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23-02-2008 11:40
 
Gesellschaft und Zuwanderung
In Süd-Tirol leben heute über 30 Tausend Menschen mit einer anderen Staatsangehörigheit. Nach Meinung von Fachleuten wird sich diese Zahl aus heutiger Sicht pro Jahr um cirka 2-3 Tausend neue Zuwanderer erhöhen und zuerst auf grössere Städte konzentrieren. In über 10 Jahren wird sich wahrscheinlich diese neue Bevölkerungsgruppe mehr als verdoppeln auf 60-70 Tausend. Daher darf man sich von einer kompetenten Runde erwarten, dass diese Frage der Zuwanderung fernab von Ressentiments und unbegründeten Ängsten in der Diskussion berücksichtigt, in erster Linie in Hinblick auf den Sprachfrieden und ethnischen Proporz. Die Autonomie Süd-Tirols ist eine sehr sensible völkerrechtliche Schöpfung, daher kann es dem Land nicht egal sein, wenn im Laufe von Jahrzehnten eine neue "Volksgruppe" in Süd-Tirol dazukommt. Dass die Menschen mit der Zeit auch Staatsangehörigkeit und Wahlrecht bekommen würden, das versteht sich von selbst, dass ist heute Standard in einer europäischen Demokratie. Manche dieser neuen Minderheiten kommen aus einem nicht europäischen Kulturkreis und wissen mit unserer Kultur und Zivilisation nichts anzufangen, ausser dass man in Europa sich eine wirtschaftliche Existenz schnell aufbauen kann, im Kopf aber bleiben diese Einwanderer oft über viele Generationen Zuhause in Asien oder Afrika, vor allem was die Rolle der Frau in der Gesellschaft betrifft. Die Familienzusammenführung wird sehr oft exzessiv praktiziert und nur so kann man das erklären, dass überall in Europa neue Minderheit entstehen, von denen man noch nie etwas gehört hat. Diese Trends werden sich in der Zukunft sogar verstärken und wir werden höchstwahscheinlich in den nächsten Jahrzehnten zwar noch in Europa leben, aber mit sehr starken neuen ethnischen und religiösen nicht europäischen Minderheiten, die auch ihre Rechte einfordern werden. Der Staat egal wo in Europa vertschüsst sich so gut wie immer aus seiner Verantwortung wenigstens für die nötigen Jobs für all die neuen Zuwanderer und ihre Kinder zu sorgen, und so entstehen aus verständlichen Gründen neue soziale Spannungung zwischen den Einheimischen und Zuwanderern wegen Lohndumping und weitere Konfliktherde und Sprengstoffe in der Gesellschft, auch in so kleinen aber dafür wirtschaftlich sehr atraktiven Ländern wie gerade Süd-Tirol.
IP: 195.3.113.179
 
Markus A.
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