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05-03-2008 10:55
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Staatsbürgerschaft der Süd-Tiroler
Heute sind die Heimat- und Bürgerrechte der Süd-Tiroler an die italienische Staatsangehörigkeit in der ERU und in der Welt gebunden, da die AP Bozen Südtirol völkerrechtlich zu Italien gehört. Die Republik Österreich ist bekanntlich seit 1946 die völkerrechtliche Schutzmacht der 3/4 süd-tiroler Bevölkerungsmehrheit in Tirol südlich des Brenners, auch wenn Rom in diesem Fall von einer Minderheit sprechen will. Vieleicht wird es irgendwann aber so etwas, wie nur die eine EU-Unions- oder Europa-Staatsangehörigkeit geben. In der Zwischenzeit könnte aber das Bundesland Tirol in Österreich darauf drängen, dass man den Landsleuten in Tirol südlich des Brenners einen zweiten Pass anbietet, für alle die das wollen, nämlich den des Österreichischen Vaterlandes, eben aufgrund der ethnischen Herkunft der Süd-Tiroler. Das ist überall in Europa nicht erst seit gestern und heute der Fall, dass die vielen Vaterländer den eigenen Landsleuten, die aus welchen Gründen auch immer ausserhalb der Grenzen des Vaterlandes leben oder leben müssen, grosszügig die eigene Staatsbürgerschaft anbieten und zwar als identitätsstiftende Geste der Verbundenheit. Vorausgesetzt, beide Länder, das Vaterland und das Land wo die Menschen dann leben, lassen diese Möglichkeit der Doppelstaatsangehörigkeit rechtlich zu. Doppelte Staatsangehörigkeit ist aber international gesehen nichts aussergewöhnliches, sondern eher der Normalfall. Diese Frage der Staatsangehörigkeit ist aber gerade in Süd-Tirol durch die verhängnisvolle und leidvolle Erfahrung der Menschen in der Geschichte mit zwei Faschismen aus der Zeit der sog. "Option" vor 1943 immer noch gefühlsmäßig belastet. Würden womöglich abertausende Menschen daraus in unserer Zeit Gebrauch machen und einen zweiten Reisepass des Vaterlandes annehmen, dann könnte Italien wieder damit wie damals 1946 gegen die Selbstbestimmung des Landes und Volkes hausieren gehen und gegen die Selbstbestimmung der Süd-Tiroler argumentieren. Ich vermute, dass nur die gesamt-tiroler Politik in Innsbruck und Bozen in Absprache mit Wien diese Frage mit allen Konsequenzen ausreichend klar beurteilen kann und gegebenfalls auch eine Entscheidung treffen könnte. Für die vielen Sportler z.B. aus Süd-Tirol wäre dsas aber eine Möglichkeit, gerade in ihrer Jugend für das Land zu starten, das sie als ihre Heimat und Vaterland empfinden, damit ihnen in Italien niemand mehr nachsagt, sie wollen die italienische Hymne nicht mitsingen oder die Tricolore schwenken, alo sie haben diese Möglichkeiten der sportlichen Betätigung nicht verdient. Andere Mütter haben auch schöne Töchter, und was gerade Alpinsport betrifft, da sind die Österricher heute eine eigene klasse für sich. Eine Schlagzeite, "der oder die für Österreich startende Südtiroler/In hat das und das gewonnen" würde sogar die Bemühungen um das Recht auf Selbstbestimmung erleichtern, da beim Sport ziemlich alle zuschauen. Alle Politiker könnten daher überlegen, ob es da nicht einen Spielraum gäbe, all den Menschen, die in der AP Bozen Südtirol permanent leben, eben aufgrund ihrer ethnischen Herkunft unbürokratisch am Konsulat in Bozen oder in Innsbruck selbst auf der Bezirkshauptmannschaft auch die Möglichkeit des Erwerbes eines österreichischen Reisepasses zu ermöglichen. In vielen Ländern Europas ist das möglich, wo man nur nachweisen muss, dass man von dem Volk abstammt, desssen Staatsangehörigkeit man bekommen möchte, auch wenn man permanent im Ausland lebt, in Süd-Tirol solange die Frage der Selbstbestimmung der AP Bozen eben nicht ausreichend geklärt ist, oder noch nicht nicht geklärt werden kann. Vieleicht denkt jemand in der hohen Politik in beiden Landesregierungen in Tirol in Bozen und in Innsbruck im Sinne der Wiederherstellung der Einheit der Tiroler darüber nach. Die EU würde höchstwahrscheinlich nichts dagegen haben, sondern sogar solche Lösungen im europäischen Geiste begrüssen.
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