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24-02-2008 00:33
 
Zuwanderung
Die Tiroler Wochenendzeitung Echo am Freitag schreibt in ihrer jüngsten Ausgabe, daß in den nächsten Jahren in Tirol eine dramatische Abnahme an Jugendlichen zu erwarten sei, was insbesondere zu einem verhängnisvollen Mangel an Lehrlingen führen, also auf Tirols Wirtschaft sich nachhaltig auswirken werde. Das ist aber nicht allein ein Tiroler Problem, sondern auch in anderen österreichischen Bundesländern zu finden. Der Bundesregierung ist das selbstverständlich bekannt, und es ist schon seit geraumer Zeit geplant, etwa siebenhunderttausend neue Zuwanderer nach Österreich zu schleusen, nicht zuletzt um das Sozialsystem zu stützen. Der primäre Grund für diese Lage ist natürlich der Mangel an heimischem Nachwuchs. Angesichts dieser und anderer alarmierender Zustände in Österreich hat sich hier eine neue Partei formiert, die viel Interesse und Zuwendung verzeichnen kann, nämlich die Partei Die Christen. Ich habe schon mehrmals angedeutet, daß für Südtirol der Anschluß an Österreich derzeit keine vernünftige Lösung sein kann. Dafür gibt es mehrere triftige Gründe. Sollte z. B. Südtirol seine Selbstbestimmung erreichen, würde es dieses Privileg durch einen Anschluß an das jetzige Österreich sofort wieder verlieren. Aber auch von der Zuwanderungspolitik Österreichs würde Südtirol so getroffen werden. Ich bin nicht grundsätzlich gegen einen Zusammenschluß Südtirols mit Österreich, aber unter den derzeitigen Umständen halte ich einen solchen für äußerst unklug. In Österreich selbst formieren sich Freiheitsbewegungen, weil die angestammte Bevölkerung sich nun doch mehr und mehr bewußt wird, daß Österreich dabei ist, von einem EU-Totalitarismus überschattet zu werden und sowohl Rechtsstaatlichkeit (Gewaltentrennung) sowie eine vom Volk ausgehende Gesetzgebung schrittweise zu verlieren. Durch einen Weg Südtirols von der Autonomie in die Souveränität würden die österreichischen Freiheitsbewegungen indessen wirksamen Rückenwind erhalten und sich die Chancen für Veränderungen erhöhen, Voraussetzungen zu erreichen, die eine Vereinigung Südtirols mit Österreich wieder erwägenswert machte.
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Georgos Egger
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