiben manche Italiener ohne Geschichtskenntnisse, ihre Ur-Väter hätten für Alto Adige Blut vergossen. Im Ersten Weltkrieg hat bekanntlich niemals ein italienischer Soldat den heutigen Boden Süd-Tirols erobert oder betreten. Erst nach dem Waffenstillstand im Nov. 1918 besetzte italienische Armee Tirol bis zur heutigen Brennergrenze, die das Land Tirol in drei Teile auseinandergerissen hat. Welches Blut die Italiener tatsächlich vergossen haben, das wissen wir ganz genau noch heute, das war nämlich das Blut der Widerstandskämpfer in Süd-Tirol in den 1960-er Jahren. Sie haben sich entschieden denen in den Weg gestellt, die in Italien seit den Anfängen dieser Annexion 1918 alle Süd-Tiroler auf einen ethnischen Todesmarsch geschickt haben. Das haben viele dieser mutigen Patrioten mit dem Leben gezahlt, Hunderte von ihnen mit Folter, Tausende mit Freiheitsentzug aus geringsten Anlässen, bis in die 70er Jahre hinein. Niemand darf daher in Italien noch lange von uns verlangen, dass man das ganz einfach vergisst. Gehorsam und Respekt gegenüber dem Staat ist eine Sache, aber Liebe und Treue kann niemand auf der Welt uns vorschreiben, verordnen oder erzwingen. Unsere Herzen schlagen nicht für Tricolore, sondern nur für Rot-Weiss und Rot-Weiss-Rot. Die Tiroler südlich des Brenners bleiben der Tiroler Heimat in Süd, Ost und Nord und dem Mutterland gestern, heute und morgen treu - Tyrol Mater Austiae semper fidelis!
IP: 195.3.113.174
 
Markus A.
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