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26-02-2008 11:44
 
Dem Land Tirol die Treue!
Anscheinend haben heutzutage gerade die Frauen mehr Civilcourage und mehr Schneid für die Rechte der Tiroler südlich des Brenners zu kämpfen, als manche Mander in ihren noch so autonomen Tintenburgen in Bozen. Die Träger des Selbstbestimmungsrechtes sind aber vor dem Völkerrecht und Menschenrechtscharta der UNO zuerst die Völker selbst und ethnische Gruppen und nur sie, erst in zweiter Linie die Parteien und Regierungen, wenn auch sie als ordnungsstiftende und willensbildende Organisationen und politische Leitungsgremien in diesem politischen Diskurs der Bevölkerung mit der Staatsmacht in einer modernen demokratischen Gesellschaft unverzichtbar sind. Heute kann in Süd-Tirol in der Bevölkerung selbst ohne Zutun der Landesregierung eine offene Auseinandersetzung mit der Frage der eigenen Selbstbestimmung der AP Bozen Südtirol Dank auch der politischen Bewegung der Süd-Tiroler Freiheit der Frau Dr. Eva Klotz hörbar und sichtbar stattfinden. Das kann man als patriotisch gesinnter Mensch nur gutheissen und sehr begrüssen. Man würde sich aber noch wünschen, dass diese Volkesstimme auch von den regierenden gerade in Bozen gelegentlich auch gehört wird. Der Ex-SVP-Obmann Siegfried Brugger meinte seinerzeit wohl im Zusammenhang mit dem Cossiga-Referendum Vorschlag für Süd-Tirol im Mai 2006, die Südtiroler seien ein Bergvolk und bräuchten daher eben länger, um komplexe Sachverhalte und Zusammenhänge zu begreifen und die Politik der SVP zu verstehen. So habe ich persönlich damals diese Aussage verstanden. Warum das jetzt im Zusammenhang mit der breiten Selbstbestimmungdebatte in der Brennerstrasse auch so sei, wo man lange braucht, um die Selbstbestimmungdebatte der Bevölkerung selbst als regierende Partei zu verstehen, müsste uns noch einer erklären, an der dünnen Bergluft in der Brennerstrasse in Bozen wird es wohl nicht liegen, eher an der Hitze der südlichen Sonne. Immerhin taugen die lang nachdenkenden Süd-Tiroler jedesmal als Wahlvolk, und sie bestätigen auch bei jeder Wahl die SVP als Sammelpartei der süd-tiroler Interressen in ihrem Amt. Daher würde man es sich gerade jetzt im Wahlkampf sehr wünschen, dass auch einmal vox poluli, und gerade in der so wichtigen Frage der Selbstbestimmung des Landes und des Süd-Tiroler Volkes, in die Vorzimmer der Macht in der Verwaltung der noch so perfekten Autonomie schafft und auch gehört wird. Die Selbstbestimmung des Landes ist immer noch auch die ureigene Verpflichtung und Aufgabe der Politik der südtiroler Landesregierung, von Sicherung und Ausbau der Autonomie im heutigen Staat der Fremdbestimmung, bis hin zur Ausübung des ur-demokratischen Selbstbestimmungsrechtes der Völker in ihrem eigenen Land.
IP: 195.3.113.169
 
Markus A.
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