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16-02-2008 12:53
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Landeshymne
Die Tiroler unter Andreas Hofer kämpften 1809 in erster Linie gegen Fremdbestimmung eines bayerischen Königs in ganz Tirol für die Landeseinheit und Vaterland Österreich und im südlichen Teil von Rovereto bis kurz nach Bozen gegen Fremdbestimmung eines italienischen Königs von Napoleons Gnaden, wenn auch nicht zeitgleich und für den Erhalt der über Jahrhunderte gewachsenen Landeseinheit und Landesintegrität Tirols. Diese wurde bekanntlich nach dem Wiener Kongress 1815 wiederhergestellt, und so hat Hofer von der Geschichte einige Jahre später auch Recht bekommen. Aus diesem Beispiel kann man lernen, dass der Einsatz für die Wiederherstellung der Landeseinheit nicht umsonst war, und dass man dieses Ziel nie aus den Augen und aus dem Sinn verlieren darf. Die italienische Irredenta hat vor 1918 einen Bruch zwische Welsch- und Deutsch-Tirol herbeigeführt, aber der Wille zu Landeseinheit im deutschsprachigen Teil in Süd, Ost und Nord-Tirol ist weiterhin klar vorhanden und demokratiepolitisch noch viele Jahre und Jahrzehnte der Zukunft mehrheitsfähig, wenn man die Menschen nur darüber auf beiden Seiten des Brenners abstimmen lassen würde, bzw. wenn man diese Einheit schon jetzt auch gesellschaftlich und politisch sichtbar leben würde. Für mich persönlich ist dieser Wunsch nach der Wiederherstellung der Einheit der geteilten Tiroler Heimat in allen wertkonservativen politischen Parteien des Landes klar vorhanden. Wenn auch die Politiker der SVP oder ÖVP in dieser Frage sehr viel Vorsicht walten lassen, dann vieleicht aus diesem Grund, weil sie der neuen langsam gewachsenen und schon jetzt vorhandenen Gemeinsamkeit zwischen Nord, Süd und Ost Tirol keinen Schaden zufügen wollten. Wer aber keine Fehler machen will, der wird auch nie wissen, unter welchen Voraussetzungen diese Einheit politisch einmal möglich wäre. Eine gemeinsame Landeshymne, Landesfahne und Zweierlandtag, das wäre meiner Meinung nach schon heute politisch zur Gänze realisierbar. Es gibt aber in absehbarer Zeit immer noch keine Tageszeitung, die aus und für alle Landesteile täglich berichten würde, sowie keine weiteren Medien wie Radio oder TV-Sender. Die Anwesenheit der italienischen Kultur wäre dabei erwünscht und vorteilhaft, wenn die Italiener aus Süd-Tirol solche Projekte unterstützen wollen würden. Eine Tiroler Selbstbestimmung muss immer danach trachten, dass gerade die italienische Sprachgruppe niemals das Gefühl einer Benachteiligung in dieser Frage bekommt. Das war damals im Freiheitskampf des Landesvaters Andreas Hofer auch so, als alle Tiroler aller Srachgruppen für ein Tirol bei Österreich als Vaterland gekämpft haben, obwohl Welsch-Tirolern das italienische Königreich Italien an und für sich viel näher gewesen sein müsste. Die Selbstbestimmung sollte daher vieleicht zuerst gesellschaftspolitisch medial geschehen und dazu würde man solche Symbole wie eine gemeinsame Landeshymne, Fahne, Wappen, Zweier-Landtag dringend brauchen, damit schon jetzt das stark vorhandene Gefühl der Tiroler Landeseinheit in den Eliten der Politik auch weiter von unter in der gesamten tiroler Gesellschaft ausgebaut wird. Die Menschen in ganz Tirol brauchen Vorbilder und Orientierung und das können ihnen die Medien und Landespolitiken auch geben, wenn sie nur wollen. Das tut zumindest ohne Wenn und Aber die politische Bewegung der Süd-Tiroler Freiheit, damit ist diese Partei heute die erste Adresse der Tiroler Einheit.
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